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Hunger

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Re: Hunger

Beitragvon Semper Fidelis » 31.07.2017, 16:43

Lass uns nicht so lange warten!
Semper Fidelis
 

Beitragvon Mankei » 18.08.2017, 10:45

Ben wusste das er nicht mehr viel Zeit hatte, er nahm das Wohnmobil, drehte es vorsichtig und fuhr den schmalen Weg hinunter auf dessen Weg er jede Pfütze oder andere Gelegenheit nutzte um die Reifen zu beschmutzen. Auf der Straße angekommen nahm Ben nun den Weg entgegen der sonstigen Route damit die Gruppe um Erwin auf eine falsche Fährte geführt wird.

Ben war erst einmal hier entlang gefahren aber er wusste das es ein paar Kilometer weiter eine Abbiegung gab die perfekt als Versteck für das Wohnmobil und das Auto geeignet waren.

Als Ben die Abzweigung sah hielt er vorsichtig an, stieg aus und überprüfte das keine Spur darauf hin deutete hier abzubiegen und so seinen Unterschlupf zu verraten. Als er an einer passenden Stelle ankam tarnte Ben den Wohnwagen und machte sich sofort mit einem der beiden Fahrräder die immer am Wohnmobil waren auf den Rückweg.

Ben radelte schnell zurück und sofort nach seiner Ankunft verstaute er das Rad und fuhr mit dem Auto los. An dem Versteck angekommen tarnte Ben zuerst das Auto und überprüfte als er fertig alles noch einmal. Wieder auf der Straße angekommen entfernte er noch die wenigen Spuren und sprang zufrieden auf sein Rad.

Ella führte die Gruppe an, sie und ihr Bruder redeten kein einziges Wort seit ihrem Aufbruch.

Alles in Ordnung mit dir wollte Ella wissen.
Alex nickte, .., eigentlich ist da was nicht in Ordnung.
Raus mit der Sprache.
Ich…, ich glaube nicht das wir Dad noch einmal sehen, Alex fing an zu weinen,...lebend sehen.
Ella hielt an.
Meinst du das ernst fragte sie Alex.
Ja!
Aber wieso, mir sagte Dad das er die zwei Wagen versteckt und dann zu uns kommt.
Er nichts gesagt als wir uns trennten aber er schaute mich so komisch an, ich habe einfach ein richtig schlechtes Gefühl.

Die anderen schlossen auf und es begann eine rege Diskussion.
Als letzte kamen mit schon deutlicher Verspätung Tom und Nico dazu.
Tom war die Erschöpfung ins Gesicht geschrieben.

Glaubt ihr wirklich das Ben sich… für uns opfert fragte Diana schockiert.
Keiner antwortete, aber alle merkten erst jetzt was eigentlich gerade vor sich ging.

Wir gehen wieder zur Hütte und helfen eurem Vater, Erich sagte das was viele dachten.

Alle stimmten zu nur Melissa und Gabi fragten ob es nicht besser wäre wenn jemand die Kinder in Sicherheit bringt.

Erneut ergriff Erich das Wort, Schatz gehe du mit Ella und den Kinder zu unserem Unterschlupf, sie weiß wo es hin geht, wenn alles überstanden ist treffen wir und wieder.

Ella protestierte, ich weiß nicht wo es hin geht und außerdem gehe ich mit nach unten, davon könnt ihr mich dieses mal nicht abhalten.

Tom der sich wieder etwas erholte rief Ella zu sich.
Du musst die anderen nach oben führen, ich habe deinem Vater mein Wort gegeben auf dich und Alex zu achten und das werde ich auch tun.

Ella schaute Tom in die Augen, ich verstehe dich sehr gut aber dieses mal werde ich mich nicht umstimmen lassen, ich gehe nach unten.

Erich sah das es keinen Zweck hatte noch weiter darüber zu Diskutieren.
Dann geht ihr und sucht die Hütte, Ella und ich gehen um Ben zu helfen.

Tom wollte unbedingt auch mitgehen doch Erich fasste ihm nur etwas auf seine Wunde und schon schrie Tom auf.
Heute nicht Tom, in deiner Verfassung schadest du uns nur.

Ella gab Alex die Zettel damit dieser den Weg zum Unterschlupf findet.
Weißt du was uns dort erwartet fragte Alex neugierig.
Nein, Dad sagte mir nur das es eine kleine Hütte ist die diesen Namen gar nicht verdient.
Essen und Trinken?
Auf der Rückseite siehst du eine andere Skizze, da ist Essen und trinken erwiderte Ella und die Schaufel liegt gleich rechts neben der Türe.
Schaufel fragte Alex.
Das ist alles vergraben, wenn du also was essen oder trinken willst musst du vorher graben.
Na toll sagte Alex und umarmte seine Schwester zum Abschied.
Nehmt meine Waffe, Tom drückte sie Ella in die Hand, ich denke ihr werdet sie eher brauchen als wir dort oben.
Ella nahm sie und bedankte sich, bis bald.
Bis bald!

Ben spannte beide Armbrüste und legte jeweils 2 Reservepfeile dazu, er wusste das ein Nachladen viel zu lange dauern wird aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zu Letzt dachte er sich lachend.
Er legte vier Messer an, eines am Gürtel, die anderen unsichtbar, dann ging er in die Hütte und dort in sein Zimmer.
In der Kommode standen die letzten 4 Flaschen seines Whiskeys, er öffnete eine Flasche und nahm einen Schluck daraus, dann riss Ben aus seinem Bettlaken vier etwa gleich große Stücke heraus und tränkte sie mit Alkohol.
Er wusste als er sie draußen nicht weit von der Hütte platzierte das dies wahrscheinlich seine einzige Chance war das ganze zu Überleben.

Ben schaute nach oben, doch niemand war zu sehen, er hoffte das es seiner Familie gut geht.
Als er so hinter dem großen Felsen auf dem Boden lag dachte Ben an die vergangen letzten Tage und Wochen, er haderte mit sich selbst, wieso musste er unbedingt auf Erkundung gehen, alles was man zum Überleben brauchte hatten sie doch im Überfluss.

Ben starrte auf ein Foto von Michelle, wie gerne wäre er jetzt mit ihr und den Kindern an einem besseren Ort als hier wo gerade mehrere Autos den schmalen Weg herauf kamen.

Mit vielem hatte er gerechnet aber als es am Ende 11 Autos waren die voll besetzt waren wusste Ben das dies kein gutes Ende für ihn nehmen würde.

Er kam sich lächerlich vor mit seinen zwei Armbrüsten und vier Flaschen seines besten Whiskeys die er als Molotowcocktail verwenden wollte.

Die Türe des ersten Autos ging auf, ein bärtiger und muskulöser Typ der perfekt in jeden Endzeitfilm passen würde stieg aus und winkte alle zu sich.

Ben konnte nicht verstehen was sie beredeten doch schon kurze Zeit später gingen drei Männer und zwei Frauen zur Hütte, während die anderen sich hinter ihren Autos verschanzten und mit Pistolen und Gewehren auf alles mögliche warteten.

Einer der Männer schaute vorsichtig in eines der Fenster der Hütte, als er signalisierte das niemand zu sehen waren gab ihr Anführer den Befehl in das Haus zu gehen.

Ben erkannte die Stimme, er war es mit dem er geredet hatte, der Vater von Petra und Josef.

Es dauerte nicht lange und eine Frau kam einem Karton MRE‘s heraus gerannt.
Sie wurde jubelnd begrüßt und nach dem sie laut schrie das es dort noch viel mehr gibt wurde das Geschrei noch lauter.

Die Männer folgten ihr nur kurz danach, einem lief der Saft einer Dose Aprikosen den Mund hinunter, die anderen beiden hatten den Mund so voll das sie nichts sagen konnten aber man sah an ihrem Lachen wie glücklich sie waren. Sie waren so berauscht und drehten genau wie die Frau wieder um und verschwanden erneut in der Hütte.

Nun machten sich all die anderen auf rannten ebenfalls in die Hütte und ehe man sich versah waren bis auf ihren Anführer alle in der Hütte verschwunden.

Alex kam als erster an, eine kleine Hütte die baufällig war sollte nun für sie alle als Unterschlupf dienen.
Das kann sein Vater doch nicht ernst meinen, ist er verrückt geworden fragte er Diana die nur kurz nach ihm ankam.

Warte doch erst mal ab, vielleicht ist es drinnen ja besser.

Alex öffnete die Türe, sie war nicht verschlossen und als er mit der Taschenlampe hinein leuchtete wusste er auch wieso, es gab zwei alte Holzbetten ohne Matratzen, einen kleinen Ofen, einen Tisch und drei Stühle und wie es auch der Rückseite des Zettels stand, eine neue Schaufel die neben der Türe stand.

Dad ist verrückt geworden, wir können hier doch unmöglich leben, was hat er sich nur dabei gedacht.

Das wir überleben, hast du etwa ein 5 Sterne Hotel erwartet fragte Tom genervt als er völlig außer Atem und mit starken Schmerzen ankam.

Nein das habe ich nicht, aber etwas besseres schon als das hier.

Gib mir den Zettel forderte Tom.

Tom nahm den Zettel an sich, griff nach der Schaufel und folgte dem eingezeichneten Weg.

Nico folgte seinem Vater und nach etwa 300 Metern und einer letzten kleinen Steigung kamen sie an der Stelle an.

Jetzt bist du dran, Tom übergab Nico lachend die Schaufel, viel Spaß.

Man konnte nicht sehen das dort etwas vergraben war aber Nico arbeitete sich ohne viel Mühe durch den weichen Boden nach unten.

Tom verfolgte die Arbeit seines Sohnes und nach 10 Minuten gab es ein Geräusch das hier nicht her passte.
Dad komm mal her rief Nico.
Tom stand auf, Nico hatte etwas über einen Meter tief gegraben und stand nun auf einigen Holzbrettern.

Mach sie vorsichtig weg mein Sohn wir wissen nicht was dort alles auf uns wartet.

Nico nahm ein Brett nach dem anderen und gab es seinem Vater nach oben, als er alle entfernt hatte stand er auf einer riesigen reißfesten Plane, die so schaute es aus, als zusätzlichen Schutz diente.

Nico nahm sein kleines Messer heraus und wollte gerade anfangen die Plane zu zerschneiden als sein Vater ihn davon abhielt.

Versuch sie so abzuziehen, vielleicht brauchen wir die Plane noch.

Nico gab sich Mühe doch er war dort unten alleine ohne Chance, die Plane stellte sich als äußerst stabil heraus.
Als er endlich ein Ende gefunden hatte krabbelte er darunter und sah nun mit dem Licht seiner Taschenlampe das ganze Ausmaß.

Dad, du wirst nicht glauben was ich hier gerade sehe, Nico schaute zweimal ob das was er gerade sah auch der Wirklichkeit entsprach, er kämpfte sich über Weithalstonnen und mit Plastikfolie eingeschweißten Paletten hinweg bis er ans andere Ende kam und dort nach einer Möglichkeit suchte die Plane zu entfernen.

Nico kämpfte bis er nicht mehr konnte, völlig außer Atem robbte er zurück und nahm als er wieder ans Tageslicht kam erst einmal einen gehörigen Schluck Luft zu sich.

Ich brauche Hilfe, unmöglich es alleine zu schaffen.
Tom nickte verständnisvoll, gehe nach unten und hole Alex, zu zweit werdet ihr es schaffen.

Bis auf den Anführer waren alle im Haus verschwunden, Ben wusste das er nur diese eine Chance hatte, ohne auch nur einen weiteren Gedanken darüber zu verlieren nahm er die gespannte Armbrust, legte an und schoss.

Der Pfeil traf ihn mittig im Rücken und sofort sackte er in sich zusammen, Ben der überrascht über seine Treffsicherheit war flüsterte leise „ja“ zu sich.
Er nahm sofort die zweite Armbrust und wartete darauf das jemand aus der Hütte kam doch nach einigen Minuten des Wartens fasste er einen neuen Plan.

Ben sah sich den leblosen Körper an und die Versuchung die nun herrenlose Waffe zu holen wurde immer größer.

Ben stand auf, atmete einmal tief durch und lief zur Waffe.
Den Blick nur auf die Pistole gerichtet kam Ben an und nahm die Waffe an sich.
Er überprüfte sie sorgfältig, es war ein Trommelrevolver mit sechs Schuss.
Ben stand regungslos da, er wartete darauf das die anderen nach und nach aus der Hütte kamen.

Ben fühlte sich beobachtet, er schaute sich nach allen Seiten um konnte aber nichts entdecken.
Er drehte sich etwas nach links, machte zwei große Schritte und nahm im Auto Platz, die Pistole positionierte er zwischen Türe und Rahmen um besser zielen zu können.

Mittlerweile waren etwa 15 Minuten vergangen und Ben fing an zu lachen, vermissten sie denn nicht ihren Anführer fragte er sich immer wieder.

Ben schaute sich im Auto um, aber außer Abfall war nichts zu sehen.
Er suchte unter dem Fahrersitz den Hebel für die Heckklappe die dann auch sofort nach dem betätigen aufsprang. Ben stieg aus und ging rückwärts zum Ende des Autos, er rechnete damit das jeden Moment jemand aus der Hütte kam.
Als Ben die Heckklappe bis zum Anschlag öffnete bekam sein Himmelfahrtskommando eine ungeahnte Wendung.

Komm mit Alex du wirst mir nicht glauben was dort oben alles ist.

Alex war schlecht gelaunt, ohne seinen Vater und ohne Ella kam er sich verlassen vor, dazu kam noch diese miserable Unterkunft, Hunger und Durst sowie das Verbot auf Zettel Nummer drei das ihm untersagte ein Feuer zu machen.

Nun sei nicht so beleidigt, dein Vater ist wahrscheinlich der beste Vater auf der Welt, überlege dir nur mal kurz was er alles für dich und deine Schwester gemacht hat.

Alex wusste das Nico recht hatte, aber er vermisste sein schönes Zimmer in der Hütte und den Umstand das er hier ist und Ella auf dem Weg war ihren Vater zu helfen.

Als die beiden ankamen sahen sie keine Spur von Tom aber sie konnten ihn hören.

Fluchend vor Schmerzen krabbelte Tom auf den Paletten herum.

Alles ok Dad, Nico stieg zu seinem Vater hinunter.
Alex konnte nicht Glauben was er sah, sein Vater hatte anscheinend ein zweites Lager angelegt von dem er niemanden etwas erzählt hatte.

Tom hangelte sich mit Hilfe von Nico nach oben.
Als er oben ankam und etwas verschnaufte bemerkte er wie Alex kopfschüttelnd in die Grube starrte.

Das ist noch nicht alles was du da siehst, da hinten das wie das Ende aussieht ist nur eine Attrappe, da hat dein Vater eine Wand angebaut und mit Farbe besprüht.
Von oben ist es ausreichend getarnt, wenn man davor steht sieht man aber das es dort noch weiter geht.

Was ist dahinter, Alex und Nico fragten gleichzeitig.
Ich weiß es nicht, ich habe überall Schmerzen und als ich euch hörte bin ich umgedreht.

Darf ich fragte Alex.
Es gehört dir denke ich mal.
Es gehört meinem Vater.
Nur du bist hier, also gehört es dir.

Alex sprang zuerst auf eine der drei Paletten, dann mit einem weiteren Satz auf den Boden.
Er hatte nur Augen für den hinteren Teil der verborgen war.

Mach mal die Verpackung weg, ich will sehen was da drunter ist.
Alex ignorierte Nicos Frage, er suchte nach einem Spalt um die Bretter zu entfernen.

Komm schon Alex, ich will wissen was da drunter ist.
Alex drehte sich um, mach es doch selber ich bin hier beschäftigt.

Nico fragte nicht weiter sondern hüpfte nun ebenfalls auf eine der Paletten und machte sich sogleich mit seinem Taschenmesser daran die Folie abzumachen.

Es waren mehrere Lagen Folie zum Schutz angebracht und als Nico diese endlich frei gelegt hatte war eine weitere Schicht aus einem ihm unbekannten Material.

Tom der das ganze von oben beobachtete wollte auch endlich wissen was dort alles gelagert war.
Schneide es seitlich von oben nach unten, so müsste es gehen.

Ich versuche es Dad aber das ist ganz schön stabil stöhnte Nico.
Alex, komm und helfe Nico befahl Tom energisch.

Alex kümmerte sich nicht um die beiden, er hatte endlich einen kleinen Spalt freigelegt und konnte nun mit Hilfe seines Messers eine der Latten entfernen.

Als er das erste Holzbrett entfernte ahnte Alex schon was ihn da erwartete und gerade als er die anderen informieren wollte schrie Nico, Alex komm schnell, das musst du sehen.

Ella und Erich gingen schnell und ohne Pause nach unten, der Weg machte eine letzte scharfe Biegung dann waren es nur noch wenige Meter bis sie an der Hütte ankamen.

Erich griff Ella vorsichtig am Arm.
Sei vorsichtig, wir wissen nicht was uns erwartet.
Ella nickte.

Sie konnten nicht glauben was sie sahen, jede Menge Autos und an der Spitze stand Ben alleine an einem der Autos und hielt mehrere Gewehre und Pistolen in den Händen.

