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Hunger

Beitragvon Mankei » 24.12.2016, 22:08

Gespannt und hoffend schaute Ben auf die Anzeige, nur noch fünf Sekunden…, drei.., zwei., eins, er hatte es ersteigert. Vier original verpackte MRE Kartons der US Armee mit Inspc. Date von über zwei Jahren, Ben hatte Glück, die letzten Auktionen war er immer nur zweiter Sieger.
Als er zusammen rechnete was ihn sein Hobby heute kostete runzelte er nur kurz mit der Stirn. Er wusste das es eine sinnvolle Anschaffung war und sie ihm früher oder später das Überleben für einige weitere Tage sichern würde.
Nach dem er den Betrag online bezahlte traf er sich noch mit Gleichgesinnten aus einem Forum zum reden und fachsimpeln mittels Funkgerät, etwas das heutzutage nur noch sehr wenige kennen und es gerade deswegen attraktiv macht.
Ben erzählte voller Stolz von seinem Erfolg vier Kartons Essen ersteigert zu haben.
Mike aus Berlin der seit Ewigkeiten schon Vorsorgt lachte Ben aus als dieser ihm den Preis mitteilte. Helga die ebenfalls zum harten Kern des Forums gehörte verteidigte Bens Kauf.
Wenn man die Umstände berücksichtigt sind 1400 Euro für die vier Kartons doch in Ordnung.
Ben bedankte sich für die Unterstützung und nach über einer Stunde in denen sie über alles wichtige und unwichtige diskutierten verabredeten sie sich wie immer in 47 Stunden.

Ben hatte zwei Kinder, Elisabeth die alle nur Ella nannten war 17 Jahre und Alex 15 Jahre alt. Seine Frau Michelle starb vor zwei Jahren an ALS, eine Krankheit die dadurch berühmt wurde das der angeblich schlauste Mann der Welt Stephen Hawking daran erkrankt ist und im Gegensatz zu vielen anderen seit Jahrzehnten damit lebt. Michelle hatte den typischen schrecklichen Tod nachdem ihre Augenmuskulatur, Schließ- und Herzmuskeln nicht mehr funktionierten und sie schließlich starb.
Etwa 4 Monate vor ihrem Tod hatten Ben und Michelle ein Gespräch das sein heutiges Tun erklärt. Michelle konnte damals schon nur noch über ihr Tablet kommunizieren, sie gab unter Tränen Ben den Auftrag sich immer um die Kinder zu sorgen, ganz gleich was auf dieser Welt auch passiert.

Ben versprach es Michelle.

Das erste Jahr nach dem Tod von Michelle war geprägt von Schmerz und Trauer, Ben schottete sich von der Welt ab, sein handeln war bestimmt von der Sorge um seine Kinder.
Zu Beginn des zweiten Jahres gab es viele Probleme und Streit in der Familie, Ella und Alex fühlten sich wie in einem Gefängnis.
Ben kontrollierte beide in einem Maße das die Kinder nicht mehr verstanden und als es beinahe zu eskalieren drohte kam Hilfe durch die Schwester von Michelle, sie brachte Ben wieder in die Spur und schaffte es dadurch das die drei zusammen blieben.
Als es dann auch Ben zunehmend besser ging kümmerte er sich nach Jahren in denen sein Handeln einzig Michelle und den Kindern galt wieder um das Geschehen das in der Welt passierte.
Geschockt von den Ereignissen die zwar schon lange präsent ihn aber einfach nicht interessierten wurde er nun auf den Boden der Tatsachen zurück geholt.

Es war schon kurz nach Mitternacht und Ben hörte wie fast jede Nacht Radio.
Dort sagten sie ihm das es erneut Unruhen gab, diesmal vor allem in Bangladesch, Ohio, Dublin, Tula, Durban, Rosario, Sao Paulo und Dawson. Neben vielen Verletzten gab es leider auch wieder Tote deren Zahl zunehmend ist, Jörg der die Nachrichten wie fast immer äußerst kritisch kommentierte betonte diesen Umstand besonders. Zum Schluss der Nachrichten die nur von Mitternacht bis ein Uhr lief gab Jörg wie immer seinen Tipp des Tages oder besser der Nacht kund.
„Kauft nur was älter ist als ein Jahr, kein Gemüse, kein Obst und Ite, missa est.“

Danach ging Ben ins Wohnzimmer wo er einem seiner wenigen Rituale nachkam, er schenkte sich einen edlen Whiskey ein, ging zu seinem Plattenspieler legte eine Jazzplatte auf um es sich dann in seinem eleganten Ledersessel bequem zu machen und um dort wenigstens für eine Weile alle Probleme und Ängste zu vergessen.
Früher hasste Ben Jazzmusik doch seit ein paar Jahren verstand er ihn, falsche Töne die am Ende richtig sind, so definierte Ben Jazz und war glücklich damit, ob andere diese Sichtweise teilten war ihm egal.

Gegen vier Uhr wachte Ben auf, sein Kreuz das nicht mehr das jüngste war verlangte nach einem Sitzwechsel und Ben kam diesen Wunsch nur zu gerne nach, doch bevor er ins Bett konnte gab es noch eine letzte Arbeit die getan werden musste.

Zuerst nahm er den Rucksack von Ella, schüttete den gesamten Inhalt auf dem Tisch aus und wiederholte das ganze kurz danach mit dem von Alex.

Ben interessierte sich nicht für die privaten Dinge seiner Kinder und das wussten die beiden auch, Ben wollte an die zusätzliche Tasche die ganz unten in einem extra Fach der Rucksäcke verborgen lag und die täglich von ihm kontrolliert wurde.

In der Tasche fand sich folgendes.

Taschenmesser
Taschenlampe mit 2 Reservebatterien
Knicklicht
Streichhölzer in wasserdichter Box
Tampons und Kondome (je 2x)
Plastikbeutel
Gewebeband
Reinigungstücher
Schmerztabletten (2x)
Energieriegel
Beatmungsmaske
2 Unzen Silbermünzen
50, 20, 20, 10 Euro Scheine
Wasserentkeimungstabletten
Trinkfilter
Verbandszeug
Luftballon
Regenponcho
Handschuhe
Mütze
Biwaksack

Ben achtete darauf das beide Taschen immer vollständig waren, eigentlich musste nur ab und zu die Box mit den Geldscheinen aufgefüllt werden, alles andere brauchten sie zum Glück noch nicht.

Als Ben endlich ins Bett kam war es fast schon fünf Uhr morgens.

Aufstehen du Langschläfer, Diana zog Ben die Bettdecke weg der sich aber nur etwas murrend auf die andere Seite drehte.
Wie lange warst du denn wieder wach?
Keine Antwort.

Diana die selber zwei Kinder hatte schaute jetzt regelmäßig bei Ben vorbei nur um sicher zu sein das alles in Ordnung ist.

Als Ben dann endlich doch aufstand wartete Diana schon mit einem fertig zubereiteten Frühstück auf ihn.

Sie redeten nur wenig miteinander, Diana sah Michelle sehr ähnlich und es schmerzte noch immer wenn er sie ansah und Diana wusste natürlich das sie Ben sehr an Michelle erinnerte.

Was willst du heute machen fragte Diana.
Nichts besonderes kam es gleichgültig aus Ben.
Ich will heute einkaufen gehen, wenn du willst komme doch mit, du kannst mich gerne beraten.

Diana lies nicht locker und irgendwann willigte Ben ein und begleitete sie.
Nach langer Zeit ging Ben wieder aus dem Haus, es war bestimmt schon über ein Jahr her das er sich weiter als 20 Meter davon entfernte.

Die vielen Menschen machten ihm Angst und als sie das Geschäft betraten wollte er sofort flüchten doch Diana hielt ihn fest, du schaffst es, keine Angst.

Lustlos verneinte Ben jeden Artikel den Diana in die Hand nahm.
Ben sah Diana mit strengem Blick an als sie die Tomaten und Gurken auch nur anschaute und für einen Moment mit dem Gedanken spielte welche zu kaufen.

Ja ja, ich weiß, lasse mir doch die Hoffnung das es irgendwann wieder möglich sein wird sie zu essen.

Eine junge Frau mit einem Kind im Einkaufswagen nahm ohne Prüfung mehrere Tomaten, Äpfel und Bananen, legte sie in den Wagen und ging weiter.

Diana merkte das Ben etwas sagen wollte doch jetzt schaute sie ihn streng an, unterstehe dich, du wirst ihre Entscheidung akzeptieren und gefälligst nichts sagen.

Innerlich kochte Ben.

Sie gingen weiter zu den Konserven.

Schon wieder teurer geworden ächzte Diana, für eine Dose Linseneintopf hergestellt 2017 könnte ich das ganze Gemüse und Obst hier kaufen.

Ben drückte sie vorsichtig zur Seite, 2017 wirklich, wie viele haben sie davon.
Bens Augen begannen zu funkeln, er zählte 26 Konserven mit diesem wertvollen Datum.
Er überprüfte die Dosen auf Dellen oder sonstige Fehler und nachdem er nichts fand packte er sie alle in den Wagen.

Hast du so viel Geld dabei fragte Diana.
Ben lachte kurz, natürlich.

Ben schaute noch die anderen Dosen durch doch es fanden sich keine mehr.

An der Kasse staunten die anderen Kunden neidisch auf ihren Einkaufswagen.

Über ihnen hing ein großes Schild das man sich dafür entschuldigte das nur noch Bargeld als Zahlungsmittel Gültigkeit habe.

598.- Euro sagte die Kassiererin zu Ben der ohne mit der Wimper zu zucken 600 Euro hinlegte und lässig sagte, stimmt so.

Als die beiden am Auto ihre Sachen verstauten ging die junge Frau mit ihrem Kind vorbei, Ben nahm zwei Konserven und drückte sie Diana in die Hand, dann zeigte er auf die Frau.

Sicher fragte Diana.
Ganz sicher.

Diana rief der Frau nach die sich nach dem zweiten Rufen umdrehte.

Ben verfolgte wie die beiden sich unterhielten.

Kurz Zeit später wurde Diana umarmt und sie machte sich wieder auf den Weg zurück zum Auto.

Diana strahlte übers ganze Gesicht als sie bei Ben ankam, danke soll ich dir sagen.

Ohne Regung stieg Ben ins Auto ein.
Beeilen wir uns besser, Alex kommt bald von der Schule.

Wieder zu Hause angekommen wollte Ben Diana die Hälfte des Einkaufs geben.
Diana protestierte sofort energisch.

Sie stritten sich lange bis Diana endlich nach gab und die Dosen nahm.
Als Alex kam unterhielten sich Ben und Diana in der Küche.
Alex war erstaunt die beiden nicht vor dem Fenseher sitzend zu treffen, wisst ihr es denn noch nicht fragte Alex erstaunt.
Was sollen wir wissen fragte Ben.
Nun Paps, es kommt gleich eine Sondersendung der Kanzlerin.

Sofort machten sich Diana und Ben auf den Weg ins Wohnzimmer.

Meine Damen und Herren, sie hören nun die erste Rede an die Nation zu einem aktuellen Krisenfall nach ihrer fünften Wahl zur Bundeskanzlerin Deutschlands.

Das Bild fokussierte auf eine in die Jahre gekommene Frau der man es nicht zum ersten Male ansah das sie sich nicht wohl fühlte bei dem was sie nun mitteilen wird.

„Liebe Bürgerinnen und Bürger seit etwa einer Stunde gibt es in Deutschland die ersten Toten die nachweislich an einem Bt-Protein verstorben sind.“
Das Bt-Protein (Bacillus thuringiensis) hat sich wie wir schon aus anderen Ländern der Erde wissen durch eine bisher nicht zu analysierenden Form sein Gen verändert und sich mit nahezu jeder Pflanze und jedem Tier vereint und dort das jeweilige Erbgut verändert.
Europa war bisher, sieht man von Großbritannien einmal ab, verschont geblieben.

Das hat sich nun leider geändert, neben Deutschland haben wir heute auch bestätigte Todesfälle unter anderem aus Frankreich, Holland, Schweiz, Belgien, Polen, Tschechien, Ungarn, Österreich und Italien erhalten.

Mit sofortiger Wirkung rufe ich den Notstand für die Bundesrepublik Deutschland aus.

Bevor ich nun zu den Einschnitten die dies ab sofort für unser Leben bedeuten wird, lassen sie mich erst noch etwas genauer darauf eingehen wie das alles passieren konnte.

Landwirte spritzen Bt-Eiweiß bereits seit über 40 Jahren als biologisches Insektizid zum Schutz der Pflanzen gegen Schädlinge wie die Raupe des Kohlweißlings oder die Larven des Kartoffelkäfers. Das Toxin ist für die meisten anderen Insekten und alle anderen höheren Organismen ungiftig.

Dies galt wie wir alle wissen bis vor etwas über einem Jahr als in Minneapolis die ersten Todesfälle passierten und dieser Genwucherung zu zuschreiben waren.

In der Auseinandersetzung um die Grüne Gentechnik spielen mögliche Auswirkungen auf die Umwelt ein zentrale Rolle. So wurde beobachtet, dass gentechnisch veränderte Pflanzen sich in der Umwelt ausgebreitet haben und sie ihr Erbmaterial und damit auch die neue Eigenschaft an wilde Verwandte weitergeben haben – mit Folgen für Artenvielfalt und Ökosysteme. Gentechnisch veränderte Bt-Pflanzen, die einen insektiziden Wirkstoff gegen ihre Fraßfeinde bildeten und sich dieser dann so weit verändert hat – mutiert ist – das er seit etwa einem Jahr auch den Menschen schaden kann.

Genau das ist jetzt passiert und das in einem Ausmaß wie wir es nicht für möglich hielten.

Ein Expertenteam hat genaue Untersuchungen durchgeführt und kam zu folgendem Urteil.
Jedes Lebensmittel mit Herstellungsdatum 2017 bis 2019 ist unbedenklich und zwar uneingeschränkt. Lebensmittel mit Datum 2020 wird empfohlen nur noch im Notfall zu verwenden und alles mit Datum diesen Jahres, also 2021, ist nicht mehr zu verwenden, dies betrifft alle Lebensmittel, Fleisch, Fisch, Getreide, Obst, Gemüse, alles!

Wir wissen natürlich was diese Entscheidung bedeutet und für Konsequenzen haben wird.
Der freie Handel wird auf unbestimmte Zeit ausgesetzt.
Ab dem morgigen Tag wird kein bezahlen mit Bargeld mehr möglich sein, jeder Tauschhandel wird verboten, Verstöße werden in der ersten Woche mit Verwarnungen, ab der zweiten Woche mit empfindlichen Gefängnisstrafen geahndet.

Es werden ab jetzt schon Lebensmittelscheine heraus gegeben die ab morgen ihre Gültigkeit haben. Wasser ist nach eingehenden Untersuchungen nicht davon betroffen, das gilt sowohl für Leitungswasser als auch für Wasser in Flaschen. Kaffee, Tee oder vereinfacht gesagt alles andere Trinken mit irgendwelchen Zusätzen wird als bedenklich eingestuft und ein Konsum sollte vermieden werden. Untersuchungen hierüber laufen gerade, mit einem verlässlichen Ergebnis rechnen wir in maximal drei bis vier Wochen.
Die Lebensmittelscheine werden nur an Bürger herausgegeben die mit Personalausweis oder Reisepass registriert wurden, für Kinder muss ein Kinderausweis oder die Geburtsurkunde mitgebracht werden, ansonsten wird kein Lebensmittelschein für sie ausgegeben.
Deutschlandweit ist Reisen möglich, Auslandsreisen sind ab sofort verboten.
Tankstellen geben pro Woche 30 Liter Benzin an den Fahrzeugschein Inhaber heraus.
Die Kontrolle und Ausgabe der Rohstoffe läuft über EDV in den einzelnen Gemeinden ab und wird zusätzlich Bundesland für Bundesland überprüft und danach in die Hauptzentrale nach Bonn geschickt.
Des weiteren werden alle Rechnungen, Mahnungen oder Forderungen auf unbestimmte Zeit ausgesetzt.
Wasser, Strom, Gas wird wie bisher berechnet allerdings ebenfalls nicht eingefordert.
Jeder der eine Arbeit hat geht dieser auch nach, die Bezahlung wird ausgesetzt und gutgeschrieben.

Zur Unterstützung der Polizei und Aufrechterhaltung der Sicherheit wird die Bundeswehr eingesetzt.
Für den Moment sollten diese Informationen ausreichen, es werden alle zwei Stunden für jedes einzelne Bundesland über Radio, Fernsehen und Internet Nachrichten gesendet, zudem mindestens einmal pro Tag deutschlandweit übertragene Nachrichten aus dem Kanzleramt.

Ella war irgendwann gekommen, sie hatte Tränen in den Augen.

Ben stand auf und ging zu Ella, drückte sie fest und flüsterte ihr leise ins Ohr, wir schaffen das, wir stehen das durch, gemeinsam!

Alex und Diana waren sichtlich geschockt und brauchten einige Zeit ehe sie wieder klar denken konnten.

Diana schaute zu Ben, kannst du mir bitte genau erklären was das jetzt für uns bedeutet.

Ben überlegte nur kurz dann sagte er mit ernster Mine, ganz einfach, Krieg!

Alex konnte nicht glauben was er da hörte.
Das stimmt doch gar nicht, das hat sie nicht gesagt, du spinnst doch.
Diana stand auf, umarmte Alex der daraufhin zu weinen begann und sie von sich stoß, dann rannte er weg. Diana wollte ihm nachgehen doch Ella sagte energisch sie solle ihn gehen lassen, er soll es erst einmal für sich verarbeiten.

Ben brauchte Klarheit, außerdem wollte er wissen was seine Freunde im Forum von all dem hielten.
Er nahm sein Tablet und sah kurze Zeit später das sich im Forum die Meldungen überschlugen.
Die Rede war von Weltuntergang, Krieg, Überfälle, Verbrechen,Verhungern und unzähligen anderen Szenarien die nun auf uns herein fallen werden.

Ben hatte 12 neue private Nachrichten.

Als er die erste PM anklickte, sie war natürlich von Mike aus Berlin, sah er nur ein Wort dort stehen. Jede weitere PM hatte den gleichen Inhalt, alles was dort stand war ein Wort und Ben dem es bei jedem lesen dieses Wortes eiskalt den Rücken hinunter lief antwortete ebenfalls mit nur einem Wort.

Komm schnell rief Diana, mach schon.

Was ist denn los fragte Ben der immer noch in Gedanken war und nur widerwillig aufstehen wollte.

Da draußen prügeln sich welche.

Ben kam ans Küchenfenster schaute kurz nach und ging wieder.
So lange sie uns in Ruhe lassen können sie machen was sie wollen.

Diana schüttelte den Kopf, du willst nichts unternehmen fragte sie empört.

Ganz sicher nicht.

Diana ging enttäuscht aus der Küche, sie fühlte sich schrecklich und wollte so schnell es geht zu sich nach Hause fahren.

Als Ben merkte was Diana vor hatte ging er zu ihr und nahm die Autoschlüssel an sich.

Gib mir sofort meine Autoschlüssel wieder, spinnst du jetzt denn völlig schrie Diana laut.
Du bleibst sagte er.
Das hast du nicht zu entscheiden.
Da hast du recht, aber glaube mir ganz Deutschland spielt verrückt, niemand, oder sagen wir nur sehr sehr wenige wissen momentan wie man sich am besten verhalten sollte.
Ach ja schrie Diana und du gehörst zu ihnen.
Ja.
Das glaube ich nicht.
Ich werde das jetzt nicht mit dir ausdiskutieren, akzeptiere es so wie es ist, heute Abend wenn sich alles wieder beruhigt hat holen wir deine beiden Kinder und wenn du willst auch deinen Bruder.

Ella kam aus ihrem Zimmer.

Dad es gibt neue Nachrichten, die solltet ihr euch ansehen.

Ella rannte ins Wohnzimmer machte den Fernseher an und blickte gespannt auf die Bilder.

Es war die Rede von tausenden Übergriffen, Verstößen, Einbrüchen, Überfälle, Plünderungen und Schlägereien. Schon nach so kurzer Zeit war das Chaos ausgebrochen.
Auf jedem Sender wurde gemahnt man solle sich vernünftig verhalten, Politiker sämtlicher Parteien versuchten mit Worten die niemanden mehr interessierten zu beruhigen.
Auf einigen Kanälen zeigten sie wie Bundeswehreinheiten in die Städte fuhren und Kontrollpunkte einrichteten, schwer bewaffnet.

Schalt um, Ben hatte genug gesehen, oder besser noch mach die Kiste aus.
Ella gehorchte.

Sollten wir nicht noch Einkaufen gehen fragte Diana.
Niemand geht irgendwo hin, wir bleiben hier.

Ben hockte in seinem Sessel und dachte an seine Freunde aus dem Forum. Wie gerne würde er jetzt mit dem Funkgerät Kontakt aufnehmen wollen.
Doch da war dieses eine Wort das es ihm verbot, ENDE!

ENDE stand für den kompletten Kontaktabbruch, also weder über Funk, Email oder das Forum sollte ein Austausch statt finden.
So wollten sie sicher gehen das niemand sie und damit ihre Vorräte finden konnte.

Ben hatte Lebensmittel und Wasser für mehrere Jahre gebunkert, als Michelle noch lebte und ihm den Auftrag gab sich immer und zu jeder Zeit um die Kinder zu kümmern lernte Ben die Vorzüge von Internetbestellungen kennen.
Um nicht aufzufallen bestellte er bei sieben verschiedenen Händlern die auch jeweils mehrere Lieferdienste anboten. Vollends auf Sicherheit bedacht erkundigte sich Ben zusätzlich bei den nahen Nachbarn ob diese denn erreichbar seien. Ben erfand falsche Termine, Handwerkerbesuche, Arztbesuche und was ihm sonst noch alles in den Sinn kam nur um die Lieferungen ohne neugierige Blicke anzunehmen.

Michelle und Ben hatten ein sehr gut gehendes Geschäft mit Antiquitäten und einer jährlich statt findenden Auktion.
Sie hatten sich über viele Jahre einen guten Ruf erarbeitet und waren so für viele Kostbarkeiten die erste Anlaufstelle um exklusive Käufer in Deutschland und Europa zu finden.
Als die Krankheit bei Michelle immer mehr fortschritt entschlossen sich die beiden eine letzte außergewöhnliche Auktion zu veranstalten an deren Ende sie ihr Geschäft zum Verkauf anboten.
Ben war in der glücklichen Lage sich um Geld keine Gedanken machen zu müssen, er war aber auch immer sehr darauf bedacht diesen Umstand niemanden preis zu geben, so wussten weder Diana noch die Kinder davon.

Als es langsam dunkel wurde hockten alle gemeinsam in der Küche.
Ben erklärte die Vorgehensweise und nachdem sich Diana beruhigt hatte erkannte sie die Vorteile bei Ben zu bleiben.
Alex und Ella fanden es toll das Diana jetzt bei ihnen wohnt, nur das sie zwei weitere Mitbewohner bekommen in Form von Dianas Kindern trübte die Freude etwas.

Wann holen wir meine Kinder fragte Diana.
Wir warten noch eine Stunde dann brechen wir auf, versprochen sagte Ben.

Ella ging zum Fernseher und fand tatsächlich einen Sender der nicht von dem ganzen Chaos berichtete sondern Informationen zur Gentechnik lieferte.

Die Moderatorin sprach gerade von den Anfängen der Gentechnik, sie hatte dazu fünf Namhafte Spezialisten eingeladen die das für und wider diskutierten.

In den USA sind erste gegen Bt-mais resistente Exemplare dieses Maisschädlings vor etwa zwei Jahren aufgetaucht. Ursache hierfür ist u.a. ein ungenügendes Resistenzmanagement.
Durch falsche Einschätzungen und Untätigkeiten kam es dann zu den Vorfällen von Minneapolis.

Es gibt verschiedene Bt-Proteine, die spezifisch gegen einzelne Insektengruppen wirksam sind.
Ca. 170 natürlich vorkommende Bt-Proteine mit unterschiedlicher Wirkungsbreite sind bekannt.Das wirksame Protein wird von den Bt-Bakterien in einer ungiftigen Form gebildet. Erst im Darm bestimmter Fraßinsekten wird es in eine giftige Variante umgewandelt, die über spezifische Rezeptoren an die Darmwand der Insekten bindet und diese zerstört.

Ben und die anderen schauten gespannt zu, sie erfuhren Dinge die bekannt waren aber anscheinend niemanden interessierten.

Es ging weiter:
Eine Gruppe um den französischen Biologen Gilles-Eric Séralini, die im Comité de Recherche et d’Information Indépendantes sur le Génie Génétique (CRIIGEN) verortet ist, veröffentlichte in der Vergangenheit mehrere Studien, die die gesundheitliche Unbedenklichkeit von mehreren transgenen Maissorten der Firma Monsanto (MON863, MON810, NK603) in Frage stellten. Die Veröffentlichungen der Gruppe lösten heftige Kontroversen aus. Im Januar 2011 gewann Séralini vor der 17. Kammer des tribunal correctionnel de Paris ein Verfahren wegen „übler Nachrede“ gegen Marc Fellous, Präsident der Association Française des Biotechnologies Végétales. Dieser hatte Seralinis Neutralität im Zusammenhang mit einer Studie zu gesundheitlichen Auswirkungen genetisch veränderter Maissorten angezweifelt, da Greenpeace die Studie mitfinanzierte.
Mehrere Forschergruppen und Behörden untersuchten die Veröffentlichungen und bezweifelten deren Aussagekraft.

So ging es Jahrelang weiter, Klagen und Urteile wurden durch andere Klagen und Urteile widerlegt oder verboten.

In der Öffentlichkeit und unter französischen Wissenschaftlern der Commission du génie biomoléculaire (CGB) wurden Zweifel geäußert, ob die beobachteten Abweichungen bei den Ratten, die mit MON863 gefüttert wurden, im Rahmen der üblichen „biologischen Streuung“ liegen oder ob sie als Indizien für gesundheitliche Gefahren zu werten sind. Weitere Gutachten wurden eingeholt. Neue Gewebe-, Zell- und Organuntersuchungen ergaben kein anderes Bild. Der Verdacht, die erhöhte Zahl von weißen Blutkörperchen bei einigen MON863-Ratten sei ein Indiz für „echte Entzündung“, bestätigte sich nicht. Daraufhin schlossen sich auch die Experten der CGB der Sicherheitsbewertung der EFSA an.

Die Geschäftsführerin der Kommission für Genetisch veränderte Lebens- und Futtermittel des BfR, Marianna Schauzu, hält die Unterschiede toxikologisch ebenfalls für nicht relevant. Die Unterschiede seien meist gering gewesen und lägen im Rahmen der historischen Kontrolldaten, die in früheren Studien mit Ratten desselben Stammes gewonnen wurden. Die Unterschiede zeigten keine Dosis-Abhängigkeit und sie seien nicht durch Unterschiede bei anderen Parametern, die auf einen Effekt im selben Organ hindeuten könnten, untermauert worden.
Europa produziert zu wenig eiweißreiche Futterpflanzen für seine Nutztiere und ist deswegen auf die Einfuhr großer Mengen an Sojabohnen angewiesen. Und die sind im Regelfall „mit Gentechnik“: In den wichtigsten Erzeugerländern in Nord- und Südamerika werden fast nur noch gentechnisch veränderte Sorten angebaut. Weltweit liegt der Gentechnik-Anteil an der Sojaproduktion weit über achtzig Prozent. Zwar steigt der Anbau von Sojabohnen in Europa, doch die Ernten können den Bedarf bei weitem nicht decken. Konventionelle Futtermittel sind noch aus einigen Regionen Brasiliens zu beziehen.

Ein eingeladener Gast verteidigte die Gentechnik und war fest davon überzeugt das dies alles falsche Tatsachen sind und der eigentlich schuldige Greenpeace ist.

Ben konnte nicht glauben was er nun hörte, nicht nach dem was seit heute Gewissheit ist.

Pflanzen produzieren selbst Insektizide und wehren damit ihre Fraßfeinde ab: Die Gentechnik hat grundsätzlich neue Wege im Pflanzenschutz eröffnet. Sinnvoll eingesetzt, können chemische Pflanzenschutzmittel eingespart und die Umwelt entlastet werden. Mais und Baumwolle mit gentechnisch vermittelter Insektenresistenz werden in vielen Ländern seit Jahren großflächig angebaut. Auch bei anderen Kulturpflanzenarten, etwa Aubergine, Kartoffeln oder Reis setzen Forscher auf das Konzept, um Schädlingen abzuwehren. Und China nutzt im Rahmen von Wiederaufforstungsprogrammen großflächig Bt-Pappeln.
Jetzt kam er so richtig in Fahrt:
Bereits 1964 erhielten Bt-Präparate in Deutschland die Zulassung als als Pflanzenschutzmittel. Sie werden vor allem im Mais-, Kartoffel-, Obst- und Gemüseanbau verwendet. Auch im Ökologischen Landbau sind sie erlaubt und werden dort in vielen Kulturen eingesetzt.
Es sind mehr als hundert verschiedene Bt-Proteine bekannt, die jeweils nur auf bestimmte Insektengruppen toxisch wirken. Dabei ist die Wirkung auf drei Insektengruppen beschränkt: Schmetterlinge (wie z. B. den Maiszünsler), Blattkäfer (z. B. Maiswurzelbohrer) und Zweiflügler wie Mücken und Fliegen.
Bt-Präparate haben den Vorteil, dass sie - anders als die meisten Insektizide - sehr spezifisch gegen bestimmte Schädlinge wirken, ohne andere als Nützlinge geschätzte Arten zu gefährden. Außerdem ist das Bt-Protein für Säugetiere und Menschen harmlos.
Wie bei allen Proteinen ist auch beim Bt-Protein die „Bauanleitung“ in einer bestimmten DNA-Abfolge (Gen) verschlüsselt. Das Gen wird „abgelesen“, zu den „Eiweißfabriken“ der Zellen (Ribosomen) transportiert und in das entsprechende Protein umgesetzt - das ist in einer Bakterienzelle nicht grundsätzlich anders als in einer Pflanze.
Wird das aus Bakterien isolierte Bt-Protein-Gen in das Erbgut einer Pflanze eingeschleust, dann führen deren Zellen den „Befehl“ des fremden Gens aus: Die Pflanze enthält nun selbst das Bt-Protein. Jene Fraßinsekten, die auf die jeweilige Bt-Protein-Variante empfindlich reagieren, nehmen mit Pflanzenteilen den für sie tödlichen Wirkstoff auf.
Es reicht, zwei aus der Talkrunde schrien auf, sie vergessen die ganzen Toten die nachweislich durch mutierte Gentechnik starben.
Ben schaltete ab, Diana komm wir holen deine Kinder und ihr beiden macht das Gästezimmer fertig. Ohne auf Antwort zu warten ging Ben mit Diana in die Garage, startete den Motor und fuhr los.
Als sie die Straßen entlang fuhren sahen nichts was auf Unruhen oder anderes deutete, Diana aber fühlte sich unsicher, genau so wie Ben.
Glaubst du wirklich das die Gentechnik schuld daran ist, Diana schaute Ben voller Hoffnung an.
Ben überlegt kurz, ich glaube, nein ich bin fest davon überzeugt, wir übersehen die unanfechtbare Tatsache, dass alles Leben zusammenhängt und alle Lebensformen in Verbindung stehen.

Ben bog in die kleine Seitenstraße ein und parkte das Auto direkt neben dem Haus.
Gerade als sie aussteigen wollten kamen Dianas Kinder auf sie zugerannt.

Wo warst du denn so lange fragte Franziska und Klara gab Diana einen Schlag auf den Arm.
Hast du Nachrichten gehört Mama.
Natürlich.
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Mankei
 

Beitragvon Zwingerhund » 25.12.2016, 13:11

Ella, Ben, Diana und Alex - ja, ne...
...is klar.
Zwingerhund
 

Beitragvon Nileto » 26.12.2016, 06:52

Ich würde gerne weiterlesen
Nileto
 

Beitragvon Powerschaf » 26.12.2016, 18:07

Hallo Mankei

ich danke Dir für die Absätze, so kann ich es viel besser lesen.
Und abgesehen davon: lesenswert. Spannend, interessante Idee die auch realisitisch betrachtet möglich ist, ich freue mich auf die nächste Folge!!!

@Zwingerhund: das verstehe ich nicht.

LG Powerschaf
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Powerschaf
 

Beitragvon Andiamos » 28.12.2016, 16:24

Powerschaf hat geschrieben:@Zwingerhund: das verstehe ich nicht.


Ich auch nicht. :lol:

LG
Angelika
Andiamos
 

Beitragvon Mankei » 07.01.2017, 23:03

Es dauerte nicht lange bis die wichtigsten Sachen gepackt waren und gerade als sie fahren wollten kam David mit zwei Freunden die Straße entlang.

Probleme sagte Ben.
Diana nickte, lass mich, ich bringe es in Ordnung.

David war Dianas großer Bruder der in seinem Leben zu oft die falsche Richtung einschlug.
Diana nahm ihn nach dem Tod der Eltern bei sich auf, er hatte nie den Absprung von zu Hause geschafft und wenn nicht Vater und Mutter gestorben wären würde er heute noch zu Hause wohnen.

Ben verstand nur immer ein paar Bruchstücke aber nach über fünf Minuten warten wurde er ungeduldig und hupte mehrmals.

David quittierte diese Aktion mit eindeutigen Handgesten und nachdem er Diana die ihn beruhigen wollte unsanft zur Seite schubste stieg Ben aus.

Was ist dein Problem fragte Ben.
David schrie nur das man ihn in Ruhe lassen soll und sie alle abhauen sollten.
Das ist mein Haus schrie Diana zurück und ehe sie nun auf David los ging schnappte Ben sie am Arm und zog sie in Richtung des Autos.
Lass ihn doch, ihr kommt jetzt zu mir und er kann machen was immer er für richtig hält.
Ohne weitere Worte zu wechseln gingen Diana und Ben zum Auto, stiegen ein und fuhren los.
Als Ben mit seinen neuen Mietern ankam erntete er von Ella und Alex nicht gerade freundliche Gesichter. So gerne die beiden Diana als Mutterersatz hatten so wenig konnten sie mit Franziska und Klara anfangen.

Alex hatte im Fernsehen neue Informationen erhalten. Er nervte die anderen mit Begriffen wie Invasive Neobiota, invasive Arten und gebietsfremden Arten.
Ben ermahnte Alex mehrmals bis er sich beleidigt in sein Zimmer begab.
Normalerweise wäre Ben ihm hinter her gegangen doch alle waren froh das Alex endlich weg war.
Nach über einer Stunde hatten sie alles verstaut und das Gästezimmer soweit fertig das Diana und ihre Kinder zufrieden waren.