Schwer beladen machte sich Ben auf den Weg zu dem Stein wo er sich vor kurzem noch versteckte um dort die Waffen abzulegen.

Ben überprüfte jede Waffe sorgfältig und war zufrieden mit dem Ergebnis, alle waren gut gepflegt und vor allem geladen.

Ben schaute nun wieder zur Hütte, noch immer kam niemand heraus was er schon für sehr merkwürdig hielt.
Ben rüstete sich für einen großen Kampf, jede Waffe legte er so rechts und links neben sich das er diese sofort erreichen konnte.
Ben schaute ohne Unterbrechung auf die offen stehende Türe der Hütte und wartete darauf das endlich jemand heraus kommt.

Dad wir sind es, erschieße uns bitte nicht.

Ben drehte sich etwas erschrocken zur Seite, wie aus dem nichts standen Ella und Erich nur enige Meter vor ihm.

Was machst du denn, ihr denn hier, ihr solltet doch längst oben mit den anderen im Lager sein.

Wir wollen dir helfen Dad.

Ich schaffe das schon alleine, Alex und die anderen werden eure Hilfe brauchen.

Die kommen schon ohne uns klar erwiderte Erich, aber wenn wir die ganzen Autos hier so sehen brauchst du ganz sicher unsere Hilfe. Du hast ja genügend Waffen nur fehlt es dir an Händen.

Erich konnte sich ein Lachen nicht verkneifen.

Wie viele sind es Dad fragte Ella.

Etwa 30.

Wo sind sie denn alle fragten Ella und Erich gleichzeitig.

Beim Essen, seit einer halben Stunde antwortete Ben.
Nur ihr Anführer nicht, der liegt da vorne neben seinem Auto.

Ist er Tod.

Das hoffe ich doch sehr.

Wie fragte Erich.

Armbrust, ein Schuss.

Beeindruckend.

Erich nahm sich eine Pistole und ein Gewehr, überprüfte beide sorgfältig und nickte zufrieden.
Es wird besser sein ich gehe auf die andere Seite, so können wir sie aus zwei Richtungen bekämpfen.

Ich gehe zu dem großen Auto und verschanze mich dort, so können wir sie zu dritt angehen.
Du Ella bleibst bei mir und wenn das hier los geht will ich von dir nichts sehen und hören.

Komm schon Dad, ihr werdet mich brauchen, wenn da jetzt wirklich 30 bewaffnete aus der Hütte kommen dann musst du um jede Hilfe froh sein.

Keine Chance antwortete Ben, Erich geht rüber und sucht sich dort Deckung, zu zweit können wir es schaffen.

Aber.
Keine Widerrede Ella.

Erich wollte zuerst noch versuchen Ben umzustimmen doch er sah es ihm an das es keine Option für ihn war.

Erich ging ohne ein weiteres Wort auf die andere Seite, er nutzte einen kleinen Hügel der zusätzlich durch einen Baum guten Schutz geben sollte.

Ella hockte beleidigt auf dem Boden etwa zwei Meter von ihrem Vater entfernt und reagierte auf keine seiner Fragen.

Ben legte seine gesamte Aufmerksamkeit wieder auf die Hütte, zuvor hatte er alle Waffen um sich herum versammelt um sicher zu gehen das Ella sich nicht bedienen konnte.

Gerade als Ella aufstehen wollte fiel ein Schuss.

Erich reagierte noch vor Ben als eine Frau und ein Mann zusammen aus der Hütte kamen.
Erich der von seinem Schussglück sichtlich überrascht war traf den Mann der sofort zusammenbrach und sich nicht mehr bewegte, die Frau drehte sich blitzschnell und verschwand wieder in der Hütte.

Ella nutzte die Möglichkeit während ihr Vater sich auf das Geschehen in der Hütte konzentrierte den Rucksack den ihr Vater hinter sich abgestellt hatte zu untersuchen.
Sie öffnete ihn vorsichtig und fand darin 4 Flaschen Whiskey, einige Stofffetzen und ein Feuerzeug.

Mehrere Scheiben klirrten und gleich danach wurden ein paar Schüsse wahllos abgegeben.

Als es wieder ruhig wurde schaute Ben zu Erich ob bei ihm alles in Ordnung war.
Erich hob etwas die Hand und signalisierte so Ben das er nicht getroffen wurde.

Ben drehte sich zu Ella.

Alles klar bei dir.
Natürlich Dad, aber es wäre besser wenn du mir eine Waffe geben würdest, nur so zur Sicherheit.

Die Türe des Hauses öffnete sich.
Ein paar Sekunden war es ruhig, dann eine ertönte laut eine Stimme.

Ich komme raus, dann können wir reden, ich bin nicht bewaffnet.

Ben wollte zuerst aufstehen doch kurz davor brach er ab, er signalisierte Erich das er mit dem Mann reden sollte.

Erich nickte und verstand den Grund dafür, sie sollten glauben das er alleine war.

Der Mann kam zielbewusst aus dem Haus und ging in Richtung wo Erich in Deckung lag.

Stehen bleiben schrie Erich, das ist nah genug.

Etwa 10 Meter blieb der Mann vor Erich stehen.

Sind sie alleine fragte der Mann.
Ja antwortete Erich, die anderen sind vor ein paar Stunden gefahren.
Dann wäre es doch besser wenn sie ihnen jetzt folgen.

Und ihr mir hinterher, Erich schüttelte den Kopf.

Wieso sind sie überhaupt noch hier, wir hatten doch ausgemacht das sie weg sind wenn wir ankommen.

Ich wollte nur schauen ob ihr euch an die Verabredung haltet.

Was für eine Verabredung wollte der Mann wissen.

Es gibt keine Verabredung, wir bekommen eure Lebensmittel und dafür lassen wir euch in Ruhe.
Wir hätten uns daran gehalten jetzt aber da du Erwin unseren Anführer getötet hast können wir dich nicht ungestraft davon kommen lassen.

Erich wusste nicht so recht wie er darauf antworten sollte.
Euer Boss hat mich angegriffen, es war nur Selbstverteidigung.

Das kannst du leicht sagen aber beweise es.

Ben stand auf, sichtlich überrascht davon schrie der Mann nach seinen Leuten doch Ben schoss sofort ohne zu überlegen. Der erste Schuss traf den Mann am linken Arm, aber der zweite Schuss traf ihn ins rechte Auge und sofort sackte der Mannn zusammen.

Schreie kamen aus der Hütte und dann sofort heftiger Schusswechsel.

Erich schaffte es gerade noch hinter seine Deckung zu kommen, Ben dagegen hatte nicht so viel Glück, eine Kugel traf ihn in den Unterschenkel, eine andere in den linken Arm.

Ella half ihrem Vater um in Deckung zu kommen, als sie es geschafft hatten versorgte Ella die Wunden ihres Vaters indem sie die Ärmel ihres Hemdes abriss und damit versuchte die Blutungen zu stoppen.

Ben hatte starke Schmerzen doch während er verarztet wurde schoss er immer wieder unkontrolliert auf die Hütte.

Ohne Unterbrechung flogen sowohl über Erich wie auch Ella und Ben Kugeln hinweg.

Nachdem die Gruppe im Haus sich von ihrem Schock erholte gerade ihren Anführer und dessen rechte Hand verloren zu haben, verstummte der Kugelhagel langsam aber sicher.

Zwei Männer versuchten aus der Hütte ins Freie zu kommen doch Erich der eine sehr gute Sicht auf das Haus hatte traf nun da er immer zielsicherer wurde mit je einem Schuss.

Erich rief nach Ben und als er Blickkontakt mit ihm hatte signalisierte Erich ihm das er unbedingt Waffen oder Munition braucht.

Ben drehte sich wieder um, nahm zwei Pistolen und schmiss sie nacheinander unter großen Schmerzen zu Erich.

Die Leute im Haus bekamen die Aktion mit und schossen, wenn auch ohne jemanden zu treffen, nun wieder verstärkt.

Eine Frau kletterte seitlich aus dem Fenster doch Ella sah sie und berichtete es ihrem Vater der sofort ziel nahm und das Problem mit einem Schuss erledigte.

Ella klopfte ihrem Vater auf die Schulter.

Ben wusste das obwohl sie jetzt fünf Menschen erschossen hatten sie noch immer etwa 25 Gegner vor sich hatten und es nur eine Frage der Zeit sein wird bis sie überrannt und dann getötet werden.

Ben schaute Ella an.

Ella, höre mir jetzt gut zu denn ich werde dir das nur einmal sagen und es wird keine Diskussion darüber geben.
Sowie ich anfange zu schießen wirst du dich vorsichtig wegschleichen, nimm den Weg runter zur Straße, dort unten kannst du wenn du etwa 50 Meter nach Westen gehst wieder unbemerkt hochsteigen und zu Alex und den anderen kommen.

Aber Dad ich will doch..!
...Keine Diskussion habe ich gesagt.
Ben stand auf, drückte Ella an sich heran, gab ihr einen Kuss auf die Wange und flüsterte ihr ins Ohr, ich habe dich und Alex so lieb, passt auf euch auf und seid vorsichtig.

Ella fing an zu weinen.
Sie versuchte gar nicht mehr erst ihren Vater umzustimmen.

Ben blickte seiner Tochter noch einmal in die Augen, drehte sich um und fing an zu schießen.
Lauf Ella!

Ella schaute auf den Rucksack, nahm ihn blitzschnell hoch und rannte weg, allerdings nicht so wie es ihr Vater gemeint hatte sondern Ella lief zu Erich hinüber, verschanzte sich dort kurz und lief, bevor Erich der ebenso ohne Pause schoss klar wurde was gerade passierte, schon weiter in Richtung Hütte.

Ben der von dem ganzen nichts mit bekam sah dann aber wie Ella etwa 5 Meter vor der Hütte Schutz suchte.
Er schrie Ella an sie soll sofort von dort weg laufen.

Ella ignorierte die Rufe ihres Vater genau wie die von Erich.

Ella nahm die 4 Whiskey Flaschen heraus, schüttete auf jeden Stofffetzen etwas Alkohol und wartete kurz ab.
Sie schaute nach passenden Zielen.
Ella zündete den ersten Molotowcocktail an und schmiss ihn in das oberste Fenster, den zweiten warf sie links von sich in ein Fenster und jetzt da sie von den Menschen im Haus wahrgenommen wurde und man sie unter Beschuss nahm, sie sich beeilte und die beiden letzten Molotowcocktails in das rechte Fenster und die Eingangstüre schmiss.

In der Hütte fingen einige an zu schreien, vier von ihnen liefen schreiend und unbewaffnet aus dem Haus doch sowohl Ben als auch Erich schossen als sie dies sahen und machten ihnen ein Ende.

Die Hütte fing immer schneller Feuer, die Flammen griffen auf das ganze Haus zu und es sollte nur noch eine Frage der Zeit sein ehe auch der kleinste Fleck der Hütte brennt.

Ben war beeindruckt von dieser Aktion, kochte aber innerlich vor Wut darüber das sich seine Tochter dieser Gefahr ausgesetzt hat.

Erich stand auf, er wollte schauen ob es Ella gut ging, da aber immer noch aus der Hütte geschossen wurde konnte ee Ella weder sehen noch zu ihr gehen.
Erich rief sie mehrmals bekam aber keine Antwort.

Ella schaute dem Spektakel zu, das Haus brannte nun lichterloh und sie war überrascht darüber das noch immer Menschen in der Hütte waren und nicht alle sofort heraus rannten.

Ella ging aus ihrem Versteck und lief zum Haus. Dort angekommen schlich sie mit Bedacht zu dem hintersten Fenster da sie jetzt sah dass dort das Feuer noch nicht angekommen war.
Als sie ihren Kopf etwas drehte um hineinzuschauen packte sie genau in diesem Moment eine Hand und zog sie mit Gewalt ins Haus hinein.
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Mankei
 

Beitragvon Pünktchen » 18.08.2017, 13:26

Puh.. :shock: .und wieder mal ...wenn es am spannendsten ist...ENDE

Lass uns bitte nicht zu lange auf die Fortsetzung warten :!:

LG Pünktchen :wink:
Pünktchen
 

Beitragvon Mankei » 24.08.2017, 13:26

Ella schrie laut auf als sie ohne Rücksicht über das Fenster hinein gezogen wurde.

Drinnen roch es stark nach Rauch aber Feuer war noch keines sichtbar.
Ein Mann beugte sich über Ella die mit dem Kopf nach unten auf dem Boden liegend zuerst den strengen Geruch des Mannes wahr nahm ehe er sie umdrehte.

Wen haben wir denn da fragte er mit siegessicherer Stimme.

Ella schaute sich um, sie waren im Zimmer ihres Vaters, auf dem Bett hockten drei Frauen und vier Männer die mit Pistolen und Gewehren bewaffnet waren.

Eine Frau die im Schatten des Zimmers stand fragte Ella wie viele da draußen sind und wie stark die Bewaffnung ist.

Ella wollte sich gerade umdrehen da schlug ihr der Mann ins Gesicht.

Du schaust nur mich an, verstanden.

Ella fing an zu weinen, du kannst mich mal und spukte ihm ins Gesicht.

Erneut schlug der Mann zu.

Ella schrie auf, dafür wird mein Vater euch umbringen.

Was haben wir denn da, Vater und Tochter, wie süß erwiderte der Mann.

Ella bereute ihre Aussage sofort, sie wusste das sie einen großen Fehler gemacht hatte.

Die Frau stand noch immer hinter Ella und als sie hörte was Ella von sich gab fing auch sie an zu lachen.

Die Luft wurde immer stickiger und alle im Raum wussten das sie schnell handeln mussten, ihnen blieb nicht mehr viel Zeit.

Lasst uns rein, jemand klopfte wie wild gegen die Türe.
Macht auf, wir verrecken hier bald, die Flammen sind schon fast da.
Mach schon die Türe auf Mike, schrie eine ängstliche Frauenstimme.

Keine Chance, wenn ich die Türe öffne reicht der Platz nicht aus.

Ist mir doch egal, wir wollen nicht elendig verbrennen.

Schießt euch den Weg frei, wenn ihr es von vorne versucht dann versuchen wir es von hinten, so haben wir eine echte Chance rief der Mann.

Hustend antwortete ein Frau.
Mach dich nicht lächerlich, wir alle wissen was uns erwartet wenn wir es vorne raus versuchen.

Das klopfen nahm ebenso wie der Rauch zu, Ella sah wie der Rauch sich den Weg selbst durch die kleinsten Ritzen suchte. Ella musste stark Husten, auch die anderen im Zimmer husteten ohne Unterbrechung.

Die Frau war anscheinend diejenige die das sagen hatte denn als sie sich zu erkennen gab und Ella sie nun das erste mal sah befahl sie den anderen vom Bett aufzustehen und sich neben der Türe zu formieren. Eine Frau stand auf, nahm eine Schnur aus ihre Tasche und fesselte damit Ella ans Bettgestell ehe auch sie sich zu den anderen stellte .


Als sie ihre Waffe an die Türe drückte wussten die anderen Bescheid und machten ihr es nach.
Mit der freien Hand zählte sie stumm von fünf herunter, als sie bei eins ankam begann sie wie auch die anderen im Raum zu schießen. Sie zielten auf nichts, änderten aber nach jedem Schuss die Position um so ihre Freunde im anderen Raum der Reihe nach zu erschießen.

Ben zuckte mit den Schulter da er genau wie Erich Schüsse hörte die aber nicht ihnen galten.

Erich nutzte diesen Umstand und rannte zu Ben.
Dort angekommen entschuldigte er sich das er Ella nicht aufhalten konnte.

Ist schon gut meinte Ben, wenn sie einmal in Fahrt ist kann sie niemand aufhalten.

Wir holen sie raus und dann machen wir kurzen Prozess mit den anderen.
Ben nickte zustimmend.

Noch immer hörte man Schüsse, Ben sagte zu Erich das sie sich jetzt hoffentlich alle gegenseitig erschießen und Ella unversehrt davon kommt.

Erich ging wieder zu seinem Platz, als die Schüsse aufhörten hörte man nur das brennen des Feuers wie es nach Nahrung suchend nun das ganze Haus einnahm.

Erich schaute noch einmal kurz zu Ben der ihn aber nicht beachtete, dann stand er auf und rannte den selben Weg entlang den Ella nahm.

Als er am Fenster ankam und vorsichtig hinein schaute sah er Ella auf dem Bett liegend, neben ihr auf dem Boden lagen vier Personen regungslos die offensichtlich Tod waren, an und um die Türe des Zimmers standen 5 Menschen die ohne sich zu bewegen dort ausharrten.

Erich umklammerte mit beiden Händen seinen Revolver, seine Hand zitterte leicht doch in Gedanken lief sein Vorhaben bereits als Film ab.

Wie ferngesteuert drückte er ab, ein Schuss, der zweite, Nummer drei, jetzt erst bemerkten die Menschen was hinter ihnen geschah und das jemand auf sie schoss, als sie sich umdrehten schoss Erich einer Frau in den Kopf, gerade als er seinen letzten Gegner ausschalten wollte gab dieser einen Schuss ab der allerdings nicht in seine Richtung flog sondern zu Erichs entsetzen direkt auf Ella zusteuerte.
Erich schrie laut zu Ella, in Deckung, doch Ella die Erich die ganze Zeit beobachtete reagierte nicht.

Die Kugel traf Ella direkt in den Rücken und sofort fiel sie in sich zusammen auf das Bett.
Erich schoss die fünfte Kugel und traf wie zuvor zielsicher den Empfänger.
Erich sprang mit einem Satz ins Zimmer ohne das er überprüfte ob alle seine Gegner erledigt waren.
Bei Ella angekommen sah er das ganze Ausmaß, Ella blutete sehr stark, sie war rechts am Rücken getroffen und Erich sah mit großer Besorgnis ihre Angst.
Ella versuchte etwas zu sagen doch es gelang ihr nicht.

Erich war am verzweifeln. Er legte Ella vorsichtig wieder auf das Bett, rannte zum Fenster und sprang hinaus, dann lief er schreiend zu Ben.
Ben blieb zuerst noch in Deckung, erst als er von Erich hörte das Ella getroffen war rannte er los.

Wo ist sie wollte Ben wissen.
In deinem Zimmer auf dem Bett.
Ben lief weiter, angekommen an seinem Zimmer hechtete er hinein und fand Ella auf seinem Bett liegend vor.

Weinend und immer wieder Ellas Namen schreiend nahm er sie in den Arm.
Ella hatte die Augen weit aufgerissen, man konnte ihre Angst sehen in dem Moment als sie starb.

Ben konnte und wollte nicht glauben das er seine Tochter Tod in den Armen hielt.

Erich stand am Fenster, nun sah auch er das Ella Tod war.
Erich verließen die Kräfte, er sackte benommen vor dem Fenster zusammen.

Das Haus war fast komplett gefangen vom Feuer, nur noch das Zimmer von Ben war nicht den Flammen zum Opfer gefallen doch jetzt wollte das Feuer auch hier Besitz ergreifen.

Ben hustete sehr stark, er war kurz davor das Bewusstsein zu verlieren doch es war ihm egal.
Sein Gehirn spielte verrückt, vor sich sah er Michelle wie sie zusammen in seinem Bett liegend fest umschlungen lagen.
Michelle küsste Ben mehrmals sanft auf den Mund, du musst es mir Versprechen.
Ben hob seinen Oberkörper etwas und klammerte sich fest an Michelle, ich verspreche es dir mein Schatz, bei meinem Leben.

Ben bekam eine Ohrfeige, Dad komm jetzt mit du kannst nichts mehr für Ella machen.
Alex versuchte seinen Vater dazu zu bringen aufzustehen doch er schaffte es nicht.
Ben schaute Alex Regungslos an.
Das Feuer war nur noch etwa einen Meter entfernt und der Rauch war überall im Raum so das man nichts mehr richtig erkennen konnte.

Erich zog Alex am Arm und schmiss ihn mit all seiner Kraft aus dem Fenster.
Alex krachte schmerzvoll auf den Boden, er schrie auf und sah gerade als Erich heraus kam noch wie Tom durch das Fenster in die Hütte stieg.

Alex stand auf und wollte Tom helfen seinen Vater zu retten doch Erich hielt ihn mit all seiner Kraft fest.
Alex schrie und schlug um sich, Dad, bitte komm raus, ich brauche dich, wir brauchen dich.

Nun kam auch noch Nico hinzu um Alex daran zu hindern wieder ins Haus zu gehen da Erich zunehmend Mühe damit hatte.

Helft mir schrie Tom.
Erich stand auf, er sah Ben am Fenster stehen, hinter ihm war Tom der ihn mit all seiner Kraft zum Fenster gebracht hatte und nun nicht mehr konnte.
Erich griff Ben unter die Schulter und drückte ihn so nach unten, so konnte er ihn aus dem Fenster ziehen. Er krachte mit Ben auf den Boden und sah das Bens Hose brannte.

Bevor Erich reagieren konnte warfen sich Alex und Nico auf die Flammen und löschten dadurch das Feuer.

Helft ihr mir jetzt endlich schrie Tom.
Erich stand auf und zog Tom durch das Fenster in Sicherheit.

Als alle ein paar Meter vom Haus entfernt waren schauten sie zu wie das Haus in sich zusammen fiel.

Ella, fragte Erich hustend Tom.
Tom schüttelte erschöpft den Kopf.
Sie brannte schon überall, es war mir unmöglich sie raus zu bringen.
Erich nickte verständnisvoll.
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Beitragvon Pünktchen » 24.08.2017, 14:13

Hm,...ich hatte gehofft, die Situation würde ein schöneres Ende nehmen :cry:

Auch wenn ich jetzt etwas bedrückt bin, bin ich auf die die nächste Fortsetzung gespannt
LG Pünktchen :(
Pünktchen
 

Beitragvon HolF » 25.08.2017, 00:33

Es gibt so Geschichten in Foren, die überfliegt man mal kurz und nur aus purem Interesse am eigentlichen Thema liest man sie mühselig und ist froh wenn man am Ende angekommen ist.

Diese Geschichte hingegen liest sich flüssig und ist sehr unterhaltsam. Hat mir in den letzten beiden Abenden wirklich gute Unterhaltung geliefert. Mein Kompliment! Und seit "Game of Thrones" wissen wir ja alle das "Hauptcharaktere" auch nicht unsterblich sind ;)
HolF
 

Beitragvon Mankei » 26.08.2017, 19:13

Alle hockten teilnahmslos auf dem Boden.

Nach über zwei Stunden war es Ben der als erster aufstand.
Blass im Gesicht sah er wie die letzten Flammen langsam ausgingen.

Ben drehte sich wieder zu den anderen, schaute sie kurz an und humpelte mit schmerzverzerrtem Gesicht zu einem der Wagen, setzte sich hinein und versuchte den Wagen zu starten.
Beim zweiten Versuch sprang der Wagen an, Ben legte den Gang ein und fuhr los.
Tom rief ihm nach, wo willst du hin.
Ben gab keine Antwort.
Alex braucht dich jetzt um so mehr rief Tom ihm noch nach aber Ben fuhr weiter ohne darauf einzugehen.

Gerade als Ben um die Ecke fuhr trafen auch die anderen ein.
Diana, Anton, Melissa, Gabi und die Kinder konnten nicht glauben was sie sahen.
Erich stand auf, küsste seine Frau und nahm jedes der Kinder in den Arm.

Diana fragte Erich wo Ben und Ella hingefahren sind.

Erich senkte den Kopf, Alex der nur einen Meter weiter auf dem Boden hockte fing wieder an zu weinen.

Habe ich was falsches gesagt fragte Diana mit großen fragenden Augen.

Kommt mal mit, Erich nahm seine Frau am Arm und führte sie zusammen mit den anderen einige Meter weiter wo er ihnen die traurige Nachricht mitteilte.

Kurze Zeit später waren die Neuankömmlinge fassungslos, alle hatte Tränen in den Augen und waren unfähig etwas zu sagen.

Sie hatten mit vielem gerechnet als sie sich entschlossen hatten, entgegen Bens Anweisung, wieder zurück zur Hütte zu gehen und wussten auch das einiges schief gelaufen sein musste, deswegen haben sie auch Tom, Alex und Nico vorgeschickt damit sie ohne auf die Kinder Rücksicht zu nehmen schneller an der Hütte ankommen.

Tom und Nico durchsuchten die Hütte so weit es ihnen möglich war.
An manchen Stellen waren die Temperaturen noch so hoch das es ihnen unmöglich war dort zu bleiben geschweige denn nach Verwertbarem zu suchen.

Alex saß regungslos da, er schaute in Boden und antwortete auf keine der Fragen.
Diana setzte sich zu Alex, umarmte ihn ohne etwas zu sagen.

Noch immer waren alle sichtlich geschockt und niemand wusste wie es weiter gehen sollte.

Ben fuhr so schnell wie es nur irgendwie ging, er nahm die Straße eigentlich gar nicht wahr, viel mehr war es sein Unterbewusstsein das lenkte und bremste wenn es nötig war.
In seinem Kopf sah er immer wieder Ella die regungslos mit weit aufgerissenen Augen auf dem Bett lag.

Wie konnte es nur so weit kommen fragte er sich immer wieder.

Mit einem mal hielt Ben an, er erinnerte sich an das Versprechen das er Michelle damals gab und er nun gebrochen hatte, doch es gab noch Alex den es jetzt mit allen Mitteln zu beschützen galt.

Ben wusste das sie sein zweites Lager sicherlich entdeckt hatten und nun von den anderen Vorräten wussten.

Ben hatte vorgesorgt, in seiner Hütte waren alle seine Vorräte, so sagte er es zumindest allen, doch in Wirklichkeit gab es noch ein weiteres Lager mit Nahrung, Wasser und einigen anderen wichtigen Hilfsmitteln.
8000 Packungen Langzeitnahrung die bis zu 30 Jahre haltbar waren und 2000 Liter Wasser, es war seine Rückversicherung falls alle Stricke reißen sollten und in gerade diesem Moment wusste Ben das all sein handeln richtig war. Im Vorsorgeforum wurden er und die anderen immer belächelt aber nun sind die Menschen die sie als Idioten und Spinner abgetan hatten längst Tod, Ben dagegen war am Leben, er hatte als er so überlegte nur ein Problem, zu viele wussten von seinen Vorräten und dieses Wissen darüber musste er nun beseitigen.
Ben wollte nicht noch einmal den Fehler machen als Gönner da zu stehen und am Ende jeden den er liebte zu verlieren.

Er musste handeln damit Alex überleben kann.
Ben startete den Motor nachdem er seine beiden Pistolen und das Gewehr geladen hatte und fuhr zurück zur Hütte.
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Beitragvon Mankei » 06.09.2017, 23:24

Ben fuhr langsamer, mit einem mal wurde im klar was er gerade vor hatte.
Er wollte alle seine Freunde umbringen nur um dadurch das Überleben von Alex zu sichern.
Ben hielt an, schaltete den Motor ab und erkannte wie verrückt sein Vorhaben war.
Er schlug mehrmals seinen Kopf auf das Lenkrad.

Bin ich denn komplett verrückt geworden fragte er sich mehrmals, drehte den Schlüssel des Wagens und fuhr so schnell er konnte zu den anderen.

Nach ein paar Minuten kam Ben an, alle seine Freunde saßen auf dem Boden etwa 10 Meter von der Hütte entfernt die noch immer vor sich hin qualmte.

Alex und Diana rannten sofort zu Ben als sie ihn sahen.

Ben stieg aus, umarmte beide und entschuldigte sich mehrmals.

Nun kamen auch die anderen hinzu und es dauerte nicht lange bis sich alle in den Armen hielten und weinten.

Was machen wir jetzt fragte Alex nach einiger Zeit des Schweigens.

Ben schüttelte mit dem Kopf.

Ich kann es dir nicht sagen mein Sohn, alles was ich jetzt machen will ist Ella zu beerdigen.

Tom ging in den kleinen Schuppen der den Brand ohne Schaden überstanden hatte, er wusste das dort auch einige Schaufeln lagerten.

Bis auf Ben und die Kinder fingen alle an ein Grab auszuheben.
Ben ging in sein Zimmer, oder zumindest dort wo es einmal war.
Er erblickte Teile seines Bettes und dann sah er die verbrannten Überreste seiner Tochter.
Ben fing an zu weinen.
Er zog seine Jacke aus und benutzte sie um Ella transportieren zu können.

Diana kam und wollte helfen doch Ben machte sich gerade auf den Rückweg als das Hupen eines Autos hörten.

Ben rannte los in Richtung Wald um Ella dort abzulegen.
Dann lief er zu den anderen die ebenso wie er in heller Aufregung waren.
Ben ging zu seinem Auto und holte die beiden Pistolen und das Gewehr.
Ein kurzer Blick zu Erich der sich mit den Kindern und Frauen etwas abseits versteckte.

Ben warf eine Pistole zu Tom der sich mit seinem Sohn an dem großen Stein positionierte während er Diana und Alex aufforderte ihm zu folgen.

Ben, Diana und Alex schafften es gerade noch in den Schuppen als ein großer SUV den Weg hoch kam.

Durch die verdunkelten Scheiben konnte Ben nichts erkennen wie viele Menschen im Auto waren.

Nichts geschah, niemand stieg aus.

Ben ging zum kleinen Fenster um dort nach Erich und den anderen zu schauen, als er Anton sah hob er die Hand und gab ihm so die Anweisung nichts zu unternehmen.

Tom und Nico hatten die beste Sicht auf das Fahrzeug und im Gegensatz zu seinen Freunden hatte er den Vorteil im Rücken der Neuankömmlinge zu sein.

Die Fahrertüre ging auf doch niemand stieg aus, Ben der wie Alex nur durch eine kleine Ritze schauen konnte sah so gut wie gar nichts.
Verdammt flüsterte er zu seinem Sohn, ich muss hier raus.
Alex hielt seinen Vater fest, bleib bitte hier, ich sah gerade das sich die Fahrertüre öffnete.
Ben drückte Alex beiseite nun konnte auch er die offene Türe sehen.

Wieso steigt niemand aus fragte Alex aufgeregt.
Ben der ohne Unterbrechung den Wagen im Blickfeld hielt hatte darauf keine passende Antwort.
Gehören die zu den anderen fragte Alex.
Bestimmt, wenn nicht wären sie längst ausgestiegen.

Ben merkte selbst wie unsicher er war, der Tod seiner Tochter lähmte seine sonst so gute Auffassungsgabe.

Die Minuten vergingen und noch immer gab es auf beiden Seiten keinerlei Regung.

Nico fragte seinen Vater wie lange das so noch geht.
Keine Ahnung mein Sohn antwortete Tom der sich wünschte das endlich etwas passiert.

Die Türe des SUV ging wieder zu, der Motor wurde gestartet und setzte sich langsam rückwärtsfahrend in Bewegung.

Ben und die anderen warteten noch etwas bevor sie alle aus ihren Verstecken kamen.

Was war denn das jetzt fragte Diana und Erich gleichzeitig.
Ben runzelte die Stirn, wenn ich das nur wüsste.

Tom hatte ein schlechtes Gefühl bei der ganzen Sache.

Jemand muss runter auf die Straße damit wir gewarnt werden wenn sie wieder kommen, den darüber seid ihr euch hoffentlich klar, die kommen wieder.

Alle nickten zustimmend.

Ich geh rief Alex. Ich kenne mich dort unten am besten aus, neben dem Bach sind einige Hügel, da kann man sich gut verstecken ohne gesehen zu werden.

Tom nickte, das stimmt, ich lag dort unten und als ich angeschossen wurde, da gibt es ein paar gute Verstecke.

Alle schauten Ben an, jeder wartete darauf das Ben dieses Vorhaben verbietet doch zur Überraschung aller stimmte er zu.

Gute Idee rief Ben, aber du nimmst Alex mit und ihr passt gegenseitig auf euch auf, verstanden.
Klar Dad.

Wir müssen noch ein Signal ausmachen.
Ben lange in seine Hosentasche und holte eine kleine Pfeife heraus.
Zweimal pfeifen, alles in Ordnung, einmal pfeifen, sie kommen.

Tom nickte bestätigend, ihr meldet euch alle halbe Stunde und keine Heldentaten wenn sie kommen.

Gerade als die beiden los wollten rief Ben sie zurück. Wartet noch kurz.
Ben ging an das Auto wo er seine Waffen her hatte, er zog die Decke beiseite und holte zwei Armbrüste hervor und gab sie an Alex und Nico weiter.

Nur zur Verteidigung und nur im schlimmsten Fall ermahnte Ben die beiden.

Nickend und mit lachendem Gesicht machten sich die beiden auf den Weg.
Es dauerte nicht lange und die beiden waren außer Sichtweite.

Ben verlor das Gleichgewicht, nach all den Ereignissen hatte er seine beiden Schusswunden ganz vergessen.
Anton kam zur Hilfe.
Lass mich mal schauen wie schlimm es ist.
Ben schaute Anton fragend an als dieser ihm die beiden Verbände abnahm doch Anton gab keine Antwort.
Die hat mir Ella noch angelegt sagte er voller Stolz zu Anton.
Anton schaute zu seiner Frau, holst du mir bitte meine Arzttasche.
Gabi nickte und kam nur wenig später zurück.

Deine Wunde am Arm ist ein glatter Durchschuss, da reicht es wenn ich die Wunde säubere und einen Verband anlege, aber dein Bein macht mir etwas Sorgen, die Kugel steckt noch drin und die muss ich raus holen, ich will auch schauen ob der Knochen getroffen wurde.

Wir müssen erst bereden wie es weiter geht.

Tom und Erich kamen hinzu während Anton mit dem verbinden des Armes anfing.

Es wird noch ziemlich heiß und natürlich auch gefährlich sein aber ihr müsst schauen ob es unten im Keller noch Lebensmittel und Wasser gibt.
Habt ihr von Lager 2 etwas mitgenommen fragte Ben.
Tom verneinte, wir haben alles wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt, wir dachten wenn wir dir zur Hilfe kommen brauchen wir das noch nicht.