Nach einer kurzen Pause versammelten sich alle in der Küche und machten gemeinsam das Abendessen.
Bevor sie sich über das essen hermachten verdunkelte Diana zusammen mit Alex der sich wieder beruight hatte das ganze Haus damit möglichst kein Licht nach draußen drang.

Man merkte die angespannte Stimmung, auf jedes lachen folgte eine Pause und man hatte das Gefühl das sich jeder seine Antworten zweimal überlegte bis sie ausgesprochen wurde.

Schon kurze Zeit nach dem sie mit dem Essen fertig waren verzogen sich alle in ihr Zimmer.
Diana und ihre Kinder gingen früh ins Bett und Alex und Ella gingen ihren Interessen nach, so konnte Ben sich seinen Aufgaben zuwenden.

Er haderte mit sich selbst, zu gerne hätte er sich im Krisenvorsorgeforum umgeschaut und erfahren wie es den anderen geht.
Schließlich aber hielt Ben sich an sein Versprechen und er wusste das auch die anderen sich sicher daran hielten.

Ben holte sich wieder die Worte von Alex in Erinnerung.
Er startete seinen Tor Browser und suchte nach invasive Arten.

Im Bereich des Naturschutzes gelten invasive Arten weltweit nach der Habitatzerstörung als die zweitgrößte Gefährdung der Biologischen Vielfalt. Sie können dabei auf fünf verschiedenen Ebenen zum Naturschutzproblem werden.

Interspezifische Konkurrenz = invasive Arten in Konkurrenz um Lebensraum und Ressourcen mit den einheimischen Arten.

Prädation und Herbivorie = Arten können als Fressfeind einheimische Arten gefährden.

Hybridisierung = oftmals nur mit Labormethoden nachweisbar sind Einkreuzungen der Gene gebietsfremder Arten in einheimische Arten.

Krankheits- und Organismenübertragung = ist ein Parasit oder überträgt Krankheiten oder Organismen; dies führt zu einer Gefährdung einheimischer Arten.

Negative ökosystemare Auswirkungen = Gebietsfremde Arten können auch Ökosystemeigenschaften (z.B. Wasserhaushalt, Vegetationsstrukturen) oder ökosystemare Prozesse (z.B. Nährstoffdynamik, Sukzessionsabläufe) eines Lebensraums so grundlegend verändern, dass einheimische Arten gefährdet werden.

Ben verstand zuerst nicht wie das alles zusammen gehörte doch auf der Internetseite des Labor für DNA-Analytik in Freiburg und beim Robert Koch-Institut fand er Informationen die es ihm erklärten.
Ben las hier und verglich dort, setzte Baustein um Baustein zusammen und merkte immer mehr das es nur eine Frage der Zeit war bis es den berühmten Knall gab den es heute gab.
Er konnte sich nicht vorstellen das es so schnell ein Patentrezept gegen dieses Problem geben wird.
Bei dem Gedanken das dies heute erst der Anfang war und sich das Leben auf der Welt drastisch verändern wird schaltete Ben den Computer aus und ging ins Wohnzimmer, dort machte er es sich in seinem Ledersessel bequem und wollte abschalten, aber weder sein tägliches Glas Whiskey noch besonders ruhiger Jazz schafften dies heute.

Diana schüttelte Ben vorsichtig, ab mit dir ins Bett.
Gähnend nickte Ben doch er wollte erst noch die Gunst nutzen und mit Diana reden, sie sollte die Neuigkeiten erfahren. Als Diana auf dem neuesten Stand war hörte Ben nicht auf, er fing an sie auf die Probleme einzustellen die nun auf sie und die Kinder zukommen würden.

Diana wusste das diese Unterhaltung irgendwann kommt, jedoch hoffte sie darauf das noch einige Zeit vergehen würde doch Ben bestand darauf es jetzt zu bereden.

Ben redete von den Grundbedürfnissen der Menschen, Vorräten, Haussicherung, Überfälle, Einbrecher, Flucht und Verteidigung und Diana fand keinen Gefallen daran sich mit diesen Problemen auseinander setzen zu müssen.

Als die Nacht durch den Tag abgelöst wurde hockten die beiden noch immer zusammen und diskutierten über die Zukunft. Diana hatte mit zunehmender Dauer die sie Ben bearbeitete verstanden das seine Vorsorge die sie immer als Spinnerei abgetan hatte ihr und den Kindern nun das Leben, das Überleben sichern wird.

Als es dann schon fast zu spät war um sich schlafen zu legen drängte er Diana zu einem heute noch beginnenden Training in Selbstverteidigung und Diana die sonst immer nein gesagt hatte willigte nun bereitwillig ein.

Die Kinder kamen einer nach dem anderen aus ihren Zimmern und fanden Ben und Diana auf dem Boden ringend vor. Alex schaute nur abwertend zu ihnen während Ella gespannt zuschaute und vor allem Diana einige Tipps geben wollte.
Als Franziska und Klara aus ihrem Zimmer kamen schrien sie besorgt auf doch Alex und Ella beruhigten sie und ehe sich die beiden versahen bekamen auch sie eine Lektion in Sachen Selbstverteidigung.

Beim Frühstück fühlten sich alle noch berauscht von diesem ungewöhnlichem Start in den Tag doch vor allem Ben war erleichtert das alle so euphorisch mitmachten.

Ben versank für kurze Zeit in Gedanken, er weiß noch wie im Vorsorge Forum damals über das Thema Selbstverteidigung diskutiert wurde. Er hatte sich bis zu diesem Zeitpunkt nie Gedanken darüber gemacht doch ein Überfall auf eine Familie nicht weit von seiner entfernt machte ihn nachdenklich. Er informierte sich über die Möglichkeiten und landete bei Krav Maga. Ihm gefiel daran das es dort keine Regeln gab, oder wie sagte seine damalige Kursleiterin Bea immer so schön „die wichtigste Regel bei Krav Maga ist das es keine Regeln gibt“. Ben hatte mehrere Krav Maga Lehrgänge hinter sich und seit etwa drei Monaten waren auch Ella und Alex mit dabei.

Paps hörst du nicht die Nachrichten fragte Ella.
In der Nacht gab es fast überall in Europa Zwischenfälle, eine große Anzahl dabei auch in Deutschland, führende Politiker mahnten zur Vernunft und Vertrauen.
Der Nachrichtensprecher forderte die Menschen zur Zurückhaltung auf, er versuchte mit ruhiger und sachlicher Stimme zu beschwichtigen. Zum Ende der Nachrichten kam der Verweis auf eine in Kürze statt findende Übertragung aus dem Kanzleramt, hierfür sollte man den Fernseher oder das Radio eingeschaltet lassen.

Gerade als sie mit Abwasch fertig waren trat die Kanzlerin vor das Rednerpult.

Liebe Bürgerinnen und Bürger.
In der letzten Nacht gab es über 300 Übergriffe auf Geschäfte, Einrichtungen und Häuser in Deutschland. Des weiteren wurden über 240 Überfälle auf Personen registriert, da aber noch nicht alle Bezirke ausgewertet wurden gehen wir von einer weitaus höheren Anzahl aus.
40% Prozent der Beschäftigten kamen nicht mehr zur Arbeit, dies bezieht sich aber nur auf die gemeldeten, auch hier gehen wir von einer weitaus höheren Anzahl aus.
Wie ich ihnen gestern mitteilte muss die öffentliche Ordnung eingehalten werden, dazu gehört auch das die tägliche Arbeit nach wie vor erledigt werden muss.
In Gesprächen mit führenden Unternehmen haben wir uns darauf geeinigt das ab morgen Arbeitspersonal das nicht zur Arbeit erscheint abgeholt wird, bei Nichtausübung der Tätigkeit drohen Gefängnisstrafen, hierfür werden Schnellgerichte in jeder größeren Stadt eingerichtet.
Diese Gerichte werden auch Straftaten der jüngsten Zeit verhandeln und sind angewiesen besonders Streng und mit aller Härte Urteile zu fällen.

Die Kanzlerin schluckte mehrmals, dann redete sie weiter.

Diese Entscheidungen wurden heute im Beisein sämtlicher Parteien die im Bundestag vertreten sind beschlossen. Da auch Polizeikräfte die Arbeit verweigerten übernimmt mit sofortiger Wirkung die Bundeswehr deren Aufgaben und löst die Polizei vollständig ab.

Erneut machte sie eine Pause, dieses mal nahm sie einen Schluck Wasser.

Bitte bedenken sie das wir noch ganz am Anfang einer weltweiten Krise stehen deren Ausmaß noch nicht abzusehen ist. All die Probleme die vor uns stehen, dass betrifft uns als gesamte Gemeinschaft ebenso wie Familien im einzelnen können nur überleben wenn wir uns an Regeln halten. Das war in Friedenszeiten so und gilt natürlich auch in Krisenzeiten.

Erneut eine kurze Pause, man merkte am Gesichtsausdruck das die Kanzlerin genervt war.

Da sich die Lebensmittelausgabe an die ortsansässigen Geschäfte verzögert werden heute bundesweit keine Nahrungsmittel ausgegeben, wir bitten dies zu entschuldigen.

Sie legte einen neuen Stapel Blätter auf das Rednerpult.

Es gibt bei den ganzen schlechten Nachrichten aber auch gute Nachrichten.
Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an Lösungen und sind zuversichtlich diese bald präsentieren zu können.
Gemüse und Obst wird nur noch als bedenklich eingestuft wenn man mehr als 200 Gramm zu sich nimmt, darunter ist eine Aufnahme ohne Einschränkungen möglich.
Die Zahl der Todesopfer in Deutschland ist auf 16 angestiegen, das ist weniger als in den anderen europäischen Ländern. Unser Beileid an die Angehörigen.

Noch einmal trank sie einen Schluck Wasser.
Damit ist die heutige Übertragung aus dem Kanzleramt beendet.
Ich wünsche uns allen viel Kraft diese schwierige Zeit zu überstehen.

Die Kanzlerin ging ohne eine weitere Regung zu ihrem Sitzplatz und gerade als sie Platz nehmen wollte schaltete der Sender um und begann die neuen Informationen auszuwerten.

Schalt aus rief Ben Alex zu der dies auch sofort ausführte.

Diana legte Klara die schon lange eingeschlafen war auf das Sofa.
Was meinst du Ben, etwas wichtiges dabei gewesen.

Ben verneinte, sagte dann aber dass es gut sei dass sowohl Diana als auch er keiner geregelten Arbeit nachgingen und deshalb auch nirgends vermisst und deswegen auch nicht "abgeholt" werden.

Während Ella, Alex und Franziska sich auf den Weg zur Schule machten fiel für Klara der Kindergarten aus, nach drei Versuchen nahm dort jemand ab und die Frau am anderen Ende der Leitung war sichtlich froh denn auch sie hatte nicht einmal die Hälfte an Personal zur Verfügung.

Es ist schlimm Ben, mit ernster Mine schaute Diana auf Ben, ich weiß nicht was ich ohne dich jetzt machen würde.

Ben registrierte die Aussage nur kurz, wir sollten die Stadt verlassen, wer weiß wie lange es noch dauert bis…, er hörte mitten im Satz auf und schaute mit sorgenvoller Mine durch das Fenster auf die Straße.
Wie lange was noch dauert fragte Diana.
Bis sich auch hier bei uns Bürger für die andere Seite entscheiden.
Diana atmete lautstark aus.
Kannst du bitte damit aufhören jeden Satz in Rätseln zu beenden.
Entschuldige, ich rede gerade mit mir selbst.
Du hast doch von den Einbrüchen gehört, es dauert sicher nicht lange bis auch uns jemand besuchen kommt.
Aber du kannst dich doch verteidigen, und wenn du mich und die Kinder trainierst dann schaffen wir das doch sicherlich.

Ben kam nicht umher Diana auszulachen, ihre Naivität war genau das was sie im Forum immer beredet hatten.

Selbst wenn wir den ersten Versuch abwehren können so wird es mit zunehmender Zeit immer schwieriger werden. Ich bin kein Hellseher, aber es werden sich bestimmt Gruppen formieren die ohne jeden Skrupel vorgehen werden und die Kinder werde ich nicht dieser Gefahr aussetzen.

Aber die Polizei oder die Bundeswehr werden uns doch schützen.
Diana bitte denk doch mal nach kam es aus Ben spöttisch heraus.

Es dauerte ein paar Minuten bis Diana sich wieder beruhigt hatte.

Wo willst du denn hin fragte sie.
Es gibt da zwei Möglichkeiten, ich will aber erst noch ein paar Tage abwarten wie sich alles entwickelt.
Ich werde dich aber früh genug in den Plan einweihen.
Diana reichte es, sie ging ohne ein weiteres Wort aus dem Zimmer.

Ben verstand ihre Reaktion doch er wollte ihr noch nichts genaueres sagen.
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Mankei
 

Beitragvon Mankei » 20.01.2017, 22:54

Ben hatte die letzten Tage damit verbracht alle Veränderungen genau zu verfolgen.
Mit jedem Tag nahmen die Übergriffe weltweit zu, auch in Deutschland stieg die Zahl rasant an.
Sämtliche Sparten der Wirtschaft sind innerhalb kürzester Zeit zusammengebrochen, hatten sich anfangs wenigstens noch etwa die Hälfte der Beschäftigten dazu bereit erklärt ihrer Arbeit nach zu gehen so sind es jetzt nach über 2 Wochen nur noch etwa 15 Prozent mit Tendenz nach unten.

Da auch die Bundeswehr genau wie alle anderen das Problem hatte das Personal nicht mehr zur Arbeit kam wurde der eigentliche Plan die Polizei komplett abzulösen aufgegeben und im Dienst belassen. Aber auch dort war es so das der Beamtenstatus nicht ausreichte um etwas mehr als 30 Prozent der Beschäftigten zum Arbeitsantritt zu bewegen.

Obwohl es noch so etwas wie eine öffentliche Ordnung gab wurde immer öfters von Banden berichtet die plündernd durch die Straßen zogen und Haus um Haus nach Essen zu durchsuchen.
Da auch die Gewaltbereitschaft täglich zunimmt wird davor gewarnt sich zu wehren.
Ben bekam einen Wutanfall bei den ersten Meldungen im Radio und Fernsehen das ein Notruf bei der Polizei unnütz sei da niemand mehr da ist der zur Hilfe kommt. Er verstand nicht wie man so etwas nur Publik machen durfte da es doch Menschen gerade dazu animierte Einzubrechen.

Jeden Tag sprachen im Radio oder Fernsehen Wissenschaftler und Experten über das Verhalten in Katastrophen, Ben konnte darüber nur noch den Kopf schütteln das sogenannte Spezialisten so wenig Ahnung hatten. Man sagte das es im Falle eines Überfalls am sinnvollsten sei alle seine Vorräte zu opfern und unter keinen Umständen Widerstand zu leisten. Das alles begründeten sie damit das genügend Lebensmittel vorhanden seien und man sich darum keine Sorgen machen brauche.

Den Rest des Tages nutze Ben dafür Diana und ihre Kinder auf mögliche Überfälle vorzubereiten.
Sie übten Krav Maga und im Gegensatz zu den ersten Übungsstunden schaltete Ben nun ein paar Gänge höher. Diana wunderte sich anfangs über die Härte und Intensität des Trainings doch mit zunehmender Dauer überraschte sie Ben des öfteren mit für eine Anfängerin guten Aktionen, auch war er verblüfft darüber mit welcher Kraft sie zuschlug, der Begriff schwaches Geschlecht traf auf sie jedenfalls nicht zu. Während Ben Diana in Form brachte kümmerten sich Ella und Alex um Dianas Kinder, sie hatten weit mehr Probleme mit Franziska und Klara da sie noch deutlich jünger waren und Angst hatten angemessen und kontrolliert auf Angriffe zu reagieren.

Als dann abends alle zusammen saßen waren sie geschafft aber auch glücklich und Stolz.

Wie jede Nacht machte sich Ben gegen Mitternacht daran das Radio einzuschalten, es war wieder Zeit für Jörg der mit seinem Radiosender zu den ganz wenigen gehörte die ohne etwas zu verheimlichen die Wahrheit aussprechen. Vor vier Tagen gab es bei Jörg ein Interview mit einem bekannten Forumsbetreiber zum Thema Verhalten bei einer Katastrophe.
Ben notierte einige gute Hinweise und als Jörg kurz vor Ende der Sendezeit Hörer dazu aufforderte über ihre eigenen Erfahrungen und Meinungen zu berichten rief Ben an.

Etwas überrascht das er durch kam fing Ben anfangs etwas unsicher an zu reden.

Die normale Reaktion jedes Menschen auf Katastrophen ist Angst. Wer sich inmitten einer Katastrophe befindet, dessen Gehirn schaltet auf den Überlebensmodus, d. h. die Menschen sind primär beschäftigt, ihr Überleben zu sichern. Sie sorgen für ihre Nahrung, Wasser, Wärme und einen sicheren Ort, wobei es manchmal nötig ist zu flüchten.
Dieser Modus ist primitiv und wird immer dann aktiviert, wenn eine unmittelbare Bedrohung zu erwarten ist. In diesem Modus wird noch nicht über künftige Folgegefahren nachgedacht. Die Kapazität eigener Handlungen wird auf das unmittelbare Überleben reduziert.
Der Überlebensmodus ist wichtig, damit keine psychischen Schäden auftreten können. Wer sich seine primären Bedürfnisse erfüllt, fühlt sich erst einmal gut. Eine weiterreichende Auswirkung der erlebten Katastrophe, z.B. eine künftig zu erwartende drohende Verstrahlung wird in dieser Phase zurückgedrängt. Es geht primär um das kurzfristige Sichern des eigenen Überlebens.
Der intellektuelle Modus unseres Gehirns wird also weitgehend in den Hintergrund gedrängt.
Im schlimmsten Falle kann es zur Panik kommen, wobei das Umgehen mit Katastrophen sehr unterschiedlich verlaufen kann.

Im Extremfall kommt es zu einem offenen Kampf.
5 Leute wollen sich nach einer Schiffskatastrophe auf ein Holzstück retten, auf dem aber nur 3 Leute Platz haben. Es kommt zu einem Kampf, wobei die Schwächeren verlieren.

Ben wurde unterbrochen.
Jörg fragte ob es nicht besser wäre wenn alle 5 überleben würden indem sie sich arrangieren sollten und abwechselnd auf dem Holzstück platz zu finden.
Natürlich antwortete Ben aber wenn du einer der 3 stärkeren bist fragst du dich natürlich ob es richtig ist, vor allem um so länger es dauert bis man gerettet wird.

Lasse mich noch ein weiteres Beispiel geben das anfangs unerheblich scheint aber mit zunehmender Zeit deutlich an Brisanz zunimmt und am Ende…, !

Nehmen wir an ich habe Vorräte für fünf Jahre, da ich noch zwei weitere Mitbewohner habe werde ich meine Vorräte vergrößern um auch sie für fünf Jahre zu versorgen, vielleicht springen sie sogar irgendwann auf meinen Zug auf und helfen mir bei der Beschaffung der Vorräte.
In einer Katastrophe zerren wir nun also von unseren Vorräten, haben immer im Hinterkopf das unsere Lebensmittel noch x Tage reichen.

Dann klopfen eines Tages Menschen an unsere Türe und fragen nach Essen oder Trinken.

Wie soll ich mich jetzt verhalten?

Die Antwort ist ganz einfach, bei einer kurzfristigen Krise gebe ich natürlich etwas ab.
Ist es eine Krise die schon länger andauert und ein Ende nicht abzusehen ist dann werde ich nichts geben, ganz einfach aus dem Grund das ich mit meinen Mitbewohnern überleben will.

Jörg unterbrach, aber du bist dann wenigstens nicht alleine, in schwierigen Situationen kann dir geholfen werden, du fühlst dich besser und die wichtigste Frage, was ist wenn alle Tod sind und nur noch du am Leben bist, was hat dann dein Überleben für einen Sinn. Wir sind Menschen und für das alleine Leben nicht geeignet.

Ben blühte richtig auf und untermauerte seinen Standpunkt.

Ich gebe dir recht Jörg aber wir sind zu dritt und nicht alleine. Wenn dann irgendwann der Tag kommt an dem nichts mehr da ist werden auch die besten Freunde zu Feinden, aber um diesen Tag so lange wie nur möglich hinauszuziehen haben wir viele Vorräte für uns angelegt.
Außerdem und das ist der entscheidende Punkt, warum haben die anderen nicht vorgesorgt, während sie ihr Geld für irgendwelche Luxusartikel ausgaben habe ich Lebensmittel gekauft.
Nicht vergessen darf man auch das wenn ich ihnen etwas gabe sie natürlich bald wieder kommen werden und erneut etwas wollen, wenn ich dann nein sage wissen wir alle was passieren wird, sie werden versuchen es sich mit aller Macht zu holen, ohne Rücksicht auf irgendwelche Gesetze oder Menschenleben.

Lohnt es sich denn dann überhaupt noch zu Leben fügte Jörg an.

Das ist eine gute Frage die wir uns hoffentlich niemals stellen müssen, aber, wenn nach fünf Jahren der Krise noch immer keine Rückkehr zu geordneten Verhältnissen möglich ist dann ist deine Frage mehr als gerechtfertigt und bedarf zumindest aus meiner Sicht keiner Antwort mehr!

Ben dachte noch lange über seine Aussagen nach, er fühlte sich gut dabei und auch wenn seine Meinung vielleicht nicht jedem passte wusste er das es so für ihn und seine Kinder am besten ist.

Pünktlich wie immer startete Jörg mit seiner Sendung und wie die letzten Tage zuvor bekam er noch immer Zustimmungen zu Bens Aussagen.
Vier Tage ist es nun schon her das Ben seinen Auftritt im Radio hatte und er war überrascht das Jörg immer noch von anderen Zuhörern erzählte die genauso dachten wie er.

Jörg der sonst niemals auf Berichte des Kanzleramts näher einging machte in dieser Nacht eine Ausnahme. Er sprach das erste mal von Angst und vom Verrat am Volke.

Die Kanzlerin sprach über neue Todesfälle, Einbrüche, Arbeitsniederlegungen und der Versorgung mit Lebensmitteln.

Der letzte Punkt war der Auslöser für den Unmut den Jörg lautstark ausschrie.

Die Kanzlerin gab zu das viele Nahrung schlicht nicht mehr verwertbar sei, falsche Lagerung sei dafür verantwortlich, außerdem seien einige Lager überfallen worden obwohl sie als Geheim eingestuft waren. Sie versprach das die Verantwortlichen bestraft werden und das man schnellstens eine neue Produktion an Lebensmitteln voran treibt die eine sichere und dauerhafte Versorgung garantiert.
Eine Versorgung im geplanten Rahmen wird daher nicht statt finden, aus diesem Grund ist es nötig seine vorhandenen Vorräte zu rationieren.
Als die Kanzlerin schließlich sagte das es sich um etwa 4 Wochen handle bis neue Nahrung vorrätig sein wird merkte man ihr deutlich an das dies nicht der Wahrheit entsprach.

Jörg berichtete weiter und man hörte jetzt seine Resignation deutlich dass man während des ganzen Interviews das Gefühl hatte eine Frau reden zu hören der jede Unterstützung abhanden gekommen ist.

Ben der den ganzen Tag weder Fernseher noch Radio an hatte bereute seinen Entschluss diese Übertragung nicht gesehen zu haben. Als Jörg dann offen davon sprach das er wie viele andere jetzt kein Vertrauen mehr in die Regierung habe und sein Überleben selbst in die Hand nehmen werde schaltete Ben ab, er hörte sonst immer bis zum Schluss der Sendung doch diese ganzen Entwicklungen machten ihn sehr nachdenklich.

Er wusste das der Tag kommen wird an dem ein Leben hier im Haus nicht mehr sicher ist und er wollte nicht damit warten bis es zu spät dafür war.

Ben ging zu Diana ins Zimmer, vorsichtig schüttelte er ihre Schulter und sagte mehrmals ihren Namen. Zuerst verkroch sie sich unter ihre Bettdecke doch als Ben nicht aufhörte fragte sie verschlafen erst nach der Uhrzeit und anschließend was denn so wichtig sei das es nicht bis morgen warten kann.

Wir verlassen das Haus, mehr sagte Ben nicht und ging aus dem Zimmer, er wusste Diana würde sofort nachkommen.

Ben machte es sich gerade auf dem Hocker in der Küche bequem als Diana mit großen Augen eintrat und fragte ob er das denn ernst meinte.
Natürlich sagte Ben.
Wo willst du, wo wollen wir hin.

Ben hatte bisher niemanden etwas von seinem Fluchtort berichtet, weder die Kinder noch Diana wussten davon. Diana kam aus dem staunen nicht mehr heraus was sie nun alles erfuhr.

Ben und Michelle hatten sich damals nach dem Verkauf ihres Geschäftes auch eine Hütte gekauft die eigentlich als Wochenendhaus gedacht war. Als damals der Gesundheitszustand bei Michelle immer bedrohlicher wurde hatten sie natürlich andere Dinge im Kopf als die Hütte und nach dem Tod von Michelle und einem Artikel im Vorsorgeforum das man Hütten sehr gut als Fluchtort nutzen kann fiel Ben die Hütte wieder ein.

Das war dann die Zeit als sich Ben zurück zog, damals dachten alle, darunter auch seine Kinder und Diana das Ben mit dem Verlust von Michelle nicht zurecht kam, was ja auch stimmte, doch Ben arbeitete in dieser Zeit an und in der Hütte und löste damit sein Versprechen an Michelle ein.

„Jederzeit auf alles reagieren zu können damit die Kinder sicher sind.“

Diana schüttelte unentwegt den Kopf über diese Neuigkeiten.

Ben erzählte ihr von all den Arbeiten, wie er sich mühsam Wissen aneignete und nur durch das Vorsorgeforum Hilfe in Anspruch nahm. Als er dann mit der Hütte fertig war fing er an Nahrung im großen Stil zu organisieren, anfangs kaufte er alles mögliche, mit der Zeit fing er aber auch an einzuwecken.

Ben erzählte Diana wie er damals ohne irgendwelche Ahnung mit dem Einwecken anfing, er dachte damals auch noch das man nur bestimmte und wenige Lebensmittel einwecken konnte aber jemand aus den Forum schrieb ihm „was durch die Glasöffnung passt, kann rein“.

Diana fing an zu lachen, da hättest du aber auch mich fragen können.

Ben nickte und entschuldigte sich gleichzeitig, du weißt doch, es durfte ja niemand davon wissen.

Ben holte seine Geldbörse heraus und nahm aus einem der Fächer einen Zettel und gab ihn Diana.

Diana studierte den Zettel und nickte des öfteren mit dem Kopf.

Gläser.... kannst du Einkochgläser kaufen oder Twist off Gläser sammeln.... bei Twist off musst du darauf achten, dass die Deckel nicht verbogen sind und die Gummibeschichtung im Deckel glatt und durchgehend ist.

Twist-offGläser und Deckel gründlich spülen und umgedreht auf ein Küchentuch stellen.

Gemüse und Obst erst waschen, dann verarbeiten...also schälen, Schadstellen entfernen.....
Obst oder Gemüse in die Gläser füllen...
Bei Obst mit Zuckerwasser, bei Gemüse mit leicht gesalzenem Wasser auffüllen. ca. 2 cm zum Glasrand Platz lassen, darauf achten dass der Glasrand absolut sauber bleibt.... eventuell mit einem feuchten Tuch abwischen....Deckel drauf und zudrehen.

Zuckerlösung .... auf 1 L Wasser kommt an Zucker
für saftreiche Beeren 150 - 300g, saftarme Beeren wie Heidelbeeren, Aroniabeeren 400g bis 700g
Kernobst - 350 - 750g Steinobst - 200 - 700g

Man kann/könnte im Backofen einkochen... für Twist off nicht unbedingt geeignet... die Gläser gehen bei der Methode oft wieder auf.

Die althergebrachte Methode im Einkochtopf mit Bodengitter und Thermomether bringt die besseren Ergebnisse.
Ausserdem hat man dann mehr Auswahl bei der Nutzung von Energie.... Elektro, Gas, Holzherd im Notfall auch Lagerfeuer....

Gläser werden in den Einkochtopf gestellt und dann wird bis zu 3/4 der Höhe der Gläser Wasser aufgefüllt, dann kann man mit dem Einkochen beginnen.

Die Einkochzeit beginnt ab dem Zeitpunkt an dem die Einkochtemperatur erreicht ist.

Eiweißreiche Sorten wie Erbsen, Bohnen und Pilze müssen nach ein bis zwei Tagen noch ein zweites Mal eingekocht werden, um alle Mikroorganismen abzutöten.
Will man die Farbe z.B. bei grünen Bohnen erhalten, sollte man diese vor dem Einfüllen blanchieren....
Kartoffeln werden 10 Min vorgekocht, das Kochwasser abgegossen, die Kartoffel abgekühlt in die Gläser füllen und dann mit Wasser auffüllen. Wenn man die Kartoffeln nicht vorkocht sieht es später durch den Ausfall der Stärke ziemlich unappetitlich aus.
Zucchini gleiche Temperatur und Zeit wie Gurken aber auch 2x einkochen...
Kartoffeln 100°C 45 min

Falls dir noch irgend etwas fehlt an Einkoch-Infos für Obst/Gemüse frag einfach nach...

Lieben Gruß von
Helga

Diana gab den Zettel wieder Ben der ihn sogleich achtsam in seiner Börse verstaute.

Die Frau hat Ahnung und mit dieser Anleitung solltest es auch du geschafft haben.

Ja antwortete Ben, es gab zwar hier und da mal den einen oder anderen Ausreißer aber im großen und ganzen bin ich vor allem mittlerweile richtig gut was das einwecken betrifft.

Wo ist denn das Haus und wie lange reichen deine Vorräte wollte Diana wissen doch Ben schaute sie skeptisch an.

Sei mir bitte nicht böse, so lange wir noch nicht direkt auf den Weg dorthin sind werde ich niemanden den genauen Standort mitteilen.

Ich mache das nur deswegen weil wir nicht wissen was in dieser verrückten Zeit noch alles passiert.
Zu den Nahrungsmitteln, die reichen etwa 4 Jahre, da seid ihr drei bereits mit eingerechnet, es sollte also ausreichend sein. Wasser habe ich für mindestens ein Jahr in Flaschen, allerdings habe ich eine Zisterne an der Hütte die 5000 Liter Fassungsvermögen hat und ein aufwendiges System das bei Niederschlag automatisch befüllt wird. Des weiteren gibt es noch einen Brunnen und in 200 Metern Entfernung einen schönen kleinen See.

Lasse uns mit den Kindern weiter reden, ich denke sie werden aus allen Wolken fallen und vor allem Alex wird es überhaupt nicht recht sein.
Ben war müde, er wollte unbedingt etwas schlafen und auch Diana hatte nichts gegen etwas Schlaf einzuwenden.

Diana legte sich ins Bett und dachte über alles nach was sie gerade erfahren hatte, sie sah Ben als gebrochenen Mann der mit dem Tod seiner Frau nicht fertig wurde und gerade dabei war auch seine Kinder für immer zu verlieren und nun stellte sich heraus das dies alles nicht zutraf.

Als Ben aufwachte zeigte sein Wecker keine Uhrzeit an, im Bad blieb es dunkel und als er in die Küche kam sagte Ella ihm das es im ganzen Ort keinen Strom gibt.
Ist aber nur für zwei Stunden, Alex kam gerade zur Türe herein und überraschte alle mit dieser Neuigkeit, steht wenigstens so im Netz.

Ben fragte nach Diana aber keiner wusste wo sie war, Ella hatte beim aufstehen allerdings gesehen wie sie mit den Kindern ins Auto stieg und los fuhr.

Das war wann fragte Ben.
Ist bestimmt schon zwei Stunden her.
Zwei Stunden, Ben dachte nach, sofort fiel ihm die nächtliche Unterredung mit Diana ein.
Ben machte sich Gedanken hoffte aber das Diana zu sich nach Hause gefahren ist um einige Sachen zu holen.

Als nach über vier Stunden Diana noch immer nicht da war machte Ben sich große Sorgen.
Er rief die Kinder und dann machten sie sich gemeinsam auf die Suche.

Zuerst hielten sie an ihrer Wohnung an, dort fanden sie aber nur David der mit einigen Freunden das Haus in Besitz nahm.
Es roch nach Alkohol und Schweiß und anderen Ausdünstungen.
Ben fragte nur einmal nach Diana und als David ihm sagte dass ihn das nichts angehe wo seine Schwester ist ging Ben ohne ein weiteres Wort zu verlieren zurück zum Auto.

Nach über einer halben Stunde in der sie kreuz und quer durch den Ort fuhren hatte Ben die Befürchtung das Diana etwas Dummes getan hatte und ihn und die Kinder verlassen hatte.

Ben fuhr wieder nach Hause, er hoffte ebenso wie die Kinder Diana dort anzutreffen doch schon als Ben um die Kurve fuhr sahen sie von weiten das dem nicht so ist.

Enttäuscht stiegen die drei aus, Ben ging in die Küche und gerade als Ella und Alex auf ihre Zimmer gehen wollten rief Ben sie zu sich.

Familienbesprechung!

Widerwillig änderten Ella und Alex ihre Richtung.

Was willst du denn schon wieder fragte Alex.
Ella sagte das Diana alt genug ist und für sich selber entscheiden kann.

Es geht nicht um Diana und ihre Kinder, es geht um uns!
Um uns, ist hoffentlich wichtig sagte Alex.
Ben fing an und erzählte in allen Einzelheiten das was er in der letzten Nacht auch Diana erzählte.
Als Ben am Ende ankam hatten alle Tränen in den Augen.

Nach ein paar Minuten der Schweigens fragte Alex wann sie denn zur Hütte fahren, er wollte unbedingt dort hin und auch Ella fragte wann es denn endlich los geht sie ist schon ganz ungeduldig.
Wenn ihr wollt packen wir heute alles zusammen, essen noch schön zu Abend und schlafen ein letztes Mal hier ehe wir dann gleich morgen in aller Früh losfahren.

Ella und Alex waren einverstanden damit und Ben konnte so Diana noch etwas Zeit verschaffen da er hoffte das sie vielleicht doch noch zurück kommt.
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Mankei
 

Beitragvon Sicherheit678 » 21.01.2017, 11:18

Ich danke dir dafür.
Nach 1 1/2 Jahren langsam die Augen zu öffnen stehe ich immernoch am Anfang und denke oft, dass mein "Hobby" Quatsch ist und nur unnütz Geld und Zeit kostet. Darum mache ich vieles halbherzig.
Danke für deinen Motivationsschub.
Sicherheit678
 

Beitragvon Drakulinchen2 » 22.01.2017, 05:31

>dass mein "Hobby" Quatsch ist und nur unnütz Geld und Zeit koste

Man muß nicht immer die "große Krise haben...

Unser Auto ist seit 19.Dez. Kaputt. Mein Mann kann mit meinem Nachbarn zu Arbeit fahren (gut daß mein Mann kurz vorher ihm den Job besorgt hat).

Wir fahren sonst 1 mal im Monat "groß" einkaufen... aber haben gottseidank Vorrat.

Ohne Vorrat wärs ein Problem: wir haben noch für 1 weiteren Monat Hunde/Katzenfutter - dann wirds auch bei uns eng mit Tierfutter... Nahrungsmittel für uns: noch genug vorhanden - reicht für mehrere Monate.
Gut, wenn man da genug Lebensmittel/Klopapier hat ...
Hoffe daß das Auto bald wieder läuft - momentan haben wir schon div. Teile ausgetauscht, jetzt bleibt eigentlich nur noch ein Teil übrig außer "Kabelwurm"... Aber wird wohl noch 1 Woche dauern bis das letzte teil dann auch ausgetauscht ist was schuld sein kann... Gekostet haben die Austauschteile jetzt soviel wie "neues gebrauchtes"...
Werden also das nächste Auto wieder selbes Modell nehmen - da wir dann einen Teilespender haben...

Wir sind beide krank: heute fast ganzen Tag gepennt, kann aber momentan nimmer liegen/schlafen...
Da ist es fein, wenn man nicht kochen muß, sondern einfach nur was in der Mikrowelle auftaut was schon vorgekocht wurde.
Wäre heute nicht in der Lage gewesen zu kochen - meinem Mann gings heut bessser wie mir - also hat er sich drum gekümmert: was in Mikro geworfen und wir konnten was essen ohne daß jmd was kochen mußte...

Man muß nicht immer Worst Case Szenario haben - da reicht manchmal auch ein "kleines Problem" wo man froh ist, daß man Prepper ist...
Haben hier auch schon öfters Stromausfall gehabt von mehreren Stunden - blöd ewnns im Winter bei minus 20 Grad ist und man KEIN Prepper ist... Da war ich schon dankbar daß ich den Ofen hatte für Wärme da die Heizung nicht ohne Strom funktioniert, das Licht dank Kerzen/Leuchten vorhanden war, und der Gasherd die Mahlzeit warmmachte..

Ich habe keine Geldverluste duchs Preppen: da ich das was ich preppe auch nutze.
Ich hab ein System wo ich rechtzeitig Nahrungsmittel durchrotiere - ich schmeiße also nix weg.
Einziges wo ich "Verlust" mache: ich halte div. Medikamente vorrätig (Papa Arzt). Da ich persönlich keine Schmerzmittel einnehme außer ich bin im KH wegen Unfall , habe ich hier Medis die ich ab und an wegen Alter entsorge und rechtzeitig neu bevorrate...

Ich weiß ja nicht, wie intensiv Du atm preppst @sicherheit678.

Ich preppe so. daß ich das Zeug was ich einkaufe auch immer verbrauchen kann - ich würde also keine 100 lH-Milch kaufen weil ich die bis zum mhz und auch wenn ich noch 3 Monate rüber gehe, nicht verbrauchen könnte...
Ich schau halt, daß ich haltbare Lebensmittel bunkere, aber auch da achte ich darauf, daß ich sie verbrauche und dann 1 mal im Monat oder alle 2 Monate aufstocke.

Ich hab auch keinen Jahresvorrat Klopapier - es reicht im 3 Monate prima locker auszukommen, aber falls eine Katastrophe kommt, denk ich mir,kann man von den Arabern lernen^^ Zur Not tuns frische Blätter von den Bäumen ^^

Du gibts nicht unnütz Geld aus ewnn Du preppst: außer Du schmeißt Deine Lebensmittel weg ... Rotation der Lebensmittel ist wichtig. Solange Du das beherzigst, wirst Du kein Geld wegwerfen.

Was hab ich investiert was evt "unnütz" ist: ohne Kriese:
Kompaß, Schlafsack, Rucksack, Messer, Feuerstein, Isomatte, Eßgeschirr ü Besteck, Wasserfilter/Wassertabletten, Kurbelradio

Kompaß brauch ich sonst nicht, Fuerstein auch obsolet da man das normal niht braucht - Feuerzeug ist praktischer, Eßgeschirr+ Besteck nutz ist nicht - dafür hab ich mein Küchengeschirr, Wasserfilter(Wassertabletten brauch ich hier nicht...
Ist relativ günstig was ich so an "unnützem" Zeug habe: den Rucksack könnte ich auch noch sonstwie nutzen - aber ich hab meinen Rucksack immer mir allem gepackt als Fluchtgepäck... waren für mich grad mal so 300 E mit allem drum und dran was ich "sonst" nicht benutze, aber was ich als Notbehelf haben mächte - also Rucksack mit Wasserflasche, Messer, Feuer, Isomatte, Schlafsack und sonst so dem Zeug was ich hoffe, was das überleben sichert.
Drakulinchen2
 

Beitragvon Mankei » 22.01.2017, 11:50

Alex und Ella verstauten die letzten Sachen im Auto das schon aus allen Nähten platzte und Ben fragte sich mit jedem Teil mehr wo sie eigentlich noch sitzen sollten.

Diana hat sich nicht gemeldet, Ben rief sie in der Nacht mehrmals an doch sie nahm seine Anrufe nicht an.
Ben überlegte fieberhaft was der Grund dafür war das Diana sich so verhielt, aber nach langem hin und her kam er zu dem Entschluss das Diana es ihm nicht verzeihte sie die ganze Zeit im unklaren über sich und seine Vorhaben gelassen zu haben.

Alles an Bord fragte Ben, wenn wir unterwegs sind gibt es kein zurück mehr.
Ella und Alex salutierten spaßeshalber vor Ben, aye Sir, alles fertig gepackt und bereit zur Fahrt.
Wenn noch jemand auf die Toilette will dann jetzt.
Nun fahr schon los rief Alex.

Etwas wehmütig schaute Ben in den Rückspiegel, er fühlte, nein er wusste das er sein Haus für lange Zeit nicht mehr sehen würde.

Wie lange fahren wir?
Etwa drei Stunden.

Ben machte das Radio an, er hoffte auf Nachrichten über die aktuelle Lage.

Die meisten Radiosender sendeten normal weiter abgesehen davon das nur sehr wenig moderiert wurde und egal auf welchen Sender man sich aufhielt keine Werbung lief.
Die Straßen waren sehr wenig befahren, als Ben auf die Autobahn einbog sah er gerade mal zwei Autos, nach einigen Kilometern traute er seinen Augen nicht, es kamen ihm Menschen auf Fahrrädern entgegen.

Die Musik wurde angehalten eine weibliche Stimme informierte mit einem Text der sich sehr nach Bandansage anhörte, sie hören in wenigen Augenblicken aus aktuellem Anlass eine wichtige Meldung aus dem Kanzleramt.

Die Kanzlerin begrüßte wie immer alle Bürger, dann begann sie mit ihrer Rede.
Die Anzahl der in Deutschland verstorbenen Bürger beträgt aktuell 483 Tote, über 2800 Bürger sind in Krankenhäuser untergebracht und werden dort so gut es geht behandelt.
Da aber wie leider in allen Berufszweigen eine massive Unterversorgung an Personal besteht gehen wir von einer weitaus größeren Anzahl an Betroffenen aus die sich gar nicht erst auf den Weg zu einem Krankenhaus oder Arzt machen. Weltweit hat die Zahl der Toten im Vergleich zu Deutschland weit stärker zugenommen. Nach Rücksprache mit Ärzten und Wissenschaftlern wird mit einem deutlichen Anstieg an infizierten gerechnet.

Wir stehen im ständigen Kontakt mit dem Europäischen Hochsicherheitslabor „Labor P4 Inserm-Jean Mérieux in Lyon“, allerdings werden dort immer noch Tests gemacht und erlauben zur Zeit noch keine genaue Diagnose, nur soviel ist anscheinend zweifellos sicher, dass es durch eine Genwucherung zu einer Verunreinigung der Pflanzenzellen kam und so über einen langen Zeitraum unbemerkt sämtliche Zellen verändert hat.

Lassen sie mich an dieser Stelle betonen das es wahrscheinlich unmöglich sein wird jemals einen Schuldigen oder Schuldige zu finden.
Mit Professor Doktor Huber vom Robert Koch Institut der seit Jahren schon vor einer solchen Katastrophe warnte hatte ich gestern ein Gespräch wo er mir erklärte, ich zitiere wörtlich,

„Wer erinnert sich nicht an die ersten Gen manipulierten Tomaten die als Anti Matsch Tomaten in die Geschichte eingingen. Politiker und Wissenschaftler sprachen seinerzeit dass es einfach unmöglich sei Nahrung für über 6 Milliarden Menschen zu produzieren ohne dabei etwas nachhelfen zu müssen. Heute sind wir bei mehr als 7 Milliarden Menschen und ja wir haben nachgeholfen und wir alle sind dafür verantwortlich, wer fand es nicht gut das nahezu jedes Lebensmittel länger haltbar, besser aussah und weil es dadurch zu viel Angebot gab auch noch billiger wurde. Wenn wir jetzt mit dem Finger auf irgend jemanden zeigen ist das nicht richtig, wir sind selbst Schuld und müssen nun den Preis dafür zahlen.

Neueste Tests auf Maisfeldern mit Bt - Spritzmitteln zeigten bisher keine negativen Folgen für Nützlinge. Das lag daran, dass sich das Bt-Gift vom Spritzmittel auf der Pflanze befindet. Die hungrige Maiszünslerlarve aber bohrt sich in die Pflanze hinein und nimmt so das manipulierte Erbgut auf. Wer jetzt diese Larve frisst, kann sterben – Schädlinge, ebenso wie Nützlinge.
Wie es aussieht und das bestätigen ja einige Institute weltweit sind diese infizierten Larven in den Nahrungskreislauf des Menschen gekommen und haben so über lange Zeit dafür gesorgt das sich das Erbgut bei jeder Pflanze verändert hat.
Was man dringend brauchen würde wären alte Pflanzen, am besten hunderte Jahre alt um daraus neue Pflanzen zu züchten. Doch solange dies nicht der Fall ist wird sich die lage noch verschlimmern.

Das Problem ist das wir jetzt die Nützlinge sind und es einfach keine passenden Heilung gibt, zumindest nicht in naher Zukunft.“

Eine kurze Pause der Kanzlerin dann ging es weiter, Ben hatte mittlerweile angehalten.

In der Nacht gab es vor allem in den Großstätten viele Übergriffe sowohl auf zivile wie auch staatliche Einrichtungen. Leider gab es zahlreiche Verletzte und auch Tote, genaue Angaben liegen uns nicht vor. Polizei- und Bundeswehreinheiten versuchen so gut es geht Aufstände und Übergriffe zu verhindern aber bei einer Truppenstärke von aktuell gerade noch 12 Prozent ist dies Bundesweit nicht mehr gegeben.

Wenn möglich bilden sie Gemeinschaften um gegen Überfälle besser geschützt zu sein.

Wir haben alle wenig zu essen, sollte aber bei ihnen jemand um Essen fragen bitten wir sie im Namen der Menschlichkeit so fern sie wenn auch nur wenig entbehren können etwas zu geben.

Selbstjustiz ist nicht legitim, ich erinnere alle daran das wir uns auf deutschem Boden befinden und unsere Gesetze Gültigkeit haben.

Damit liebe Bürgerinnen und Bürger beende ich in dieser schweren Zeit die heutige Ansprache, möchte aber bevor ich zum Ende komme eine bitte an die vielen Menschen richten die in guten Zeiten vorsorgten.

Ben konnte nicht glauben was gerade passierte.

Nehmen sie bitte Kontakt mit ihrer Gemeinde oder Stadt auf, sie können sich auch direkt an das Kanzleramt wenden unter dem Kennwort: Nahrung.
Ihre Vorräte werden bei ihnen abgeholt und der Gemeinschaft zur Verfügung gestellt.
Wir wissen natürlich das ein geben in dieser Zeit mehr als schwierig ist und sicherlich niemanden leicht fällt aber sie helfen damit deutschen Bürgern am Leben zu bleiben.

Ben schaltete das Radio aus, er konnte nicht glauben was er gerade gehört hatte, das was sie jetzt verlangte war noch schlimmer als wie die Bundesregierung 2017 eine steuerliche Flüchtlingsabgabe anordnete um die vielen neuen Bürger besser integrieren zu können.

Ben startete den Motor und fuhr mit quietschenden Reifen los, er wollte und musste seinen Unmut loswerden.
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Mankei
 

Beitragvon Wecki » 24.01.2017, 08:57

Hallo Mankei,

deine Geschichten sind TOP...!
Her wird einem richtig mulmig, denn wenn man mal bedenkt, wieviel von uns, vor allem aber Kinder, mit sogenannten
"Lebensnittelunverträglichkeiten" leben müssen...!
Die Konzerne haben uns systematisch vergiftet und tun es weiterhin...siehe Monsanto, Bayer usw.
Ein Grund mehr, weiterhin zu Preppern...

Grüße

Wecki
Wecki
 

Beitragvon Mankei » 24.01.2017, 22:49

Die Fahrt verlief ohne Zwischenfälle und schneller als sonst kam Ben mit seinen Kindern an der Hütte an. Ella und Alex konnten nicht glauben was sie sahen, sprachlos gingen sie zu ihrem Vater und umarmten ihn fest.

Ben sperrte die Türe auf und das erste was ihnen entgegen kam war der Geruch von Michelle.
Michelle hatte immer ein besonders seltenes Parfum getragen das ihr Ben zum fünften Hochzeitstag schenkte.
Ben hatte nach dem Tod von Michelle die letzten beiden Flaschen Parfum mit hier her gebracht und immer dann wenn er Michelle ganz besonders vermisste etwas davon versprüht.

Alex und Ella fingen beide an zu weinen und als sie sich wieder beruhigt hatten beschwerten sie sich bei Ben das er sie nicht vorgewarnt hatte.

Das Auto war schnell ausgeräumt, nun war es an der Reihe den Kindern das Haus zu zeigen.

Das Haus hatte 5 Zimmer, drei davon im Erdgeschoss und zwei im ersten Stock, dazu noch eine Küche und jeweils unten und oben ein Bad mit WC.

Ben beanspruchte für sich das größte Zimmer im Parterre, Ella und Alex bekamen jeweils eines der Zimmer im ersten Stock die schon fertig eingerichtet waren und so manchen Komfort boten den sie zu Hause nicht hatten.

In jedem der Zimmer hatte Ben einen Panik Raum eingebaut der nicht gerade geräumig war aber dafür perfekten Schutz gab. Neben Wasser und Essen fanden sich darin ein komplett gepackter Fluchtrucksack, Schlafsack, Isomatte, Kerzen, Taschenlampen und diverse andere nützliche Dinge. In einem Schrank fanden sich eine Armbrust mit Pfeilen, Baseballschläger, Speere und einige Messer mit unterschiedlichen Längen.

Ben merkte das die beiden beeindruckt waren und deshalb wartete er mit der letzten Überraschung bis zuletzt.

In einer der beiden Schubladen im Schrank holte Ben ein Paket heraus das er mit Geschenkpapier eingepackt hatte. Da sie in Ellas Zimmer waren reichte Ben ihr das Geschenk die es darauf sofort öffnete. Als die Verpackung auf war hielt Ella ein Nachtsichtgerät in den Händen das so erzählte Ben zu den besten auf den Markt gehört die man als Zivilperson für Geld kaufen kann.

Nachdem auch Alex beschenkt wurde ging es mit der Hausführung weiter.

Ben wusste das er nun etwas ansprechen würde das den beiden nicht gefallen wird aber notwendig ist, Ben verlangte die Handys der beiden und als er sie bekam öffnete er die Rückseite und entfernte den Akku und die Simkarte.

Ella und Alex protestierten lautstark doch es half nichts

Ben hatte sich viel darüber informiert und er haderte lange mit seinem Entschluss, schließlich werden die Leute die Interesse an seinem Standpunkt haben momentan zumindest noch mit anderen Dingen beschäftigt sein, doch wie sie vor nicht allzu langer Zeit erfuhren wurde das Vorsorgeforum staatlich bereits überwacht.

Er verteidigte sein Handeln und erklärte es Ella und Alex.

Ihr habt sicher oft gehört das man ein Handy orten kann wenn es eingeschaltet ist.

Beide nickten.

Das ist aber nur die offizielle Version, inoffiziell ist es ohne Probleme möglich ein Handy zu orten auch wenn es ausgeschaltet ist. Solange SIM-Karte und Akku im Telefon sind ist es zwar nicht möglich im abgeschaltetem Zustand zu telefonieren oder fotografieren, geortet werden kann man aber trotzdem da die Sim-Karte immer noch mit Strom versorgt wird.

Bist du dir da ganz sicher fragten beide gleichzeitig.
Ganz sicher antwortete Ben, und bedenkt bitte noch etwas.

Es existieren etliche Schadprogramme, von welchen du vielleicht schon längst eines unwissentlich installiert hast – viele Apps haben diese im Schlepptau.
Die Software lässt dich in den Glauben, dein Handy sei ausgeschaltet, doch GPS-Funktion und die Netzverbindung bleiben dabei aufrecht.

Ella versuchte noch einen letztes mal Ben zum Umdenken zu bewegen.
Was ist wenn Diana dich anrufen will weil sie Hilfe braucht.

Das ist nun ihr Problem, sie hätte uns nicht einfach so verlassen sollen.

Nach dem dieser Punkt geklärt war ging es weiter mit der Führung

Sie gingen einen Stock tiefer und kamen in einen großen Keller der in drei Räume unterteilt war.

Ben öffnete die erste Türe und neben einer kompletten Werkstatt standen noch zwei Waschmaschinen die allerdings mit reiner Muskelkraft betrieben werden sowie die Schaltzentrale für die Solar- und Windkraftanlage.

Der zweite Raum enthielt Nahrung so weit das Auge reichte. Ben hatte durch einen alten Bekannten bei der Bundeswehr den Zuschlag auf 2000 „Ein Mann Packungen“ erhalten. Dann waren noch unzählige Kartons mit MRE‘s, Dosen, Konserven, Einmachgläser und letztlich Fertignahrung in Tüten.

Alex kam aus dem staunen nicht mehr heraus und Ella sagte mit großen Augen „das reicht ja hundert Jahre“.
Ben musste lachen, naja, so lange auch wieder nicht.

Im dritten Raum war Wasser, kleine und große Flaschen, Tüten, Kanister und noch eine Reihe Wasserfilter sowohl mobil als stationär. Hinter einer Holzwand waren weitere Kanister gestapelt, allerdings destilliertes Wasser und als Ella wissen wollte wieso es so viele davon hatte, man kann es ja schließlich nicht trinken erklärte Ben es den beiden.
Das Gerücht, destilliertes Wasser sei giftig, hält sich immer noch hartnäckig, ist aber falsch. Also lieber ein Glas destilliertes Wasser als ein Glas unbehandeltes Regenwasser trinken.

Aber warum steht es abseits fragte Alex.

Weil im Gegensatz zu dem gekauften Wasser destilliertes Wasser wegen der fehlenden Mineralisierung nur im Notfall getrunken werden sollte. Ich möchte es als absolute Reserve verwenden und wenn möglich immer nur mit einer Mahlzeit oder zum Kochen verwenden.

Als sie wieder oben waren zeigte ihnen Ben noch die Küche, das Wohnzimmer und natürlich das Bad, ein Zimmer war verschlossen, Ben sagte das noch genügend Zeit ist sich etwas für dieses Zimmer auszudenken.
Beeindruckt von dem ganzen führte Ben die Kinder nun nach draußen wo er ihnen die Zisterne erklärte, die nähere Umgebung zeigte und zum Schluss noch über den Umgang mit wilden Tieren sprach.

Habt ihr Hunger fragte Ben.
Ella und Alex konnten es kaum noch erwarten bis sie endlich etwas zu essen bekamen.
Beim Abendessen erzählten sie sich Geschichten über die Zeit als sie noch zu viert waren und jedem war klar das sie nur wegen Michelles Hartnäckigkeit jetzt hier waren.

Als es dunkel wurde gingen sie müde und erschöpft ins Bett und verbrachten die erste Nacht in ihrer neuen Heimat.

Ben war schon lange wach als Ella aus ihrem Zimmer kam, er war es nicht gewohnt so früh ins Bett zu gehen aber es tat ihm gut, er fühlte sich wohl.

Was steht heute auf dem Plan wollte Ella wissen.

Ben der gerade dabei war das Frühstück zu machen wollte noch auf Alex warten der aber in diesem Augenblick herunter kam.

Nun da wir komplett sind.
Ich will euch heute den See zeigen und drei weitere Stellen an dem einige Sachen vergraben sind.

Alex musste laut lachen, du hast irgendwo drei Löcher gebuddelt und dort Sachen hinein gelegt.

Ja mein Sohn.
Und warum?
Das wirst dann sehen wenn wir da sind.

Ella verhielt sich komisch, sie war sehr ruhig und als dies sogar Alex auffiel fragte sie Ben nach dem Grund.

Darf ich ganz ehrlich reden fragte sie ihren Vater.
Das verlange ich sogar.
Ich will einen Fernseher und Radio unterbrach Alex die beiden.
Sei still sagten Ben und Ella gleichzeitig.

Wir werden doch sicher länger hier bleiben oder.
Davon gehe ich leider aus.
Nur wir drei, hast du nicht Angst das wir uns in einem Monat gegenseitig umbringen.
Worauf willst du hinaus fragte Ben.
Könnten wir nicht nochmal zurück und zumindest nach Diana und ihren Kinder suchen.
Das ist keine gute Idee, wir suchten sie und offenbar wollte sie nicht gefunden werden.
Aber Dad, sie ist doch..!
Kein aber Ella, es ist auch nicht ganz ungefährlich für uns.

Sie ist Mams Schwester!

Ben schluckte mehrmals.

Das weiß ich besser als jeder hier.

Ella stand auf, im drehen schrie sie Ben an, so viele sind ja nicht hier die das wissen können.
Komm zurück.
Ella ging hoch in ihr Zimmer ohne zu Antworten.

Alex nutzte die Gelegenheit als Ben die Teller aufräumte und ging ebenfalls in sein Zimmer.

Ben nahm sich einen Stuhl und fing an zu überlegen.

Den Vormittag verbrachte jeder für sich alleine und als Ella gegen Mittag aus ihrem Zimmer kam nutzte Ben die Chance.

Du hast recht, ich werde sie suchen gehen.
Wir.
Nein ich fahre alleine, einer muss ab jetzt immer hier sein und da ihr euch nicht auskennt ist es besser wenn ihr beide hier bleibt.

Wir wollen dir aber helfen, Alex hatte ein Talent dafür das er immer unbemerkt auftrat.

Lasst uns bitte nicht schon wieder streiten, Ben versuchte die Wogen zu glätten.

Das Haus ist jetzt so lange leer gestanden, da wird es das doch sicher auch noch ein paar Stunden mehr schaffen.

Ben gab nach, dann fahren wir morgen gemeinsam und suchen sie, aber es wird gemacht was ich sage und wenn ich sage wir fahren zurück dann akzeptiert ihr das.

Ella und Alex stimmten zu.

Den übrigen Tag verbrachten sie damit alle Möglichkeiten aufzuschreiben wo Diana mit ihren Kinder hin ist.

Es war noch dunkel als sie los fuhren, als Ben das Radio anmachte liefen gerade Nachrichten.
Es war eine Stimme die er bisher noch gehört hatte.

…...Die Pflanzen mit dem integrierten Biotoxin gegen Schädlinge sind ins Visier der Kritiker geraten. Manche Staaten (Österreich, Luxemburg) lehnen im Alleingang den Anbau von Bt-Mais auf ihren Feldern ab. Frankreich hat die Zulassung neuer Sorten verhindert. Sie befürchten Folgen für Mensch und Umwelt, etwa, daß sogenannte Antibiotika-Resistenzgene von den Pflanzen auf mikrobielle Krankheitserreger übertragen werden und damit die Wirkung von therapeutisch eingesetzten Antibiotika nachlassen könnte. Die Wahrscheinlichkeit wird zwar als sehr gering eingeschätzt, trotzdem empfehlen Gesundheitsexperten, die Antibiotika-Resistenzgene nicht einzusetzen, "aus grundsätzlichen Erwägungen", wie das Robert-Koch-Institut meint. Käme es zum Gentransfer, wären die Folgen nicht so gravierend: bereits heute sind etwa die Hälfte der menschlichen Darmflora vom Typ E. coli resistent gegen das Antibiotikum Ampicillin, meint Alfred Pühler, Mikrobiologe an der Universität Bielefeld und Mitglied der Zentralen Kommission für Biologische Sicherheit am RKI. In modernen Genkonstruktionen des Bt-Mais sind die umstrittenen Gene bereits nicht mehr vorhanden, etwa bei Bt11 von Novartis.

Versucht sich da jemand vor seiner Verantwortung zu drücken fragte Alex.
Hört sich ganz so an aber wir haben den Anfang nicht gehört.

Das die meisten Antibiotika nichts mehr bringen wissen wir doch schon lange sagte Ella.

...Deshalb erfanden die Wissenschaftler andere Methoden, um Gene in Pflanzenzellen zu befördern. Dazu gehören die Mikroinjektion, die Elektroporation und Partikel Bombardement. Bei der Mikroinjektion wird die DNA mit einer Mikropipette injiziert. Im Fall der Elektroporation werden kurze und hohe Spannungsimpulse benutzt, um Membranporen zu erzeugen und so die DNA in die Zelle zu befördern. Beim Partikel Bombardement werden winzige DNA-beschichtete Goldpartikel durch die Pflanzenzellwände gebracht.

Wie ein namentlich nicht genannter hoher Mitarbeiter der Firma Abromais erklärte hat sich nach ersten Erfolgen was eine nahezu hundert prozentige Ernte bescherte eben dieses neue Gen unsichtbar entstanden und ist nun für die ganzen Katastrophen weltweit verantwortlich.
Es scheint so als hätte jemand dieses Gen für wirklich jede Pflanze, Obst, Gräser und Bäume entwickelt und damit besprüht. Obwohl wir wissen um welches Gen es sich handelt und auch wissen wo es ist, können wir zumindest bis jetzt dieses Gen nicht entfernen.
Lässt man die schrecklichen Folgen für die Menschheit einmal außer acht dann müsste man sich vor diesem perfekten Zerstörer ob seiner Fähigkeit sich überall einzunisten mehrmals verneigen.

Ein erstes Anzeichen war die sprunghafte Zunahme an Lactose Unverträglichkeiten vor allem bei Neugeborenen und Kindern weltweit innerhalb eines Jahres aber der Profit hat in dieser Zeit viele Blind gemacht und niemand hörte auf Warnungen.
Nehmen sie Abromais, nach dem sie 2016 an die Börse gingen mit einem Kurs von 4,50 Euro schnellte der Kurs bis 2020 auf 714, Euro.

Ben schaltete das Radio aus, nichts neues und außerdem sind wir gleich da.

Ben fuhr zu Dianas Haus aber nichts deutete darauf hin das sie hier war.
Ihr wartet im Auto, ich komme gleich wieder.

Dad, wir kommen mit sagte Alex.
Keine Chance, ihr wartet.

Ben klopfte mehrmals aber niemand kam obwohl er Stimmen hörte.
Die Türe war auf, Ben hatte einen ausziehbaren Schlagstock dabei, falls David da war und davon ging Ben aus würde es sicher keine freundliche Unterhaltung werden.

Als Ben ins Wohnzimmer ging hatte sich der Geruch verschlimmert, der Fernseher lief, auf einem Sofa schlief eine nackte Frau, zwei Männer die laut schnaufend am Boden schliefen waren ebenfalls nackt.
David war nicht da.
Ben ging hinter ins Schlafzimmer, vorsichtig öffnete er die Türe, David,…. David bist du da.

Keine Antwort, Ben ging hinein und sah David schlafend im Bett liegen, neben ihm eine nackte Frau und neben dem Bett liegend ein nackter Mann.
Es roch nach allem möglichen und Ben war kurz davor sich zu übergeben.

Er ging zu David stocherte mit dem Schlagstock auf seinem Bauch und Brustkorb.

Lass mich in Ruhe sagte David lallend.

David wo ist Diana.

Was.

Diana, weißt du wo sie ist.

Ben, was willst du denn schon wieder hier.

Diana.

David war so betrunken das Ben die Geduld verlor.
Er ging ins Badezimmer, nahm einen Eimer aus der Kommode, füllte ihn mit kaltem Wasser ging zu David zurück und schüttete ihm das kalte nass ohne Vorwarnung ins Gesicht.

David schnappte nach Luft, die Frau neben ihm flüchtete aus dem Bett.

Ben nahm den Schlagstock und presste ihn gegen Davids Hals.
Diana, weißt du wo sie ist.

Leck mich.

Ben gab David eine Ohrfeige, Diana und die Kinder, wo sind sie!

Ich weiß es nicht, sie war, sie war.
Was.
Sie war gestern kurz hier, holte Wäsche und fuhr wieder.
Wohin.
Weiß nicht.

Das ist die Wahrheit.
Ja und jetzt hau ab du Arschloch.

Ben ging ohne ein weiteres Wort, David hörte er noch lange fluchen, es war ihm egal.

Ella und Alex waren ausgestiegen und hockten auf der Motorhaube.

Weißt du wo sie sind fragte Ella.

Ich bin mir ziemlich sicher.
Hat David es dir gesagt.
David, nein, aber ich denke ich weiß jetzt wo sie ist.
Wo sind sie wollten die beiden wissen.

Ihr werdet es gleich sehen ob ich recht habe.

Ben fuhr zu sich nach Hause und dieses mal sahen er und die Kinder den Wagen von Diana in der Auffahrt stehen.

Ben parkte am Straßenrand und sofort sprangen Ella und Alex aus dem Auto und rannten ins Haus.

Ben schimpfte leise vor sich hin als er sah das sie das haus nicht abgeschlossen hatte.

Als Ben eintrat wartete Diana schon auf ihn, sie ging auf Ben zu, umarmte ihn und flüsterte ihm leise „entschuldige bitte“ ins Ohr, dann gab sie ihm einen Kuss auf die Wange.

Bei euch alles in Ordnung fragte Ben.

Du hätttest ja was zum Essen da lassen können.

Sorry, aber da habe ich nicht dran gedacht.

Ben und Diana gingen zu den Kindern ins Wohnzimmer, auf dem Weg dort hin fing Diana an zu erzählen.

Ich war so traurig das du mich nicht in deinen Plan eingeweiht hast und als ihr dann weg wart bin ich in dein Haus eingezogen weil ich hoffte das du hier nach uns suchen würdest.

Bedanke dich bei Ella und Alex.
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Mankei
 

Beitragvon Mankei » 26.01.2017, 22:16

Hallo ich bin Erich und das ist Melissa meine Frau.

Ben drehte sich zur Seite und sah eine Frau und einer Mann die er nicht kannte.

Diana kam dazu.
Ben das sind Erich und Melissa, ich habe die beiden gestern kennen gelernt, sie sind aus München geflohen, zuerst mit dem Auto und als sie kein Benzin mehr hatten zu Fuß. Wir suchten dann Schutz für die Nacht und da du ja ausgezogen bist dachte ich es ist in Ordnung.

Ben versuchte seinen Unmut zu vertuschen doch es gelang ihm nicht besonders gut.

Ben schaute Diana mit einem Blick an den sie sofort verstand.

Erich ging auf Ben zu und streckte ihm die Hand entgegen, entschuldigen sie bitte aber wir wussten mit uns und den Kindern nicht wohin. Diana war der erste Mensch der uns nicht Gewalt androhte oder noch schlimmeres.

Ben erwiderte die Geste, aus München also, wie sieht es dort denn aus fragte er.

Melissa kam nun näher, auch sie reichte Ben die Hand, das können sie sich nicht vorstellen.
Es wird geplündert und Menschen werden am helllichten Tag überfallen, niemanden interessiert es. Geschäfte sind zerstört, Essen und Trinken gibt es nicht mehr.

Diana nahm Bens Hand.
Ben wir haben Hunger, Melissa, Erich und ihre Kinder haben seit fünf Tagen nichts mehr gegessen und auch Franzi, Klara und ich hätten nichts gegen etwas Essen einzuwenden.

Du weißt das ich hier nichts habe Diana.

Aber in deinem Versteck hast du doch etwas.

Kommst du mal bitte kurz mit nach draußen.

Ben und Diana gingen zum Auto, innerlich kochte er vor Wut und nur zu gerne hätte er Ella und Alex geholt, sie ins Auto befohlen und wäre ohne jedes weitere Wort weggefahren.

Diana merkte natürlich das Ben alles andere als glücklich über die Umstände war.

Bist du verrückt geworden schrie er Diana an und was fällt dir überhaupt ein wildfremde Menschen in mein Haus zu bringen.

Diana zuckte erschrocken zusammen, sie hatte mit einer Standpauke gerechnet aber nicht mit so einer Reaktion.

Ben beruhigte sich erst als Diana Tränen in den Augen hatte.
Du brauchst nicht zu weinen, das hilft die jetzt auch nichts.

Diana fing unter Tränen an sich bei Ben zu entschuldigen, hätte ich sie denn einfach ihrem Schicksal überlassen sollen, niemand hat ihnen geholfen, sollten wir uns nicht gegenseitig helfen als immer nur zu bekämpfen.

Diana drehte sich um, ich nehme die Kinder und fahre mit den anderen in mein Haus, vielleicht schaffen wir es ja mit David zusammen.

Das meinst du jetzt nicht ernst oder!

Was bleibt mir denn anderes übrig, irgendwo muss ich ja mit Franziska und Klara hin, außerdem brauchen sie etwas zu essen.

Bei David wirst du nur flüssiges in Form von hochprozentigem finden, außerdem halten seine Mitbewohner nicht so viel von Bekleidung.

Ich werde es schon irgendwie schaffen.

Bitte bleib stehen Diana, lasse mich kurz überlegen.

Ben grübelte.
Wie viele Kinder haben denn deine neuen Freunde?
Drei.
Wie alt?
Thomas ist 4, Michael ist 5 und Karl ist 7.
Drei Jungs, auch das noch.
Na gut, ich frage Ella und Alex, wenn sie Einverstanden sind könnt ihr alle mitkommen.