Anton klebte zum Abschluss noch etwas Klebeband um den Verband am Arm, dann schaute er Ben sorgenvoll an, ich kann dir nur eine örtliche Betäubung geben, wenn der Knochen getroffen ist wirst du starke Schmerzen haben.

Ben nickte.

Gerade als Anton die Spritze ansetzen wollte kam ein Pfiff, kurz danach der zweite.
Alles in Ordnung sagte Anton erleichtert.

Anton nahm ein Teil nach dem anderen aus seiner Tasche und legte es der Reihe nach bereit.
Bist du bereit fragte er Ben.
Klar sagte Ben.
Anton spritze Ben an mehreren Stellen seines Beines Lidocain.
Wie lange müssen wir warten bis es wirkt fragte Ben.
Nicht lange, geht gleich los.
Anton öffnete die Verpackung eines sterilen Nähsets, überprüfte es wie er es immer machte und zerriss nun die Hülle des Skalpells und fing an zu operieren.
Ben schaute zu wie sich Anton gekonnt seinen Weg durch das Fleisch suchte.
Es dauerte nicht lange und Anton präsentierte Ben mit erhobenem Haupt die Kugel.
Willst du sie behalten fragte Anton Ben.
Nein danke.

Anton überprüfte noch ob Bens Knochen getroffen wurde.
So weit ich es ohne Röntgengerät sagen kann ist dem Knochen nichts passiert.
Anton nahm das Nähset und fing an die Wunde zu vernähen.

Diana und Melissa kamen gerade als Anton fertig war.

Na alles gut überstanden.
Klar antwortete Ben und auch Anton nickte zustimmend.

Diana hatte Neuigkeiten was den Nahrungs- und Wasservorrat betraf.

Erich, Melissa und ich schafften es wirklich nach unten obwohl es dort teils noch sehr heiß war.
Erich hatte irgendwo Arbeitshandschuhe gefunden mit denen er sich etwas besser durchkämpfen konnte.
Im ersten Raum mit den Nahrungsmitteln fanden wir etwa noch zweihundert verwertbare MRE‘s, deine Einweckgläser sind alle bis auf drei der Hitze zum Opfer gefallen.
Alles andere ist verbrannt, im zweiten Raum wo das Wasser gelagert wurde haben wir noch etwa 150 Liter in Flaschen gefunden, alles andere ist verbrannt.

Ben schluckte mehrmals, man sah ihm die Enttäuschung an.

Wenigstens haben wir noch für ein paar Tage Essen und Trinken gefunden, das hilft uns weiter bis wir oben bei Lager 2 ankommen sagte Tom.

Da werden wir so schnell nicht hinkommen erwiderte Ben, dort oben ist es wie auch hier unten nicht mehr sicher, wir werden uns eine neue Unterkunft suchen.

Diana unterbrach die beiden..

Es gibt aber auch etwas Gutes zu berichten.

Alle warteten gespannt.

Irgend jemand hat eine große Anzahl Fertiggerichte und einige Dosen auf das hinterste Regal gestellt und es mit einer Decke die offensichtlich nass gemacht wurde vor dem Feuer zu retten.

Die drei Männer schüttelten den Kopf.

Wie viele fragte Anton.

Wir zählten 341 Fertiggerichte und 76 Dosen.
Bens Laune besserte sich sofort.

Packt alles in die ersten drei Autos, ich will hier schnell weg.

Ben versuchte aufzustehen und war überrascht das es so gut ging.
Anton bemerkte es, warte nur bis die Betäubung nachlässt, dann kommen auch die Schmerzen.

Tom durchsuchst du bitte alle Autos, vielleicht finden wir ein paar nützliche Sachen und schaue nach dem Tankinhalt bei allen Autos, wir nehmen die ersten drei Autos, diese Tanks müssen voll sein, gut wenn wir zusätzlich noch einige Reservekanister hätten.

Mein Wohnwagen fragte Anton.
Der ist wie mein Auto gut versteckt, keine Angst, wir holen sie beide.
Anton schaute fragend zu Ben, wieso so viele Autos.
So sind wir mobiler und können besser auf Probleme reagieren.

Tom schrie nach Ben, komm mal her.

Ben humpelte langsam zu Tom der am letzten Auto angekommen war und siegessicher vor dem geöffneten Kofferraum stand.

Als Ben ankam und in den Kofferraum schaute änderte sich auch seine Laune schlagartig.

Vor ihnen lagen vier Revolver und vier Gewehre, dazu noch Unmengen an Munition.

Nimm alles mit und verteile es auf die drei Autos.
Tom nickte.

Erich tankte gerade den letzten Wagen auf als ein Pfiff zu allen durchdrang.
Gespannt warteten alle auf den zweiten Pfiff der allerdings nicht kam.

Macht schon, wo bleibt der zweite Pfiff fragten sich Ben und Tom gleichzeitig.

Ben der im letzten Wagen auf der Motorhaube hockte stand auf.
Ich gehe runter und schaue nach was los ist.
Ganz sicher nicht sagte Anton und auch Tom verneinte.
Wir schicken Erich, er ist von uns allen noch der fitteste.
Erich nickte nur kurz und war schon auf dem Weg nach unten als Alex und Nico schnell rennend den kleinen Weg hinauf kamen.

Sie kommen schrie Nico, 3 Autos, zwei kleinere und der große von vorhin.

Wir machen es wie vorhin, Erich, du und Anton gehst mit den Frauen und Kinder wieder zum östlichen Wald und versteckt euch dort, nimm aber noch ein Gewehr und genügend Munition mit.
Tom und Nico, ihr geht wieder zum Felsen und Alex und ich gehen wieder in den Schuppen.

Ben flüsterte Tom noch etwas ins Ohr bevor sie sich trennten.

Als alle auf ihrem Platz waren fuhren die drei Autos auch schon den Weg hinauf.
Der SUV fuhr an der Spitze, gefolgt mit einigem Abstand die beiden anderen Autos.

Die Autos blieben stehen, die Motoren wurden abgestellt und jede Fahrertür ging auf ohne das jemand ausstieg.

Ben der dieses mal sofort den Platz von Alex einnahm konnte den ganzen Platz gut einsehen.

Warum steigen die denn nicht aus fragte sich Ben ebenso wie Tom die beide ungeduldig darauf warteten das sie endlich jemanden zu sehen bekommen.

Glaubst du die machen es wieder so wie beim letzten mal fragte Alex seinen Vater.

Ben drehte sich um, ich weiß es nicht, aber etwas komisch ist das ganze schon.

Leise fragte Ben Alex ob ihnen bei ihrer Beobachtung noch etwas anderes aufgefallen ist.
Nein Dad, es war die ganze Zeit über ruhig, dann kamen die Autos und wir sind los gerannt.

Wie weit waren die Autos von euch entfernt wollte Ben wissen.

Etwa 200 Meter, vielleicht etwas weniger, wieso wollte Alex wissen, da ist diese Biegung in der Straße, wir konnten sie nicht vorher sehen.

Ist schon gut mein Sohn.
Ben verzog sein Gesicht, er hatte einen Verdacht.
Ben stand auf und ging zum Fenster auf der östlichen Seite, er wollte schauen ob bei Erich und den anderen alles in Ordnung ist.

Kannst du sie sehen wollte Alex wissen.
Nein, aber das muss nichts bedeuten.
Was meinst du damit, Alex verstand die Antwort nicht so recht.

Wenn unsere Besucher nur 200 Meter hinter euch waren wieso dauerte es dann so lange bis sie hier waren, das ergibt keinen Sinn.

Meinst du?
Ich meine sie haben vielleicht jemanden oder mehrere auf die Pirsch geschickt.
Wenn das stimmt Dad dann sind die anderen ja in…
In Gefahr mein Sohn und wir auch.

Ist schon jemand ausgestiegen wollte Ben der noch immer am Fenster stand von Alex wissen.
Alex drehte sich um.
Scheiße sagte Alex.
Was ist los Alex.

Ganz leise flüsterte Alex seinem Vater zu.
Da stehen zwei direkt vor unserer Türe.

Ben ging leise zur Türe, nahm Alex am Arm und zog ihn so damit von der Türe weg.

Ben hatte 2 Revolver und ein Gewehr dabei.
Er hasste sich für das was er nun im Begriff war zu machen.
Ben nahm einen der Revolver, öffnete die Trommel und überprüfte den Inhalt, verschloss ihn wieder und arretierte die Sicherung, dann gab er den Revolver Alex.

Alex traute seinen Augen nicht und fing an zu lachen.
Ben schlug ihm leicht ins Gesicht.

Das ist jetzt kein Spaß sondern Wirklichkeit, also reiß dich zusammen.
Der Revolver ist gesichert, drücke die Sicherung nach unten dann ist er Schussbereit.
Du hast 6 Patronen und denke daran, wenn du schießt halte ihn mit zwei Händen, der Rückstoß ist nicht ganz ohne.

Ich schaffe das schon Dad.

Du schießt nur wenn es unbedingt sein muss, hast du mich verstanden.
Alex nickte.

Ben stand noch immer vor der Türe, er sah das sich die beiden Männer unterhielten und obwohl nur etwa einen Meter von einander entfernt konnte er nichts verstehen.

In Bens Kopf ging es hin und her, sollte er die Initiative ergreifen oder noch abwarten.

Ben sah beide Männer deutlich, einer war sehr groß, während der andere gut einen Kopf kleiner war. Ben fiel auf das er keine Bewaffnung sah, der große Mann der direkt vor ihm stand hatte nur ein T-Shirt an, der andere hatte ein Hemd an das durch den Wind herumwedelte.
Wenn er nur wüsste wer und vor allem wie viele noch in den Autos warteten.

Ben drehte sich zu Alex um, leise sagte er zu ihm.
Du bleibst hier und gibst keinen Laut von dir, egal was passiert.
Alex nickte.
Ben umarmte Alex, dann schnaufte er zweimal tief durch öffnete die Türe.

Kann ich euch helfen.

Erschrocken drehten sich die beiden Männer zu Ben um.
Mit dem Gewehr im Anschlag hielt Ben die beiden in Sschach.
Die anderen in den Autos sollen alle heraus kommen.

Nichts geschah.

Ben wurde ungeduldig, noch einmal sage ich es nicht.

Der große Mann wollte einen Schritt auf Ben zugehen doch bevor er es soweit kam schoss Ben in Luft.

Der Mann blieb stehen, war aber in seiner Reaktion sehr sicher.
Ben merkte das sofort.

Die anderen sollen endlich aussteigen.
Der kleine Mann drehte sich zu den Autos und wedelte mit dem Arm das sie aussteigen sollen.

Zuerst sah Ben eine Frau aus dem letzten Wagen aussteigen, dann eine weitere, aus dem zweiten Wagen stieg auch eine Frau aus.

Sind das alle wollte Ben wissen.

Zwei Männer drei Frauen, den Rest von uns habt ihr wenn ich mich hier so umschaue anscheinend alle umgelegt.

Das war ich alleine.

Das glaubst du doch nicht selber fragte der kleine Mann.

Ben fing an zu lachen, das kommt davon wenn man Hunger hat und deswegen um sich herum alles vergisst.

Eine Frau kam näher.

Wo ist mein Mann.
Ben musterte sie kurz, eine Frau deren beste Zeit schon lange vorbei war und die wie alle dringend ein Bad brauchte.

Wenn dein Mann hier dabei war dann ist er jetzt wie alle anderen Tod.

Du willst uns erzählen du hast 28 Frauen und Männer getötet.

Ich habe nicht gezählt aber könnte hin kommen.

Es war ausgemacht das du uns die Nahrung gibst und wir dich in Ruhe lassen.

Ben lachte erneut, hat wohl nicht so richtig geklappt.

Der kleine Mann kam etwas näher, sofort zielte Ben auf ihn.

Ganz ruhig fing er an, wo sind denn deine Leute wollte er wissen.

Die haben es auch nicht geschafft, ich bin der einzige der den ganzen Schlamassel überlebt hat.

Das sollen wir dir glauben fragte eine der anderen Frauen.

Müsst ihr mir wohl.

Alle schauten sich an ohne etwas zu sagen.

Ben hatte genug.

Wie geht es jetzt weiter mit uns.

Der große Mann überlegte kurz.

Wir können nicht viel gegen dich ausrichten deswegen frage ich dich jetzt ohne irgend welche Umwege. Hast du noch etwas zu Essen und Trinken, wenn ja mache ich dir einen Vorschlag.
Du gibst uns einen Teil davon ab und wir alle gehen unsere Wege.
Wenn ich nichts mehr habe wollte Ben wissen.
Der kleine Mann antwortete sofort, du hast noch etwas.

Aber ich bin der mit dem Gewehr in der Hand.

Das stimmt antwortete der große Mann, aber sollten wir nicht endlich damit aufhören uns gegenseitig umzubringen.

Ich würde das gerne glauben wollen aber ihre Worte haben nur so lange bestand wie es ihnen gut gut geht, wenn sie nichts zu Essen und Trinken haben dann werfen sie ihre Vorsätze sehr schnell über den Haufen.
Bevor sie verhungern werden sie alles unternehmen um dies zu verhindern und dann gelten auch keine Gesetze mehr oder Ethische Grundsätze.
Sie wollen Nahrung oder Wasser und da ist ihnen jedes Mittel Recht, Hauptsache sie verhungern oder verdursten nicht.

Der große Mann nickte mehrmals bei Bens Ausführungen.

Wenn wir sie nun um Nahrung und Wasser bitten.
Sie können sich den Wagen nehmen, Ben zeigte auf den letzten der Wagen.
Er wusste das dort etwas Nahrung und Essen verstaut wurde.

Eine der Frauen ging sofort zu dem Wagen, sie öffnete die Türe und stieg ein, es dauerte nicht lange bis sie mit einem Energieriegel den sie offensichtlich aus einem der MRE‘s genommen hatte zurück kam.

Ist genügend vorhanden fragte der kleine Mann.
Die Frau nickte, da sie mit dem Verzehr des Riegels beschäftigt war.
Die beiden anderen Frauen rannten zu dem Auto und verschwanden darin.
Kurze Zeit später kam eine Frau heraus, auch sie hatte etwas im Mund konnte aber noch wenn auch schwer verständlich „eine Woche“ sagen.

Der große Mann nickte zustimmend, ist das für sie in Ordnung wenn wir es uns nehmen.

Ben nickte ebenfalls, wenn wir damit die Sache ohne Blutvergießen beenden können dann ja.

Der kleine Mann drehte sich um ging nun auch zum Wagen mit den Lebensmitteln.

Ben senkte seine Waffe und lehnte sich mit dem Rücken an die Wand des Schuppens.

Der große Mann hob seinen Arm und grüßte Ben zum Abschied bevor er in seinen Wagen einstieg.

Ben hatte seit einigen Minuten starke Schmerzen, die Wirkung der Betäubungsspritze hatte aufgehört zu wirken. Er war froh das es diemal keine Toten gab.
Gerade als er sich umdrehte um in die Hütte zu gehen kam Tom rennend aus seiner Deckung heraus.
Geh in Deckung Ben schrie Tom so laut er nur konnte.
Tom rannte zum SUV und schoss mehrmals in den Innenraum.
Die drei Frauen die essend neben dem Wagen standen griffen nach ihren Waffen die sie unrer ihren Blusen versteckt hatten.
Ben warf sich auf den Boden und schoss mehrmals. Er traf eine Frau in den Kopf, eine andere in den Bauch.
Die letzte der Frauen versuchte nun zu fliehen doch sie kam nicht weit, Nico lief ihr nach und schoss ihr nach dem sie nach zwei vergeblichen Rufen stehen zu bleiben nicht nach kam in den Rücken.

Ben schrie zu Tom das noch einer im letzten Wagen hockt und er bestimmt auch bewaffnet ist.

Komm raus schrie Tom.
Nicht passierte.
Nico schlich sich von hinten an.
Weg da Nico schrie Ben.
Tom rannte zum Wagen aber dort war niemand, erst als er die Türe öffnete sah er den kleinen Mann der sich unter der Rücksitzbank verstecken wollte.

Süß kam es aus Tom heraus.
Nico lachte laut als er den Mann so auf dem Bauch liegen sah.
Ben kam an und packte den Mann an den Füßen, raus mit dir, na los.
Nur widerwillig kam der Mann der Aufforderung nach.
Als er vor ihnen stand fragte Tom was nun mit ihm geschehen soll.
Ben sagte nichts, er nahm Nico den Revolver ab und schoss dem Mann in den Kopf worauf dieser sofort in sich zusammen sackte.

„Was“ sagte er zu Tom.
Hätten wir ihn gefangen nehmen sollen, ihn durchfüttern oder am besten noch in die Gruppe aufnehmen sollen.
Warum hast du eigentlich angefangen zu schießen.

Ist schon gut Ben, beruhige dich erst einmal.
Der Typ in dem SUV holte gerade seine Pistole unter dem Sitz hervor und wollte dich erschießen.
Das du den anderen einfach so erschossen hast ist schon in Ordnung, hättest uns aber wenigstens warnen können.

Alex kam aus dem Schuppen gerannt.
Alles ok bei euch.
Alles ok antworteten die drei.

Alex holst du bitte die anderen.
Klar Dad.

Ben schaute Tom ernsthaft an, Danke an euch beide, ohne euch hätte iches nicht geschafft.
Schon gut antwortete Tom, für einen Moment dachte ich wirklich es geht gut und niemand muss getötet werden.

Nico überprüfe den SUV, schaue nach Waffen, Tankinhalt oder was dir sonst noch alles auffällt.
Nico grüßte militärisch, eye eye Sir.

Guter Junge dein Junge, Ben war beeindruckt.
Ich hoffe er kann das alles verarbeiten.
Nicht einfach Tom, aber in diesen Zeiten müssen die Jungs schnell erwachsen werden.

Alex kam mit den anderen an.
Erich schüttelte den Kopf.
Langsam reicht es oder, lass uns endlich von hier weg fahren und einen besseren Ort aufsuchen.
Ben nickte, in 10 Minuten sind wir hier weg, versprochen.

Alle beeilten sich, die anderen drehten die Wagen um während Ben und Alex am Grab von Ella standen und sich verabschiedeten.

Tom hupte, los jetzt, du fährst an der Spitze.

Ben stieg zusammen mit Alex in den SUV ein und fuhr los.

Wo fahren wir hin fragte Alex seinen Vater.
Ich weiß es ehrlich nicht, erst einmal weg von hier, aber jetzt holen wir zuerst noch den Wohnwagen mein Sohn.

An der Biegung wo der Wohnwagen versteckt wurde stieg Ben aus und rief Erich zu sich der nun den Wohnwagen fahren sollte.
Ben und Erich erreichten den Wohnwagen und nach dem sie Tarnung entfernt hatten fuhren sie vor zu den anderen.
Was machen wir mit deinem Wagen wollte Erich wissen.
Wir lassen ihn hier stehen, vielleicht brauchen wir ihn irgendwann noch einmal, jetzt aber nehme ich den SUV.

An der Straße angekommen informierte Ben die anderen das sie jetzt diese Straße für etwa 20 Kilometer entlang fahren, dann gibt es eine Kreuzung an der wir in jede Richtung fahren können, dort machen wir Halt und bereden uns zusammen.

Alle stiegen ein und fuhren los.

Nicht schnell fahrend kam die Gruppe ohne Probleme voran.

Alex der sich sehr wohl fühlte in dem neuen Auto seines Vaters machte den Radio an und er wie auch Ben konnte nicht glauben was er hörte als der Sendersuchlauf des Radios nach kurzer Suche anhielt.
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Mankei
 

Beitragvon Pünktchen » 07.09.2017, 19:06

Und wieder ...Danke Mankei !

LG Pünktchen :wink:
Pünktchen
 

Beitragvon Andiamos » 07.09.2017, 21:53

Spannende Geschichte, Mankei!
.... bin schon neugierig auf die Fortsetzung.
LG
Angelika
Andiamos
 

Beitragvon Mankei » 17.09.2017, 00:12

Sendeschleife --- Biologisches Sicherheitslabor des CDC Marburg gelingt Züchtung eines resistenten Samen --- Berlin, Hamburg, Köln, Dresden, Leipzig, Stuttgart, Nürnberg, München Ausgabestellen für Nahrung und Wasser --- Kompletter Zusammenbruch von Regierung, Militär, Polizei und Krankenversorgung --- 90% der Weltbevölkerung gestorben --- Zusammenbruch aller konventionellen Nachrichtensysteme --- Biologisches Sicherheitsl…

Ben schaltete das Radio aus, setzte den Blinker und hielt an.
Er schaute sich das Radio genauer an und sah den Grund warum dieses Radio sendet während die anderen stumm blieben, rechts unten prangerte ein Satellitenzeichen, dadurch war es anscheinend möglich auch jetzt noch Nachrichten zu senden.

Erich und Tom stiegen aus und gingen zu Ben.
Alles in Ordnung fragte Tom.

Ruft die anderen, es gibt Neuigkeiten.

Als alle da waren rief Ben seinem Sohn zu „einschalten“.

Diana hatte als die Nachricht zu Ende war Tränen in den Augen.
Auch den anderen merkte man an das so etwas wie Hoffnung in ihnen aufkeimte.

Was machen wir jetzt fragte Tom.
Wir fahren nach München das ist für uns der kürzeste Weg schrie Melissa mit Tränen in den Augen.

Jedem steht es frei das zu machen was er für richtig hält erwiderte Ben mit strenger Stimme aber ihr solltet erst genau darüber nachdenken was dieser Schritt bedeutet.

Was meinst du damit fragte Diana.

Was glaubst du was an diesen Sammelstellen los ist wenn es sie denn überhaupt gibt, die Rede war von dem kompletten Zusammenbruch des Systems wie wir es einmal kannten.
Wer glaubst du verteilt dann die Lebensmittel, Samariter in goldenen Uniformen.
Vergessen solltet ihr auch nicht das es dort von hungrigen Menschen und Banden nur so wimmeln wird die alles daran setzen werden euch daran zu hindern das ihr etwas bekommt.

Dann ignorieren wir diese Nachricht einfach und machen weiter wie bisher fragte Melissa enttäuscht.

Ben wurde etwas ungehalten.

Darf ich dich daran erinnern das ihr damals von Diana aufgenommen wurdet und nur deswegen überlebt habt.
Ihr habt doch in München gewohnt und es war nach deiner eigenen Aussage damals schon die Hölle. Bist du wirklich so naiv und denkst das sich jetzt daran etwas geändert hat.
Im Gegenteil Melissa, verstehe endlich das es keine Regeln mehr gibt, jeder Mensch will nur noch überleben und dazu ist ihm jedes Mittel recht.
Denke nur mal eine oder zwei Stunden zurück, hast du schon wieder vergessen was an der Hütte alles geschehen ist.

Anton trat vor und ergriff das Wort.

Ich unterbreche wie ihr wisst nur sehr selten aber ich bin überzeugt davon das Ben recht hat.
Schaut, wir haben in den Autos für etwa zwei Wochen Nahrung und Wasser und in dem anderen Lager haben wir Lebensmittel für, ich schätze, weit über ein Jahr.
Lasst uns doch eine neue sichere Unterkunft suchen und etwas abwarten, wir sind doch dank Ben in der Lage nicht auf jede Nachricht reagieren zu müssen.

Niemand sagte etwas, alle in der Gruppe schauten sich nur wortlos an.

Ben reichte es.
Bleiben wir nun zusammen oder gehen wir jeder unsere eigenen Wege.
Wer gehen will bekommt Essen und Trinken für zwei Wochen.

Melissa gab Erich Zeichen das sie gehen wollte, doch Erich schüttelte nur vorsichtig, damit es die anderen nicht sehen konnten, mit dem Kopf.
Ben sah es ebenso wie die anderen.

Melissa wenn ihr gehen wollt dann geht, ich bin euch nicht böse deswegen aber sage es klar heraus.
Dein ewiges hintenrum regt mich schon lange auf und du bist, wenn ich ehrlich bin, nur noch da wegen deinen drei Kindern und wegen Erich der mir ein guter zuverlässiger Freund geworden ist.

Wir bleiben, Erich wusste das es Zeit war eine klare Meinung zu äußern auch wenn seine Frau damit ein Problem hatte. Wenn du gehen willst dann gehe, aber die Kinder und ich bleiben hier.
Melissa weinte noch stärker, leise sagte sie das sie bei der Gruppe bleiben will.
Tom stand auf.
Also dann, wo fahren wir jetzt hin, wir können doch auch gleich bereden wo unsere Reise hin geht.

Alle stimmten zu.

Ben überlegt laut.
Im Osten liegt München, jeder der die Nachricht erhalten hat wird sich auf den Weg dort hin machen und sein Glück dort suchen.
Im Norden und Westen gibt es wenig brauchbares, das Land ist eher flach und weit einsehbar, was sich auf den ersten Blick gut anhört ist bei genauerer Betrachtung ein Nachteil, man wird von weitem schon gesehen, drei Autos und ein Wohnwagen fallen dort zu sehr auf.
Der Süden hat den Vorteil das es hier Berge gibt, wir könnten uns eine höher gelegene Hütte suchen und dort Leben, außerdem gibt es Wasser und Schnee reichlich, der größte Nachteil ist die Kälte und das Gelände wenn man nur zu Fuß weiter kommt.

Gabi stand auf.

Mein Anton und ich kennen ein schönes Hotel in den Bergen, es ist sehr groß, hat einen Rundumblick, es gibt nur einen Weg hinauf und liegt auf etwas über 2500 Meter Seehöhe.
Anton nahm Gabi an der Hand, meinst du etwa…!
Ja das meine ich.

Es gab nur wenige Einwände gegen das neue Zuhause und nachdem alle damit Einverstanden waren änderte sich schlagartig bei jedem die Stimmung zum Guten.

Anton und Gabi übernahmen die Spitze der Gruppe und schon nach kurzer Zeit überquerten sie die deutsch österreichische Grenze.

Als sie an einer großen Tankstelle vorbei kamen gab Ben der als letzter fuhr Signal zum Anhalten.
Als sich alle gegenüber standen machte Ben den Vorschlag die Tankstelle genauer anzusehen, mit etwas Glück gab es dort Benzin und andere Gegenstände die sie gebrauchen konnten..
Ben und Tom überprüften zuerst den hinteren Teil während Erich und Anton ihnen von vorne entgegen kamen.
Als alles überprüft war ging jeder für sich einkaufen.
Anton scherzte das er kein Geld dabei habe, Diana fühlte sich wie im siebten Himmel und merkte an das dies das bisher beste sei an dieser Katastrophe, kostenlos einkaufen, davon hatte sie schon immer geträumt.

Die Tankstelle war in einem guten Zustand, keine eingeschlagenen Scheiben, die Türen funktionierten und auch die Regale waren noch gut gefüllt wenn man von den leeren Getränke- und Lebensmittelregalen einmal absah.
Tom nahm eine Schachtel Zigaretten aus einem Regal an der Kasse, öffnete sie, roch daran und warf sie in die Ecke, braucht kein Mensch mehr sagte er lachend.
Ben der gerade einige Landkarten in den Händen hielt drehte sich zu Tom.
Was meinst du wird wohl in der jetzigen Katastrophe das Tauschmittel Nummer eins sein?
Keine Ahnung antwortete Tom, aber sicher nicht Zigaretten.
Ben und Tom nahmen alles Verwertbare mit, darunter waren Landkarten, Zeitschriften, Batterien, Taschenlampen, Feuerzeuge und noch viele andere Sachen.
Melissa schrie euphorisch das sie Pflegeprodukte fand was die anderen Frauen dazu veranlasste alles stehen und liegen zu lassen um zu ihr zu eilen.
Erich der mit Nico in der Werkstatt war fand ein Notstromaggregat, Werkzeuge und Motorenöl.

Nach und nach trafen sich alle wieder vor der Tankstelle, jeder hatte sich reichlich bedient und nachdem sie alles in den Autos verstaut hatten galt nun alle Aufmerksamkeit ihrem eigentlichen Ziel, das beschaffen von Benzin.

Erich hatte in der Werkstatt einen großen Bolzenschneider gefunden, damit sprengte er ohne Probleme das Schloss des Benzintanks. Zusammen mit Tom öffnete er den Deckel und sofort kam Alex der mit seiner Taschenlampe in den Tank leuchtete und lachend verkündete das dort tatsächlich noch Benzin war.

Mit einer Pumpe aus Antons Wohnwagen pumpten sie für jeden Wagen genügend Benzin ab.
Als alle Wagen voll getankt waren befüllten sie noch die 11 Benzinkanister die sie im Verkaufsraum der Tankstelle gefunden hatten und fuhren weiter in Richtung Hotel.

Die Landschaft veränderte sich zunehmend, Berge türmten sich rechts und links der Straße vor ihnen auf.
Ist es noch weit fragte Diana als sie bemerkte das es immer dunkler wurde.
Es ist schon noch ein schönes Stück bis wir ankommen, wir müssen ans Ende des Tals ehe dann die Straße nach oben beginnt gab Anton zu bedenken.
Wäre es nicht besser wir suchen uns in einem der vielen kleinen Orte ein Schlafmöglichkeit und fahren morgen ausgeruht weiter zu unserem Ziel.
Gabi schaute Anton der wie sie gefallen an diesem Vorschlag fand.
Anton setzte den Blinker und hielt mitten in der Straße an, die anderen hinter taten ihm es gleich.

Alles in Ordnung wollte Erich wissen der zuerst am Wohnwagen ankam.
Natürlich, wir haben einen Vorschlag den wir euch mitteilen wollten.

Als Ben mit Tom, Alex und Nico eintrafen diskutierten die anderen schon heftig wie weit sie noch fahren sollen.
Ben fluchte mehrmals, nicht wegen Dianas Vorschlag sondern das sie jedes mal anhalten mussten um sich zu bereden.
Hätten wir doch nur noch meine Funkgeräte, das würde vieles einfacher machen.

Anton schaute Ben an.
Vielleicht haben wir in einem Elektronikmarkt der nicht weit von hier ist etwas Glück und finden welche.
Ben zeigte sofort Interesse an der Idee.
Während wir dort hin fahren können die anderen sich da vorne in dem Ort nach einer Unterkunft für die Nacht umschauen.

Ben, Tom, Alex, Anton und Nico machten sich sofort auf den Weg während die anderen nach einer passenden Unterkunft für die Nacht suchen.

Seit einer Stunde beobachten Ben und Tom eine Bande die versuchen ein Haus einzunehmen.
Die Menschen im Haus wehren sich tapfer doch mit zunehmender Zeit werden sie dem Ansturm nicht mehr stand halten können.
Ben zählte 14 Motorräder die wie früher Indianer kreisend um das Haus fuhren.
Immer wieder schossen sie allerdings ungezielt auf das Haus das schon einige von weitem sichtbare Spuren der Verwüstung zeigte.

Anton, Alex und Nico wurden von Ben zu den anderen geschickt da sie dringend Schusswaffen brauchten. Ben und Tom hatten jeweils nur ihren Revolver dabei was eindeutig zu wenig Schusskraft bedeutete.
Als Ben die drei wegschickte zog er Anton kurz an der Schulter zu sich herbei.
Wenn du bei Erich und den anderen ankommst sorge dafür das nur du alleine wieder zu uns kommst, Alex und Nico bleiben bei den anderen, das musst du mir versprechen.
Anton nickte nur kurz und machte sich auf den Weg.

Die Menschen im Haus wehrten sich tapfer aber die Zahl der Schüsse aus dem Haus nahm ab, es war für Ben und Tom ein Zeichen das ihnen langsam aber sicher die Munition ausgehen wird.
Ben hatte den Verdacht das es dort nur ein Gewehr gab. Jeder Schuss hörte sich gleich an und nie wurden zwei Schüsse gleichzeitig abgegeben.

Ben wartete ungeduldig auf Anton und seine Waffenlieferung.
Während die beiden geschützt durch ein großes Haus hinter einer Mauer hockten dachte Ben über alles nach was geschehen war.
Tom war für Ben ein so guter Freund geworden wie er es nie für möglich hielt.
Ben fing an zu reden während nur ein paar Meter weiter geschossen wurde.

Immer öfters ertappe ich mich dabei das ich an allem Zweifle und überhaupt keinen Sinn mehr darin sehe überleben zu wollen, Ellas Tod war die Hölle für mich und nur wegen Alex ging mein Leben weiter. Warum nur bin nicht ich an Ellas Stelle gestorben, sie hatte wie Alex ihr ganzes Leben doch noch vor sich.
Wie gerne würde ich einer normalen Arbeit nachgehen, nach Feierabend langweilig auf einer Couch liegen, mich über das TV Programm aufregen und darüber ärgern das meine beiden Kinder viel zu schnell erwachsen werden.
Bevor die Welt aus den Fugen geriet hatte ich wie so ziemlich jeder andere Mensch Aufgaben und Ziele, jetzt habe ich nur noch ein Ziel, am Leben bleiben.
Tom nickte mehrmals und Ben redete sich weiter den Frust von der Seele.
Ist das jetzt unser Schicksal fragte er betrübt.
Andere Menschen umzubringen damit wir am Leben bleiben.
Sollten wir verbliebenen Menschen uns nicht zusammen schließen und gemeinsam alles unternehmen um zu überleben.

Seid ihr in Ordnung rief Anton aufgeregt.
Ben und Tom drehten sich beide blitzschnell zu Anton um der mit voll gepackten Händen nun vor ihnen stand.
In der einen Hand hielt er einen Rucksack der befüllt war mit Gewehren und Pistolen, in der anderen Hand hielt Anton einen Rucksack mit Munition.
Tom überprüfte alles sorgfältig, dann nahmen sie jeder ein Gewehr und legten an.

Ben und Tom schossen los, die Angreifer waren so überrascht von ihrem Angriff das einige einfach stehen blieben und schauten von wo aus sie beschossen wurden.
Ben und Tom nutzten dies natürlich und schossen einen nach dem anderen ab.
Es war wie Scheibenschießen auf dem Jahrmarkt und schon nach kurzer Zeit waren nur noch drei Männer übrig die sich ihnen jetzt ergaben.