Ben wusste natürlich schon vorher wie sich seine Kinder entscheiden würden aber sie sollten lernen Verantwortung zu übernehmen.

Ella und Alex waren sofort einverstanden, doch Ben wollte sie so schnell nicht aus Ihrer Verantwortung nehmen.
Ben fragte erneut ob sie sich im klaren darüber sind das sie auch vielleicht ihre Zimmer teilen müssen und das 8 neue Bewohner natürlich sehr viele Lebensmittel benötigen.

Natürlich wissen wir das antworteten Ella und Alex aber wir müssen ihnen doch helfen und sie machen einen ganz netten Eindruck.

Als Ben die Wohnzimmertüre öffnete sah er Erich und Melissa auf den Boden hocken, ihre Kinder schliefen zusammen auf dem Sofa.

Erich stand auf, er versuchte zu lachen doch er schaffte es nicht, gezeichnet von den Strapazen der letzten Tage ging er zu Ben, können wir bitte noch diese Nacht hier bleiben, morgen ziehen wir dann in aller früh weiter.

Ihr könnt heute Nacht nicht hier bleiben, ihr kommt mit zu uns, da seid ihr in Sicherheit und zu Essen habe ich auch was für euch.

Melissa und Erich bedankten sich mehrmals und für einen Moment hatten die beiden neuen Mitbewohner seit langer Zeit wieder mal ein Lachen auf den Lippen.

Alex ging zu Ben der ihn fragte ob es nicht möglich wäre einen Fernseher und ein Radio mitzunehmen. Ben schaute Alex streng an, einen Tag ohne TV und Handy und schon auf Entzug.
Komm schon Dad, wir müssen doch auf dem laufenden bleiben.
Wir haben doch TV und Radio an der Hütte, ich wollte nur schauen wie lange es ohne geht.

Diana, Melissa und Ella holten noch ein paar Decken, Kissen, Handtücher und einige andere Teile um dem erhöhten Bedarf decken zu können.

Ben ging mit Erich und Alex in die Garage, es hatte dort eine Menge Holzlatten mit denen sie Bettgestelle bauen wollten.

Als sie den Dachträger montierten um das Holz transportieren zu können bedankte sich Erich erneut bei Ben doch der wiegelte ab.
Nach reiflicher Überlegung sei er letztlich auch durch seine Kinder darauf gekommen das die Zeiten der Wohlfühlphase ebenso vorbei sind wie Skrupel zu haben seinen Besitz zu verteidigen und das geht leichter umso größer eine Gruppe ist also tun wir uns zusammen damit wir eine Chance haben zu überleben.

Ben wusste wovon er redete, natürlich hatte er so etwas noch nicht selbst erlebt doch im Vorsorgeforum war es schon immer ein Thema und seit Beginn der Krise sprachen sie auch in den Nachrichten davon und Erich erzählte es ja auch, es wird nur eine Frage der Zeit sein bis es hier im Ort beginnt und irgendwann auch an ihrer Zufluchtsstätte eintrifft.
Bis dahin muss Ben alle so weit haben das sie sich verteidigen können und keine Angst davor haben vielleicht noch einen Schritt weiter zu gehen.

Ben kam gerade mit einer Packung Holzschrauben aus dem Keller als er eine Stimme vernahm die er eigentlich nicht mehr hören wollte.

David schrie Diana an das sie ihm das Auto geben soll.

Du spinnst schrie sie zurück, du hast dir doch schon mein Haus genommen.
Das gehörte Vater und Mutter und…
...die haben es mir vererbt weil sie wussten was du für ein Loser bist, außerdem habe ich dir 50000 Euro gegeben und du durftest kostenlos bei mir wohnen.
Jetzt brauche ich halt dein Auto.
Das kannst du vergessen wir brauchen es.

Ben ging dazwischen.
Verlasse mein Haus.

Was willst du denn schon wieder, heute früh bist du ohne meine Einwilligung in mein Haus gekommen jetzt mache ich es bei dir so schrie David.

Alex schrie zu Ben.
Dad da kommt noch einer.

Gerade als Ben die Türe zu machen wollte kam ein weiterer Mann zur Türe herein der unsanft Alex zur Seite drückte.

Ben ging zu dem Mann und packte ihn am seinem Pullover, verschwinde aus meinem Haus oder!

Oder was.

Das wirst du dann schon sehen.

Diana rief noch „Achtung Ben“ doch es war schon zu spät, David hatte ihn von hinten in die Kniekehlen geschlagen und als er zu Boden ging in den Schwitzkasten genommen. Davids Freund legte sich nun mit seinem ganzen Gewicht auf Ben während David etwas suchte um Ben zu fesseln.

Ella und Alex kamen angerannt und wollten ihren Vater zu Hilfe eilen.

Ella war zuerst bei ihrem Vater und als sie ihm helfen wollte frei zu kommen schlug ihr David mit voller Wucht ins Gesicht.

Ella fiel in sich zusammen und schlug mit dem Kopf ungebremst auf den Boden und war sofort besinnungslos. Es dauerte nicht lange und man konnte eine Blutlache sehen.

Ben der das alles mitverfolgte wehrte sich mit all seiner Kraft doch er kam nicht gegen den Mann an der ohne ihn locker zu lassen das ganze Schauspiel lachend beobachtete.

Diana die etwas abseits stand schrie David an und als sie auf ihn los gehen wollte schlug David erneut zu. Diana ging daraufhin auch zu Boden, war aber bei Bewusstsein.

Alex schrie laut um Hilfe als er sah wie seine Schwester zu Boden ging und obwohl er Angst hatte wollte er ins Haus stürmen als ein Arm ihn zur Seite zog.

Erich hatte Alex zu sich gezogen und hielt ihn fest.

Gehe zum Auto, ich werde versuchen zu helfen.
Widerwillig gehorchte Alex.

Erich ging mit kleinen Schritten Richtung Ella, er sah das sie atmete aber noch immer nicht bei Bewusstsein ist.

Können wir das ganze so beenden das es für alle Zufriedenstellend ist.

David lachte Erich an.

Wer bist du denn überhaupt fragte David gleichgültig.

Erich.

Erich wer.

Das ist doch jetzt egal, ich bin Erich, mehr brauchen sie nicht zu wissen.

Wir wollen beide Autos, euer Essen und Trinken forderte David.

Erich schaute zu Ben der leicht mit dem Kopf schüttelte und als David es sah trat er ihn mit dem Fuß in den Magen.

Ben ächzte.

Das mit den Autos geht klar, aber Essen und Trinken haben wir nicht.
Ihr könnt gerne das Haus und die Autos durchsuchen werdet aber nichts finden.

Davids lachen verstummte, ihr lügt, ihr müsst etwas haben.

Wir haben nichts, er sagt die Wahrheit kam es undeutlich aus Ben heraus.

Du bist schon mal ganz ruhig du lügst mich doch immer an.

Erich schaltete sich wieder ein, dann schaut ob ihr etwas findet und wenn ja gehört es euch.

Erich fragte David ob er nach Ella schauen darf denn er sah die immer noch größer werdende Blutlache.

Nein.

Jetzt komm schon, wir machen doch alles was ihr wollt.

Nein wiederholte David.
Wenn sie stirbt ist es doch besser für uns, ein Maul weniger zu stopfen.

Ben versuchte alles um los zu kommen doch sein Gegner war einfach zu stark.

Melissa rief vom Auto aus ob sie helfen kann.

Erich verneinte, doch David meinte das es schon eine Möglichkeit gibt bei der sie ihm und Mark helfen könnte.

Erich blieb unbeeindruckt, Mark, ist das ihr Name?
Wenn ja Mark könnten sie nicht von Ben runter gehen und wir unterhalten uns ganz normal ohne gewalttätig zu sein.

Sei ruhig schrie David und du Mark bleibst wo du bist.

David suchte immer noch etwas womit er Ben fesseln konnte.

Ben versuchte sich nicht mehr zu befreien, Mark war doppelt so schwer wie Ben und er wusste seine Masse sehr gut einzusetzen. Aber Ben schaffte es wenigstens sich so weit zu drehen das er Ella sehen konnte, sie hatte sich seit dem Schlag nicht mehr bewegt und Ben machte sich sehr große Sorgen um Ella. Er musste den richtigen Augenblick abwarten um sich zu befreien, unkontrollierte Aktionen hatten nur Nachteile für ihn und die anderen.

David hatte ein langes Kabel gefunden und ging damit zu aller Überraschung nicht zu Ben sondern zu Diana.
Diana spuckte ihrem Bruder ins Gesicht, was bist du nur für ein Mensch.
David holte aus und schlug Diana erneut mit aller Kraft ins Gesicht.
Diana blutete aus der Nase und dem Mund, sie weinte und schrie doch ohne von ihr abzulassen fesselte sie David.

Erich stand regungslos da, zu gerne wäre er dazwischen gegangen, doch gegen David, geschweige denn Mark hätte er niemals eine Chance gehabt.

Hör doch bitte auf sie zu schlagen, sie ist doch deine Schwester.

Sag du mir nicht was ich machen soll sonst bist du der nächste.
Oh sagte David lachend, du bist ja der nächste.

Mit einer geschickten Körperdrehung stand er auch schon vor Erich, schnappte sich seine Hände und nach ein paar Umdrehungen war Erich gefesselt.

David genoss seine Macht immer mehr.
Wollen wir uns nachher etwas die Zeit vertreiben, ich nehme das Schmuckstück da draußen, du kannst meine Schwester haben.

Mark fing an zu lachen und war begeistert von dem Vorschlag.
Los David jetzt fessle ihn noch dann sind wir hier fertig und kommen zum vergnüglichen Teil.

David holte ein neues Kabel und gerade als er damit Ben fesseln wollte nutzte Ben den Moment aus als Mark von ihm runter stieg und schlug ihm mehrmals ins Gesicht, dann stand er auf und schlug in schneller Reihenfolge David abwechselnd in Hals, Nieren und Leber.

Überrascht von dieser Aktion schaffte es Ben beide Angreifer auszuschalten.

Beobachte sie schrie er zu Erich.

Ben hatte nur noch Augen für Ella.

Ella, bitte wach auf, bitte.
Ben drehte sie vorsichtig in Seitenlage und sah das Ella viel Blut verloren hatte

Achtung Ben, David.

Ben drehte sich blitzschnell um und sah wie David gerade aufstehen wollte.
Ben der am Boden kniend bei Ella war hechtete auf David und schlug erneut mit einer Salve von Schlägen auf ihn ein bis er sich nicht mehr rührte, dann nahm er das Kabel und fesselte ihn genauso wie sein Gegenüber Mark.

Befreie uns sagte Erich dann können wir dir helfen.
Ben stand auf und holte ein Messer aus der Küche und schnitt dann die Fesseln von Erich und Diana durch.

Die drei umarmten sich.

Diana hole Alex.

Erich rannte raus und lief in die Arme seiner Frau.
Während sich die beiden umarmten rannte Alex schon ins Haus.

Wir müssen sie zu einem Arzt bringen sagte Ben zu Alex.

Diana fragte ob es überhaupt noch einen Arzt im Ort gibt.

Wir fahren zu Doktor Blechschmid, der kennt uns und er ist bestimmt noch hier.

Ben nahm vorsichtig Ella hoch, Diana holte eine der Decken aus dem Auto und legte sie ihr über.
Am Auto angekommen ging Ben zu Alex, du bleibst hier und passt auf die beiden auf.
Nein, ich will mitkommen protestierte Alex.
Ben griff Alex an die Schultern, Alex ich brauche dich jetzt hier, die beiden dürfen nicht flüchten und ich vertraue dir das du in meiner Abwesenheit auf sie aufpasst.
Okay Dad aber beeilt euch.

Erich und Melissa bleiben auch bei dir und natürlich die Kinder, aber du bist derjenige der das sagen hat und hast nur Augen für David und Mark.

Diana und Ben fuhren los, bis zum Arzt waren es etwa 500 Meter und Ben hoffte das er noch da war.

Als sie ankamen rannte Diana zur Türe und klingelte mehrmals, als Ben mit Ella ankam war die Türe noch immer verschlossen.
Komm wir gehen hintenrum, vielleicht hat er Angst aufzumachen, er muss da sein.

Hinten angekommen sahen sie nur die herunter gelassenen Jalousien, Diana klopfte mit beiden Händen dagegen und Ben sagte immer wieder Doktor Blechschmid wir sind es die Wagners, sie kennen uns doch, bitte machen sie auf, es handelt sich um einen Notfall.

Nichts geschah, nach ein paar Minuten sagte Diana das es keinen Sinn macht noch weiter zu klopfen, er ist nicht da.
Ben der immer noch nach dem Arzt rief wollte es nicht akzeptieren.

Ben da ist niemand.
Ben fing an zu weinen, seine Arme, die Decke, alles war voller Blut und er konnte nicht mehr.

Das Rollo ging hoch.
Ein alter Mann schaute durch die Scheibe.
Ben bist du es, was ist denn los, wen hast du denn da.
Doktor Blechschmid, das ist Ella meine Tochter, sie kennen sie doch, sie wurde geschlagen und ist…
..die Türe ging auf, die Frau des Doktors kam ihnen entgegen.
Los rein mit euch.
Der Arzt schaute nur kurz nach Ella dann gingen sie in die Praxis die zwar schon lange nicht mehr öffentlich genutzt wurde aber immer noch eingerichtet war.

Doktor Blechschmid untersuchte Ella und in der Zwischenzeit kümmerte sich seine Frau um Diana und Ben.
Zuerst gab sie Diana ein nasses Tuch damit sie sich ihr ganzes Blut aus dem Gesicht abwischen konnte, dann setzte sie Wasser auf um einen Tee zu machen.
Sie wusste noch von ihren Besuchen das Ben keinen Kaffee trank, er und Michelle waren leidenschaftliche Teetrinker.

Ben und Diana bedankten sich mehrmals.

Das Haus der Blechschmids war früher Anlaufstelle für jeden im Ort, er war der Arzt der jeden kannte und wurde von allen respektiert.
Ella und Alex kamen in seinem Beisein auf die Welt und als Michelle starb war er ebenfalls anwesend.

Ben wollte mehrmals aufstehen und nachsehen gehen doch jedes mal rief in die Frau des Doktors zurück.

Nach endlosen warten kam der Doktor in die Küche.

Wie sieht es aus, wird sie wieder gesund.

Sie hat viel Blut verloren und ist noch immer Ohnmächtig, ich habe das Loch im Kopf genäht, eine Infusion angehängt, viel mehr kann ich jetzt auch nicht machen.
Wir warten ab, sie ist jung und stark.

Diana fragte Ben ob er nach dem Problem bei sich zu Hause schauen will, Alex ist für diese Art von Aufgaben noch zu jung.

Ben überlegte kurz.

Ich bleibe hier und du holst die anderen.

Nur ungern stimmte Ben zu aber es musste sein und so ging er zu Ella ins Zimmer gab ihr einen Kuss auf sie Stirn und entschuldigte sich für sein Versagen.

Bis bald und danke für alles.

Als Ben ankam war alles unter Kontrolle, Alex war aufgewühlt und froh als er seinen Vater wieder sah.
Auch Erich und Melissa begrüßten Ben überschwänglich.

David und Mark hockten unverändert auf dem Boden.
Als Ben herein kam fing David an das der Spaß nun zu Ende ist und er und sein Freund endlich wieder gehen könnten.
Mark sagte das alles was passiert ist so nicht beabsichtigt war und sie sich für alles entschuldigten, so etwas wird nie wieder vorkommen.

Ben ging ohne ein Wort nach draußen.
Alex den er herbei rief sagte er das er zusammen mit Erich, Melissa und den Kindern zu Doktor Blechschmid fahren sollen, er kommt dann nach.

Erich schaute Ben misstrauisch an, alles klar bei dir wollte er wissen.

Natürlich sagte Ben.

Wie ist der Plan mit den beiden wollte Erich aber auch Alex wissen.

Das braucht euch nicht zu interessieren.

Dad du machst jetzt aber nichts blödes.

Fahrt jetzt zum Doktor.

Wenig später fuhren sie los, Ben ging ohne sich umzudrehen ins Haus zurück.

Er setzte sich zu David und Mark auf den Boden, schaute den beiden in die Augen.
Ben zog ein Messer das er seitlich am Gürtel unter seinem Hemd hatte und hielt es David an den Hals. David und Mark erschraken, Ben konnte die Angst sehen.

Soll ich euch von meinem Plan erzählen, ich meine jeder hat doch einen Plan oder.
Also ich wollte nachdem ich die Frau meiner Träume traf mit ihr alt werden, immer für sie da sein denn ich liebte sie so sehr und jetzt da meine Frau leider gestorben ist und ich nur noch meine Kinder habe muss ich alles nötige unternehmen um sie zu beschützen denn jedes mal wenn ich in ihre Gesichter schaue dann sehe ich Michelle und das Versprechen das ich ihr gab kurz bevor sie starb. Alles zu geben damit meine Kinder sicher sind.

Ben stand auf, drückte David solange bis dieser mit dem Rücken am Boden ankam, dann umschloss er das Messer fest mit seiner rechten Hand und drückte es langsam in das Herz von David.
David schrie kurz auf doch nach wenigen Augenblicken war es vorbei.
Ben wischte das Messer nicht ab, er wiederholte das Schauspiel bei Mark bis auch dieser Tod war.

Ben machte sich nicht die Mühe die beiden weg zu bringen, er ging nach draußen und stieg ins Auto ein, er wollte so schnell wie möglich zu Ella und Alex.
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Mankei
 

Beitragvon Andiamos » 28.01.2017, 10:45

Puuhhh.... heftig....
Andiamos
 

Beitragvon Mankei » 28.01.2017, 21:27

Als Ben bei Doktor Blechschmid ankam standen Melissa und Erich am Auto von Diana.
Ben der so schnell wie möglich zu Ella wollte reagierte zuerst nicht auf die Stimme von Erich doch als dieser sehr laut und eindringlich immer wieder Bens Namen rief blieb er stehen.

Hat es nicht Zeit bis nachher, ich will zu Ella.
Was hast du mit den beiden gemacht fragte Erich.
Später.
Nein jetzt, ich, wir, wollen es sofort wissen.
Ben überlegte kurz, was denkst du denn das ich gemacht habe.
Wir denken du hast beide umgebracht, wir hoffen du hast sie gehen lassen.
Ich werde meine Tat nicht vor euch verteidigen, dass es falsch war weiß ich selber.
Dann hast du sie…
...Tod, alle beide, wenn du sie sehen willst fahre zu meinem Haus, sie liegen dort so wie vor eurer Abfahrt.
Du hast zwei Menschen getötet Ben.
Wacht auf ihr beiden Träumer, falls ihr es nicht gemerkt habt gelten jetzt andere Gesetze, glaubt ihr wirklich sie hätten es dabei belassen uns zu fesseln und wären dann nachdem sie Diana und Melissa vergewaltigt haben einfach gegangen.
Melissa öffnete die Augen noch weiter und erschrak sichtlich.
Ach hat dein Mann vergessen dir das zu erzählen, das hatten die beiden nämlich vor, David wollte dich und Mark wollte Diana.
Stimmt das fragte Melissa Erich.
Erich neigte den Kopf nach unten, dann sagte er ja.
Melissa drehte sich um und ging in Richtung Haus.
Du kennst David nicht und hast keine Ahnung was er schon alles in seinem Leben gemacht hat und jetzt lass mich in Ruhe ich will zu meinen Kindern.

Ben wurde schon erwartet, Diana umarmte ihn lange.
Wie geht es ihr fragte Ben.
Unverändert.
Der Doc meinte die nächsten 24 Stunden seien entscheidend.
Ben klopfte leise an die Türe bevor er eintrat, Alex kam weinend auf ihn zu, Dad sie muss wieder gesund werden.
Das wird sie bestimmt Alex, mach dir keine Sorgen.

Doktor Blechschmid kam herein und an seiner Gestik erkannte Ben das es keine guten Nachrichten gab, sie gingen beide in ein anderes Zimmer.

Der Arzt erklärte Ben das er für solche schweren Unfälle nicht genügend Wissen habe, sie gehört in ein Krankenhaus und zumindest in die Hände eines besseren Arztes.

Doktor Blechschmid ich...
...Anton oder Toni.
Was fragte Ben.
Mein Name ist Anton, wir kennen uns jetzt schon so lange da halte ich das „du“ für angebracht.
Ben lachte, freut mich ich bin Ben.

Überall sprechen sie von Überfällen und Einbrüchen, Menschen gehen nicht mehr zur Arbeit, Erich und Melissa kommen aus München und da herrscht nur noch Chaos sagten sie, nein Anton, du bist die einzige Möglichkeit die meine Ella hat.

Ich werde euch sicher nicht weg schicken aber wie stellst du dir das vor, ich lebe hier mit meiner Frau und unsere Vorräte reichen nur noch wenige Zeit, wie sollen wir euch noch mitversorgen.Das braucht ihr nicht Anton wir haben selbst.

Ich dachte weil Erich und Melissa mich nach Essen gefragt haben, sie und die Kinder haben seit fünf Tagen nichts mehr gegessen und da gab ihnen meine Frau wenigstens etwas.

Ben schüttelte den Kopf, er ging ins Bad um nachzudenken, es fühlte sich an als ob er den Boden unter den Füßen verlieren würde.

Nach über einer halben Stunde, Alex und Diana hatten mehrfach geklopft ohne Antwort zu erhalten, kam Ben wieder heraus. Zuerst ging Ben zu seinem Sohn, Alex du musst mich jetzt noch einmal vertreten, ich fahre in die Hütte und hole ein paar Sachen, solange es Ella nicht besser geht werden wir hier bleiben.

Du verlässt mich jetzt schon wieder?
Ja aber nur für kurze Zeit.
Wir und die anderen brauchen Nahrungsmittel und ich werde sie holen.
Dann nimm wenigstens jemanden mit der dir helfen kann.
Das geht nicht Alex, niemand soll erfahren wo unsere Hütte ist, auch du darfst auf keinen Fall jemanden davon erzählen hast du mich verstanden.
Alex nickte mit dem Kopf, klar doch Dad.

Diana wollte Ben nicht alleine fahren lassen doch sie schaffte es nicht ihn zu überreden.

Ohne viel Worte zu sagen stieg Ben in sein Auto und fuhr los.
Nach ein paar Kilometern hielt er an, erst jetzt wurde im klar das es bereits dunkel war.
Sollte er sich wirklich dieser Gefahr aussetzen und nachts fahren.
Nur kurz grübelte er darüber nach denn er wollte unbedingt heute noch zurück zu seinen Kindern.
Ben fuhr mit weit erhöhter Geschwindigkeit und als er auf die Straße einbog die zu seiner Hütte führte hielt er an und wartete ab.

Ben schüttelte sich einerseits vor Kälte anderseits davor das er einfach eingeschlafen war.
Über eine Stunde hatte er so verloren doch es hatte auch etwas gutes, niemand war ihm gefolgt.

Als Ben die Türe zur Hütte aufsperrte war er wieder da der Geruch nach Michelle und noch mehr als sonst wünschte er es sich so sehr das sie jetzt bei ihm wäre.

Im Keller bei den Vorräten angekommen musste Ben erst anfangen zu rechnen, waren seine Vorräte bisher für drei Personen sehr lange ausreichend so sah er nun seinen Vorrat dahin schwinden.
Er dachte nach, zu Ella, Alex und ihm kamen nun mit Diana, Franziska, Klara, Melissa, Erich, ihren drei Kindern und Anton mit seiner Frau weitere 10 Mäuler dazu die gestopft werden mussten.

So ist das Leben dachte sich Ben und brachte eine Ladung Nahrung nach der anderen ins Auto und als nichts mehr hinein passte bastelte er im dunkeln aus den Holzlatten und dem Dachträger eine weitere Transportmöglichkeit hinzu.
Am Ende verstaute Ben noch die drei Nachtsichtgeräte, einige Waffen, Lampen und Trinkfilter.

Eines der Nachtsichtgeräte setzte sich Ben auf und fuhr nun ohne Licht zurück zu anderen.
Ben schaltete das Radio ein, er wollte hören ob es Neuigkeiten gab.

Hallo liebe Zuhörer, mein Name ist Jörg und wie immer ab Mitternacht auf Mittelwelle.
Heute habe ich einen interessanten Gesprächspartner als Gast, zu dessen Schutz habe ich seine Stimme verzerrt.

Jörg fing an mit dem Interview.
Ist es wahr das die meisten Regierungen schon früh über dieses neue Gen Bescheid wussten.
Im europäischen Raum wussten alle Bescheid.
Sie waren an der Entwicklung dieses Genes maßgeblich beteiligt, warum wurde es nicht eingestellt als man merkte was es anrichtet, anrichten kann.
Profit.
Geht es denn nur um Geld, darf man deswegen alles machen.
So schaut es aus.

Jörg spielte ein weiteres Interview ein.

Stellen sie sich vor eine Pflanze hat nicht mehr eine Blüte sondern 100 und das bei egal welcher Pflanze.
Sie haben also aus einer Pflanze die z.B. ein Korn produzierte eine Pflanze gemacht die 100 Körner produzierte.
So ist es.
Mit welchen Nebenwirkungen.
Keine.
An wie vielen Personen wurde damals getestet bevor sie die Zulassung durch das BVL bekamen?
19011 Personen.
Wie viele wurden krank oder zeigten andere bedenkliche Symptome?
Kein einziger.
Sie haben das Problem der Nahrungsknappheit gelöst.
Haben wir.
Vielen Dank für das Interview.
Dieses Interview stammt vom 23.08.2017

Jörg fragte seinen Gast.
Und jetzt 3 Jahre später sterben die Menschen an diesem Gen und keiner soll Schuld sein.

Wem wollen sie denn die Schuld geben.
Wir hatten sehr hohe Auflagen bekommen und bei den Kandidaten die uns als Tester dienten lief meines Wissens alles korrekt ab, das dann 3 Jahre später die Menschheit dadurch ausgerottet wird kann doch niemand vorher wissen.

Jörg las einen weiteren Text vor.

Die Sicherung der Ernährung der Weltbevölkerung wird entscheidend auch von Fortschritten der Pflanzenzüchtung abhängen. Die Gentechnik wird die Pflanzenzüchtung in die Lage versetzen, diese Anforderungen schneller und gezielter zu erfüllen.“
Die Zitate stammen aus einer Informationsbroschüre der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur „Grünen Gentechnik“

Der globale Bedarf an Nahrungsmitteln wird bis 2050 um 70 Prozent steigen. Wenn es uns nicht gelingt, durch höhere Produktivität auf den gleichen Ackerflächen mehr Nahrung zu erzeugen, werden wir weltweit mehr Hunger sehen. Das könnte die geopolitische Stabilität erheblich gefährden.(...) Mit ihrer Hilfe [der Pflanzenbiotechnologie] werden deutliche Ertragssteigerungen erreicht. Wir können zum Beispiel gezielt Pflanzen mit Eigenschaften wie Toleranz gegen Trockenheit oder salzige Böden ausstatten. Letztlich müssen wir alle vorhandenen Technologien nutzen, um Nahrung, Futtermittel und Energie in ausreichendem Maß für alle Menschen erzeugen zu können. Innovation ist dazu der zentrale Schlüssel
Das Zitat stammt von Stefan Marcinowski vom Vorstand des Chemie-Konzerns BASF.

„Um dieses Wachstum (durch Gentechnik) kommen wir nicht herum. Wer den Welthunger nur für ein Verteilungsproblem hält, argumentiert zynisch. Natürlich gibt es Verteilungs- und Zugangsprobleme, aber es gibt auch einen echten Mangel an Lebensmitteln, verursacht durch Klimawandel, die wachsende Weltbevölkerung und den zunehmenden Wohlstand in den Schwellenländern.“

Dieses Zitat stammt von Ernst-Ludwig Winnacker, dem ehemaligen Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Er spricht als Gründe für Hunger in der Welt nicht nur das Bevölkerungswachstum an, sondern implizit - indem er den Klimawandel erwähnt - auch einen anderen, von Befürwortern oft angeführten Grund: die abnehmende ackerbauliche Nutzfläche infolge von Wassermangel und Dürre sowie Bodenerosion. Damit werden von den Befürwortern der Agrar-Gentechnik auch ökologische Probleme angesprochen.

1950 kam statistisch auf jeden Erdenbürger noch fast ein halber Hektar, 2050 werden es nur noch 0,15 Hektar sein, weniger als ein Drittel also. Gleichzeitig ist der Wohlstand der meisten Menschen gestiegen, was zu einem Mehrbedarf an Nahrungsmitteln führen wird. Viele Menschen, vor allem in bevölkerungsreichen Ländern wie China oder Indien, satteln von pflanzlicher Nahrung nach und nach auf tierische um.

Ben schrie ins Radio, es ist doch eine Frechheit wenn man mehr oder weniger den Menschen in Asien die Schuld gibt nur weil sie auf den selben Stand kommen wollen wie wir Europäer oder Amerika.

Doch tierische Produkte benötigen verglichen mit der Getreidekost bei der Herstellung bis zur achtfachen Menge an Fläche und Wasser. Dieser „Veredelungsprozess“ wirft über den Anbau von Futtergetreide dann am Ende, in Form von Schnitzeln oder Bratspießen für den Menschen weniger Nährwerte ab, als wenn er das Korn selbst verzehrt. Der gestiegene Wohlstand wird für viele ein Segen sein, für alle, die er nicht erreicht, wird es umso knapper.
Der Ersatz für Fleisch ist bereits absehbar – er dürfte allerdings für viele gewöhnungsbedürftig sein. Für besonders aussichtsreich halten Experten die Ernährung durch Insekten. Sie vermehren sich schnell und sind genügsam, brauchen vor allem wenig Wasser. Zum Aufbau von einem Kilo Insektenmasse werden nur zwei Kilo Futter benötigt, bei Rindern sind es acht Kilo.


Ebenfalls bereits getestet wurde der „Hamburger aus der Retorte“, mit Brät aus künstlichem Fleisch, das aus Stammzellen in einer Nährlösung großgezogen wurde. Es war ein Prototyp, noch zu einem Kilopreis von einer halben Million Euro. Doch die Chancen stehen nicht schlecht für den Rehrücken oder die Roulade aus der Retorte.
Ganz nach der Devise, die Winston Churchill einmal aufstellte: „Wir werden von dem Aberwitz abkommen, ein ganzes Huhn zu züchten, um die Brust oder den Flügel zu essen, und diese stattdessen in einem geeigneten Medium züchten.“ Ob auch er in den Retorten-Hamburger gebissen hätte?
Die Herausforderungen der Welternährung sind groß, aber die Chancen stehen gut, dass sie gemeistert werden – wie in den vergangenen Jahrzehnten.

Jörg konnte sich ein lachen nicht verkneifen und auch Ben musste lachen.
Die Chancen stehen gut das alle sterben fügte Ben an und schaltete ab.

Als Ben endlich bei dem Haus von Doktor Blechschmid ankam brannte im jedem Zimmer Licht, er fuhr die Auffahrt hinauf und fing nachdem er geklingelt hatte sofort mit dem Abladen an.

Diana kam schreiend zu Ben gelaufen, komm schnell Ella ist Tod.
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Mankei
 

Beitragvon Mankei » 31.01.2017, 23:50

Ben rannte an Diana vorbei in das Zimmer von Ella.
Ella lag auf dem Boden, neben ihr kniete Erich der eine Herzdruckmassage bei ihr machte.
Als Erich bei 30 ankam unterbrach er und Melissa beatmete Ella zweimal, dann übernahm Erich wieder.
Wo ist der Arzt fragte Ben.
Kommt gleich wieder sagte Melissa.
Was macht er denn und warum ist er…
… Anton kam aus einem anderen Raum mit einer Spritze in der Hand.
Was geben sie ihr.
Adrenalin.
Anton entfernte die Infusion und spritzte nun über die Öffnung das Adrenalin direkt in Ellas Vene.
Was ist los, wirkt es fragte Ben ungeduldig.
Hört mit der Herzdruckmassage auf sagte Anton der nun mit dem Stethoskop das Herz von Ella abhörte.
Ben konnte nicht mehr zuschauen, er wollte etwas machen doch Erich hielt ihn fest.
Warte Ben sagte er, habe Vertrauen.
Anton legte das Stethoskop zur Seite, er schaute zu Ben der ihm weinend gegenüber stand, Ellas Herz schlägt wieder.

Nach ein paar Minuten in denen er nur Ellas Hand hielt und immer wieder ihre Haare sanft streichelte merkte Ben erst jetzt das Alex in einer Ecke des Zimmers hockte und weinte.

Ben ging zu ihm, sie lebt sagte er zu Alex, sie lebt, alles wird wieder gut werden.

Anton untersuchte Ella und schloss einige Kabel an ihr an.
Doc, wie sieht es aus?
Damit haben wir sie unter Kontrolle, falls etwas passiert hören wir es sofort.

Ich glaube sie hat es erst einmal geschafft aber über den Berg ist sie noch nicht.
Können wir denn gar nichts machen fragte Alex.
Beten.

Am nächsten morgen wachte Ben mit einem Schrecken auf, der Alarm ging los.
Es dauerte nur kurz bis Anton zur Türe herein kam und sofort sah das es kein Problem mit Ella gab sondern das der Akku des Überwachungsgerätes beinahe leer war.

Alles in Ordnung sagte Anton zu Ben und Alex die nicht aus dem Zimmer gehen wollten und deshalb die Nacht notdürftig in zwei Sesseln neben Ella verbrachten.
Der Stecker ist heraus gerutscht und der Akku hält nur ein paar Stunden.

Geht euch mal frisch machen und Gabi wartet mit dem Frühstück auf euch.
Gabi fragte Ben.
Meine Frau.

Als Ben und Alex die Küche betraten herrschte schon reges treiben, Ben und Alex wurden von fünf Kindern umzingelt und am Tisch hockten Gabi, Diana, Melissa und Erich.

Erich stand auf und machte Platz für die beiden.

Wo hast du nur die ganzen Vorräte her fragte Melissa.
Ben gab keine Antwort.
Erich informierte Ben das er zusammen mit den anderen sein Auto abgeladen und die Sachen im Keller verstaut hatte.

Ben bedankte sich, wir brauchen jemand der es sortiert und jede Ausgabe notiert.
Danke für alles Ben, Gabi nahm Bens Hand.
Ihr braucht euch nicht bei mir bedanken, ich muss mich bei euch bedanken, ohne Anton wäre Ella…
.. Ben unterbrach, stand auf und ging ohne Essen aus der Küche.

Alex kam hinterher gelaufen.