Ihr könnt raus kommen, alles ist unter Kontrolle schrie Tom in Richtung des Hauses.

Es dauerte etwas dann öffnete sich die Türe des Hauses, ein Mann lief langsam mit einem alten Hinterlader bewaffnet zu einem der Männer und drückte ihm den Lauf in den Rücken.
Ben und Tom kamen aus ihrer Deckung und gingen zu den Männern.
Dort angekommen fesselten sie die drei Männer mit Kabelbindern die sie im Rucksack hatten.

Hallo, mein Name ist Ben, das ist Tom, alles ok bei dir und den anderen.
Jetzt da der Mann immer mehr registrierte überlebt zu haben brach er vor Tom zusammen.
Gerade noch fing Tom ihn auf und setzte ihn vorsichtig auf dem Boden.
Anton kam nun ebenfalls dazu, er hatte in einer Hand eine Pistole in der anderen seinen Arztkoffer.

Nimm du dieses Ding, Anton schmiss den Revolver zu Tom der ihn gekonnt auffing.
Tom lachte und verstaute Antons Revolver im Rucksack.
Anton beugte sich zu dem Mann der zwar bei Bewusstsein war aber auf keine Fragen antwortete.

Ben war am Haus angekommen, er klopfte mehrmals bekam aber keine Antwort.
Er wusste nicht ob noch jemand im Haus war, langsam und vorsichtig trat er ein.

Es war ein typisches Bauernhaus wie es sie in dieser Gegend zu tausenden gibt.
Ein langer Gang der in viele Zimmer führt und am Ende mit einer Treppe nach oben.

Hallo, ist hier jemand, mein Name ist Ben, eurem Mann geht es gut, er wird gerade von unserem Arzt versorgt. Wir kommen aus Deutschland und suchen hier bei euch in Österreich nach einem Ort zum Überleben. Ihr braucht keine Angst mehr zu haben, die Motorradbande ist ausgeschaltet, ihr seid in Sicherheit.
Tom hatte mittlerweile alle Räume im Erdgeschoss durchsucht und machte sich gerade auf den Weg nach oben als er von dort Schritte vernahm.
Erneut rief Ben mehrmals ohne eine Antwort zu erhalten.
Oben angekommen sah er das es nur zwei Türen gab, im ersten Raum war alles voller Lebensmittel.
Auf der einen Seite lagerten Unmengen von Wasser auf der anderen Seite Lebensmittel.
Ben war beeindruckt, der Raum hatte eine Größe von bestimmt 60 Quadratmetern und war, jetzt da die Krise schon fast ein Jahr andauert, noch voll gefüllt.

Ben kam an der letzten Türe an, leise klopfte er mehrmals dagegen, dann drückte er den Türhebel nach unten um sie zu öffnen doch die Türe war verschlossen.

Macht auf ertönte es hinter Ben, ich bin es, alles ist in Ordnung.
Nichts geschah.
Der Mann stand nun neben Ben, reichte ihm die Hand und stellte sich als Matthias vor.
Mach schon auf Lisl, alles ist gut.

Man hörte wie jemand den Schlüssel drehte und dann die Türe öffnete.
Eine Frau mit Tränen in den Augen fiel Matthias um den Arm.

Anton kam ebenfalls hinzu, er berichtete Ben das Tom auf die Gefangenen aufpasst.
Er wollte da sein falls er gebraucht wird.
Ben nickte freundlich und klopfte Anton mehrmals auf die Schulter, danke für alles, was würden wir nur ohne dich machen.

Ben sah sich etwas im Raum um, er konnte niemanden mehr sehen, anscheinend lebten die beiden hier alleine.
Ben fiel auf das der Raum kleiner war als er eigentlich sein müsste, ok dachte er sich, diese alten Häuser hatten eine andere Bauweise wie er sie kannte, aber er war sicher das irgendetwas nicht mit dem Raum stimmte.

Matthias und seine Frau gingen nach unten, Ben und Anton folgten ihnen.
In der großen Küche angekommen setzten sie sich alle an den Tisch, Lisl setzte Wasser auf und schon nach kurzer Zeit roch es herrlich nach Kaffee.
Tom klopfte ans Fenster.
Habt ihr mich vergessen oder was, ich rieche hier doch Kaffee.
Ben fing an zu lachen, schnappte sich nach Rücksprache eine Tasse mit Kaffee und ging nach draußen zu Tom.

Tom war glücklich, der Kaffee schmeckte wie aus einer anderen Zeit in der alles noch in Ordnung war.
Glücklich und Zufrieden hockten Ben und Tom vor dem Haus und tranken ihren Kaffee.

Was machen wir mit den drei Typen fragte Tom.

Ben neigte etwas den Kopf und hob die Augenbrauen.
Was schon, sicher nicht durchfüttern.

Tom dachte das gleiche, er wollte nur Ben als Anführer die Entscheidung überlassen.

Du oder ich fragte Tom.

Geh du mal rein Tom und hole dir noch eine Tasse Kaffee, wer weiß wann du jemals wieder einen bekommst.
Tom stand auf, legte seine Hand auf Bens Schulter und sagte leise „danke“ zu ihm.

Gerade als Tom in der Küche ankam und die Tasse auf den Tisch abstellte fiel ein Schuss, dann ein zweiter und schließlich noch ein dritter.

Anton, Matthias und Lisl zuckten bei jedem Schuss zusammen, nur Tom reagierte ganz ruhig und gelassen, alles in Ordnung, wir können sie ja nicht einsperren oder durchfüttern.

Matthias nickte verständnisvoll, besser die als wir und nahm die Hand seiner Frau.

Ben kam in die Küche, setzte sich hin und schenkte sich eine Tasse Kaffee ein.
Ein paar Minuten vergingen ohne großes Gerede, jeder verarbeitete die letzte Stunde für sich allein.
Gibt es noch weitere Überlebende fragte Tom.
Lisl schaute ihren Mann an.
Nein wieso wollte sie wissen.
Nur so eine Frage.
Sind alle hier im Ort gestorben fragte Tom.
Nicht alle, nach dem die meisten nichts mehr zu Essen hatten gingen sie einfach fort.
Hat keiner hier gewusst das ihr so viele Vorräte habt.
Nein, vermutet vielleicht, aber gewusst hat es keiner sagte Matthias.

Hier gibt es einen Elektromarkt, deswegen kamen wir eigentlich her, wir suchen Funkgeräte, unsere wurden defekt log Ben, gibt es dort noch was.
Matthias stand auf und ging aus dem Zimmer.
Habe ich etwas falsches gesagt fragte er Lisl.

Lisl vermied den Augenkontakt, man merkte sie fühlte sich ohne ihren Mann noch viel unbehaglicher.
Ist wirklich alles gut mit ihnen fragte Anton.
Ja, ja natürlich, wieso denn nicht, ihr habt uns ja Gottlob gerettet.

Ben wurde das ganze zu blöd.
Hör zu, wir haben euch zwar gerettet, deswegen verlangen wir aber nichts von euch.
Wenn ihr wollt das wir gehen sagt es einfach dann sind wir sofort weg, wir haben selbst genügend Lebensmittel, ihr braucht keine Angst zu haben das wir euch bestehlen.
Wir wissen auch das ihr dort oben in dem Zimmer eine zweite Wand eingezogen habt und dort jemanden vor uns versteckt.

Ben hatte nur den Verdacht aber er wollte Lisls Reaktion sehen.
Anton und Tom schauten Ben überrascht an, bist du sicher fragte Anton.

Lisl wurde rot wie ein kleines Mädchen das zum ersten Mal beim Lügen ertappt wurde sagte aber nichts.

Ben stand auf.

Ist schon gut, wir gehen.

Matthias kam wieder in die Küche, er hatte eine schöne alte Ledertasche in der Hand und überreichte sie Ben.
Als Ben die Tasche öffnete konnte er nicht glauben was er in der Hand hielt.
Vier Funkgeräte und Batterien in Hülle und Fülle.
Ben bedankte sich dafür.
Ist das auch wirklich in Ordnung für euch fragte Anton.
Wir haben noch welche und brauchen sie eigentlich nicht, wir werden immer hier bleiben.

Ben gab Zeichen zum aufstehen.
Matthias fragte was los ist und warum sie jetzt so plötzlich gehen wollen.

Nun stand auch Lisl auf.

Sie wissen es, keine Ahnung woher, aber sie wissen es.

Was wissen sie fragte Matthias.

Das noch jemand oben ist.

Ben schaute Lisl an, ich wusste es nicht aber es stand dir ins Gesicht geschrieben.
Aber wie ich schon gesagt habe, wir haben euch gerne geholfen und mit den Funkgeräten habt ihr uns mehr als reichlich dafür bezahlt.

Du willst nicht wissen wenn wir da oben verstecken fragte Lisl schüchtern.

Es geht uns nichts an und nur weil in diesen Zeiten alle verrückt spielen und sich lieber gegenseitig umbringen als zueinander zu halten heißt das noch lange nicht das auch wir so sind.

Ben, Tom und Anton reichten Lisl und Matthias die Hände und verabschiedeten sich von ihnen.
Ohne sich noch einmal umzudrehen gingen sie zu ihrem Wagen und stiegen ein.

Ben startete den Wagen und gerade als er den Gang einlegen wollte sah er wie ihm Matthias herbei winkte.
Ben schaltete den Motor ab.
Was ist los.
Matthias lehnte sich auf das herunter gelassene Fenster.
Wir haben dort oben eine Kammer eingebaut, weil wir.., zum Schutz wegen…, wir haben halt Angst das ihnen etwas passiert.
Ben schüttelte den Kopf.
Wem was passiert, was willst du uns denn sagen.

Wir verstecken dort oben seit Beginn unsere vier Töchter und zwei Söhne, außerdem noch ein befreundetes Ehepaar mit ihren drei Kindern.

Warum sagst du uns das jetzt.

Weil ich.., weil wir.., also die Lisl und ich, wir meinen das es vielleicht besser wäre wenn wir mit euch mitkommen würden.
Ihr kennt uns nicht, ihr wisst auch nicht wie viele wir sind.

Wer in diesen Zeiten jemanden hilft den er überhaupt nicht kennt, der kann nicht schlecht sein.
Ich dachte am Anfang das es mit der Zeit wieder wird mit uns Menschen, aber es wurde immer schlimmer, heute hatten wir Glück weil ihr zufällig vorbei gefahren seid, das nächste mal haben wir sicher nicht mehr solches Glück.

Anton gab Ben einen Klaps auf die Schulter und auch Tom nickte bereits zustimmend.

Ben stieg aus, wir wollen bis ans Ende des Tals und dann rauf zum Hotel. Anton und Gabi sagten das es dort ein großes Hotel gibt das perfekt ist für uns.

Matthias nickte.
Das stimmt schon. Das Hotel ist riesig und bestimmt unbewohnt weil es so hoch oben liegt und es dort außer Schnee und Fels nichts gibt.

Dann kommt ihr mit fragte Ben.
Wenn wir dürfen.

Anton ging mit Matthias wieder ins Haus zurück, während Ben und Tom die anderen holen wollten und sie gemeinsam die Nacht hier zu verbringen bevor die Gruppe morgen mit ihren neuen Mitgliedern zum Hotel aufbrechen werden.
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Beitragvon Pünktchen » 17.09.2017, 16:39

Wieder einmal spannend :D ...
ich freue mich schon wieder auf die nächste Fortsetzung, Dane Mankei !!!

LG Pünktchen :wink:
Pünktchen
 

Beitragvon Pleitegeier » 17.09.2017, 17:09

Ich schließe mich an!
Es ist sehr spannend hier lesen zu dürfen!
LG
Pleitegeier
Pleitegeier
 

Beitragvon Wecki » 17.09.2017, 21:55

Die richtige Sonntag-Abend-Lektüre zum schmökern... :mrgreen:
Weiter so, Mankei...!!

Gruß

Wecki
Wecki
 

Beitragvon Kavure´i » 17.09.2017, 23:59

Sehr realistisch.
Genau so würde es ablaufen.
M.E. nach eher noch schlimmer.

Kavure´i
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Kavure´i
 

Beitragvon Mankei » 06.10.2017, 21:06

Am frühen Abend hockten Ben und Matthias abseits der anderen.
Ben fand heraus das Matthias im selben Forum unterwegs war wie er selbst.
Man merkte wie gut es beiden tat jemanden zu treffen der genau so dachte wie der andere.
Matthias hatte in seinem Haus Vorräte für 5 Jahre gelagert und wie Ben galten seine Vorbereitungen weniger ihm und seiner Frau als viel mehr den Kindern.

Matthias und Lisl wussten das es nicht lange dauern würde bis auch sie Besuch von unerwünschten Menschen oder Banden bekommen werden.
Zu viert dachten sie seien ihre Chancen größer das ganze irgendwie zu überleben und da sie mit Ernst und Vroni schon lange befreundet waren und auch die Kinder gut miteinander auskamen er ihnen dieses Angebot machte das sie sofort annahmen.
Als dann bei allen die Lebensmittel ausgingen kam die Zeit der Plünderungen bei denen die noch etwas hatten. Es dauerte nicht lange bis auch sie täglich Besuch bekamen.
Anfangs wurden sie freundlich gefragt doch mit jedem Tag der verstrich nahm die Intensität und daraus Aggressivität zu.
Irgendwann erzählte Matthias weiter kam es dann zu den ersten Kämpfen direkt an der Wohnungstüre.
Es dauerte dann nicht lange bis er und die anderen so weit gehen mussten schließlich Menschen zu töten um selbst zu überleben.

Dann wurde es von einem Tag auf den anderen sehr ruhig, anscheinend so Matthias weiter, starben dann auch die Menschen die teils aus eigenen oder geklauten Beständen bis hierher noch überlebt hatten.

Der heutige Angriff war seit über drei Monaten der erste und war sehr überraschend für Matthias das es noch Banden gibt mit so einer hohen Anzahl an Menschen.

Ben nickte mehrmals den Kopf und als er Matthias seine Geschichte erzählte sahen beide parallelen.

Tom kam und holte die beiden zum Abendessen.
Das Abendessen war beeindruckend, Matthias und Lisl gaben sich als perfekte Gastgeber und tischten eine Delikatesse nach der anderen auf.
Am Ende des abends blieb, als alle sich schon schlafen gelegt hatten nur noch Ben und Tom auf.

Fehlt nur noch ein guter Whiskey merkte Tom an.
Und guter ruhiger Jazz erwiderte Ben.
Die beiden hockten stumm auf der Bank vor dem Haus und schauten ziellos in die Sterne.

Meinst du wir schaffen es fragte Tom mit leiser Stimme.
Ben gab keine Antwort, immer noch schaute er in den Sternenhimmel.
Tom schubste ihn.
Alles klar.
Tom konnte nicht sehen das Ben Tränen in den Augen hatte, er dachte an Ella und sein Versprechen an Michelle das er nicht gehalten hat.

Tom bemerkte jetzt das Ben weinte.
Kann ich dir helfen fragte er besorgt.

Ben rieb sich die Augen trocken.
Geht schon wieder, entschuldige, ich war in Gedanken.

Tom klopfte Ben auf die Schulter.
Ist schon in Ordnung.

Wir müssen die Nahrung aus Lager 2 holen fing Ben an, aber erst schauen wir uns morgen das Hotel an, ich bin schon gespannt was uns dort erwartet.

Wir sollten jedenfalls alle Waffen geladen haben
Ben nickte, stand auf und ging zum Auto.
Ich schlafe dort sagte er zu Tom, nur zur Sicherheit.
Ich komme in zwei bis drei Stunden und löse dich ab erwiderte Tom.
Gerade als Ben zu Tom sagen wollte das dies nicht nötig sei hörten sie wenn auch weit entfernt einige Schüsse.

Ben überlegte kurz, ist vielleicht besser.
Tom nickte, bis dann.

Wach endlich auf du Schlafmütze, Ben rüttelte mehrmals an Toms Schulter.
Tom drehte sich um, seine Augen waren noch immer geschlossen.

Was ist denn los wollte er wissen.
Da kommen welche.
Sofort riss Tom seine Augen auf, sprang aus dem Bett das ihm Matthias bereit gemacht hatte und schnappte sich sein Gewehr und die zwei Pistolen.

Bis du sicher fragte Tom.
Nein nicht wirklich aber deswegen wecke ich dich, ich denke die Schüsse kommen näher.

Matthias kam dazu der nebenan mit seiner Frau schlief.
Was ist los wollte er wissen.

Ich höre Schüsse und habe das Gefühl sie kommen näher.
Matthias fing an zu lachen.
Sie schießen alle paar Tage die ganze Nacht durch, deswegen braucht ihr keine Angst haben, habe es nur vergessen zu sagen.

Wer sind die, wollte Ben und Tom wissen.
Keine Ahnung aber das geht schon lange so und auch wir dachten anfangs das es näher kam aber das ist nur die Angst und Unsicherheit.

Tom atmete erleichtert auf, Ben hackte nach.
Du wolltest nie wissen was dort geschieht.