Was machen wir jetzt, fahren wir mit allen zur Hütte oder bleiben wir hier.
Ben war sich unschlüssig aber er hielt es für am besten wenn sie erst einmal hier bleiben und warten bis Ella sich wieder erholt hat.

Eine ganze Woche verging bis Ella aufwachte und eine weitere bis ihr Anton erlaubte aufzustehen.

Ella war wieder zu Kräften gekommen und trotz der ganzen Vorkommnisse hatte sie es ohne bleibende Schäden überstanden.

Alle waren gekommen die ersten Gehversuche von Ella zu erleben, Ben und Alex standen bereit doch abgesehen von ein paar kleinen Schwankungen ging es erstaunlich gut.
Ella war glücklich das sie endlich wieder das Bett verlassen durfte.

Ben, Ella und Alex nahmen das Auto und fuhren zum Grab von Michelle, sie wollten für sich alleine sein, ihre weitere Vorgehensweise bereden und dazu brauchten sie nur sich.

Alex fragte ob sie denn nicht zur Hütte fahren können um dort zu leben, die anderen könnten doch bei Doktor Blechschmid bleiben.
Ella und Ben fragten überrascht ob er das ernst meinte, immerhin hat Anton Ella das Leben gerettet.
Dafür haben wir ihnen aber auch was zum Essen gegeben.
Wir fragte Ben.
Ohne meine Vorräte die ich ohne dich angelegt habe hättest auch du schon lange nichts mehr.
Hört auf ihr beiden, es kommt nicht in Frage das wir irgendwen zurück lassen, wir gehören zusammen.
Ben war stolz auf Ella, er hätte aber niemals die anderen alleine gelassen, jetzt nach all dem was passierte gehörten sie zur Familie und das akzeptierte auch Alex sehr schnell.

Als sie alles beredet hatten legte jeder von ihnen die Hand auf den Grabstein von Michelle.

Durch leer gefegte Straßen fuhren die drei wieder zur Arztpraxis.

Diana war verantwortlich für die Lagerhaltung und nach 16 Tagen in denen nur genommen wurde und nichts hinzugefügt wurde kamen sie an einen Punkt wo Nachschub her musste.

Ben grübelte wie es weiter gehen sollte und wollte dies mit allen besprechen.

Nach dem Abendessen versammelten sich alle im Wohnzimmer und Ben ergriff das Wort.
Ben hatte sich schon seine Gedanken gemacht und wäre sehr gerne mit allen zur Hütte gefahren doch für 13 Menschen ist die Hütte einfach zu klein.
Allerdings gab er zu bedenken das es dort weitaus sicherer wäre als wenn sie hier bleiben, außerdem muss man immer wieder dort hin fahren um Nahrung zu holen und das größte Problem war natürlich wenn jemand mal zufällig an der Hütte vorbei kommt so konnte er sich alles einfach in Ruhe nehmen weil keiner da ist.
Wenn wir uns teilen fragte Melissa.
Auf keinen Fall sagte Ben, wir sind eine Familie und die bleibt zusammen.

Wie viele passen denn in die Hütte wollte Anton wissen.
Ben überlegte kurz, auf Dauer gesehen das man auch einen Rückzugsort hat den jeder von uns irgendwann mal brauchen wird 10, maximal 11, je weniger um so besser.

Gabi und ich hätten vielleicht eine Lösung.
Ben dachte das sich die beiden zum Wohle der anderen opfern wollten doch er wurde eines besseren belehrt.
Wir haben einen großen Campingwagen, also nicht diese kleinen Dinger, wir haben einen der Marke zu groß für zwei Personen.
Interessant und erleichtert hackte Ben nach.
Für euch oder an wen denkt ihr.
Melissa, Erich und ihre drei Kinder könnten dort sehr komfortabel wohnen und sie wären dort ja nur zum schlafen, wir könnten den Wagen leicht umbauen das es für sie nicht zu eng wird.

Erich und Melissa waren begeistert über den Vorschlag und auch die Jungs fanden es super.
Wo steht denn der Wagen wollten die anderen wissen.
Nicht hier, er steht bei einem Bekannten im Nachbarort, er brauchte neue Reifen und Erwin so heißt mein Freund macht die weniger aufwendigen arbeiten am Wagen.

Dann machen wir uns morgen auf den Weg und holen ihn schlug Erich vor dem die Vorfreude schon im Gesicht stand.

Ben und Anton starteten gleich nach dem Frühstück.
Langsam fuhr Ben die leere Straße entlang, als er an einem Stoppschild kam das er ignorierte sahen die beiden ein kleines Kind das sich vor ihnen im Gebüsch versteckte und gerade als Ben Antons Aufforderung nachkommen wollte stehen zu bleiben sah er im Seitenspiegel zwei Männer die ihnen offensichtlich auflauerten. Ben gab Gas und fuhr die Straße weiter, Anton fragte was denn los sei und als Ben es ihm erklärte schnaufte Anton tief durch.

Nach drei Kilometern kamen sie bei Erwin an.
Anton klingelt und klopfte mehrmals doch niemand war da. Der Campingwagen stand noch so hinter dem Haus wie ihn Anton damals abstellte und auch die Reifen wurden noch nicht gewechselt.
Anton der den Reserveschlüssel mit hatte sperrte die Türe auf und zeigte Ben den hochwertig eingerichteten Innenraum.

Was meinst du, kann man das Wohnmobil so umbauen das Erich, Melissa und die Kinder es darin bequem haben.
Ben lachte, wenn nicht dann nehme ich es für meine Kinder und mich und ihr nehmt meine Hütte.

Kurze Zeit später machten sie sich wieder auf den Heimweg und wie bei ihrer Hinfahrt sahen sie wieder das kleine Mädchen.
Ben hupte einmal blieb aber nicht stehen und auch Anton fuhr ohne auf das Mädchen zu achten weiter.

Wieder zu Hause berichteten sie den anderen von dem Vorfall und ermahnten alle aufzupassen.

Den Rest des Tages nutzten alle um alles irgendwie nützliche im Wohnmobil zu verstauen und als es geschafft war versammelten sich alle zu einem letzten Festessen.
Gabi zauberte aus verschiedenen Gerichten einen Eintopf der aller Ehren wert war und während die Kinder sich mit Orangensaft Konzentrat begnügen mussten gab es für die älteren die letzten drei Flaschen Rotwein aus Antons Weinkeller.

Erich verbrachte die Nacht im Wohnmobil, sie hatten Angst, jetzt da viele wertvolle Sachen dort verstaut waren, es ihnen noch jemand stehlen könnte.

Am Morgen waren alle wie aufgedreht, nur Ben der das Schauspiel aus der Ferne beobachtete war ruhig und gelassen, er wusste das dies der Beginn eines neuen Abschnittes seines Lebens werden würde.

Diana, Franziska, Klara, Ella und Alex fuhren bei Ben im Auto, die anderen waren im Wohnmobil untergebracht.

Ohne Unterbrechungen fuhren sie den langen Weg und da der Wohnwagen nicht so schnell war wie Bens Auto planten sie eine Pause ein, auch der Kinder wegen.

Anton nahm die Lichthupe und signalisierte so Ben das er die nächste Ausfahrt nehmen soll.
Ein Parkplatz der in normalen Zeiten nahezu immer voll belegt war empfing die Gruppe mit völliger Leere.

Anton hielt direkt neben dem Toilettenhaus, Ben parkte etwa 20 Meter weiter.

Diana ging mit ihren Kinder ebenso auf die Toilette wie Melissa mit ihren.
Ben und Erich vertraten sich etwas abseits die Beine, redeten über unwichtiges das in dieser Zeit viel zu selten angesprochen wurde.

He Dad wo bleiben die denn fragte Alex genervt.
Du musst noch viel über Frauen in Toiletten lernen erwiderte Erich und Ben stimmte dem lachend hinzu.

Es vergingen weitere Minuten und noch immer kam niemand aus der Toilette.
Ben und Erich wussten sofort das etwas nicht stimmte und als sie Anton per Handzeichen Bescheid gaben verkroch er sich im hinteren Teil seines Wohnmobils.

Ben holte den Baseballschläger unter seinem Autositz hervor und schlich sich während Erich zur Türe ging an die Rückseite des Gebäudes.
Erich öffnete die Türe und genau in diesem Moment bekam er einen Schlag ins Gesicht und verlor das Bewusstsein. Ben der von all dem nichts mitbekam war am Fenster der Toiletten angekommen, er hörte nur wie jemand schrie das die Kinder endlich ruhig sein sollten.

Alex und Diana hatten sich ins Waldstück abgesetzt und bis auf Gabi war sonst niemand zu sehen.
Ben handelte blitzschnell, er nahm Anlauf und sprang hoch und zog sich hoch bis er auf dem Dach ankam.
Ben robbte vorsichtig in Richtung Eingangstüre und wollte den richtigen Augenblick abwarten um zu handeln.

Wann kommen die denn endlich raus dachte sich Ben.
Gabi sah wie Erich der gerade wieder zu sich kam versuchte aufzustehen als sich Türe öffnete.
Diana war gefesselt und ein junger Mann hielt sie fest.
Melissa kam ebenfalls gefesselt aus dem Raum und dann die Kinder.
Am Ende ein stämmiger Mann der mit lauter Stimme befahl langsam weiter zu gehen.
Ben wartete ab, mit diesen beiden würde er leicht fertig werden.
Als sie in einer Reihe vor dem Wohnmobil anhielten stand Ben auf und machte sich bereit zum springen.

Ben sprang auf den Anführer, noch in der Luft holte er mit dem Baseballschläger aus und traf den Mann am Hinterkopf.
Die Landung war etwas ungenau doch mit Schmerz verzehrten Gesicht stand Ben sofort auf und hechtete den zweiten Mann an der dadurch das Gleichgewicht verlor.
Ben bearbeitete ihn mit einer Anzahl Schläge bis dieser außer Gefecht gesetzt war.
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Mankei
 

Beitragvon Nileto » 03.02.2017, 18:54

Ich warte immer mit Spannung auf die Fortsetzung
Nileto
 

Beitragvon Prepper86 » 04.02.2017, 07:59

Wow! Ich konnte heut nacht nicht schlafen und habe mich bis gerade hier durch gelesen :D
Wie geht's weiter? :)
Prepper86
 

Beitragvon Mankei » 04.02.2017, 22:32

Ella und Alex hatten das ganze aus der Weite mitverfolgt und kamen nun angerannt.

Ben schaute zuerst nach Erich der immer noch benommen herum torkelte, Ella befreite die anderen von ihren Fesseln. Überglücklich das es alle unbeschadet überstanden hatten kümmerten sie sich nun um die beiden Übeltäter.

Was wollen wir mit ihnen machen fragte Alex.

Einer der Männer fing mit leiser Stimme an sich zu verteidigen.

Wir haben seit 7 Tagen nichts gegessen, egal wo man hin kommt , man wird verjagt oder noch schlimmeres.
Kein Grund Menschen zu überfallen erwiderte Ella lautstark.
Wo kommt ihr her wollte Ben wissen.
Filderstadt sagte der junge Mann.
Ihr kommt von Stuttgart hier her, wieso denn das.
Einige erzählten das es hier noch Essen gibt, stimmte nur nicht.

Dem älteren der beiden kam sogar ein Lachen ins Gesicht.
Ben schaute sich die beiden an, ihre Wangen waren eingefallen und nicht nur daran sah man das sie schon lange ohne Nahrung waren, ihm Gegensatz zu David taten sie ihm Leid.

Geht alle ins Auto befahl Ben, wir fahren gleich weiter.
Was willst du mit ihnen machen fragte Melissa besorgt.
Keine Angst, ich werde sie schon nicht töten.
Ben ging ins Wohnmobil und nahm dort mehrere Epa‘s und einen Kanister mit Wasser.
Als er bei den Gefangenen ankam konnten sie ihr Glück nicht glauben.
Du willst uns nach all dem was wir euch antaten etwas geben.
Nehmt es und verschwindet, passt auf euch auf.

Ella war Stolz auf ihren Vater, sie stieg wieder aus, umarmte Ben und gab ihm einen Kuss auf die Wange.
Ist schon gut jetzt steig wieder ein, wir fahren los.

Die Fahrt verlief ohne weitere Vorfälle und als sie an der Hütte ankamen waren alle froh darüber.

Diana bekam ein Zimmer mit ihren Kindern im ersten Stock, Ella und Alex nahmen das andere und Anton und Gabi durften es sich im freien Zimmer neben dem von Ben gemütlich machen.
Erich der voller Tatendrang und keine Kopfschmerzen mehr hatte baute zusammen mit Melissa das Wohnmobil so um das es genügend Platz für alle fünf hatte.

Das erste gemeinsame Abendessen war für alle ein besonderes Ereignis und Anton der eine kurze Ansprache hielt betonte die Einigkeit der zusammen gewürfelten Gruppe in dieser schweren Zeit.

Dad darf ich und die anderen, du weißt schon.
Geht schon.
Alex suchte und fand schließlich den Fernseher der hinter einem großen Bild versteckt war, Ben amüsierte sich da die Fernbedienung nicht auffindbar war und Alex immer wieder aufstehen musste wenn er das Programm wechseln wollte.

Während die Kinder einen der wenigen Filme die noch liefen anschauten hockten die anderen in der Küche und berieten ihre weitere Vorgehensweise.

Erich und Melissa fühlten sich ebenso wie Anton und Gabi unwohl bei dem Gedanken das überhaupt nichts von ihnen kam, alles was es hier gab, was sie benutzten gehörte Ben und seinen Kindern.

Ben dachte kurz nach.

Ihr habt da schon recht aber bedenkt bitte das dies andere Zeiten sind und ihr euch deswegen keine Gedanken machen braucht.
Ella, Alex und ich haben diese Entscheidung zusammen getroffen, alles was hier ist gehört uns und niemanden alleine. Wir hätten ja auch sagen können, danke für Hilfe und Tschüss und wären ohne euch hier her gefahren.

Wir haben uns entschieden diese Krise mit euch zu überstehen also verlieren wir kein Wort mehr darüber.

Dad kommt mal bitte, gerade wird eine Sondersendung angekündigt.
Alex hasste diese Unterbrechungen denn es waren immer schlechte Nachrichten.
Gerade als sie es sich alle etwas bequem gemacht hatten wurde der Film angehalten und in ein Nachrichtenstudio umgeschaltet.
Der Bildschirm wurde schwarz und ein Laufband das die Hälfte des Fernsehers einnahm kündigte die Sondersendung an.
„Liveschaltung zum Kanzleramt.“

Liebe Bürgerinnen und Bürger.
In Vertretung der Kanzlerin werde ich sie heute über die neuesten Entwicklungen informieren.
Grund das ich hier stehe und nicht die Kanzlerin ist folgender, ein eiligst einberufener Gipfel aller Regierungsvertreter dieser Welt mit dem Ziel die Wiederherstellung der Nahrungsmittelproduktion zu erreichen.
Das Treffen findet in der 2009 erbauten Neumayer III Station in der Antarktis statt, ein mehr als ungewöhnlichen Ort an dem es aber nach Meldungen einiger Wissenschaftlern gelungen sein soll Pflanzen mit einem komplett neu erschaffenen resistenten Gen entwickelt zu haben.

Lassen sie mich kurz etwas über die Forschungsstation der Bundesrepublik Deutschland erzählen.

Die Antarktis ist ein dem Frieden und der wissenschaftlichen Forschung gewidmetes Naturreservat. 29 Antarktis-Vertragsstaaten – darunter auch Deutschland – betreiben in enger Zusammenarbeit kontinuierlich Wissenschaft im ewigen Eis. Die untersuchten Themengebiete decken eine große Bandbreite ab und reichen von Klimaforschung bis zur Meeresbiologie.
Das AWI (Alfred Wegener Institut) forscht in der Arktis, der Antarktis und den Ozeanen der mittleren und hohen Breiten. Es ist das zentrale und führende Zentrum der deutschen Polarforschung, an der sich andere deutsche Institute innerhalb ihrer Möglichkeiten beteiligen. Das AWI stellt die grundlegende Infrastruktur für die nationale Wissenschaft und internationale Kooperationen zur Verfügung. Für wissenschaftliche Expeditionen und logistische Versorgungsfahrten betreibt das AWI den staatlichen Forschungseisbrecher „Polarstern″. Gleichermaßen liegt der Betrieb der polaren Forschungsstationen in der Arktis und Antarktis in der Verantwortung dieses Instituts.
Neumayer III − ging am 20. Februar 2009 in Betrieb und ist ein kombiniertes Gebäude für Forschung, Betrieb und Wohnen auf einer Plattform oberhalb der Schneeoberfläche.
Es zählt zu den modernsten und am besten eingerichteten Stationen der Antarktis.

Professor Dr. Huber veröffentlichte vor kurzem folgende Studie die ich ihnen nun stark gekürzt verlese.

„Da sich Wissenschaftler weltweit einig sind das diese ganze Genwucherung durch Neophyten entstand die in ihrer neuen Umwelt einfach nur überleben wollten und vom Menschen bekämpft wurden, entwickelte sich in der Natur ein Element das Pflanzen am Leben hielt, aber alles andere Leben vernichtet. Neophyten, wie die Herkulesstaude, setzen sogar Giftstoffe ein, um andere Pflanzen gezielt zu schädigen, da die Menschheit dies aber unterbinden konnten entstand das ExuGen. Es griff keine Pflanzen oder Bäume mehr an sondern stattete sie mit eben dem ExuGen aus das nun dafür verantwortlich ist das Mensch und Tier daran sterben.“

Professor Dr. Huber der in der Kältewüste der Antarktis Teil einer Forschung war wurde von seinen norwegischen Kollegen mit der Aufgabe betraut ein Gen der Gattung Weizen zu züchten.

Da Wissenschaftlerbisher ohne Erfolg geeignete Anbaustellen suchten kam Professor Dr. Huber die Idee es an seiner Meinung nach schlechtesten Ort dieser Welt zu versuchen.

Biogeographisch betrachtet werden die Eiswüsten Eisschilde oder Gletscher der Erde nicht den Kältewüsten zugerechnet, da hier keinerlei Pflanzen und Tiere mehr leben können.
Charakteristisch für die verschiedenen Formen der Kältewüste ist eine offene, steinige oder sandige und zum größten Teil fast vegetationsfreie Landschaft über Permafrostböden. Vielfach sind die Flechtenkrusten auf den Felsen die einzigen sichtbaren Lebewesen. In geschützten Bereichen kommen zudem vorwiegend Moose und Gräser vor.

Genau auf diesen Moosen und Gräsern gelang es seinem Team jetzt erfolgreich Weizen anzusäen.

Professor Dr. Huber erklärte sein Vorgehen das er sofort an alle Forschungsinstitute weiter gab.
Jedes Gen ist aus einer genau bestimmten Abfolge von Basentripletten bzw. Aminosäuren zusammengesetzt. Es beschreibt also ein Protein, das bei der Genexpression oder Proteinbiosynthese von der RNA (Ribonukleinsäure) entlang der DNA abgelesen und nach dieser „Vorschrift“ zusammengebaut wird (Ein-Gen-ein-Enzym-Hypothese). Damit das auch reibungslos klappt, besteht ein Gen zum einen aus dem Bereich, wo das Protein codiert ist und zum anderen aus verschiedenen Bereichen, die dieses Ablesen (Transkription) steuern.
Durch viel versuchen und dem Glück am richtigen Ort gepflanzt zu haben hatte er Erfolg.
Er gab diesem Gen das unser aller Leben retten kann den oft schon verwendeten Namen Genesis, das Genesis-Gen.

Es folgte eine kurze Pause.

Die Bundesregierung ist sich im klaren darüber was eine solche Meldung für uns alle bedeuten kann. Einige Vertreter der Partei fanden es Unvernünftig schon jetzt damit an die Öffentlichkeit zu gehen, doch es war der ausdrückliche Wunsch der Kanzlerin diese Informationen zu veröffentlichen.

Leider komme ich nun noch zu den unerfreulichen Nachrichten.

Alleine in den letzten 36 Stunden gab es über 1800 Einbrüche verteilt über ganz Deutschland, wir gehen davon aus das die Dunkelzimmer um den Faktor x5 höher ist da es so gut wie keine besetzten Polizeistationen mehr gibt.

Die Zahl der Todesfälle, auch hier können nur die gemeldeten Fälle herangezogen werden belaufen sich auf 16592, wir rechnen leider auch hier mit einer weit höheren Zahl.

Aufgrund von Stress und Unsicherheit werden immer mehr Menschen dazu übergehen geltende Gesetze zu missachten und ihre Gewaltbereitschaft auch gegen Bekannte, Freunde und sogar der eigenen Familie richten.
Wir raten jedem seine Wohnung oder Haus nicht zu verlassen und so wenig Aufmerksamkeit wie möglich auf sich zu ziehen.

In vielen Großstädten fallen teilweise die Stromnetze aus, dadurch kam es zu sprunghaftem Anstieg von Wohnungsbränden da Menschen nun versuchen bei offenen Feuer zu kochen und Heizen. Die wenigen Feuerwehrmänner kommen mit dem Löschen der Brände nicht mehr nach, außerdem wird das Wasser knapp.
Die derzeit größte Sorge gilt unseren, aber auch den anderen weltweit betriebenen Atomkraftwerken.
Bricht hier die Notstromversorgung zusammen droht eine Kernschmelze.
Momentan werden an allen acht in Deutschland noch betriebenen Kraftwerken Vorsichtsmaßnahmen eingeleitet oder schon durchgeführt.
Seit gestern ist ein französisches Expertenteam vor Ort die das sichere Herunterfahren der Kernkraftwerke in etwas mehr als 60 Stunden ermöglichen werden und nicht wie bisher in 200 Stunden.

Eine kurze Pause.

Wir rechnen mit dem gesamten Zusammenbruch der Infrastruktur binnen der nächsten 48 Stunden.
Das betrifft nicht die Versorgung der Kraftwerke aber alle anderen Bereiche in Deutschland und der Welt.

Anfragen nach Lebensmittel werden ab sofort nicht mehr entgegen genommen.
Stand heute kann eine Versorgung durch den Staat nicht mehr erfolgen, alle bisherigen Meldungen darüber, das betrifft zum Beispiel Lebensmittelmarken, Versorgungsstellen werden ohne Ersatz gestrichen.

In den Großstädten besteht eine Zunahme der Seuchengefahr, durch Unterversorgung an Lebensmitteln wie auch durch kontaminiertes Wasser.

Zum Schluss noch einige Hinweise.

Weizen ist das wichtigste Grundnahrungsmittel in Mitteleuropa, er ist außerdem die älteste Getreidegattung und hat die besten Backeigenschaften .
An Hand dieser Pflanze möchten wir ihnen zeigen wie lange es dauert bis mit einem Ertrag zu rechnen ist.

Vor der Aussaat muss der Boden entsprechend vorbereitet werden. Das bedeutet, dass der Boden nach der vorherigen Ernte durch pflügen oder grubbern aufgelockert werden muss. Hierbei wird das Unkraut untergepflügt, in dem die obere Erdschicht nach unten gedreht wird. Anschließend wird die Erdoberfläche mit einer Egge eingeebnet und eine feinkrümelige Oberfläche entsteht.

Als nächster Schritt folgt die Aussaat. Dafür muss für den Standort passendes Getreide (als Beispiel hier Weizen) ausgewählt werden. Mit dem Saatgut füllt der Landwirt den Saatkasten seiner Sämaschine und stellt Saattiefe und auszusäende Menge ein. Anschließend wird das gesamte Feld abgefahren und dabei die einzelnen Körner in den Boden gelegt und mit Erde bedeckt.

Auf den Prozess der Keimung hat man nur sehr wenig Einfluss. Das Korn benötigt dazu Luft, Wasser und eine Mindesttemperatur. Sind diese Komponenten gegeben beginnen die Keimwurzeln und der Keimling selbst zu wachsen und Blattspitzen werden an der Erdoberfläche sichtbar. Das nennt man „Auflaufen“ der Saat. Den Winter überdauern die zarten Pflänzchen im sogenannten Dreiblattstadium.

Wenn die Temperaturen wieder steigen, fangen die Pflanzen richtig an zu wachsen und bilden mehrere Seitentriebe. Zu diesem Zeitpunkt kommen die ersten Dünger, beispielsweise Stickstoff, zum Einsatz. Durch diese Düngerzugaben, z.B. über mineralische Dünger oder Gülle, wird die Ertragsbildung erhöht.

Unkrautbekämpfung eventuell mechanisch oder chemisch.

Nach mehreren Wochen bildet das Korn Ähren und reift in der Sonne. Oft kommt es in dieser Phase zu Pilzbefall, weshalb meist noch eine Fungizidenspritzung vom Landwirt durchgeführt wird. Sind die Körner ausgereift und ausreichend getrocknet, beginnt die Ernte. Die Erntezeit ist von Standortbedingungen, Aussaatzeit, Getreidesorte und der Nährstoff- und Wasserversorgung abhängig. Für den Erntevorgang kommen Mähdrescher zum Einsatz. Sie schneiden die Halme mit den Ähren ab, dreschen die Körner in einer integrierten Dreschtrommel aus den Ähren heraus und trennen sie von Stroh und Spreu. Die Körner können anschließend weiterverkauft und zu Mehl oder anderen Getreideprodukten weiter verarbeitet werden.

Erst dann kann damit begonnen werden das Getreide so zu verarbeiten damit Nahrung hergestellt werden kann.

Ein weiteres Problem ist natürlich das unter allen Umständen verhindert werden muss das diese neue Gattung Getreide geschützt wird.
Bevor dies nicht garantiert werden kann wird es keine Auslieferung geben.

Wie sie gehört haben sprechen wir von einer Zeitspanne bei Sommerweizen von etwa 4 bis 5 Monaten, bei Winterweizen von etwa 8 bis 10 Monaten.

Jedem hier im Bundestag ist klar das selbst im besten Fall wenn nach 5 Monaten geerntet werden kann etwa 90 Prozent aller Menschen sowohl in Deutschland wie auf der ganzen Welt verstorben sind.

Ab sofort wird es keine Übertragungen mehr im Fernsehen geben, es wird ab sofort nur noch über Radio gesendet, die jeweiligen Frequenzen blenden wir nach Beendigung dieser Übertragung ein.
Sämtliche öffentlichen Fernsehsender stellen heute um 24:00 Uhr ihren Betrieb ein.

Ich wünsche ihnen alles Gute und hoffe das wir alle diese schwierige Zeit überstehen.

Schalte bitte aus Alex, rief Erich.
Alex!
Jetzt erst bemerken die anderen das Alex weinte.
Diana und Ella standen auf und gingen zu ihm.

Ben stand ebenfalls auf und klopfte Alex leicht auf die Schulter.
Das wird schon wieder, keine Angst, in ein paar Monaten lachen wir über alles.

Alex ging in sein Zimmer.

Die anderen versammelten sich wieder in der Küche und man merkte das alle wussten wie schwierig die nächsten Monate werden würden.

Dürfen wir dich Fragen wie lange deine Vorräte reichen, ich meine du hattest für drei gerechnet, jetzt sind es dreizehn die versorgt werden wollen.

Ohne lange nachzudenken sagte Ben das die Vorräte auch für dreizehn Personen leicht ein Jahr reichen, er mache sich viel mehr Sorgen um ungebetene Besucher die sicher irgendwann auch den Weg hier rauf finden werden.

Melissa bohrte nach, hast du denn keine Listen was alles vorrätig ist, ich meine damit wir es besser einteilen können.

Natürlich habe ich die und wir werden morgen sofort damit anfangen alles noch einmal zu überprüfen, wir müssen auch meine Entnahme noch abziehen.
Ben sah das alle besorgt waren un um sie zu beruhigen holte er aus der untersten Schublade des Küchenschranks ein Notizheft heraus.

Ben ging wieder zu seinem Stuhl und bevor er das Heft Diana in die Hand gab riss Ben einige Seiten heraus.
Die Seiten sind nicht für euch, ich schrieb sie damals in der Hoffnung das ich sie eines Tages Michelle vorlesen würde.

Diana stich zärtlich über Bens Hand, dann studierte sie penibel die Listen.

Alle schauten gespannt auf Diana, niemand wagte etwas zu sagen und man merkte an Dianas Augen das sie sehr beeindruckt war.

Das sind alle Vorräte fragte sie Ben.
Nein, wie schon gesagt es müssen noch die abgezogen werden die ich damals holte als es Ella so schlecht ging.

Diana informierte die anderen über den voraussichtlichen Bestand und nun war es an ihnen das sie alle nicht mehr aus dem staunen heraus kamen.

Nach und nach verabschiedete sich einer nach dem anderen bis nur noch Ben übrig war.

Ben wartete darauf das es Mitternacht wurde, er wollte Jörg hören wie seine Meinung zu den heutigen Nachrichten war.
Die Zeit bis dahin überbrückte Ben mit einem Glas The Famous Grouse 40 Years.
Es hatte damals 3 Flaschen gekauft und als er Michelle beichtete das sie 6000 Euro kosteten durfte Ben 3 Tage nicht neben Michelle schlafen.
Er liebte diese Erinnerungen an Michelle und merkte wie sehr sie ihm an einem solchen Tag wie heute fehlte. Aber es war oft so und Ben merkte immer öfters das eigentlich die Dinge die gar nicht wichtig waren die wichtigsten waren.

Es schlug Mitternacht und Ben der sich gerade das zweite Glas seines edlen Whiskey einschenkte schaltete das Radio ein doch es blieb stumm.
Kein nerviges „hier ist Jörg“, nichts war zu hören und Ben der noch ein paar Minuten wartete bevor er abschaltete machte sich Sorgen um jemanden den er gar nicht kannte aber doch vermisste.

Ben setzte an und mit einem Schluck leerte er das Glas, dann ging er in sein Zimmer, versteckte die 4 Seiten die er vor den anderen in Sicherheit brachte und legte sich erschöpft in sein Bett und schlief sofort ein.
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Mankei
 

Beitragvon Mankei » 12.02.2017, 22:10

Aufstehen du Langschläfer schrie Ella, bist mal wieder spät ins Bett gegangen oder.

Ben drehte sich um und blickte noch verschlafen in Ellas Gesicht, die ihn lachend anschaute.

Wie geht es dir wollte Ben wissen.
Es geht mit gut, wirklich Dad.

Sind die anderen schon auf?
Schon lange, Erich ist mit seinen drei Jungs die Gegend erkunden und der Rest von uns hockt in der Küche und wartet darauf das sich ihr Anführer endlich dazu aufrafft aus dem Bett zu kommen.
Geh schon vor ich spring schnell ins Bad und komme dann gleich zu euch.

Mit einem Satz sprang Ben aus dem Bett und kam etwa 15 Minuten später in die Küche.

Nach dem Frühstück drängte Melissa Ben dazu den Bestand der Nahrungsmittel endlich zu aktualisieren.

Anton, Gabi, Diana und Melissa fingen sofort damit an nachdem Ben sein ok gab.

Ella, Alex und Ben nutzten den schönen Tag und machten es Erich und seinen Kindern gleich und verbrachten den Tag damit die Gegend zu erforschen.
Ben führte seine Kinder zu einer Stelle an der Michelle und er viel Zeit verbrachten, ein etwas luftiger Ort der zum Süden und Westen hin einige schöne Berge und in Richtung Norden ihr neues Zuhause zeigte.

Ben hätte noch vieles mit Ella und Alex besprechen wollen doch der Umstand das sie nun nicht mehr alleine sind änderte die Prioritäten.

Macht es euch nichts aus das wir jetzt eine so große Familie sind fragte Ben.
Nein antworteten beide sofort.
Es mag sich momentan richtig anfühlen, aber wartet ab, wenn wir uns mehrere Monate Tag für Tag sehen wird es auch Differenzen geben die nicht immer so enden werden wie ihr, wie wir das gerne hätten.

Spät am Nachmittag kamen Ella, Alex und Ben gut gelaunt zurück, Melissa und Diana warteten schon ungeduldig.

Wir müssen reden sagte Diana.
Ella und Alex suchten sofort das weite.
Was ist denn los wollte Ben wissen.
Es geht um die Vorräte, wir haben während ihr euch einen schönen Tag gemacht habt alles aufgelistet, sortiert und beschriftet.
Und alles in Ordnung?
Ben weißt du eigentlich das der Bestand um ein vielfaches höher ist als wie er auf deiner Liste eingetragen ist.
Es überrascht mich nicht, es gab Lieferungen da hatte ich nur Zeit die Sachen schnell abzuladen aber nicht zu notieren erwiderte Ben.
Das muss aber oft gewesen sein, Melissa die das erste mal seit Ben sie kannte lachend vor ihm stand und mit mehreren Zettel vor Ben hin und her wedelte.

1631 Einmannpackungen
480 MRE‘s
1285 Dosen
3016 Fertiggerichte
674 Einweggläser
86…
...674 Einweggläser fragte Ben, wirklich so viele?
Es hat Spaß gemacht sie herzustellen aber das es mir so viel Spaß machte, Ben lachte augenzwinkernd.

Darf ich weiter machen fragte Melissa mit ernster Stimme.
Nein, du und Diana habt ab sofort die Aufgabe alles was raus oder rein geht zu kontrollieren und noch viel wichtiger auszugeben, einzuteilen und eventuell zu rationieren oder wie man so schön sagt, das ist jetzt euer Job.

Uns fehlt Kleidung und Brennmaterial.
Ben drehte sich um, Erich und Anton kamen aus dem Haus.

Ben fühlte sich von allen Seiten aus angegriffen.
Jetzt mal langsam und der Reihe nach.

Essen ist also genug vorhanden.
Alle nickten zufrieden.

Wasser sicherlich auch fragte Ben.
Natürlich antwortete Anton, die Zisterne ist beeindruckend, allerdings sollten wir nur um ganz sicher zu gehen das Wasser immer noch zusätzlich abkochen, natürlich auch das Wasser aus dem Brunnen und falls wir es brauchen sollten das Wasser aus dem See.

So weit wird es ja bestimmt nicht kommen.
Erich hob warnend die Hand, du darfst aber nicht vergessen das unser Wasserverbrauch sehr hoch ist, 13 Menschen bei 3 Litern pro Tag sind das 39 Liter, macht in der Woche 273 und im Monat 8190 Liter. Dann Duschen, Abwaschen, putzen, Toilettenspülung, wenn du das alles dazu addierst dann bist pro Tag bei etwa 800 Liter Wasser.
Ben schluckte mehrmals, er fragte erschrocken, soviel.
Aber ok, momentan sieht es gut aus und Wasser sollte hier kein Problem darstellen meinte Anton.


Kleidung fragte Ben.
Ich habe geschaut, Melissa, ich und die Kinder haben nur das was wir anhaben, Anton und Gabi haben etwas an Kleidung, ebenso Diana und ihre Kinder, aber wir brauchen unbedingt Kleidung und Decken, bedenke auch das der Winter kommt.

Brennholz?
Du hast hinter der Hütte Brennholz doch wenn alle Zimmer geheizt werden dann ist auch da bald Ebbe.
Ich habe geschaut, es gibt hier weder eine Motorsäge noch eine Axt oder Säge sagte Anton.
Stimmt, daran habe ich nie gedacht, das Brennholz habe ich online gekauft und wurde zu mir nach Hause geliefert und ich habe es dann hergebracht.

Ben merkte das seine Planungen einige gravierende Fehler hatten und man sie schnellstens beheben musste.

Beim Abendessen merkte man die angespannte Lage und bevor geregelt wurde wer morgen alles mitfährt übte Ella Kritik an der Vorgehensweise.

Brennholz und Kleidung ist zwar wichtig aber wir haben August, warten wir doch erst noch ab was in den nächsten zwei oder drei Wochen passiert und handeln dann.
Wir sollten die Kleidung nicht irgendwo klauen gehen sondern sie da holen wo wir wissen das es sie gibt und das auch noch ohne große Gefahr, nämlich bei uns zu Hause, bei Diana, bei Anton und für Melissa, Erich und ihre Kinder finden wir auch noch genügend.

Ben und die anderen staunten nicht schlecht über Ella.

Nach kurzem hin und her einigten sie sich darauf morgen in ihre alten Häuser zu fahren und nicht wie eigentlich gedacht sich hier in der Nähe zu bedienen.
Erich, Diana Gabi und Ben sollten morgen in aller früh losfahren und die benötigten Sachen besorgen während die anderen zur Sicherheit bei der Hütte blieben.

Franziska kam in die Küche.
Ihr solltet kommen, es gibt gleich wieder neue Nachrichten haben sie im Radio gesagt.

Aus aktuellem Anlass Liveschaltung zum Kanzleramt.

Meine sehr geehrten Bürgerinnen und Bürger,
leider muss ich ihnen mitteilen das es einen Anschlag in der Neumayer III Station gab als dort führende Politiker berieten.
Während der Übertragung aus Neumayer III über mögliche Opfer und Schäden wurde die Verbindung unterbrochen.
Zur Zeit ist weder ein Kontakt über Funk, Satelliten-Telefon oder Internet möglich.
Die Gründe darüber sind noch nicht geklärt, es wird aber fieberhaft an einer Lösung gearbeitet.

Die nächste Forschungsstation ist über 500 Kilometer entfernt und eine mögliche Rettung wird auch wegen der schlechten Wetterverhältnisse die gerade in der Antarktis herrschen ausgeschlossen.
Sobald wir weitere Neuigkeiten erfahren werden wir diese sofort veröffentlichen.

Da es nicht möglich ist die Kanzlerin zu erreichen wurde der Vizekanzler Karl-Theodor zu Guttenberg zum vorübergehenden Bundeskanzler ernannt.

Nach ausführlichen Beratungen aller Politiker des Bundestags wird mit sofortiger Wirkung das Notstandsgesetz für die Bundesrepublik Deutschland ausgerufen.
Zur Information und auch um mögliche Unklarheiten auszuschließen hier nun eine kurze Erklärung.

Für eine Anwendung der Notstandsgesetze vom 30. Mai 1968 gibt es vier mögliche Fälle, den Verteidigungsfall, den Spannungsfall, den inneren Notstand und den Katastrophenfall. Eine zeitliche Begrenzung gibt es nicht, die Gültigkeit der Notstandsgesetze besteht, solange der jeweilige Fall anhält.

Der Katastrophenfall
Ein Katastrophenfall greift bei einer schweren Naturkatastrophe oder einem besonders schweren Unglücksfall, etwa eine Atomkatastrophe. In so einem Fall kann zum Beispiel die Bundeswehr im Innern eingesetzt werden, wie es beispielsweise bei Überschwemmungen und Hochwasser schon häufiger der Fall war. Bei länderübergreifenden Katastrophen kann die Bundesregierung den Ländern Weisungen erteilen.

Innerer Notstand
Ganz ähnliche Maßnahmen können im Fall eines inneren Notstands greifen. Ein innerer Notstand wäre etwa eine Revolution oder ein anderer Angriff auf die staatliche Grundordnung oder den Bestand des Staates. Dazu könnte auch ein Terrorangriff zählen, wenn er sich direkt gegen staatliche Organe richtet. Auch in so einem Fall kann die Bundesregierung Streitkräfte der Bundeswehr zur Unterstützung der Polizeikräfte anfordern. Sie würde zudem die Weisungsbefugnis über Polizeikräfte der Länder erlangen. Auch die Freizügigkeit der Bürger sowie das Briefgeheimnis können beschränkt werden. Die Maßnahmen zur Abwehr des inneren Notstands dürfen sich nicht gegen Arbeitskämpfe richten.

Aufgrund der aktuellen Lage sprechen wir sowohl von einem „Katastrophenfall“ als auch einem „Inneren Notstand“.

Ein Hauptgrund für den Ausruf der Notstandsgesetze war hauptsächlich dafür verantwortlich das die Anzahl der Toten und Verletzten nach neuesten Auswertungen und Rückmeldungen durch Überfälle stärker Anstieg als durch die eigentliche Katastrophe der Genwucherung.
Bundeskanzler zu Guttenberg schickt dazu in jede größere Stadt Bundeswehreinheiten deren Anweisungen ab sofort uneingeschränkt einzuhalten sind.
Des weiteren tritt ein Ausgehverbot ab heute 18:00 Uhr bis morgen 08:00 Uhr in Kraft das für das gesamte Bundesgebiet gültig ist und unbedingt eingehalten werden muss.

Kanzler zu Guttenberg bedauerte diese Schritte, merkte aber sogleich an das sie in der jetzigen Situation notwendig seien und der Sicherheit jedes deutschen Bürgers zugute kommen.
Damit beenden wir die heutige Sendung aus dem Kanzleramt.

Alex schaltete das Radio aus.
Da gibt aber einer mächtig Gas sagte Anton und alle nickten zustimmend.

Ben überlegte kurz, wir fahren morgen nicht nach Hause, die Möglichkeit während diese langen Fahrt auf Bundeswehr zu treffen ist mir dieses Risiko nicht wert.

Wir besorgen uns die Sachen hier in der Nähe.
Was glaubt ihr werden sie mit uns machen wenn wir vollgepackt mit Kleidung und Brennholz herumfahren, seid mit nicht böse aber so ist es sicherer, außerdem sparen wir Sprit den wir bestimmt noch für andere Fahrten brauchen werden.

Alle stimmten zu, sogar Ella akzeptierte nun den Entschluss bereitwillig.

Als alle schon schliefen geisterte Ben noch umher, es waren nur noch Augenblicke bis Mitternacht und er hoffte das Jörg heute wieder auf Sendung war.
Genau wie ihm Jörg mit seinem kritischen aber ehrlichen Meldungen fehlte genauso fehlten Ben die Diskussionen im Vorsorgeforum.
Er hoffte das es allen gut ging, natürlich hatten es einige nicht so gut erwischt wie Ben, gerade diejenigen von ihnen die in den Großstätten lebten werden es mit jedem Tag schwerer haben sich und ihre Vorräte zu schützen.

Ben schaute auf seine Uhr und er sah das es bereits eine Minute über der Zeit war, Jörg musste in Schwierigkeiten stecken. Er wusste nicht viel von Jörg, nur einmal erzählte er das seine Sendung aus einem kleinen Studio kommt das in der Nähe von Wuppertal liegt.

Enttäuscht legte sich Ben mit einem Glas Whiskey in sein Bett und dachte an Michelle.

Ben hatte schlecht geschlafen, er wälzte sich hin und her und als es kurz vor 6 Uhr morgens war hielt er es nicht mehr aus und stand auf.
Diana die sonst immer die erste war konnte es kaum glauben als sie Ben auf einem Stuhl hockend in der Küche antraf.
Schon auf oder noch immer wach fragte sie Ben.
Ersteres, konnte nicht mehr schlafen.

Ben beobachtete Diana wie sie Kaffee aufsetzte.
Du siehst Michelle immer noch sehr ähnlich aber das weißt du ja sicher.
Natürlich Ben du sagst es mir ja fast jeden Tag.
Entschuldige, es ist nur weil ich sie so…
… ist schon gut, Diana nahm Bens Hand und gab ihm einen Kuss auf die Wange.

Nach und nach trudelten alle ein und nach dem Frühstück machten sich wie gestern ausgemacht Ben, Erich, Diana und Gabi auf den Weg.

Sie nahmen den Wohnwagen der zwar unhandlich war aber viel Platz hatte.

Nach knapp einer Stunde Fahrt kamen sie an einem Ort der geeignet schien.
Vereinzelt sahen sie Menschen die aber sofort das weite suchten.
An einem Schild auf dem Industriegebiet stand bogen die vier ab und nach 200 Metern sahen sie einen Baumarkt und gegenüber ein Sportgeschäft.

Perfekt sagte Ben, wir teilen uns auf, um so schneller sind wir hier wieder fertig.
Erich und Diana gingen ins Sportgeschäft, Ben nahm Gabi mit in den Baumarkt.

Offen wird er bestimmt nicht haben fragte Gabi.
Ben lachte, ich glaube nicht das es dort oder irgendwo sonst in Deutschland oder der ganzen Welt noch einen Baumarkt gibt der so betrieben wird wie wir es einst kannten.

Dann müssen wir Einbrechen sagte Gabi mit leicht ängstlicher Stimme.

Müssen wir nicht sagte Ben, schau mal da vorne, jemand war so freundlich und nahm uns diese Arbeit ab.

Sämtliche Scheiben waren zerschlagen und als Ben und Gabi das ganze Ausmaß sahen hatten sie nur wenig Hoffnung hier überhaupt noch etwas brauchbares zu finden.

Der Eingangsbereich sah noch relativ normal aus, aber man konnte von dort schon sehen das hier nicht mehr viel zu holen war.

Hier liegen Schrauben und Nägel Ben, nehmen wir die mit.
Natürlich die können wir immer brauchen.
Um so weiter sie in den Markt gingen um so weniger fanden sie, Regale die Werkzeuge enthielten waren ebenso komplett leer geräumt wie die gesamte Holzabteilung.
Die Sanitärabteilung war nahezu unberührt und Ben schnappte sich einige Wasserhähne, Dichtungen und anderes Kleinzeug.

Gabi rief Ben, komm schnell ich habe was gefunden.
Unter einem umgestürzten Regal schimmerte etwas das wie eine große Bügelsäge aussah und tatsächlich, als sie es mit viel Kraftaufwand schafften das Regal zu bewegen hielten sie eine neue Bügelsäge in der Hand.

Toll oder fragte Gabi aufgeregt.
Die ist richtig gut und wird uns bestimmt weiter helfen.
Gabi die nun fast euphorisch in jede noch so kleine Ecke schaute war nicht mehr zu halten.
Ben überblickte ein letztes mal den Baumarkt und drehte wieder um, hier gab es nichts mehr und auch Gabi kam wenig später mit leeren Händen wieder am Wohnmobil an.

Die anderen sind noch nicht da sagte Gabi, hoffentlich haben sie mehr Glück als wir.

Ben antwortete nicht darauf sondern legte sich auf eine Palette die ein paar Meter neben dem Wagen lag.

Ben zuckte hoch, er war nur kurz eingeschlafen aber die anderen waren noch immer nicht da und jetzt war auch Gabi noch weg.
Ben rief mehrmals laut nach den anderen, doch niemand antwortete.
Ben marschierte zum Sportgeschäft, auch hier schaute alles nach Verwüstung aus, kaputte Glasscheiben so weit das Auge reichte, umgeworfene Einkaufswagen und leere Kartons.

Diana, Erich, Gabi wo seid ihr denn, meldet euch, Ben ging in das Geschäft und als er um eine große Säule herum ging merkte er nur noch den Schlag auf dem Kopf bevor er Bewusstlos wurde.

Als Ben wieder zu sich kam bemerkte er sofort diesen widerlichen Geruch.

Jemand hatte Ben gefesselt, über seinen Kopf spürte er einen Sack der verhinderte das nicht der kleinste Lichtstrahl durch kam und seinen Mund hatten sie ihm mit Klebeband zugeklebt. Die Fesseln waren gut angelegt aber er schaffte es mühevoll einige Zentimeter nach vorne zu robben.

Ben kam nicht weiter, er drehte seinen Körper und stoß an einem anderen Körper an, gut dachte er, die anderen sind auch hier.

Ella machte sich Sorgen, sie müssten doch längst wieder zurück sein sagte sie zu Alex der nur gleichgültig mit den Schultern zuckte.
Anton und Melissa versuchten sie zu beruhigen, vielleicht sind sie ja doch nach Hause gefahren.

Stunde um Stunde verging doch niemand kam um nach ihm zu schauen, Ben versuchte alles mögliche um frei zu kommen doch es gelang ihm nicht.

Endlich vernahm er ein paar Stimmen, aber Ben konnte nichts davon verstehen.

Die Türe ging auf, ein Mann regte sich über diesen elenden Gestank auf, ein zweiter redete davon das er anfangs immer erbrechen musste, er sich mittlerweile aber daran gewöhnt hat.

Wir sollten sie alle einfach verbrennen.
Hast recht aber du weißt was der Chef gesagt hat, wir werden jeden von ihnen noch brauchen.
Aber er sagt nicht für was wir diese stinkenden Leichen noch brauchen werden.
Das werden wir schon erfahren so wie die Zeit reif dafür ist.

Leichen schoss es Ben durch den Kopf, wo war er nur und lag er wirklich unter Toten.
Irgendetwas fiel auf Bens Körper und er musste sich anstrengen keinen Laut von sich zu geben.

Die Männer gingen, sie schlossen die Türe ab dann hörte man nichts mehr, Ben hatte ein ungutes Gefühl jetzt da er wusste was da neben und auf ihm lag.

Ben strengte sich an wie noch nie zuvor in seinem Leben aber anstatt das sich seine Fesseln lockerten hatte er das Gefühl das sie sich bei jedem Versuch noch stärker zuzogen.

Was nur mit den anderen ist fragte sich Ben.
Er überlegte, reden konnte er nicht aber er musste wissen ob die anderen hier waren.
Mm.Hmmmm...Hmmuuhmmm.
Er wartete ab, aber niemand antwortete.
Ben versuchte es noch ein paar mal doch ohne Erfolg. Zu laut wollte er es nicht versuchen aus Angst das ihn die falschen hören würden.
Warum mussten wir auch unbedingt nach Kleidung und Brennholz suchen schimpfte Ben mit sich selbst.

Die Zeit verging und immer öfters schoss es Ben durch den Kopf das man ihn hier zum sterben abgelegt hat.


Ella hielt es nicht mehr aus, allerdings machten sich nun auch alle anderen Sorgen das etwas passiert sein musste. Anton wusste das selbst wenn sie in ihre alte Häuser gefahren waren sie schon längst wieder da sein müssten.

Wir haben doch noch Dads Auto sagte Ella.
Anton hielt es für keine gute Idee nach den anderen zu suchen, man wusste ja nicht wo sie hin gefahren waren, außerdem war es mittlerweile draußen dunkel geworden.
Sie einigten sich darauf bis morgen zu warten und dann nach Diana, Gabi, Erich und Ben zu suchen.

Diana wachte auf und um sie herum war alles dunkel, ihre Handgelenke schmerzten von den Fesseln, ihre Füße waren am Stuhl angebunden.
Hallo rief sie erst leise dann immer lauter.
Erich bist du hier.
Keine Antwort.
Diana fing an zu weinen.
Erneut schrie sie, diesmal so laut wie sie nur konnte.

Es dauerte nicht lange und Diana hörte wie sich hinter ihr eine Türe öffnete und langsam die Dunkelheit ein Ende nahm.

Ein Mann packte ihre Haare und zog so fest daran das Diana aufschrie.

Mit leiser eindringlicher Stimme sprach er zu Diana.
Ich will kein Wort mehr von dir hören sonst lernst du mich kennen.

Unter Tränen fragte Diana.
Wer sind sie, was wollen sie von mir, von uns.

Der Mann schaute Diana in die Augen, dann fing er an zu lachen und schlug ihr so fest mit der Faust ins Gesicht das Diana mitsamt dem Stuhl umfiel.

Hast du mich nicht verstanden was ich dir gesagt habe, „kein Wort“.
Am Boden liegend sah Diana wie der Mann an ihr vorbei zur Türe ging und aus dem Raum verschwand.

Ella konnte nicht schlafen und als sie es nach unzähligen Versuchen vollends aufgab ging sie in das Zimmer ihres Vaters.
Als sie die Türe aufmachte erschrak sie zuerst doch dann sah sie das es Alex war der dort im Bett lag. Alex schlief fest und als Ella sich es in dem Stuhl ihres Vaters bequem machte sagte sie leise zu Alex, wir finden ihn, keine Angst,wir finden sie.

Als Erich aufwachte fand er sich in einem Raum der etwa 3 auf 2 Meter groß war.
Durch das kleine Fenster konnte er sehen das es noch Tag war.
Er hatte fürchterliche Kopfschmerzen und er als er seinen Hinterkopf untersuchte stellte er mit großen Schmerzen fest das dort neben der Beule die ihm David verpasste eine neue weit größere hinzu gekommen ist.

Erich versuchte sich zu erinnern was passiert ist, doch er wusste nur noch das Diana und er in das Sportgeschäft hinein gingen und als sie an einer großen Säule herum gehen wollten er einen Schlag auf den Kopf spürte.

David stand langsam auf, verlor zuerst etwas das Gleichgewicht, fing sich aber wieder und stützte sich zur Sicherheit an der Wand.
An der Tür angekommen versuchte er sie zu öffnen, natürlich sagte er sich als er merkte das sie verschlossen war.
Durch einen kleinen Spalt der massiven Holztüre konnte er aber sehen das es ein langer erhellter Gang war der ihn sofort an ein Krankenhaus oder Altenheim erinnerte.

Leise rief Erich nach Diana, er vermutete sie in einem anderen Raum, er bekam aber keine Antwort.
Hallo, Hallo ist da jemand.

Es wurde hell, Ella weckte Alex auf.
Los jetzt, wir essen etwas dann fahren wir sie suchen.
Langsam Schwesterherz, wer soll denn fahren, du ganz sicher nicht.
Wieso nicht, Dad hat mir das Fahren beigebracht.
Im ersten Gang, weiter seid ihr noch nicht gekommen.

Anton kam hinzu.

Es fahren maximal zwei von uns, jemand muss sich ja auch um die Kinder kümmern.

Ich fahre auf jeden Fall sagte Ella.
Ich fahre erwiderte Alex.

Melissa stand an der Türe und beobachtete das Schauspiel der beiden.

Ruhe!

Alle beiden verstummten.
Am besten wäre es wenn Anton und ich fahren würden, ihr beiden seid mir viel zu aufgekratzt fügte Melissa energisch an.
Aber das werden wir nicht schaffen meinte Melissa die Anton verstohlen anlächelte.
Ganz sicher nicht.

Anton und ich fahren sagte Ella.
Ist sicher am besten so meinte Anton und als Melissa nickend zu Alex schaute merkte er das es entschieden war.

Gabi fühlte sich elend als sie aufwachte, sie hatte Durst und was noch schlimmer war, alles an ihr roch nach Blut. Als sie aufstehen wollte merkte sie das an ihrem Oberschenkel eine klaffende Wunde war die zwar nicht mehr blutend aber dafür höllisch weh tat.
Als sie mit der Hand durch Gesicht gleitet bemerkte sie auch dort das alles voller getrocknetem Blut war.

Was haben die denn nur mit mir gemacht und wo sind die anderen.
Gabi schaute sich um, sie war in einem kleinem Raum gefangen der kein Fenster hatte und nur die kleine Lampe die auf einem ebenso kleinen Tisch stand spendete etwas Licht.
Als sich Gabi zur Türe drehte sah sie ein kleines Waschbecken.
Gabi humpelte zum Wasserhahn und als sie etwas daran drehte kam ihr kaltes Wasser entgegen.
Sie nahm mehrere Schlücke dann fing sie an ihr Gesicht und den Oberschenkel zu reinigen.

Ella wollte endlich fahren doch Anton wusste das alles erst noch einmal überprüft werden musste.

Essen, Trinken, Verbandszeug, Kleidung, mehrere Messer, Armbrust mit vier Pfeilen im Halfter und acht in der Reservebox, zwei Nachtsichtgeräte, Handschuhe und Mützen, Decken, Landkarte, Reservebenzin, zwei Taschenlampen Batterie, zwei Akkutaschenlampen, Seil, fünf Karabiner, Notfallset und natürlich den Baseballschläger den Ben unter dem Autositz immer hatte.

Wir haben alles Anton, rief Ella mehrmals.
Ok, wir können fahren.

Alex ging zu Ella und drückte sie ganz fest.
Pass auf dich auf und bringe bitte Dad und die anderen Gesund mit.
Ich verspreche es dir.

Anton startete den Motor und fuhr los.

Ben versuchte immer noch sich, ohne Erfolg, zu befreien, im regelmäßigen Abständen kamen die beiden Männer und brachten laut ihrer Aussage tote Menschen.
Was Ben aber nicht verstand warum sie dies machten, es war ihm aber eigentlich auch egal, er war anscheinend für Tod gehalten worden, anders konnte er sich nicht erklären warum er hier lag.

Ella schaute auf die Karte und lotste damit Anton den Weg.
Da vorne biegen wir rechts ab, da kommt die erste Stadt wo sie es versucht haben könnten.
Anton nickte, wir fahren jetzt schon fast eine Stunde, ich denke sie sind hier ebenfalls abgefahren.

Da vorne links geht es zur Stadtmitte, rechts geht es ins Industriegebiet.
Anton bog rechts ab und nach nur wenigen Metern schrie Ella laut halt.
Anton sah es auch, vor ihnen war ein Baumarkt mit einem großen Parkplatz auf dem ein Auto parkte, ein Wohnmobil.

Sie sind hier, los Anton gib Gas, fahren wir hin.
Anton fuhr rechts an den Straßenrand und stellte den Motor ab.
Was ist los, wollte Ella wissen.

Anton drehte sich zu Ella.
Sie sind hier, aber es gab bestimmt irgendwelche Probleme sonst wären sie ja gestern zurück gekommen, also warten wir erst einmal ab.

Ella beruhigte sich langsam wieder und merkte das Anton recht hatte.
Lasse uns erst einmal die Gegend beobachten bevor wir etwas unternehmen.
Widerwillig stimmte Ella zu.

Ella und Anton warten nun schon fast eine Stunde und nichts passierte, weder gab es Hinweise auf Ben, Diana, Gabi und Erich noch sahen sie andere Menschen.
Ella wollte endlich zum Parkplatz, sie bat Anton doch endlich dort hin zu fahren.

Als sie ankamen riss Ella die Türe auf und rannte zum Wohnwagen.
Dad, Dad bist du hier, Erich, Diana, Gabi, meldet euch, ich bin es Ella.
Ella bekam keine Antwort.
Anton stieg aus und nahm Ella die nun weinte in den Arm.
Wir werden sie finden.

Ella nahm den Baseballschläger, Anton die Armbrust, dazu noch jeder ein Messern und dann schlichen sie sich vorsichtig in den Baumarkt.
Ella ging auf der rechten Seite, Anton auf der linken Seite, sie hielten immer Sichtkontakt und nach wenigen Minuten kamen sie am Ende des baumarktes an.
Hier ist niemand sagte Anton, komm wir gehen wieder zurück.

Psst, psst, hallo, nicht erschrecken.
Ella sprang zu einem umgestürzten Regal und suchte dahinter Schutz, Anton suchte mit der Armbrust im Anschlag nach der Sprachquelle.

Ihr braucht keine Angst vor uns zu haben, ihr sucht sie anderen die gestern hier waren oder.
Ella kam aus ihrer Deckung, wisst ihr wo sie sind?
Ja!
Wo sind sie, bitte?
Zeigt euch erst mal schrie Anton.
Es dauerte etwas, dann kamen ein junger und ein älterer Mann an der Feuerleiter vom Dach herunter gestiegen.

Wir kennen euch doch sagte Ella.
Stimmt sagte der jüngere der beiden.
Ihr habt uns überfallen und mein Dad gab euch trotzdem was zu essen und trinken.
100 Punkte sprach diesmal der ältere Mann.
Wo sind mein Dad und seine Freunde.
Sie sind gestern gefangen genommen worden.
Von wem wollte Ella wissen.
Wer die sind wissen wir nicht, dafür wissen wir aber wo sie sind.
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Mankei
 

Beitragvon Mankei » 22.02.2017, 21:22

Ben ging es immer schlechter, er wusste nicht wie lange er hier schon lag aber es fühlte sich nach einer Ewigkeit an und er brauchte unbedingt etwas zu trinken.
Sich aus seinen Fesseln zu befreien hatte Ben aufgegeben, es war ihm anfangs nicht möglich und jetzt da er immer schwächer wurde erst recht nicht mehr.
Immer öfter dachte er an Michelle und sein Versagen sich nicht mehr um die Kinder kümmern zu können.
Ben wusste das es nicht mehr lange dauert und er würde im richtigen Zimmer liegen.

Ella nahm die Hand des älteren Mann, bitte sagen sie wo unsere Freunde sind.
Mein Name ist Tom und das ist mein Sohn Nicolas.
Nico reicht völlig erwiderte Nicolas.
Freut mich, das ist Anton und ich bin Ella, bitte wo sind sie, geht es ihnen gut.

Tom überlegte kurz ob er Ella alles so erzählen sollte wie sie es auf dem Dach des Baumarktes gesehen hatten.

Nico nahm die Entscheidung seinem Vater ab.
Drei gingen zu Fuß heraus, einer wurde in einem Sack hinterher geschliffen sagte Nico.
Erich gab Nico einen leichten Klaps auf die Schulter und schüttelte vorsichtig mit dem Kopf.

Ella bemerkte es, war mein Vater in dem Sack fragte sie aufgeregt.
Wir wissen es nicht genau aber wir denken das er es war.
Nico ging kurz bevor es dunkel wurde nachschauen, fand dort aber niemanden.
Außer viel frisches Blut.
Nico sei still, Tom zog in mit einem heftigen Ruck zu sich.
Es reicht.
Wieso denn, sie werden es doch sowieso erfahren.
Was werden wir erfahren fragten Anton und Ella zusammen.

Das.. das dort niemand lebend raus kommt der rein ging sagte Nico.

Woher wisst ihr das fragte Anton mit ernster Stimme.

Tom nickte, gut dann soll es wohl so sein.
Wir schlichen uns gestern im dunkeln zu ihnen runter, wollten sehen was sie so alles treiben.
Wir verschanzten uns hinter einem Berg aus Abfall und hörten so zufällig wie sich zwei von ihnen während einer Zigarettenpause unterhielten.

Einer erzählte das er sich bei den vielen Toten und den Gestank den die machen fast jedes mal übergeben muss.
Neben viel unwichtigem erfuhren wir noch das sie bei einigen nachhelfen mussten da nicht alle Tod waren bei ihrer Ankunft.
Ein dritter der die beiden zurück rief redete von Dünger und säen aber er war zu weit entfernt und wir konnten nicht verstehen in welchem Zusammenhang die Aussage fiel.

Anton hielt die Luft kurz an und atmete dann schwerfällig aus.
Das ist alles was ihr gehört habt.
Alles, bestätigte Tom.

Ella sah man die Angst an, wir müssen sie befreien, egal wie.

Anton nahm Ella in den Arm, und wenn wir zu spät kommen fragte er vorsichtig.

Ella drückte Anton von sich, sie fing an zu weinen.
Sie alle sind am Leben und wenn ihr nicht mit geht dann gehe ich alleine sie zu befreien.

Die anderen schauten sich gegenseitig an.

Mit wie vielen müssen wir denn rechnen fragte Anton.
Mit Sicherheit sieben, es können natürlich auch mehr sein.

Wir haben Waffen dabei sagte Ella.

Waffen fragte Tom.
Eine Armbrust und einen Baseballschläger dazu noch vier Messer, zwei Nachtsichtgeräte.
Also nichts was uns wirklich helfen wird gegen diese Art Gegner erwiderte Tom.

Wenn wir die aber gar nicht brauchen sagte Anton.
Hast du einen Plan fragte Ella.
Ich denke ja, was haltet ihr davon wenn wir es so versuchen.

Gabi lief in dem kleinen Zimmer herum, sie hatte sich ihre beiden Wunden so gut es ging versorgt und konnte ohne all zu große Schmerzen laufen.
Sie fragte sich immer wieder wie das alles nur geschehen konnte, aber sie wusste die Antwort, sie hatten einfach nicht aufgepasst, etwas das falls Gabi und die anderen dies hier überstehen würden nie wieder passieren würde.

Anton und Tom beobachteten den Haupteingang des Altenheimes während Ella und Nico die Feuerleiter nach oben kletterten.
Oben angekommen gab Ella ein kurzes Handzeichen das Tom durch das Nachtsichtgerät gut sehen konnte.

Es gab auf dem Dach des Altenheimes sechs Dachfenster von denen aus Ella und Nico gut in das Gebäude sehen konnten.
Vorsichtig prüften sie jedes einzelne Fenster nach Aktivitäten ab doch am Ende mussten sie feststellen das sie nicht eine Person sahen.
Entweder ist niemand da oder sie sind alle im Keller sagte Nico.
Gehen wir zu den anderen sagte Ella, zu gerne hätte sie Anton und Tom eine Erfolgsnachricht signalisiert doch sie stiegen enttäuscht die Leiter wieder herunter nach dem sie ein letztes Mal alle Fenster überprüft hatten.

Nichts sagte Nico und Ella schlug mit ihrem Fuß gegen einen Stein der laut krachend an eine Tonne knallte.
Verdammt Ella, Anton war sehr ungehalten über ihr Verhalten, willst du das sie uns finden.

Eine gute Stunde später war immer noch alles ruhig, Ella fragte sich mittlerweile ob überhaupt jemand in dem Heim ist und ob Tom und Nico sie vielleicht angelogen haben oder noch schlimmer sie zu ihnen gehören.

Ella schaute Anton an der unbekümmert das ganze verfolgte, Anton hatte ihr das Leben gerettet doch sie fragte sich ob ein alter gutmütiger Arzt ihr jetzt hilfreich sein könnte.

Ella brauchte Zeit um nachzudenken, sie sagte Anton das sie Essen aus dem Auto holen will und machte sich sofort auf den Weg, als Nico ihr anbot sie zu begleiten schüttelte Ella nur den Kopf.

Am Auto angekommen nahm Ella auf der Rücksitzbank platz, holte etwas Nahrung und Wasser aus dem Karton und stellte es vor die Fahrzeugtür.

Erich wachte auf, er war irgendwann vor Erschöpfung auf dem Fußboden eingeschlafen.
Sein Kopf schmerzte noch immer, wenn auch bei weitem nicht mehr so stark wie vor seinem Schlaf.
Erich blickte zum Fenster, draußen war es dunkel und auch auf dem Gang war kein Licht zu sehen.
Er klopfte ein paar mal gegen die Türe, erst leise dann immer lauter werdend.
Niemanden schien sein Geschreie zu interessieren also schrie Erich noch lauter und gerade als er aufhörte bekam er Antwort.

Erich bist du es, ich bin es Gabi, melde dich bitte.
Erich hüpfte wieder in Richtung der Türe um Gabi besser verstehen zu können.
Gabi.. bist du es wirklich, was machst du denn hier, ist Ben auch hier und weißt du etwas von Diana.

Keine Ahnung wo die anderen sind, kannst du mich befreien kommen.

Nein Gabi, ich bin einem Raum mit einer massiven Türe und noch dazu an Armen und Beinen gefesselt.

Sind wir hier ganz alleine fragte Gabi.
Erich musste etwas lachen, wenn nicht dann haben unsere Entführer aber einen tiefen Schlaf und sind nicht besonders geeignet für diese Art von Job.
Auch Gabi fing an zu lachen.

Nico kam angelaufen, Ella, Ella wo bist du.
Ella rutschte seitlich an die Türe, was ist denn los.

Komm schnell, wir haben Erich und Gabi gehört.
Wirklich, geht es ihnen gut, was ist mit meinem Vater und Diana fragte Ella aufgeregt.

Von den beiden haben wir nichts gehört.
Ella und Nico liefen zu Anton und Tom die schon wartend die Ausrüstung überprüften.

Wo sind sie fragte Ella.
Wir wissen nicht genau wo, aber so laut wie die schreien ist niemand von ihren Entführern da, also handeln wir sofort.

Tom ruckelte an der Haupttüre des Altenheimes, aber sie war verschlossen.
Anton der an einer Nebentüre sein Glück versuchte scheiterte ebenfalls.

Als beide wieder zu Ella und Nico gehen wollten hörten Sie wie die Scheibe eines Fenster klirrte.
Nico kam herbei gelaufen und sagte stolz das sie ein offenes Fenster gefunden haben.

Ella leuchtete durch den dunklen Gang, in der einen Hand hielt sie Taschenlampe, in der anderen Hand ein Messer. Sie wollte nicht auf die anderen warten, noch immer hatte sie bedenken auf welcher Seite Tom und Nico stehen.

Ella warte auf uns, Anton hing halb über dem Fenster als Ella sich umdrehte und in einem Zimmer verschwand. Anton, Tom und Nico beeilten sich doch Ella öffnete schon die nächste Zimmertüre.

Einige Zimmer später verlor Ella die Geduld, sie schrie so laut wie es ihr möglich war.
Alle hofften auf Antwort.

Erich konnte nicht glauben das jemand seinen Namen rief.

Hier bin ich, Hallo, Hallo.

Das kommt vom Keller rief Nico und sofort machten sich alle auf die Suche nach dem Weg dorthin.

Gabi gab nun auch Rufzeichen, sie fing an zu weinen und hoffte das man sie finden würde.

Anton und Nico durchsuchten die rechte Seite, Ella und Tom die linke Seite.

Ella blieb stehen, halt rief sie, bleibt alle mal stehen.
Anton fragte überrascht nach dem Grund.
Wir schreien hier unten herum, rennen jede Türe ein und vergessen dabei das wenigstens einer von uns oben Wache stehen sollte im Falle das diese Typen zurück kommen.

Du hast recht erwiderte Tom, ich gehe nach oben und passe auf.

Ella passte dieser Vorschlag überhaupt nicht, sie hatte unverändert Zweifel an der Loyalität von Tom.