Matthias schaute Ben gleichgültig an.
Warum sollte ich mich darum kümmern, ich habe hier genug zu tun und was soll ich mit meinen zwei alten Gewehren gegen die schon ausrichten können.

Ben nickte kurz.
Soll kein Vorwurf sein.

Gehen wir wieder schlafen, fügte Tom hinzu, morgen wird ein langer Tag.

Während Tom und Matthias zurück ins Haus gingen nahm Ben wieder im Auto Platz.
Er schaltete das Radio ein, noch immer lief die gleiche Sendeschleife, Ben drehte sich kurz um, niemand war da, er startete den Motor und fuhr los.

Bens Bein schmerzte, er wusste das er sich besser für die kommenden Aufgaben schonen sollte, doch eine Stimme in ihm sagte das er nachschauen muss was der Grund für die Schüsse waren.

99 Prozent der Weltbevölkerung sind gestorben, immer wieder lief diese Nachricht als Sendeschleife in Bens Kopf ohne Unterbrechung.

Wenn diese Nachricht stimmt dann wollte Ben um jeden noch Lebenden kämpfen.
Bis zu Ellas Tod kannte er nur die Sorge um Ella und Alex, doch jetzt da Ella nicht mehr am Leben war merkte Ben wie sehr ihn der Tod seiner Tochter verändert hatte.
Noch immer galt sein Bestreben eine Zukunft für Alex zu ermöglichen und genau deswegen fuhr er gerade an einen Ort den er nicht kannte, nicht wusste was ihn dort erwartete und von dem er sich eigentlich so weit wie nur möglich entfernen sollte.

Ben fuhr ohne Licht auf einer Landstraße die bis auf einige wenige Autos die abseits der Straße parkten leer war. Da Ben sich hier nicht auskannte hielt er alle paar Minuten an um anhand der Schüsse die Richtung bestimmen zu können.

Nach einer weiteren Pause an der sich Ben orientieren wollte vernahm er ein neues Geräusch, er hörte deutlich ein Auto das näher kam.

Ben fuhr sofort weiter, am nächsten Ort angekommen nutzte er ein Haus das mit einer großen Mauer umzäunt war. Er fuhr rückwärts in die Einfahrt und stellte den Wagen rechts hinter der Mauer ab. Ben rannte auf die Straße hinaus, zufrieden sah er das sein Auto von ankommenden Autos nicht sichtbar war.
Ben nahm seine beiden Gewehre und die zwei Pistolen und legte sich gegenüber an einer Hausmauer in Stellung.
Nur etwa zwei Minuten später hörte er wie ein Auto immer näher kam.

Ben zielte mit dem Gewehr auf die Mitte der Straße, langsam atmend wartete er darauf sich seinem Feind zu stellen.

Ben fing an zu lachen, obwohl noch etwa 50 Meter entfernt erkannte er sofort das Auto.
Ben stand auf und stellte sich mitten in die Straße.
Mit jeweils einem Gewehr links und rechts auf den Schultern liegend wartete Ben darauf wer ihm den gefolgt war.

Hast du mich vermisst fragte Ben lachend.
Jemand muss doch auf dich aufpassen antwortete Tom.

Wie sieht dein Plan aus fragte Tom.
Keine Ahnung, erst mal müssen wir sie finden, dann überlegen wir uns etwas.
Wir?
Ich glaube nicht das du mir so lange gefolgt bist um jetzt einfach so wieder zurück zu fahren.

Nachdem sie Toms Auto hinter einer großen Mauer geparkt hatten stiegen die beiden in den SUV und überprüften ihre Ausrüstung.

Alles gut fragte Tom, beschäftigt dich etwas.
Ben machte einen abwesenden und sehr nachdenklichen Eindruck der Tom nicht verborgen blieb.
Ben schaute Tom an, ich habe immer und immer wieder diese verdammte Radiomeldung gehört.
99 Prozent aller Menschen sind bereits gestorben.
Wenn das wirklich stimmt dann muss ich, dann müssen wir um jeden kämpfen damit er am Leben bleibt.
Die Menschheit ist kurz vor dem Aussterben, wenn es uns nicht gelingt bald wieder Lebensmittel herzustellen dann war es das mit uns.
Du hast noch genug Lebensmittel erwiderte Tom...
...die früher oder später zu Ende sein werden fügte Ben hinzu.
Tom wusste nicht so recht wie er weiter reden sollte ohne das Ben seine Angst spürt.

Nach einer Pause ergriff Ben wieder das Wort.
Was wenn in zwei Jahren alle Nahrung aufgebraucht ist und es nichts mehr gibt.
Dann war der ganze Kampf umsonst, das ganze Leid, die vielen Sorgen und Ängste alles umsonst.
Ich dachte immer ich betreibe Vorsorge um dadurch meine beiden Kinder vor allen Gefahren schützen zu können.
Jetzt ist Ella Tod und wenn wir ganz ehrlich sind hat sich nach dem gestrigen Kampf unsere Situation deutlich verschlechtert.
Wir haben zwar überlebt, aber wenn wir ehrlich sind schaut es so aus als ob das nur eine Rettung auf kurze Zeit ist denn wie ich gerade schon gesagt habe, wenn es nicht bald wieder Lebensmittel gibt werden wir Sterben, nicht heute und morgen aber spätestens in ein oder zwei Jahren.

Wieso hat sich unsere Situation verschlechtert fragte Tom.
Weil so viel Lebensmittel durch diese Verrückten und dem Feuer vernichtet wurde.

Aber jetzt haben wir Matthias und Lisl getroffen, die werden uns helfen, so wie wir ihnen geholfen haben.
Wenn du das meinst antwortete Ben sehr nachdenklich.
Glaubst du nicht das sie in Ordnung sind.
Ben antwortete nicht darauf, er behielt es für sich das er was Matthias und Lisl betraf ein schlechtes Gefühl hatte.

Warum willst du dann überhaupt schauen was die Schüsse bedeuten, es wäre doch sinnvoller wir drehen um und fahren zu unseren Freunden, nehmen alles was wir gebrauchen können und verschanzen uns in dem Hotel.

Weil ich mich schuldig fühle Tom.
Wenn da auch nur ein Mensch ist der durch meine Hilfe gerettet werden kann dann muss ich das jetzt machen, ob du dabei bist oder nicht.
Natürlich bin ich dabei sagte Tom, los hören wir mit dem Gerede auf und schauen was da los ist.

Ben fuhr los, nach einigen hundert Metern kamen sie ans Ortsende und erhielten einen Hinweis auf ihr mögliches Endziel.
Innsbruck 8 Kilometer.

Hast du bei deiner Abfahrt jemanden Bescheid gegeben fragte Ben.
Matthias weiß es, der hat einen echt leichten Schlaf witzelte Tom, aber natürlich weiß niemand genau wo wir hin sind.
Ben nickte.

Am Ortseingang von Innsbruck stellte Ben den Motor ab und rollte nun lautlos des Weges.
An einem großen Parkplatz hielt Ben an, die Nacht wurde gerade vom Tag abgelöst.

Schöne Stadt merkte Tom an, warst du schon mal hier.
Ein paar mal, ist aber schon Jahrzehnte her.
Ich war noch nie hier, Berge und Österreich waren nie so mein Ding, bisher wenigstens.

Ben und Tom stiegen aus.
Schüsse..
Ben und Tom gingen instinktiv in Deckung.
Die sind nicht für uns bestimmt sagte Ben.
Hört sich echt nah an oder was meinst du.
Ben nickte, nahm seine beiden Gewehre und lief zu einem Infohäuschen das nicht weit entfernt war.
Tom folgte ihm in kurzem Abstand.

Wieder Schüsse.
Tom zeigte auf einen Hügel der nicht weit vor ihnen war.
Ben ging voraus, Tom gab ihm Deckung.
Ben kam oben auf dem Hügel an und gab nun Tom Zeichen das er nachkommen sollte.
Erst als auch Tom oben ankam wagten die beiden einen Blick zu riskieren.

Etwa fünfzig Meter von ihnen entfernt sahen sie mehrere Menschen die bewaffnet andere Menschen herum trieben.
Tom der am liebsten sofort eingegriffen hätte wurde von Ben gebremst und lenkte seine Aufmerksamkeit auf ein Haus das etwas abseits stand.

Vor dem Haus war eine Zelle aufgebaut die ausschaute wie aus einem Gefängnis.
In dieser Zelle die so schätzte Ben etwa 9 Quadratmeter groß war waren 2 Männer, 4 Frauen und 2 Kinder eingesperrt.

Was soll denn das bitte sein fragte Tom, haben die eine Zelle aus einem Gefängnis geklaut und sie hier aufgebaut.
Ben schüttelte mehrmals ungläubig den Kopf und antwortete das auch er keine Ahnung hatte was das zu bedeuten hatte.

Ben zählte 8 Männer die bewaffnet waren und 6 Männer und 2 Frauen die auf dem großen Platz mehrere Kartons sortierten und in ein anderes Haus brachten.

Was meinst du Ben, was ist da drinnen in den Kartons.
Keine Ahnung, Lebensmittel, Wasser, vielleicht haben sie aber auch nur Steine rein gelegt und lassen die armen Menschen sie von a nach b tragen.

Mit diesen acht Typen müssten wir doch fertig werden, zumal wir den Überraschungseffekt auf unserer Seite haben.
Schau mal zur Zelle Tom.
Tom drehte sein Gesicht etwas zur Seite und sah das aus dem Haus vor dem die Zelle stand gerade eben 5 weitere Männer heraus kamen.

Keine Waffen Ben, siehst du welche.
Nein, aber das muss nichts bedeuten.

Beide überlegten wie sie die Menschen dort unten befreien konnten.

Wenn ich auf die andere Seite gehe, siehst du da drüben den großen Eichenbaum, dort habe ich ein gutes Schussfeld fing Tom an, wenn du mir dein zweites Gewehr gibst dann schaffe ich es bestimmt die 8 Typen da unten alleine auszuschalten und du nimmst dir die 5 am Haus vor die dann wild umher laufen werden.

Ben dachte kurz nach und nickte dann zufrieden.
Könnte klappen.

Tom war Stolz das sein Plan von Ben ohne Einwand angenommen wurde.
Lass uns erst noch einmal eine halbe Stunde warten, wir haben genügend Zeit.

Ben und Tom tauschten derweil ihre Waffen.
Tom bekam das zweite Gewehr während Ben Toms zweite Pistole bekam.
Ben hatte nun ein Gewehr und drei Pistolen die er links und rechts am Gürtel befestigte, die dritte Pistole verstaute er zur Sicherheit am rechten Unterschenkel.
Tom inspizierte sein neues Gewehr das über ein Zielfernrohr verfügte.

Wenn du drüben bist drücke zweimal die Sendetaste des Funkgerätes.
Tom schaute überrascht Ben an.
Du hast sie dabei, warum hast du mir nicht schon früher gesagt das du sie dabei hast.
Ben öffnete seinen Rucksack und warf eines der Funkgeräte zu Tom.
Tom fing an zu lachen, du hast gewusst das ich dir folgen würde.
Ben verzog nur etwas den Mundwinkel, wenn du mein ok hörst knall sie alle ab.

Tom reichte Ben die Hand und machte sich sofort auf den Weg.

Ben nutzte die Zeit um näher an das Haus mit den 5 Männern zu kommen.
Noch immer standen sie vor dem Haus und unterhielten sich.
Wenn sie so bleiben dann sollte es kein Problem für Ben sein sie auszuschalten.

Ben fand eine passende Stelle die ihm genügend Sicht auf drei Seiten des Hauses gab.
Jetzt konnte Ben erstmals genau die Menschen in der Zelle sehen. Alle machten einen sehr ängstlichen und verwahrlosten Eindruck.
Die Kinder waren wie auch die Frauen abgemagert, die Männer dagegen schienen gut genährt zu sein.
Ben fiel auf das die Frauen und Kinder immer Abstand zu den Männern hielten, sobald einer der Männer ihnen zu nahe kam, was in dieser engen Zelle sehr oft vorkam, huschten sie sofort in eine der anderen leeren Seite.

Das Funkgerät an Bens rechter Seite gab zwei leise Geräusche von sich, Tom war soweit.
Ben legte das Gewehr auf den Boden und suchte sich nun das erste Ziel.
Mit der linken Hand nahm er das Funkgerät in Hand und sagte ok!
Ben hatte noch nicht das Funkgerät aus der Hand gelegt da fing Tom schon an zu schießen.
Ben sah wie der erste Mann umfiel, dann einen weiteren, nun konzentrierte sich Ben auf seine Aufgabe. Blitzschnell schoss Ben eine Kugel nach der anderen in Richtung der Männer.
Ben schoss den ersten Mann in der Zelle in den Kopf dann den zweiten, eine innere Stimme sagte ihm das durch die beiden eine größere Gefahr ausging.
Überall schrien Menschen, doch Ben und Tom feuerten unbeeindruckt weiter.
Tom hatte 6 Männer ausgeschaltet, die zwei anderen verschanzten sich hinter einem großen Tisch. Ben der dies sah legte nun auf die beiden Männer an da sie zu seiner Seite ungedeckt waren.
Zwei gezielte Schüsse und die Bedrohung war vorbei.

Ben blickte nun wieder in Richtung des Hauses, er hatte drei der fünf Männer ausgeschaltet, dazu noch die zwei in der Zelle.
Die anderen beiden schafften es ins Haus zurück.

Ben hörst du mich.
Was ist los Tom?
Ich komme von meiner Seite so weit ich es von hier sehen kann gut geschützt an das Haus heran. Warte bis ich unten bin dann melde ich mich wieder.
Ben gab sein ok, sei vorsichtig.

Es war still geworden, die 6 Männer und 2 Frauen lagen auf dem Boden und warteten ab, die Frauen und Kinder in der Zelle hatten sich hinter den toten Männern versteckt.
Ben sah noch wie sich eines der Kinder an eine der Frauen festklammerte als ein Mann eine weiße Fahne aus dem Haus hielt.

Können wir reden ohne das ihr uns abknallt fragte eine Stimme.
Ben stand auf, schnallte sich das Gewehr über seine Schulter und zog eine der beiden Pistolen, dann ging er den Hügel hinunter.
Ben war noch etwa 20 Meter vom Haus entfernt und sah wie Tom gerade auf der anderen Seite in Stellung ging.

Kommt raus dann passiert euch nicht rief Ben laut.
Ben überlegte noch immer wieso die beiden anscheinend unbewaffnet waren.
Nichts geschah.

Ben rief erneut, kommt raus, ich gebe euch mein Ehrenwort das wir nicht schießen.
Ben nahm sein Funkgerät und sprach so laut hinein das es die beiden Männer auch hören mussten.
Erich, Tom, Uwe, Jörg, Hans, Peter nicht schießen, sie ergeben sich.
Habt ihr gehört schrie Ben, niemand wir auf euch schießen, aber jetzt kommt heraus.

Die Sekunden verrannten und Ben verlor langsam seine Geduld als die Türe aufging und zwei Männer und eine Frau aus dem Haus kamen.

Seid ihr bewaffnet.
Nein sagten die drei gleichzeitig.
Sind noch welche im Haus.
Wieder verneinten alle drei.
Hände hoch befahl Ben.

Wo ist der Schlüssel für die Zelle wollte Ben wissen.
Keine Antwort.
Ben ging ein paar Schritte nach vorn, er zielte auf einen der Männer, wo ist der Schlüssel, noch einmal frage ich nicht.
Der...den hat einer von denen die in der Zelle liegen.

Wer fragte Ben.
Erwin hat ihn schrie die Frau, der mit dem roten Hemd.

Ben ging zur Zelle, erst jetzt sah er wie sehr die Frauen und Kinder gelitten haben mussten.
Ben griff durch die Stäbe und zog den Mann mit dem Schlüssel zu sich.
Als Ben den Schlüssel fand sperrte er die Zelle auf und geleitete die Frauen und Kinder nach draußen.

Bitte sehr, euer neues zuhause rief Ben in Richtung der beiden Männer und der Frau ohne sich ein Lachen zu verkneifen.
Die beiden Männer und die Frau gingen in die Zelle nach dem sie Ben auf Waffen durchsucht hatte.

Sollen wir kommen hallte es durch das Funkgerät.
Nein antwortete Ben, ich will erst das Haus durchsuchen.

Kurze Pause.

Obwohl sprach Ben in sein Funkgerät, Tom soll zur Unterstützung kommen, die anderen bleiben vorerst noch auf ihren Posten.

Sofort stand Tom nur ein paar Meter von Ben entfernt, die drei in der Zelle rissen die Augen weit auf.
Tom ging zu den anderen Frauen und Männern die noch immer auf dem Boden lagen.
Ist alles in Ordnung bei euch fragte Tom.

Ein Mann stand auf, er gab Tom die Hand und bedankte sich mehrmals bei ihm.
Dadurch angespornt standen nun auch alle anderen auf und bedankten sich ebenfalls.

Ben rief zu Tom das er die Waffen einsammeln und dann zu ihm kommen soll.

Sind da noch mehr fragte Tom eine Frau neben sich.
Es gibt noch zwei, einen Mann und eine Frau, aber die sind nicht oft da.
Sind sie denn jetzt da fragte Tom.
Nein antwortete die andere Frau.

Tom informierte Ben über die Neuigkeiten.

Ben ging ins Haus hinein, es roch nach Kaffee und als er die erste Türe öffnete konnte er nicht glauben was er vor sich sah.
Ben überprüfte noch alle anderen Zimmer, den Speicher und den Keller.

Alles in Ordnung Tom, du wirst nicht glauben was ich hier gefunden habe.
Toms Antwort dauerte nicht lange.
Komm erst mal wieder raus, auch ich habe Neuigkeiten für dich.

Ben trat aus dem Haus hervor, Tom stand einen Riegel essend vor ihm, ebenso die Frauen, Männer und Kinder.
Ganz schön trocken das Zeug, aber ich schätze mal das reicht locker für uns alle etwa 10 Jahre und warf Ben eine Packung NRG-5 zu.

Dann schau mal was ich im Haus gefunden habe, dafür brauchen wir zwei Laster.
Nahrung fragte Tom neugierig.
Drei Zimmer voll mit österreichischer Bundeswehrverpflegung.

Toms Augen wurden noch größer als sie eh schon waren.

Ben ging zu einer der Frauen die hastig einen Riegel nach dem anderen in sich rein stopfte.

Du musst was dazu trinken oder noch besser mach einen Brei daraus, dann schmeckt es deutlich besser und für die Kinder ist es so auch einfacher.

Ben reichte seine Wasserflasche der Frau die einen großen Schluck zu sich nahm und es dann an die anderen weiter reichte.

Ben inspizierte die Waffen und Magazine die Tom eingesammelt hatte.
Bei den Waffen handelt es sich um das Sturmgewehr 77 des österreichischen Heeres.
Ben kannt die Waffe nicht aber der österreichische Adler und die Typenbezeichnung reichten ihm aus das diese Bande irgendwie an Waffen und Nahrung des Heeres gekommen sind.
Er ging zu der Frau die eingesperrt war und fragte sie woher das ganze kommt.
Die weiß nichts, unterbrach einer der Männer, wenn du was wissen willst frage mich, aber ich verlange eine Gegenleistung dafür.

Ben schaute den Mann kurz an, dein Leben ist vorbei und du hast nichts was mich von meinem Entschluss abbringen könnte.
Der andere Mann fing nun an zu erzählen.
Er redete wie sie mit einer anderen Gruppe zusammen mehrere Stützpunkte überfielen und so an Nahrung, Waffen und Benzin kamen.
Sei endlich ruhig rief der andere Mann mehrmals doch er hörte nicht auf.
Ihr Anführer wohnt nicht weit von hier und kontrolliert so weit er weiß fast die Hälfte Österreichs.

Lebt ja eh keiner mehr unterbrach die Frau lachend.

Das ganze ging gut bis vor zwei Wochen, jetzt kämpfen wir gegen die andere Bande die uns aber zahlenmäßig überlegen ist.

Wann kommt euer Anführer wieder wollte Ben wissen und gibt es noch mehr von euch.
Wir waren eigentlich 34 doch durch die Kämpfe haben wir viele von uns verloren, wir drei sind jetzt der Rest dazu natürlich noch den Hias und seine Frau.

Ben lief es eiskalt den Rücken hinunter.
Hias rief er. Das ist doch die Abkürzung für Matthias.
Ja antwortete der Mann.
Ben beschrieb den Matthias den er gestern kennen gelernt hatte und bei jedem Merkmal antwortete der Mann mit ja.

Tom der mittlerweile auch dazu kam konnte ebenso wie Ben nicht glauben was er da zu hören bekam.

Als es feststand das ihre Freunde gerade bei dem Anführer der Bande waren wurde Ben zornig.

Er ging mit Tom etwas weiter weg und beredete sich.

Wir brauchen einen Lkw für die Nahrung und dazu beladen wir noch den SUV, wenn alles voll ist fahren wir sofort zurück und erledigen den Rest der Bande.
Tom wusste was Ben damit meinte und nickte nur.

Was machen wir mit den Kindern, Frauen und Männer.
Die werden uns keine Hilfe sein, schaue sie dir doch an, sie wurden schon vor langer Zeit gebrochen. Es gibt nichts mehr was wir für sie tun können.

Tom schluckte mehrmals.
Willst du sie…
..nein was denkst du denn.
Wir nehmen soviel mit wie es geht, der Rest bleibt für sie übrig.
Was machen wir mit den drei Gefangenen Ben.
Die schenken wir ihnen, sollen sich darum kümmern.
Tom nickte erneut.

Während Tom sich nach einem Gefährt umsehen ging marschierte Ben zu einer der Frauen.
Er erklärte ihr seinen Plan und unter Tränen stimmte sie schließlich zu.

Eine andere Frau fragte Ben ob es denn nicht doch möglich sei mitzukommen doch Ben verneinte energisch. Sie hatten einfach keinen Platz für so viele Leute log er sie an.
Ben schaute der Frau tief in Augen, ihr habt eine neue Chance erhalten zu überleben. Du weißt hoffentlich das diese Typen die euch gefangen hielten früher oder später umgebracht hätten.

Natürlich antwortete die Frau.

Siehst du, jetzt könnt ihr weiter Leben, wir lassen euch genügend Lebensmittel und Wasser übrig.
Erholt euch von all den Qualen die ihr durchmachen musstet und wer weiß vielleicht treffen wir uns ja irgendwann wieder.

Tom kam mit einem Lkw um die Ecke gefahren.
Als er ausstieg erzählte er Ben das nicht weit von hier noch drei vollbeladene Lkw‘s standen, er habe sie alle kontrolliert und den hier als am besten ausgewählt.
Benzin fragte Ben.
Die sind alle voll getankt, besser geht es nicht.

Holst du den SUV, ich schaue noch was ich wichtiges im Haus finde und lade den Lkw voll bis nur noch du rein passt.
Klar doch sagte Tom und machte sich auf den Weg.

Ben schnappte sich einen Schubkarre und holte damit mehrere Ladungen der NRG-5 Nahrung.
Als er damit fertig war kam Tom gerade mit dem SUV.

Die beiden gingen ins Haus und nahmen neben Wasser und Nahrung noch Benzin mit.
In einem kleineren Zimmer lagen Taschen die als Ben sie öffnete wahre Schätze enthielt.
Schlafsäcke, Kleidung, Stiefel, genau das was sie für ihr neues Zuhause sicherlich gut gebrauchen konnten.

Ben kommst du mal rief Tom.
Tom war im Keller und hielt zwei Koffer in der Hand.

Das wird dir gefallen.

Ben beugte sich nach vorne und als Tom einen der Koffer öffnete sah er ein noch unbenutztes Scharfschützengewehr 69 sowie 12 Magazine mit jeweils 5 Patronen.

Davon haben wir zwei Ben, dazu noch die vier vom Sturmgewehr 77 mit jeweils 8 vollen Magazinen.

Das hat sich gelohnt Ben.
Ben nickte nur kurz.

Wieder oben angekommen verstauten sie noch den Rest in die beiden Wagen die eigentlich schon voll bis oben hin waren.

Ben ging zu den anderen.
Das war es dann, wir sind hier fertig, das gehört alles euch sagte Ben.

Ben wurde wie Tom von allen innig umarmt.
Tom startete den Laster und fuhr vor, Ben langte in seine Hosentasche und warf eine der Frauen den Schlüssel für die Zelle zu dann fuhr auch er los.

An der Biegung wo Tom wartete angekommen hörten die beiden drei Schüsse.
Ben und Tom nickten beide.
Nach nur wenigen Metern kamen sie an den anderen zwei beladenen Lkw‘s an.

Ben funkte zu Tom das er anhalten soll.

Ich will noch einen, nur als zusätzliche Versicherung falls wir mal in schlimme Zeiten geraten.

So wie jetzt witzelte Tom.
Ja.
Wo willst du ihn hin fahren.
Dort wo dein Auto steht, die Mauer war perfekt und es ist nicht weit entfernt.

Tom stieg aus und nahm in dem anderen Lkw Platz, bin gleich wieder da.

Es dauerte nur ein paar Minuten bis Tom mit seinem Auto wieder da war, er parkte es zwischen zwei anderen Autos, klemmte die Batterie ab, zog einige Stecker heraus und steckte den Zündschlüssel ein.

Ben schaute sich ein letztes mal um bevor er sich nun auf der Heimfahrt einen Plan überlegte wie er Matthias und Lisl und deren Freunde ausschalten konnte ohne das den anderen etwas passiert.
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Beitragvon Pünktchen » 06.10.2017, 23:18

Oh man Mankei, die Geschichte ist spannend geschrieben wie immer,wie geht es weiter ?
Ich hoffe, du hast die Fortsetzung schon fertig...

LG Pünktchen :wink:
Pünktchen
 

Beitragvon Mankei » 09.10.2017, 12:50

Halt da vorne mal an, ich muss dir was sagen.

Ben stieg zu Tom in den Lkw.
Wir sind nur noch wenige Kilometer entfernt und es wird Zeit das wir zusammen einen Plan entwerfen wie wir die anderen befreien können ohne das ihnen etwas geschieht.

Tom nickte zustimmend.

Egal wie wir es anstellen Tom, sobald Matthias und seine Leute etwas merken werden sie versuchen alle zu töten, dessen bin ich mir sicher.
Unsere einzige Hoffnung ist die das wir Matthias davon überzeugen dass unsere Suche ohne Erfolg war. Wir stellen deinen Lkw hier irgendwo ab, laden den SUV aus und fahren dann zusammen zu den anderen, wenn sie uns fragen wo dein Auto ist sagen wir es ging einfach während der Fahrt aus und startete nicht mehr. Du hast dich dann zu Fuß auf den Rückweg gemacht und ich habe dich vor ein paar Kilometern aufgelesen.

Tom hörte aufmerksam zu.

Wenn sie uns das abkaufen so Ben weiter, dann haben wir hoffentlich eine gute Chance sie zu überlisten.

Tom schaute Ben vorwurfsvoll an.
Wollen wir das denn überhaupt.

Ben schüttelte den Kopf, wie meinst du das.

So wie ich es gemeint habe.
Warum erschießen wir sie nicht einfach, ich habe keine Lust Nahrung, Wasser oder andere Ressourcen für solche Menschen zu vergeuden.

Ben fing an zu lachen.
Du sprichst mir aus der Seele.
Ihre Kinder werden ein Problem, nicht für mich aber für die anderen bestimmt.

Sie sind schon zu alt Ben, sie werden uns das nie verzeihen was wir ihren Eltern angetan haben.

Kann man ja verstehen oder nicht.
Klar Ben, aber wir müssen an uns denken.
Und an unsere Kinder Tom.
So ist es Ben.

Eine halbe Stunde später war der Lkw gut getarnt abgestellt und der SUV abgeladen.
Ben und Tom hatten mehrere Verstecke angelegt um ihre wertvolle Fracht zu schützen.
Zufrieden stiegen sie ins Auto, überprüften ein letztes mal ihre Waffen und fuhren los.

Ohne noch einmal anzuhalten fuhr Ben in den Hof hinein, alles schien wie vor seiner Abfahrt.
Er stellte den Wagen ab und hupte zweimal kräftig.

Niemand kam heraus, sowohl bei Ben als auch bei Tom schrillten sämtliche Alarmglocken.

Steig aus Tom, nimm den Koffer und das Funkgerät mit.
Tom öffnete die Türe, schnappte sich seinen Rucksack in dem seine beiden Pistolen und das Funkgerät waren und den Koffer auf dem Rücksitz der das Scharfschützengewehr enthielt.

Alles Gute rief ihm Ben zu ehe er noch ein paar Meter weiter in Richtung Haustüre fuhr.
Ben atmete tief durch, er nahm seine beiden Pistolen, legte sie auf den Beifahrersitz, dann öffnete er die Türe und stieg aus.

Matthias können wir reden.
Keine Antwort.
Komm schon Matthias, ich weiß du bist da.

Ben wollte gerade zur Türe gehen als er einen Schuss hörte der ihn traf.
Ben sackte sofort zusammen, aus seinem Oberkörper floss Blut aber er fühlte keinen Schmerz, es fühlte sich warm an und dann als ihm klar wurde das er sterben würde machte sich etwas wie Erleichterung in ihm breit.
Die Türe ging auf, Matthias stand etwa einen Meter von Ben entfernt, nur noch verschwommen sah er das Matthias Diana als Schutzschild benutzte.
Diana hatte Tränen in den Augen, als sie sah das Ben noch bei Bewusstsein war wollte sie zu ihm doch Matthias hielt sie fest.
Sie schrie mehrmals das er sie los lassen sollte doch Matthias kam dem nicht nach.
Diana wehrte sich mit aller Kraft doch sie hatte gegen Matthias keine Chance, als Diana es irgendwann einsah gab sie schließlich nach.
Ein weiter Schuss fiel, Ben hatte keine Ahnung ob die Kugel ihm galt oder nicht, erst als er nur noch schleierhaft erkannte das auch Matthias ein Funkgerät hatte und hörte er wie ihm jemand Bescheid gab das er „ihn“ erschossen hat.
Matthias triumphierte, hast du gehört, dein Freund ist Tod und du wirst ihm gleich folgen.
Diana kämpfte noch immer, sie wollte unbedingt zu Ben doch Matthias verlor die Geduld und schoss ihr einfach in den Hinterkopf.
Als ihr Körper auf den Boden aufschlug war sie bereits Tod, Ben registrierte es nicht mehr.
Matthias ging nun zu Ben, hörst du mich noch, er schlug Ben mehrmals ins Gesicht, wach auf du Schwein, verstehst du mich, ich habe sie alle getötet, alle deine Freunde sind Tod und auch dein Sohn den ich ganz besonders behandelte hat es nicht geschafft.

Matthias erwartete anscheinend eine Regung bei Ben, doch Ben war in Gedanken schon bei Michelle, er sah wie er mit ihr, Ella und Alex zusammen glücklich auf einer……!

Ende
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Beitragvon Pünktchen » 09.10.2017, 16:05

Oh nein !

Das kann doch nicht sein... Mankei...Ende ? :shock: !

Kein Happy End, alle auf einmal gut Freund...alle teilen alles...und alle haben sich lieb... :mrgreen:

Schade dass deine Geschichte vorbei ist, ich finde du hast sie von Anfang bis Ende richtig interessant geschrieben. Danke dir dafür !!!

LG Pünktchen :wink:
Pünktchen
 

Beitragvon Kavure´i » 10.10.2017, 01:55

Danke für deine Geschichte.
Spannend von Anfang bis Ende.

Kavure´i
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Beitragvon mannom » 10.10.2017, 20:05

@Mankei: Vielen Dank für diese tolle Geschichte, obwohl ich nicht auf dieses traurige und plötzliche Ende gefasst war. Aber vielleicht macht gerade das die Geschichte besonders authentisch. Danke, dass ich sie lesen durfte :-)

@Kavure´i
Das soll jetzt für deine Geschichte kein Ansporn sein, im nächsten Kapitel alle sterben zu lassen ;-) Wann geht es denn weiter ?

LG Oliver
mannom
 

Beitragvon Kavure´i » 11.10.2017, 01:08

Hola mannom

momentan habe ich nicht so die Zeit und vor allem nicht den Nerv zum Weiterschreiben.
Einer meiner Hunde hat Krebs und sie und eine weitere Hündin mußten an einem Othohämatom operiert werden.
Ich versuche, nicht ständig an den Krebs zu denken, es fällt mir aber schwer und es zieht mich runter.
Aber keine Angst, ich schreibe schon wieder weiter und ich denke, ich werde nicht Alle sterben lassen :mrgreen:

Kavure´i
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Beitragvon Andiamos » 13.10.2017, 18:00

Oh.... trauriges Ende, Mankei. :(
Aber, großen Dank für deine Arbeit und Mühe und vor allem für deine Phantasie! War eine sehr spannende Geschichte!

Wenn du mal Lust auf eine weitere hast............ nur keine Scheu! :lol:

LG
Angelika
Andiamos
 

Beitragvon Pleitegeier » 15.10.2017, 08:50

Ich schließe mich an.

Sehr gut und spannend geschrieben.
Danke Mankai
LG
Pleitegeier
Pleitegeier
 

Beitragvon Mankei » 29.10.2017, 14:36

Hallo

Danke für Eure freundlichen Meldungen und Entschuldigt bitte das ich mich erst jetzt melde.

Ich weiß ja das man sich eher ein HappyEnd wünscht aber es zeigt sich zu oft das dies eben nur im Film zutrifft und nicht in der realen Welt.
Ich wollte die Geschichte erst noch weiter schreiben doch 300 Seiten (DinA5) waren dann doch genügend zumal ich zeitgleich noch an einem neuen Projekt arbeite was mich voll einnimmt.

Die Gruppe hatte dreimal Glück und das sollte reichen, es war eine Geschichte deren Handlung erfunden war und so nie passieren wird aber etwas Realität sollte dann doch darin vorkommen.

Schönen Tag an alle
Mankei
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