Nein Tom, wir brauchen dich hier, du hast am meisten Kraft wenn wir auf verschlossene Türen treffen. Lasst mich gehen, wenn sie kommen nehme ich meine Pfeife und gebe damit dreimal kurz Signal.

Bevor jemand etwas einwenden konnte drehte sich Ella um und machte sich auf den Weg zurück. Während sie die Türe öffnete die nach oben führte sagte sie laut, „findet sie“.

Zuerst gingen die drei in Richtung der Schreie von Erich und Gabi. Dort angekommen nahmen Tom und Nico Anlauf und die Türe sprang in einem Ruck auf.
Tom und Nico waren erstaunt darüber das Erich nicht gefesselt war.

Geht es dir gut fragte Tom.

Erich schaute ungläubig, ich.., ich kenne dich doch, ihr habt uns überfallen und nach dem wir euch überwältigt haben hat euch Ben etwas Nahrung gegeben.
Ist das der dank dafür dass wir euch verschont haben.

Tom versuchte Erich vom Gegenteil zu überzeugen doch erst als Anton ihm mehrmals versicherte das dies die Wahrheit ist gelang es ihnen Erich zu beruhigen.

Gabi fragte Anton.
Erich deutete den Gang hinunter, sie kann nicht weit sein.

Ella harrte wacker an ihrem Aussichtspunkt und nur die Kälte und die Ungewissheit machten ihr sorgen. Sie schaute immer öfters zum Fenster des Altenheimes und hoffte so sehr das ihr Vater und die anderen Gesund und unversehrt dort heraus kamen.

Mit einem lautem Knall sprang die Türe auf und zu Toms Verwunderung hockte Gabi seelenruhig auf einem Stuhl.
Anton schubste Tom beiseite, er rannte auf Gabi und schon hatten sich beide in den Armen und küssten sich. Geht es dir gut fragte Anton und schaute Gabi prüfend an.
Alles gut, wie geht es den anderen.

Tom kam ins Zimmer, wir haben bisher nur Erich gefunden, von Ben und Diana fehlt noch jede Spur.

Ich kenne sie doch fing Gabi an, sie waren doch der vom Parkplatz.
Ja erwiderte Anton, sie helfen uns, ohne sie hätten wir euch nicht gefunden.

Erneut ein lauter Knall, Erich und Nico hatten eine weitere Türe aufgebrochen, doch es war nur ein weiterer leerer Raum, als sie weiter gehen wollten vernahmen sie jedoch ein kleines Geräusch und Nico rief Anton der die Taschenlampe hatte.
Anton kam Hand in Hand mit Gabi und als er den Lichtstrahl in das Zimmer schwenkte trauten sie ihren Augen nicht.
Diana lag an einem Stuhl gefesselt mit dem Rücken zu ihnen auf dem Boden.
Diana.., Diana, Anton und Gabi liefen sofort in das Zimmer.
Wie geht es dir, warte wir befreien dich.

Diana merkte das es Anton und Gabi waren und fing an zu weinen, sie hatte sich aus Angst nicht getraut auf die Rufe ihre Freunde zu antworten.

Wie geht es dir und weißt du wo die anderen sind wollte Tom wissen.

Diana schaute Tom und Nico verstört an, Anton der es sofort bemerkte beruhigte Diana, keine Angst, das sind unsere Freunde, sie helfen uns.

Wasser rief Diana und Anton holte aus seinem Rucksack ein Flasche Wasser die sie in einem Zug leerte.

Fehlt nur noch Ben sagte Erich zu Nico die sich nun die restlichen Zimmer vornahmen.

Tür um Tür wurde geöffnet, einige waren verschlossen andere nicht und um so mehr sie ans Ende des Ganges kamen desto stärker vernahmen Erich und Nico einen üblen Geruch.
Als sie vor der letzten Türe standen hatten sie etwas Skrupel diese aufzumachen, der Gestank war jetzt schon nicht mehr auszuhalten.

Erich schaute Nico an, ich glaube die können wir zu lassen, alles was hinter dieser Türe ist hat sein Leben bereits hinter sich.
Nico nickte und als Erich sich umdrehte und zu den anderen gehen wollte nahm Nico die Klinke in die Hand und drückte sie nach unten.
Als er die Türe einen Spalt breit auf hatte musste sich Nico sofort übergeben, er hatte noch nie zuvor in seinem Leben einen solch schlimmen Geruch vernommen.

Anton ging zu Nico und machte die Türe wieder zu, dann legte er verständnisvoll seine Hand auf Nicos Schulter, da brauchen wir nicht nachschauen, dort liegen nur Tote.

Wann kommen die denn endlich fragte sich Ella, sie müssten doch schon längst da sein.
Eiskalt lief es Ella den Rücken runter als sie sich vorstellte wie sie in den Keller kam und von Tom und Nico überwältigt wurde und dann in eines der Zimmer gesperrt wurde.
Blödsinn dachte sich Ella, an Dad würden sich Tom und Nico die Zähne ausbeißen.
Ella nahm sich vor noch zehn Minuten zu warten dann wollte sie wieder ins Altenheim gehen und nachschauen.


Alex und Melissa hatten die Kinder zeitig ins Bett gebracht.
Jetzt da sie zur Ruhe kamen merkten sie wie hilflos beide dem ganzen ausgeliefert waren, es gab keine Möglichkeit Einfluss zu nehmen.
Melissa kochte Wasser für Tee und Kaffee während Alex Brote strich und sie mit verschiedenen Wurstsorten aus Dosen belegte.

Erich stieg als erster durch das Fenster, dann kamen Gabi, Anton, Diana, Nico und Tom.
Ella verfolgte die Aktion und fing an zu weinen und rannte sofort zu ihren Freunden.
Ella umarmte jeden von ihnen, bei Tom und Nico bedankte sie sich besonders.
Nachdem sie fertig war schaute sie fragend in die Runde.

Wo bleibt mein Vater, macht er es mal wieder besonders spannend.

Ella merkte das etwas nicht stimmte und als Anton auf sie zuging wurden aus ihren Freudentränen schlagartig Tränen der Enttäuschung.
Ella sackte auf den Boden, nun kamen auch Gabi und Erich und versuchten sie zu trösten.

Ist er...Tod fragte Ella.
Wissen wir nicht sagte Anton, wir haben in jedem Zimmer nachgesehen aber ihn nirgends gefunden.

Nicht in jedem Zimmer sagte Nico.
Wie bitte?
Nicht Nico, du weißt was ich dir gesagt habe, Anton war sichtlich aufgebracht über Nicos Kommentar.
Ella wollte es genau wissen und hackte nach, wie meinst du das.
Na da war dieser wahnsinnig schlimme Geruch und Anton sagte das dort alle Tod sind deswegen sind wir nicht rein gegangen.
Zeig mir wo forderte Ella ihn auf.
Nein Ella, tue dir das nicht an, um deines und seines Willen sprach Anton mit fürsorglicher Stimme.

Ich muss Anton, Alex würde es mir nie verzeihen und ich mir auch nicht.
Anton senkte seinen Kopf und nickte, ok aber nur wenn ich mitkommen darf.
Natürlich sagte Ella und war schon halb durch das Fenster verschwunden.
Nico kam ebenfalls mit und es dauerte nur kurz bis sie alle drei vor der Türe standen.
Ella musste wie Nico mit sich kämpfen um nicht zu erbrechen, nur Anton schien dieser Geruch nichts auszumachen.
Seid ihr bereit fragte Anton und öffnete die Türe ohne auf eine Antwort zu warten.
Ella und Nico übergaben sich genau in dem Moment als Anton die Türe bis zum Anschlag aufriss und der Geruch mit voller Intensität auf sie traf.

Ella nahm das Ende ihrer Jacke und hielt es sich vor Mund und Nase, dann leuchtete sie mit der Taschenlampe in den Raum.
Überall lagen Säcke aufeinander und in sich verkeilt.
Ella ging hinein, Anton staunte nicht schlecht mit welcher Hartnäckigkeit Ella die Säcke öffnete und den Inhalt trotz des Gestankes durchsuchte.

Dad bist du hier, schrie Ella unentwegt, keine Angst ich finde dich und hole dich hier raus.

Anton merkte das Ella nicht vorher gehen würde als sie ihren Vater finden würde und unterstützte sie nun bei ihrer Aktion.

Diana fühlte sich schlecht, ihr Gesicht schmerzte noch sehr von dem Faustschlag und auch die gesamte rechte Seite auf die sie fiel tat ihr unendlich weh.
Gabi hatte es von allen am besten überstanden, auch ihren Kopf schmückte zwar eine beachtliche Beule doch hatte sie keine Schmerzen deswegen und ihre beiden Wunden hatte Anton fachmännisch versorgt.
Erich hatte starke Kopfschmerzen und kämpfte öfters damit nicht einfach umzufallen.
Tom wollte eigentlich zu Ella, Anton und Nico doch er konnte Gabi, Erich und Diana nicht alleine lassen also blieb er hier und versuchte so gut es ging behilflich zu sein.

Ben wusste nicht mehr was Echt und was Täuschung war, er dachte wirklich Ellas Stimme zu hören wie sie seinen Namen rief.
Jeder Zentimeter seines Körpers schmerzte und Ben hoffte, nein er wusste das es bald vorbei ist.
Er hatte immer gehofft wenn es ihn einmal erwischt er seine Kinder in Sicherheit wisse, doch jetzt fühlte Ben wie jemand an seinen Füßen anzog und sie nach oben streckte.
Fühlt es sich so an?

Anton das sind Dads Schuhe, niemand hat so alte Bergschuhe wie er, nicht in der heutigen Zeit.
Ella legte die Taschenlampe so das sie ihr etwas Licht spendete, dann nahm sie ihr Messer aus der Scheide und schnitt gekonnt den Sack vorsichtig auf.
Anton leuchte nun Ella und er konnte nicht glauben was er da sah, es war wirklich Ben.
Nun kam auch Nico hinzu der noch immer mit sich kämpfte nicht schon wieder zu erbrechen.
Er zog an den Beinen während Ella und Anton vorsichtig Bens Oberkörper nahmen und in so aus dem Raum rutschten.
Endlich hatten sie Ben auf dem Gang, Nico schloss die Türe und alle atmeten erleichtert auf.
Lebt er, lebt er fragte Ella ohne Unterbrechung.
Anton überprüfte den Puls am Arm doch er konnte nichts fühlen, auch eine Atmung war nicht sichtbar oder spürbar, erst als Anton seine Finger an die Halsschlagader legte schrie er laut.
Er lebt, verdammt er lebt.

Nico lauf zu deinem Vater, er soll schnell kommen.

Es dauerte nur Sekunden und Tom war da.
Er konnte nicht glauben was er da sah.

Los Tom, wir nehmen ihn zu viert und tragen in nach draußen.

Ben war von allen der schwerste und es war mühsam ihn den Gang zu tragen doch keiner wollte sich etwas anmerken lassen.
Als sie am Fenster ankamen warteten Erich und Gabi schon um zu helfen.
Als sie es endlich geschafft hatten und Ben im Freien auf dem Boden lag öffnete Ben wenn auch nur ein wenig seine Augen.

Ella war überglücklich und auch die anderen waren froh darüber wieder vereint zu sein und neue Freunde gefunden zu haben.
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Beitragvon Kavure´i » 24.02.2017, 01:53

Hola

spannend.

Kavure´i
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Kavure´i
 

Beitragvon Mankei » 27.02.2017, 23:37

Eine Woche durfte Ben sein Bett auf Anordnung von Anton nicht verlassen doch nun war es an der Zeit wieder aufzustehen.
Ella und Alex kümmerten sich hingebungsvoll um Ben und verwöhnten ihn nach Strich und Faden.

Tom und Nico wurden herzlich aufgenommen, wie Ella hatte vor allem Alex am Anfang Probleme ihnen zu vertrauen doch mit jedem Tag akzeptierte er die beiden mehr.

Erich und Gabi hatten alles gut überstanden und waren wieder die alten.

Diana gab sich Mühe doch alle merkten das es ihr schwer fiel das Geschehene zu vergessen.
Sie erschrickt und zuckt zusammen wenn etwas runter fällt, jemand zu laut ruft oder einfach auch nur dann wenn eine Türe durch einen Windzug ins Schloss fällt.

Anton ist die Vaterfigur für alle geworden, seine Erfahrung und seine Sicht der Dinge wird von allen geschätzt.

Am Abend hockten alle nach langer Zeit wieder gemeinsam am Tisch und nach dem sie gegessen hatten und die Kinder sich ins Wohnzimmer verzogen gab es einiges zu Besprechen.

Diana sprach davon das sie sich schämt für das was dort passierte, sie hätte nie geglaubt das Menschen so weit gehen würden.
Erich unterbrach sie, er ist dafür es den Kidnappern oder was immer das auch war zurück zu zahlen.
Außerdem werden sie bestimmt weitere Opfer suchen und finden und mit ihnen was auch immer anstellen.

Ben hörte aufmerksam den Ausführungen seiner Freunde zu.
Als alle ihre Meinung geäußert hatten nahm er Stellung dazu.

Wir haben zwei Möglichkeiten.
Erstens, können wir das ganze aussitzen, ich denke nicht das sie uns hier finden werden und falls doch können wir das eine oder andere dagegen unternehmen.
Zweitens, wir beobachten sie, schauen was sie so alles treiben und schlagen im geeigneten Augenblick zu und schalten sie aus, für immer.

Aber wie wir uns auch Entscheiden, wir sollten auch Bedenken das sie vielleicht nur ihre Gruppe vor uns schützen wollten, ihre Heimat, so wie wir es auch machen würden.
Wer weiß, vielleicht waren die Toten auch nur Mitglieder aus ihrer Gruppe.

Alle warteten darauf das Anton der bisher noch gar nichts sagte seine Meinung äußerte.

Ella ergriff das Wort.
Ich will diese Tiere niemals wieder sehen und Tom und Nico sagten uns das es mindestens sieben von dieser Sorte gibt. Selbst wenn ihr einen perfekten Plan habt muss alles genau so passieren, bei der kleinsten Panne sind sie uns überlegen und was dann passiert wissen wir leider nur zu gut.
Also vergessen wir das ganze, schlucken unser Ego hinunter und wenden uns anderen wichtigeren Dingen zu.

Alle waren beeindruckt über Ellas Sichtweise der Angelegenheit.

Anton stand auf.

Ich kann verstehen wenn einige von euch den Wunsch haben Rache zu nehmen, aber wie es Ella gerade sagte, zu viele Faktoren sprechen gegen uns.
Natürlich ist die Gefahr sehr groß das mit jedem Tag die diese Horde ungehindert machen kann was sie will ihr Weg sie irgendwann auch bis zu uns führen wird.
Wir sollten aus diesem Grund nicht den Fehler machen sie unbeobachtet lassen, aber versteht es bitte nicht falsch, ich meine damit nur überwachen und nicht einschreiten auch wenn die Chance auf Erfolg noch so verlockend ist.

Den Rest des Abends verbrachten alle gemeinsam im Wohnzimmer bis irgendwann nur noch Ben und Tom übrig blieben.

Beide genossen die Ruhe und dann über alles mögliche bei einem guten Glas Whiskey diskutieren zu können.
Tom liebte wie Ben einen guten Schluck Whiskey und er konnte anfangs nicht glauben was für einen Schatz ihm Ben da präsentierte.

Tom und Nico wohnten im Zelt das Ben ihnen zur Verfügung gestellt hat.
Es war ein riesiges 4 – Personenzelt das über 2 Schlafkammern, einen Tagesraum und noch ein Schlechtwetter Vordach verfügte.
Ben kaufte es damals als Reserve falls ihr Haus und die Hütte nicht mehr als Unterschlupf in Frage kamen.
Als sie wieder zurück waren und es Ben die ersten 2 Tage sehr schlecht ging, er immer wieder ins Koma fiel schliefen Tom und Nico im Wohnzimmer. Als Ben wieder ansprechbar war schickte er Ella und Alex zu einem seiner Depots die er in der nahen Umgebung der Hütte vergraben hatte um dort das Zelt für die beiden zu holen.

Ben erzählte Tom von Jörgs Radiosender und dem Umstand das er nicht mehr sendet.

Als es Mitternacht wurde und Ben das Radio anmachte wurde er und Tom von einer Nachricht überrascht.

Schalten sie ihr Radio nicht aus, Schalten sie ihr Radio nicht aus…!
Ohne Unterbrechung kam immer wieder diese Ansage.
Als nach einer halben Stunde noch immer keine Nachricht kam schaltete Ben das Radio wieder aus und beide gingen schlafen.

Dad wach auf, es kommt eine wichtige Nachricht im Radio, sie werden gleich übertragen.

Ben der noch im Halbschlaf war erinnerte sich an vergangene Nacht und sagte Alex dass das schon die ganze Nacht so gesendet wird.
Er nahm seine Decke zog sie sich über den Kopf, weckt mich falls sie wirklich Nachrichten haben doch nun kam Ella dazu und klaute Ben die Bettdecke, los aufstehen es gibt bald Mittagessen.

Pünktlich war Ben mit Waschen und Anziehen fertig geworden um sich nun an den gedeckten Mittagstisch zu setzen.

Wir brauchen einen größeren Tisch und mehr Stühle, Diana und Ella sprachen dieses Problem nicht das erste mal an doch seit Tom und Nico dazu kamen hat dieses Thema an Wichtigkeit zugenommen.

Ben.., Ben hast du gehört, wir brauchen einen größeren Tisch und mehr Stühle.

Ben reagierte nicht, erst als ihn Melissa die neben ihm hockte anstupste wachte er wieder auf.

Alles in Ordnung fragte Anton.

Sicher, habe nur nachgedacht.

Nach und nach machte jeder Vorschläge für Vorhaben wie man das Zusammenleben verbessern kann. Diana schrieb jeden Vorschlag auf und hängte die Liste an die Küchentüre.

Ben hatte die ganze Zeit kein Wort gesagt, als er geräuschlos aus der Küche ging schauten ihn alle besorgt nach.

Tom fand Ben sitzend am Boden in der Nähe der Hütte.

Alles in Ordnung bei dir fragte Tom.

Natürlich, ich will nur über etwas nachdenken.

Kann ich dir helfen.

Nein…, oder vielleicht doch.

Schieß los Ben, ich helfe dir gerne wenn ich kann.

Ben schaute Tom in die Augen.
Ich habe viel darüber nachgedacht, ich kann es nicht zulassen das Menschen einfach getötet werden und ihre Mörder damit durch kommen nur weil wir gerade eine Krise haben.
Es sollten Regeln gelten egal unter welchen Umständen.

Tom nickte und er schien über Bens Aussage erfreut zu sein.

Danke sagte Tom nun sichtlich erleichtert, mir geht es genau so, ich hatte Verständnis für euer Verhalten und hätte es auch akzeptiert, aber was man dort macht, wie sie Menschen behandeln, in Säcke stecken und sie verfaulen lassen.
Ich bin dabei!

Danke Tom, aber du weißt auch das wir das ganze nur zu zweit durchziehen können, die anderen dürfen davon nichts erfahren, sie würden es nicht verstehen.

Ist klar Ben, hast du schon einen Plan.

Die Grundidee steht aber wir werden ihn noch etwas verfeinern müssen, auch weil es jetzt kein Alleinunternehmen mehr ist.

Wir reden heute Nacht wenn alle schlafen bei einem Glas Whiskey weiter.
Ist gut Ben.

Diana hockte in der Küche und erstellte mit Melissa und Ella einen Speiseplan für die nächsten Tage.
Da Melissa eigentlich Ve­ge­ta­ri­e­rin war hatte sie noch immer ihre Probleme mit Fleisch doch sie gab sich Mühe.
Sie wusste natürlich das die Zeit vorbei war als man sich das Essen aussuchen und wählerisch sein konnte.

Wie hatte es Ben am ersten Abend zu ihr gesagt:
Wo der Hunger beginnt, da endet die Menschlichkeit..,
oder
bevor du rauf gehst wird jeder Vegetarier zum Fleischfresser, Hauptsache man verhungert nicht!

Alex schrie alle herbei, Neue Nachrichten aus dem Kanzleramt.
Es waren seit langem wieder die ersten Nachrichten von offizieller Seite.

Sehr geehrte Zuhörer, aus aktuellem Anlass hören sie nun eine Rede der Bundeskanzlerin.

Hört hört, sie hat es also wieder zurück geschafft, Erich konnte sich diese Bemerkung nicht verkneifen.

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger.

Das in der Antarktis auf der Neumayer III Station ein Anschlag statt fand entspricht nicht der Wahrheit, es gab eine Explosion die aber durch unsachgemäße Bedienung in der Stromverteilung entstand.

Es wurde niemand verletzt, nur wurde die komplette Kommunikation außer Kraft gesetzt.

Die Entscheidungsgewalt ist wieder in meiner Hand, ich danke Karl-Theodor zu Guttenberg während meiner Abwesenheit für die geleistete Arbeit.

Leider hat sich die Zahl der Toten seit dem letzten Übertragung drastisch erhöht. Nach letzten Meldungen starben bisher 103851 Menschen. Wir gehen aber von einer weit höheren Anzahl aus ohne diese jedoch belegen zu können.

Verletzte werden nicht mehr registriert da es nach unseren vorliegenden Informationen im gesamten Bundesgebiet noch 47 Krankenhäuser gibt die in Betrieb sind.

Alle anderen Krankenhäuser in Deutschland sind nicht mehr besetzt und deshalb geschlossen.
Eine Versorgung durch Ärzte ist in einigen Orten gewährleistet jedoch Freiwillig und nicht mit regelmäßigen Öffnungszeiten.

Jetzt zu Professor Dr. Huber und seinen Forschungen an einer neuen Pflanze.
Nach eingehender Prüfung ist auch der anfangs als resistent geglaubte Stamm erneut befallen worden und somit nicht verwertbar.

Weitere Forschungen laufen momentan auf allen Kontinenten dieser Welt allerdings bisher ohne Erfolg.

Bundesweit brechen immer öfters und länger die Strom- und Wasserversorgung zusammen, weil die steuernden Geräte außer Funktion sind. Die Bevölkerung wird deshalb unbedingt aufgefordert sich in der verbleibenden Zeit mit ausreichend Wasservorräten zu versorgen. Nehmen sie dazu jede Möglichkeit der Aufbewahrung heran, wir versuchen durch Bundeswehr, THW und DRK diesen Notstand wieder zu beheben.

Ein Nachricht die sicher schon viele erwarten.
Sämtliche Atomkraftwerke in Europa wurden herunter gefahren und sind keine Gefahr mehr.
Allerdings ist mit den vorhandenen Stromerzeugern eine deutschlandweite Versorgung nicht mehr gegeben. An einer Lösung wird gearbeitet die wir ihnen sobald sie vorliegt mitgeteilt wird.

Da es immer wieder zu gewalttätigen Übergriffen auch auf Polizei- und Bundeswehrpersonal kommt wird ab morgen ausnahmslos jede in Deutschland registrierte Waffe eingezogen.
Besitzer von Waffen werden aufgefordert diese innerhalb der nächsten 48 Stunden bei jeder besetzten Polizeidienststelle abzugeben oder wenn dies nicht möglich ist in jeder Gemeinde- oder Stadtdienststelle. Wer dieser Aufforderung nicht nachkommt wird mit Gefängnisstrafen bis zu 4 Jahren bestraft.

Nun komme ich zum letzten Punkt meiner Rede und ich bitte sie zuerst um etwas Nachsicht.

Ohne jemanden die alleinige Schuld an dieser weltweiten Katastrophe geben zu wollen ist uns ein Papier zugestellt worden das doch einige Fragen aufwirft.
Wir wollen sie davon in Kenntnis setzen da es schon immer seit ich in Deutschland regiere mein oberstes Ziel war jeden Bürger mit Informationen zu versorgen.

Es geht darum das amerikanische und brasilianische Landwirte eine genveränderte Maissorte verwendeten die nicht zugelassen war und nie in den Umlauf hätte kommen dürfen.
Diese Maissorte, die ein Gift produziert, das den Herbst-Heerwurm töten sollte hat einer Studie nach gezeigt dass die Raupen dagegen bereits nach wenigen Jahren Resistenzen entwickelten und nicht nur das, sondern eine Genmanipulation eintrat.

Der Herbst-Heerwurm - ein Insekt - hat sich in den vergangenen Jahren über weite Teile Afrikas ausgebreitet. Das Tier ist so gefährlich, weil es Ernten zerstört, sich schnell vermehrt und weite Strecken zurücklegen kann. Experten hielten daher eine Ausbreitung von Nordafrika bis nach Mitteleuropa für möglich - konkreten Grund zur Sorge sahen sie aber nicht und so wurde damals nichts dagegen unternommen.

Heimisch ist der Herbst-Heerwurm in Nord- und Südamerika und dort auch schon lange als Schädling bekannt. Wissenschaftler vermuten, dass er per Flugzeug von dort nach Westafrika eingeschleppt wurde. "Wir wissen, dass die Weibchen ihre Eier nicht nur auf Pflanzen, sondern auch auf anderen Gegenständen ablegen", sagt Matthew Cock vom Centre for Agriculture and Biosciences International (CABI) in England. Die Tiere könnten so als blinde Passagiere auf einem Linienflug mitgeflogen sein.

So kamen sie schließlich nach Europa, Asien, Australien, eben auf alle Kontinente und was dabei heraus kommt erleben wir nun gerade im vollem Umfang.

Eine weitere Nachricht erhielten wir zum Thema Weizenanbau.

2004 wurde in Deutschland wieder ein Freisetzungsversuch mit genmanipuliertem Weizen geplant und schließlich bewilligt. Einen entsprechenden Antrag hat das Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) Gatersleben beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit damals gestellt. Der Versuchsacker liegt in unmittelbarer Nähe zu den Anbauflächen der Genbank im sachsen-anhaltinischen Gatersleben. Dort lagern Hunderte alter Weizensorten, die zur Erhaltung immer wieder im Freiland angebaut werden müssen.

Dort kam es anscheinend zu einer wir nennen es „Verbrüderung“ von Normal- und Genweizen.
Eine gentechnische Verunreinigung dieses Menschheitserbes durch Pollenflug oder Verschleppung durch Tiere wäre ein unersetzlicher Verlust für zukünftige Züchtungsbemühungen. Denn alte Sorten, sog. "Herkünfte", enthalten vielfach Resistenzen* gegen verschiedene Krankheiten und klimatische Bedingungen wie Trockenheit oder Salz.

Experten bezeichnen sie daher als "Lebensversicherung der Menschheit".

Andreas Bauer, Gentechnikexperte und Agrarwissenschaftler beim Umweltinstitut München, kritisiert damals energisch.

"Bislang sind alle Freisetzungen von Gen-Weizen in Deutschland am Widerstand von Umweltorganisationen gescheitert. Denn Weizen ist eine der zentralen Nahrungspflanzen für die Weltbevölkerung. Aufgrund der breiten Ablehnung in der Bevölkerung ist Gen-Weizen weltweit unverkäuflich."

Scharfe Kritik an dem Versuch übt das Umweltinstitut auch aufgrund weiterer Eigenschaften, die in den Gen-Weizen eingebracht wurden. So wurden die Pflanzen resistent gemacht gegen Basta, ein Totalherbizid des Bayer-Konzerns. Herbizidresistente Gen-Pflanzen haben jedoch einen negativen Einfluss auf die biologische Vielfalt (weil sie alle Pflanzen im Umkreis abtöten). Außerdem erhöhen sie nach kurzer Zeit den Chemiegifteinsatz auf den Äckern, weil sie die Ausbildung resistenter Ackerkräuter fördern.
Zusätzlich enthalten die genmanipulierten Weizenpflanzen sog. Antibiotikaresistenzgene gegen einige in der Humanmedizin (Medizin für den Menschen) verwendete Penicilline. Sie werden eingebaut, um die Pflanzen im Labor selektieren zu können. Selbst die gentechnikfreundliche europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA fordert, diese Antibiotikaresistenzgene nicht mehr zu verwenden. Denn die entsprechenden Antibiotika drohen durch den Verzehr der genmanipulierten Pflanzen unwirksam zu werden.

Wie wir jetzt aus einer sehr sicheren Quelle erfahren haben wurde damals aus Profitgier und auch wegen der strikten Unnachgiebigkeit seitens der deutschen Politik der Weizen, Mais und andere Sorten die in Gatersleben als eiserne Reserve dienten im geheimen so verändert das dies zu der jetzt weltweiten Katastrophe geführt hat.

Dieses Szenario wurde, und auch das geht aus dem uns vorliegenden Schriftstück vor, in nahezu jedem Land der Erde so angewendet und erklärt die jetzt fast gleichzeitig überall auftretende Mutationen in jedem Nahrungsmittel.

Damit beenden wir die Übertragung und hoffen das es bald eine Lösung gibt um diese Katastrophe zu beenden.
Bitte bleiben sie noch am Radio, es folgt eine weitere Information.

Radio Deutschland, mein Radio, dein Radio unser aller Radio..,
Sie hörten ein Liveübertragung aus dem Bundeskanzleramt.
Die nächste Übertragung ist in 48 Stunden geplant und bis dahin wird es keine weiteren Meldungen geben. Wir wünschen ihnen alles Gute in dieser schrecklichen Zeit, ihr Radio Deutschland.

Alle mussten diese Nachrichten erst einmal verdauen, Ella blickte zu ihrem Vater.

Sieht nicht gut aus für die Menschheit.

Nein, leider nicht, auch Ben überlegte.
Diana und Melissa, habt ihr es schon geschafft alle Nahrungsmittel zu erfassen, ich meine wirklich alles was sich irgendwie Essen lässt.

Melissa ging in die Küche und holte ihr Heft mit den Aufzeichnungen und setzte sich neben Diana.
Wir haben „Stand morgen“, da ich das heutige Essen schon abgezogen habe folgende Lebensmittel.
1588 Epa‘s
480 MRE‘s
1218 Dosen Fertiggerichte
432 Dosen Obst
2988 Fertiggerichte in Alufolie
668 Einweggläser
831 Dosenwurst- fleisch Konserven
645 Gläser und Konserven mit Erbsen, Karotten, Bohnen, Gurken, Paprika, Tomaten,
474 Energieriegel und Snacks
512 Portionen Gefriergetrocknetes Obst und Gemüse
149 Dosen Vollkornbrot
88 Dosen Butterpulver a 1Kilo
126 Dosen a 500 Gramm Eierpulver
267 Dosen Milchpulver
136 Portionen Fruchtmüsli Schweizer Art
73 Portionen Expedition Frühstück
96 Dosen Nusskuchen
74 Dosen Schokoladenkuchen
63 Kilo Marmelade
115 Kilo Honig
44 Kilo Fertigsuppen
645 Kilo Reis
821 Kilo Nudeln
500 Packungen Kartoffelpüree
44 Kilo Kaffee
97 Kilo Tee (verschiedene Sorten)
16 Kilo Orangensaftextrakt
24 Kilo Himbeersaftextrakt
36 Kilo Apfelsaftextrakt
4500 Liter Wasser in Plastikflaschen
1500 Liter Wasser in Kanister
2000 Liter Destilliertes Wasser
1500 Liter Seven OceanS Trinkwasser
916 Gläser Gewürze
22 Kilo Senf
8 Kilo Meerrettich
36 Kilo Ketchup
129 Kilo Zucker
208 Kilo Mehl
322 Kilo Salz
250 Kilo NRG-5 Notration

Melissa war stolz auf ihre Auflistung, sie und Diana verbrachten ganze Tage damit alles zu katalogisieren.

Alle schauten nun Ben an, keiner konnte so recht glauben was Melissa da gerade sagte.

Es dauerte und Nico war der erste und er sprach allen aus der Seele.

Ist das wirklich wahr!

Melissa lachte freudig, ja.

Ben der ebenfalls lachte fing verschmitzt an, ich weiß ich habe es etwas übertrieben aber glaubt mir, wenn du mal anfängst hörst du nicht mehr auf.
Ich habe damals in dem Vorsorgeforum so viel gelernt und erfahren und wollte halt für alles gewappnet sein. Michelles Versprechen spielte dabei natürlich die größte Rolle aber das geht nur Ella, Alex und mich etwas an.

Wie lange reicht das für uns fragte Gabi.

Melissa zuckte mit der Schulter, ich habe keine Ahnung, wir sind jetzt 15 Personen, die Kinder brauchen ja deutlich weniger als wir Erwachsene, noch, aber ich denke 3 Jahre bei guter Planung sollten ohne Probleme drin sein.

Natürlich nur wenn Ben und seine Kinder uns so lange durchfüttern wollen.

Ella stand auf, es gehört uns allen, Alex und ich haben das mit Dad besprochen, wir sind eine Familie.

Ben hatte sich mit dem Gedanken abgefunden und diese Vorräte für alle zur Verfügung gestellt, was aber niemand sonst wusste, Ben hatte noch 5 Notlager hier in der Umgebung von denen eines zwar nach der Ankunft von Tom und Nico geplündert wurde, von den anderen 4 Lagern wusste aber niemand etwas und das sollte auch so bleiben.

Ben klopfte Ella an die Schulter, kommst du mal mit, wir haben etwas wichtiges zu bereden.

Ella und Ben machten es sich auf einem alten umgefallenen Baum nicht weit der Hütte bequem.
Die vergangene Zeit war weder für dich, Alex oder für mich einfach.
Du hast dich zu einer tollen jungen Frau entwickelt, wenn deine Mutter dich jetzt sehen könnte wäre sie sehr Stolz auf dich.
Da du die ältere bist hast du natürlich mehr Verantwortung auf deinen Schultern als Alex aber ich bin mir sicher das dies für dich kein Problem sein wird.
Du sollst wissen das falls mir etwas passiert du und Alex alles erben werdet.
In meinem Zimmer in der großen Kommode ist das Fotoalbum unserer Familie, auf der dritten Seite ist unser erstes gemeinsames Familienfoto kurz nach dem Alex auf die Welt kam, wenn ich einmal nicht mehr für euch da sein sollte dann nehme das Bild aus den Klammern heraus und drehe es um, du findest dort 4 Zettel mit Hinweisen für euch wie ihr es einfacher haben werdet.
Bedenke aber bitte du darfst niemanden, nicht einmal Alex etwas davon erzählen, Versprich mir das bitte Ella.

Ella merkte wie ernst ihrem Vater diese Unterredung war.

Ich verspreche es dir, dann umarmten sie ihren Vater.

Ben und Tom arbeiteten an ihrem Plan, jetzt da alle anderen schliefen konnten sie unbemerkt darüber reden.
Eigentlich war ihr Plan ganz einfach, observieren, analysieren, ausschalten.

Tom war überrascht als Ben ihn kurz nach Mitternacht fragte ob er bereit sei aufzubrechen.

Jetzt fragte Tom, du willst jetzt schon fahren.

Unser Plan ist klar, jeder weiß was zu er zu machen hat und heute ist genau so gut wie morgen oder gestern, also starten wir.

Dann starten wir.

Ben und Tom packten Lebensmittel und Wasser für eine Woche ins Auto, Taschenlampen, Batterien, Messer, Fernglas, Seil, Karabiner, Kabelbinder, Klebeband, Verbandszeug, zwei Schlafsäcke und Isomatten und zum Schluss noch für jeden von ihnen eine Armbrust mit Pfeilen und die Nachtsichtgeräte die sie jetzt schon angelegt hatten da sie sich an das Tragen gewöhnen wollten.

Als sie alles überprüft hatten schrieben sie einen Abschiedsbrief und schoben das Auto etwa 200 Meter den Berg hinunter bevor sie den Motor starteten.

Die Fahrt verlief ohne Probleme, obwohl ohne Licht unterwegs zeigte sich die Investition in hochwertige Nachtsichtgeräte als richtig.

Auf der Autobahn war nicht ein Auto unterwegs und in den kleineren Orten die sie kreuzten gab es nicht ein Haus wo man Menschen oder Licht sah.

Als sie ankamen war alles ruhig, das Altenheim war dunkel und auch sonst gab es keinerlei Aktivitäten.

Sie entschieden sich für den selben Aussichtspunkt wie damals Tom und Nico, auf dem Dach des Baumarktes.

Tom übernahm die erst Wache.
Gegen 4 Uhr wechselten sie sich ab.

Tom schlief noch als sich zwei Autos näherten.
Ben nahm das Fernglas und sah in jedem der Autos zwei Männer sitzen.
Zielstrebig fuhren sie ans Altersheim, öffneten den Kofferraum um dann einige Säcke vor der Türe des Heimes abzuladen.

Ben wollte Tom wecken doch er war gerade wach geworden und verfolgte noch etwas verschlafen die Aktion.

Einer der Männer stieg ins Auto und fuhr in die entgegen gesetzte Richtung weg, die anderen Männer gingen ins Altenheim hinein ohne jedoch die Säcke mitzunehmen.

Eine ganze Weile passierte nichts dann kam das Auto wieder und nachdem er mehrmals gehupt hatte kamen die anderen Männer wieder aus dem Heim, stiegen in das andere Auto und fuhren zusammen weg.

Was wohl in den Säcken ist fragte Tom.
Keine Ahnung, aber wahrscheinlich tote Menschen.
Bist du dir sicher Ben.
Sicher natürlich nicht, aber die Größe würde passen, gehen wir nachschauen fragte Ben.

Warten wir noch etwas, nur zur Sicherheit.
Angsthase rief Ben.

Ben trank gerade einen Schluck Wasser als Tom ihn rief.
Komm schnell, zum Glück sind wir nicht runter gegangen.

Ben sah noch wie jemand einen Sack nach dem anderen ins Heim zog.

Wo kommt der denn auf einmal her wollte Ben wissen.

Aus dem Heim.

Ist er alleine?
Schaut so aus.

Warten wir ab was noch alles so geschieht,wir sollten nichts überstürzen sagte Tom zu Ben der zustimmend nickte.

Der Tag verging ohne das jemand kam oder ging.

Es wurde dunkel, Ben nutzte die Möglichkeit sich endlich etwas die Füße vertreten zu können während Tom weiter Wache hielt.

Auch nachts blieb alles ruhig und als es wie einen Tag zuvor gerade hell wurde kamen erneut zwei Autos angefahren.

Ben weckte Tom.
Guten Morgen Schlafmütze, same procedure as every day.
Year antwortete Tom.
Ich weiß, aber die da unten machen es anscheinend jeden Tag gleich.

Tatsächlich sage Tom, wie gestern früh sahen sie zwei Autos mit je zwei Männern darin die den Kofferraum öffneten, mehrere Säcke an der Türe deponierten.
Ein Auto fuhr weg und kam dann etwa nach gut einer Stunde wieder, dann wurde gehupt, die anderen Männer stiegen in das leere Auto und weg waren sie.

Komisch oder was meinst du fragte Tom.

Wenn es jetzt wieder etwa eine halbe Stunde dauert bis ein einzelner die Säcke holt dann habe ich für morgen einen Plan sagte Ben euphorisch.

Was hast du vor fragte Tom neugierig.

Warten wir erst ab was passiert.

Wie bestellt kam nach 30 Minuten der selbe Mann und zog einen Sack nach dem anderen ins Altenheim.

Tom wartete ungeduldig das ihn Ben endlich in seinen Plan einweihte.

Ich gehe davon aus das sie es morgen wieder genau so machen werden wie heute.
Ja und?
Zwischen dem abladen und dem holen ist eine halbe Stunde Zeit.
Ja!
Ich werde morgen in einen der Säcke schlüpfen und wenn er alleine ist zuschlagen.
Du willst was machen fragte Tom.
Habe ich doch gerade gesagt.
Du spinnst Ben, du bist da drin ganz alleine, was machst du wenn da noch fünf andere sind.
Dann wirst du mich raus holen müssen, erwiderte Ben lachend.

Dein Plan baut auf viele Zufälligkeiten.

Stimmt, aber er kann klappen.

Betonung auf „kann“, Tom war nicht begeistert.
Ich hielt dich bisher für vernünftig Ben aber du beweist mir gerade das Gegenteil.

Den ganzen Tag über und auch teils während der wechsel nachts versuchte Tom Ben seinen Plan auszureden doch Ben blieb dabei.

Noch im dunkeln machte Ben sich fertig, er nahm zwei Messer und band sie sich um seine Unterschenkel, etwa ein Dutzend Kabelbinder steckte er in seine Hosentasche und das Nachtsichtgerät klemmte er sich unter dem linken Arm.

Tom verfolgte das ganze beiläufig da er Ausschau hielt.

Sie kommen sagte Tom.

Gut dann schauen wir mal ob es so läuft wie die letzten zwei Tage.

Nach wenigen Minuten atmeten beide erleichtert auf, alles was sie sahen glich einem Uhrwerk.
Als der Wagen außer Sichtweite war und die drei Männer im Heim verschwanden machte sich Ben und Tom auf den Weg.

Es dauerte nicht lange und sie standen nur ein paar Meter gut versteckt vom Eingang des Altenheimes entfernt und warteten darauf dass das nächste Puzzle ihres Planes aufging.

Das Auto fuhr an den Eingang, es folgten drei Hupsignale und kurz danach stiegen die anderen drei Männer in das andere Auto und sie fuhren die Straße entlang.

Ben sprang aus seinem Versteck und überprüfte die Umgebung.

Alles in Ordnung, du kannst kommen.

Tom rannte zu einem der Säcke und öffnete vorsichtig die Schnur.

Als beide in den Sack schauten wurden ihre Befürchtungen wahr, ein toter Mann, nicht älter als 40 Jahre kam zum Vorschein.
Tom der den Mann am Oberkörper fest hielt während Ben den Sack nach unten zog hätte sich beinahe Erbrochen müssen.

Siehst du das fragte Tom.

Was denn.

Tom zeigte auf eine große Wunde direkt am Herzen, die haben ihn umgebracht Ben, kein Zweifel.

Egal jetzt, los legen wir ihn da hinter den Baum, da sieht ihn niemand.

Als sie den Mann abgelegt hatten schlüpfte Ben in den Sack und Tom schnürte das Seil zu dann verzog er sich zu seinem Versteck.

Ben fühlte sich miserabel, alles um ihn herum erinnerte ihn an seine letzte Begegnung die ihm fast zum Verhängnis wurde.

Ben hörte wie die Türe aufging.
Es lagen fünf Säcke bereit.
Der erste wurde geholt, der zweite, dann war Ben dran.

Ohne Rücksicht wurde Ben durch den Flur hinunter in den Keller gezogen.
Einmal schlug er mit dem Kopf an eine Wand und konnte sich gerade noch beherrschen nicht laut los zu schreien.

Ben wusste das es nicht mehr lange dauern würde dann wäre an seinem Bestimmungsort angekommen, er hörte auf jeden Laut doch anscheinend war nur ein einzelner Mann hier am arbeiten.

Ben griff an sein rechtes Bein, zog die Hose etwas hoch und griff nach dem Messer und schnitt dann blitzschnell ein Loch in den Plastiksack.

Mit einer gekonnten Drehung befreite sich Ben, stand auf und sprang dem Mann der das ganze untätig verfolgte an den Hals und schickte ein paar gezielte harte Schläge an dessen Nieren und Leber.
Ein letzter Schlag an die Kehle setzte seinen Gegner schachmatt.

Ben verschnaufte etwas auf dem Boden sitzend, immer auf etwaige Geräusche einer anderen Person wartend.

Ben fesselte den Mann und zog ihn nun hinter sich nach oben.
Bevor Ben nach Tom rufen wollte schaute er erst noch in jedes Zimmer im Erdgeschoss.
Ben entdeckte niemanden, er ging zur Türe pfiff zweimal wie vereinbart nach Tom der sofort aus seinem Versteck kam.

Tom war froh Ben unversehrt zu sehen.

Alles in Ordnung fragte Tom.

Ja, komm rein und schließe die Türe.

Ben und Tom gingen zu ihrem Gefangenen der noch immer Ohnmächtig war.

Lasse uns erst die Zimmer im Keller kontrollieren, hier oben habe ich schon geschaut.

Ein Zimmer nach dem anderen wurde durchsucht doch niemand schien hier zu sein, erst als sie am hintersten Zimmer ankamen rochen sie es wieder.

Willst du wirklich fragte Tom.

Nur kurz sagte Ben.

Der Gestank war fürchterlich, Ben erinnerte sich an seine Zeit die er in diesem Raum verbrachte.

Sie riefen mehrmals und als niemand antwortete schlossen sie die Türe und gingen wieder nach oben.

Tom nahm etwas Wasser und schüttete es dem Mann ins Gesicht der daraufhin aufwachte.

Wie heißt du?

Wer seid ihr, ich habe Freunde, mächtige Freunde.

Ben ging zu ihm und schlug ihm ins Gesicht.

Wir stellen hier die Fragen.
Wie heißt du.

Rick.

Warum tötet ihr die vielen Menschen wollte Tom wissen und wieso begrabt ihr Schweine sie nicht sondern lasst sie da unten verfaulen.

Sie sterben für etwas gutes das die Menschheit retten wird und dazu müssen sie leider kontrolliert verfaulen.

Tom schlug Rick ins Gesicht, wie krank seid ihr denn drauf.

Lass ihn Tom.
Wie viele von euch gibt es fragte Ben.

Keine Antwort.

Ich frage nur noch einmal dann wird es blutig für dich, wie viel seid ihr.

14.

Ok, und jetzt ohne Lügen.

14, wirklich.

Wenn ihr noch lange hier bleibt werden sie euch finden und gefangen nehmen und.., er verstummte.

Was und fragte Tom, uns umbringen und zum verfaulen in einen Sack sperren.

Rick lachte.

Ben ich kann nicht mehr, Tom wollte Rick ein Ende machen.

Warte noch.

Was macht ihr mit den Leichen.

Rick lachte noch immer und dachte nicht daran etwas zu sagen.

Ben nahm sein Messer und drückte es auf den Daumen von Rick.

3..2...1!

Rick schrie laut auf, Ben hatte mit einem Druck den Daumen von Rick abgetrennt.

Was macht ihr mit den Leichen.

Ben nahm sein Messer und setzte es an Ricks Zeigefinger an.

Wir brauchen sie als Dünger.
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Mankei
 

Beitragvon Mankei » 21.05.2017, 22:35

Ella nahm einen der zahlreichen Töpfe aus dem Schrank, füllte ihn mit Wasser und stellte ihn auf den Herd.
Erst jetzt drückte sie den kleinen Lichtschalter der Neonröhre und gerade als sie sich hinhocken wollte sah sie in der Mitte des Tisches einen Zettel.

Ella nahm Platz und begann zu lesen.
Liebe Ella, ich weiß das du die erste bist die morgens immer aufsteht, deswegen schreiben Tom und ich dir diese Zeilen.

Wir sind gefahren um etwas das uns keine Ruhe lässt zu erledigen.
Tom und ich haben uns das ganze wirklich gut überlegt, wir wissen das unser Entschluss dir und den anderen nicht gefallen wird aber wir bitten euch ihn trotzdem zu akzeptieren.

Sucht nicht nach uns und kommt erst gar nicht auf den Gedanken Tom und mir helfen zu wollen.

Wir werden versuchen so schnell wie möglich wieder bei euch zu sein, falls aber eine Rückkehr aus welchen Gründen auch immer nicht mehr möglich ist sucht nicht nach uns, es ist zu gefährlich!

Tom und Ben

PS: Ella, denke bitte an unsere letzte Unterhaltung und handle danach, von Tom soll ich dir noch sagen das du bitte auch ein Auge auf Nico haben sollst.

Ben und Tom konnten nicht glauben was sie gerade gehört hatten und es dauerte etwas bis sie sich von diesem Schock erholt hatten.
Noch immer konnte keiner der beiden etwas sagen, sie hatten sich natürlich ihre Gedanken gemacht aber das es so schrecklich sein würde konnten Ben und Tom nicht glauben.

Ben nahm sich einen Stuhl und setzte sich vor Rick während Tom im Raum auf und ab ging.
Nun mal ganz langsam und von vorne.

Rick dem der Schweiß an den Schläfen herunter rannte fing an zu reden.

Schon immer müssen Menschen töten um an Nahrung zu kommen, dies geschieht schon seit Jahrtausenden und daran ist auch nichts verwerfliches.
Jetzt ist die Menschheit vom Aussterben bedroht, warum, nur weil einige immer noch reicher werden wollten.
Unsere kleine Gemeinschaft besteht jetzt noch aus 14 Menschen und natürlich wissen wir dass das was wir machen falsch ist nach unseren Maßstäben, doch wenn du Hunger hast fragst du nicht wo dein Essen her kommt und glaubt mir, wir haben wirklich alles versucht um Nahrung zu finden aber es gab einfach nichts mehr das man essen konnte ohne daran zu sterben.
Schon kurz nach Ausbruch der Katastrophe neigten sich unsere Nahrungsmittel dem Ende und wir kamen an einen Punkt wo es für uns nur noch um Leben oder Sterben ging.
Gerd arbeite damals beim Max Rubner-Institut (MRI) als Kontrolleur und nach dem immer mehr Getreide als lebensgefährlich eingestuft wurde und es dann auch die ersten Hinweise auf einen Befall der gesamten Tierpopulation gab machten er und Claudia die in der Forschung im selben Institut arbeite erste Versuche abseits gültiger Regeln.
Ihre ersten Anfragen nach Unterstützung wurden vom Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) als Spinnerei bezeichnet und als nicht für notwendig erachtet.
Als wir damals Gerd und Claudia trafen und sie uns von dieser Idee informierten dachten wir anfangs genauso wie ihr, doch als es dann immer weniger zu essen gab fingen wir an sie zu unterstützen. Nach nur wenigen Tagen der Forschung hatte es den Anschein das Menschen die das tödliche Gen gegessen hatten und daran starben keine Gefahr mehr darstellten.
Anders als bei totem Getreide oder Tieren wo dieses Gen weiter lebt stirbt es beim Menschen ab.

Wenn ihr uns verurteilt verstehen wir das doch ihr müsst uns Glauben, es vergeht kein Tag an dem wir uns Fragen ob unser Handeln vertretbar ist.
Wir haben niemals jemanden getötet, alle Leichen die ihr in dem Raum am Ende des Ganges gesehen habt sind laut unserer Nachforschungen an den Folgen der Katastrophen oder durch Überfälle von plündernden Gruppen geschehen.

Ben unterbrach Rick, warum habt ihr uns dann überfallen und mich in den Raum zu den Toten gelegt.

Wir wussten ja nicht wer ihr seid, es gibt so viele organisierte Banden die ohne jeden Skrupel Menschen töten.
Jeder Tote wird zweimal überprüft ob er noch lebt, erst dann geht er in den Raum der Wiedergeburt, denn jeder der dort liegt lebt in uns weiter.

Es reicht schrie Tom, ich kann dieses Gerede nicht mehr hören, was kommt als nächstes, das alles Gottes Wille war, ihr die Auserwählten seid.
Ben bitte lasse mich dem ganzen ein Ende machen.

Auch Ben hatte genug, für ihn hatte es den Anschein Rick wollte sich und seine Freunde aus der
Verantwortung heraus reden.

Wo sind die anderen fragte Ben
Einige fahren herum und suchen nach Saat, andere helfen Gerd und Claudia bei der Forschung.

Saat schrie Tom laut auf.
Es reicht, Tom nahm sein Messer aus der Scheide!
Warte Tom.
Wo ist euer Lager, euer Hauptquartier fragte Ben.

Rick lachte, egal ob ich euch den Standort sage oder nicht, ich werde sterben, also bringen wir es hinter uns.

Ben nickte und Tom schnitt Rick mit dem Messer die Kehle durch.
Ricks lachen verstummte und man konnte sehen wie die Angst in seine Augen wanderte.
Als es fast zu Ende war sagte Rick mit schwer verständlicher Stimme „wir haben es geschafft“ unsere Forscher hatten Erfolg, es ist ihnen gelungen wieder Nahrung herzustellen die ohne Gen…!

Ben und Tom sackten auf den Boden und haderten noch immer mit den Informationen die sie gerade erfahren hatten.
Nach ein paar Minuten des Schweigens.
Mir ist egal was wir gerade gehört haben, ich sterbe lieber als das ich Menschenfleisch essen werde.
Bist du dir da sicher Tom, was wenn ich dir und deinem Sohn damals am Rastplatz nichts zu essen gegeben hätte.

Dann wären wir verhungert.

Das glaube ich nicht Tom, Menschen greifen nach jedem Strohhalm um zu Überleben.
Du hättest zum Schluss auch verseuchte Nahrung gegessen obwohl sie dich und deinen Sohn umgebracht hätte.

Hätten wir nicht Ben!

Wenn du meinst.

Ben beendete die Unterhaltung, packte Rick an den Schuhen und zog ihn zu den anderen Toten.
Als Ben ankam legte er Rick an einen freien Platz und zündete mehrere Säcke an.
Tom lief in einige Zimmer und entfachte mehrere Feuer die blitzschnell um sich griffen.

Als der größte Teil des Kellers brannte machten sich Ben und Tom daran das Altenheim zu verlassen.
Sie gingen die Anhöhe am Baumarkt entlang und am Auto angekommen sahen sie wie das Altenheim nun nahezu schon komplett vom Feuer gefangen war.
Ben und Tom stiegen ins Auto und gerade als er im Begriff war zu starten lehnte er sich zurück uns schaute Tom an.

Wenn es stimmt was er gesagt hat.

Ich bin mir sicher das es stimmt sagte Tom.

Wieso?

Wenn du weißt das du stirbst und dir niemand eine Frage stellt, du aber trotzdem etwas sagst dann ist es die Wahrheit, glaube mir.
Woher willst du das wissen fragte Ben.
Ich weiß es eben.

Beide starrten in die Flammen.

Was machen wir jetzt Ben, zurück zu den anderen oder warten was hier noch so alles passiert.

Ben träumte mit offenen Augen, er stellte sich vor wie er das Fleisch eines Beines abtrennte um es dann zu kochen.

Ben..?
Ben, alles in Ordnung?

Da gibt es bestimmt Tausende Forscher auf der Welt die momentan eine Formel oder was auch immer zu erfinden versuchen und zwei unbedeutende Hobbyforscher sollen das geschafft haben was niemand sonst schaffte.

Tja Ben, weil niemand von denen so krank im Kopf ist und an toten Menschen forschte.

Tom was denkst du wie viele Menschen mittlerweile gestorben sind.

Ein oder zwei Millionen sind es bestimmt schon.

Nehmen wir an deine Zahl stimmt, aber nun gehen selbst bei denen die Vorräte zu Ende die etwas vorgesorgt hatten, also wird die Zahl der Toten sprunghaft ansteigen.
Auch werden sich nun neue noch gewalttätigere Gruppen bilden und nach Essen suchen.

Was willst du damit sagen?

Wir werden einen neuen Plan brauchen und wir werden Waffen brauchen.

Bei den Waffen stimme ich dir zu Ben, wenn auch jetzt noch nicht, in naher Zukunft wird es unmöglich sein ohne welche auszukommen, aber für was einen neuen Plan.

Unsere Hütte ist schwer zu verteidigen, ich kaufte sie damals mit Michelle als Feriensitz oder für Wochenendausflüge, sie war aber nicht dafür gedacht eine Apokalypse zu überstehen.
Ella und Alex sind mein ein und alles, ich muss dafür sorgen das sie überleben und eine Zukunft haben.

Das gleiche wollte ich für Nick erreichen allerdings kam in meinem Leben immer etwas dazwischen das dies verhinderte.

Es war das erste mal das Tom mit Ben über sich und sein Leben redete.
Tom erzählte wie seine Frau sich vor über zehn Jahren für den Erfolg und gegen die Familie entschied. Sie war eine erfolgreiche Anwältin die bei einer internationalen Anwaltskanzlei arbeitete und durch den Umstand das sie fünf Sprachen fließend redete sehr begehrt war.
Als damals der Ruf aus der Firmenzentrale kam sie solle nach China ziehen und dort in einer führenden Tätigkeit zu arbeiten überlegte Bianca nicht lange.
Tom hatte ein paar Tränen in den Augen als er weiter erzählte.
Seit ihrer Abreise damals gab es genau zwei Telefonate die aber nur mit Toms Verweigerung der Unterschrift unter die Scheidungspapiere zu tun hatten, nach Nick fragte sie mit keiner Silbe und wenn man Nick heute fragt wo seine Mutter ist dann sagt er sie ist Tod, obwohl er weiß das sie in China lebt.
Tom berichtete weiter das er immer nur für kurze Zeit Jobs annahm und es dadurch zu vielen Entbehrungen kam die er Nick sehr gerne erspart hätte.
Er und Nick haben ein sehr gutes Verhältnis, sie haben keine Geheimnisse und wissen das sie diese schwierige Zeit nur gemeinsam überstehen können.

Nach einer kurzen Pause fügte Tom noch an wie sehr er Ben und den anderen dankbar sei das sie aufgenommen wurden.

Ben klopfte Tom auf die Schulter, ist schon gut, ich merke wenn jemand in Ordnung ist und bei dir und deinem Sohn hatte ich sofort ein gutes Gefühl.

Ben startete den Motor und fuhr los.

Nicht mehr lange und es wird hell, wir könnten im nächsten Ort schauen ob es etwas gibt das wir brauchen können.
Du hast recht erwiderte Ben, allerdings sollten wir sehr vorsichtig sein damit es nicht so endet wie bei unserem letzten Ausflug.

Ben kannte den Ort nur dem Namen nach und wusste lediglich das er etwa 5000 Einwohner hatte.
Sie fuhren langsam die Hauptstraße entlang die sie direkt zu einigen Geschäften brachte.
Tom stieg aus und Ben wartete mit laufendem Motor in unmittelbarer Nähe.

Tom lief über ein Meer von zerbrochenem Glas und obwohl sie ausgemacht hatten kein Geschäft alleine zu betreten ging Tom hinein.
Ben hupte mehrmals und er fluchte laut über die Leichtsinnigkeit von Tom.
Erneut hupte Ben ohne Unterbrechung und er wusste das er mit dieser Aktion auch ungebetene Gäste Neugierig und auf sich Aufmerksam machen würde.
Lachend kam Tom aus dem Geschäft und stieg wieder ins Auto ein.

Hier gibt es nichts mehr, alles ist leer geräumt erzählte Tom, ich denke wir brauchen nicht weiter zu schauen.
Ben nickte zustimmend, die Menschen hier nahmen sicher wie überall sonst auch alles was sie finden konnten um den drohenden Hungertod zu entgehen.

Obwohl sie wussten das es sie tötet fragte Tom.

Bestimmt Tom, wenn du ein paar Tage nichts mehr gegessen ist es dir egal was du isst, einige hofften vielleicht auch das ihnen nichts passiert.

Fahren wir heim Ben.
Ok.

Ben wendete das Auto und fuhr ohne an den anderen Geschäften zu halten zum Ortsausgang.

Hast du ihn gesehen Ben?
Natürlich.

Ben fuhr langsam weiter und nach einer Kurve nahm er die Auffahrt eines Hauses und nutzte dort die offen stehende Garage als Versteck.
Tom sprang noch aus dem rollenden Auto um sofort nach dem Ben hinein gefahren war das Garagentor zu schließen.

Ein kleine unverschlossene Türe führte die beiden in das Haupthaus. Tom überprüfte die Rückseite des Hauses während Ben sich an der Vorderseite verschanzte.

Etwa zehn Minuten passierte nichts, doch dann kamen vier Männer zu Fuß die Straße entlang, in den Händen hatten sie Knüppel und Speere.
Sie rechneten anscheinend nicht damit das Ben und Tom noch im Ort waren, zu sorglos gingen sie die Straße entlang und es war ihnen offensichtlich egal gesehen zu werden.

Tom kam aus einem anderen Zimmer zu Ben und sah die vier Männer wie sie nur wenige Meter entfernt von ihrem Versteck eine Pause einlegten und sich berieten.
Ganz schön Leichtsinnig die Leute.
Oder Absicht erwiderte Ben.
Meinst du wirklich.
In der heutigen Zeit wenn ein fremdes Auto in den Ort kommt verhalte ich mich nicht so auffällig, es sei denn du musst dir um…!
Ben schau mal da hinten auf der rechten Seite!
… um Verstärkung keine Sorgen machen die dir bei Gefahr helfen.

Eine Gruppe von etwa 20 Menschen bog in die Straße ein, jeder von ihnen hatte einen Knüppel oder einen Speer in der Hand. Sie gingen langsam zu den anderen und als sie dort ankamen unterhielten sie sich um dann in kleinen Gruppen in alle Himmelsrichtungen auszuschwärmen.

Ob die uns suchen fragte Tom sichtlich angespannt der neuen Lage.
Schaut so aus Tom.
Wir haben einfach kein Glück mit dem Erkunden von Orten.
Das selbe dachte ich mir auch gerade Tom, ich habe die Schnauze voll, wenn wir hier unbeschadet heraus kommen war es das, wir fahren zu den anderen und bleiben unter uns und kommen mit dem aus was wir haben.

Es hatte den Anschein die Menschen suchten nicht nach Ben und Tom sondern wollten nur sicher sein das ihnen nichts geschieht. Ihre Vorgehensweise hatte durchaus System erkannte Ben, zwei Männer gingen etwa 10 Meter voraus und drei weitere folgten ihnen nach wenn die beiden Gruppenführer stehen blieben. So wurde immer ein Teil der Gruppe beschützt während die andere aufklärte oder aufschloss.

Ben und Tom schauten den Gruppen noch eine Weile nach bis sie schließlich nicht mehr zu sehen waren.
Es gibt nicht viel zu planen Ben, wir warten bis es dunkel wird, Auto starten, Garagentor auf und ab nach Hause zu den anderen.

Nach etwa zwei Stunden fing es an zu dämmern, Ben und Tom machten sich bereit.
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Mankei
 

Beitragvon Pünktchen » 23.05.2017, 19:08

Ich bin froh dass du wieder schreibst, bitte, bitte, schreib weiter :!: :!:

LG Pünktchen
Pünktchen
 

Beitragvon style1977 » 09.06.2017, 10:17

@Mankai: tolle Story, bin auf die Fortführung schon sehr gespannt.
style1977
 

Beitragvon Mankei » 23.06.2017, 13:52

Nach etwa zwei Stunden fing es an zu dämmern, Ben und Tom durchsuchten derweil das Haus aber sie fanden nichts das ihnen irgendwie helfen konnte.

Niemand hier im Ort schien Wache zu halten, alles war ruhig, Ben und Tom war die Anspannung deutlich zu merken als sie sich die Hand gaben, einander hochzogen und nun zielstrebig in die Garage gingen.

Ben nahm im Auto Platz während Tom schon an der Garagentür stand und auf Bens Zeichen wartete.
Der Motor startete und als Ben langsam auf Tom zurollte öffnete er das Tor der Garage machte eine Drehung und sprang mit einem Satz auf den Beifahrersitz.

Ohne Licht bogen die beiden auf die Straße ein und fuhren Richtung Ortsausgang. Ben fuhr nicht schnell, er wollte vermeiden das der Motor zu viel Lärm machte.

Tom checkte ununterbrochen ob ihnen jemand folgte und auch Ben schaute mehr nach rechts und links als auf die Straße vor ihnen.

Wo fährst du denn jetzt hin wollte Tom wissen.

Ben nahm nicht den Weg zur Hütte sondern fuhr in die entgegengesetzte Richtung.

Wenn sie uns jetzt folgen aber nicht finden werden sie immer hier im Umkreis suchen, nicht aber dort wo wir wirklich sind.
Tom nickte zustimmend, fragte dann aber ob es noch einen anderen Weg zurück zur Hütte gibt da der bisherige Weg nun zu unsicher ist.

Es gibt noch zwei andere Wege die ich kenne, damals als Michelle und ich die Hütte kauften verbrachten wir die Nacht nicht weit von hier in einem Hotel. Als wir morgens los fahren wollten zeigte uns der Hotelbesitzer zwei alternative Routen da es öfters vorkam das auf der Autobahn Stau war.

Ben fuhr nicht schnell, er hatte zur Sicherheit kein Licht an und er war diese Strecke bisher nur zweimal gefahren.

Als sie an dem Hotel ankamen hielt Ben an, er parkte an einer schmalen Seitenstraße die offenbar ins Nichts führte und wollte abwarten ob irgend jemand ihnen gefolgt war.

Tom stieg aus, er wollte sich etwas die Beine vertreten, außerdem musste er mal für kleine Jungs.
Ben tat es ihm nach und wie die beiden da so standen sahen sie weit entfernt ein Licht näher kommen. Es war kein Autolicht, zumindest gab es nur einen Lichtkegel, aber das Licht kam in ihre Richtung. Ben lief zum Auto, startete und fuhr die abgelegene Straße noch weiter hinein, dann stieg er aus und riss ein paar Äste ab und tarnte damit etwas das Auto.

Es war sicher keine perfekte Tarnung aber im Schutze der Nacht sollte es reichen, außerdem dachte sich Ben wenn dieses Licht ihnen galt dann werden sie hier nur vorbei fahren oder nur sporadisch suchen.

Tom versteckte sich auf der anderen Straßenseite gut geschützt zwischen einigen Sträuchern während Ben in der Nähe des Autos blieb.

Die Minuten vergingen, Ben und Tom warteten gespannt auf ihre Verfolger.

Die letzten etwa zwei Kilometer war die Straße bis zum Hotel nahezu gerade und genau dieser Umstand machte Ben Kopfzerbrechen denn gerade als das Licht aus einer Kurve herauskam ging es aus. Ben war sich sicher das es keine Biegung mehr gab und so langsam machte sich Angst in ihm breit denn woher sollte jemand wissen das sie ausgerechnet hier halt machten.

Ein Geräusch das Ben aus seiner Kindheit vertraut war kam immer näher, es bestand kein Zweifel, ein Mofa kam die Straße entlang und hielt genau am Haupteingang des Hotels.
Zwei Menschen die eigentlich viel zu groß für dieses Gefährt waren stiegen ab, während einer der beiden die Treppen zum Hotel hoch ging deponierte der andere das Mofa am Hintereingang und tarnte es mit einer Plane und einigen Ästen die dort schon auf ihren Einsatz warteten.
Als das Mofa fertig getarnt war klopfte er mehrmals leise gegen die Türe die sogleich aufging und sofort wieder geschlossen wurde.

Ben war froh das ihnen anscheinend niemand gefolgt war und es sich bei den beiden wahrscheinlich nur um zwei verirrte Seelen handelte die hier ums Überleben kämpfen.
Ben und Tom verhielten sich ruhig, erst als sie ein kleines Licht angingen sahen kamen sie aus ihrem Versteck und schlichen vorsichtig an das Fenster.

Ben und Tom sahen eine Frau und einen Mann die beide bestimmt nicht älter als Mitte 25 waren, sie hatten ein gepflegtes Äußeres und auch die Kleidung war für diese Zeit fast zu ordentlich. Sie saßen an einem Tisch und beschäftigten sich mit dem öffnen einer kleinen Dose Fisch. Als die Dose endlich auf war legten sie das spärliche Stück Essen auf einen Teller um es dort gerecht zu teilen.
Bevor sie mit dem Essen begannen nahmen sie sich an den Händen, die Frau schloss die Augen und sagte etwas das weder Ben noch Tom verstanden. Als sie die Augen wieder öffnete nahm sie genau wie ihr gegenüber ein Stück des Fisches und steckte es genüsslich in den Mund.

Tom klopfte Ben auf die Schulter.

Die beiden gingen leise zum Auto, stiegen aber nicht ein.

Was meinst du Ben, wollen wir die beiden ihrem Schicksal überlassen oder helfen wir ihnen.

Ben schaute zu Tom und obwohl die Nacht nicht gerade viel Licht spendete sah er das Tom ein Problem hatte.

Du willst das wir ihnen helfen fragte Ben.
Ihre Lage ist wie die von Nico und mir, wir hatten nichts und wenn du uns damals nichts gegeben hättest wären wir bestimmt schon gestorben.

Etwas anderes ist das ganze hier aber schon fügte Ben hinzu.

Stimmt fing Tom an, die beiden haben nicht versucht euch zu überfallen und…
...und mich und die anderen zu retten unterbrach ihn Ben.

Ich weiß es sind schlimme Zeiten, aber sollten wir nicht versuchen einander zu helfen fragrte Tom eindringlich.

Natürlich Tom, aber bedenke, alles was wir hergeben wird irgendwann uns fehlen.
Wir wissen nicht wie lange es dauert bis wieder Nahrung angebaut werden kann.

Wir könnten ihnen doch das was wir mit dabei haben da lassen, das sie uns mit dem Mofa verfolgen wird ja bestimmt nicht passieren oder.

Ben überlegte hin und her, er sah keinen Vorteil diesen beiden ihre Lebensmittel zu geben aber genau als ihm dieser Gedanke durch den Kopf ging merkte er das Tom recht hatte.

Na gut, viel haben wir ja eh nicht dabei, das können wir ihnen schon geben.

Tom bedankte sich mehrmals bei Ben und fing sofort an die Lebensmittel aus dem Auto zu holen.

Ben beobachte die beiden die noch immer am Tisch hockten während Tom alles vor die Türe stellte.

Fertig rief Tom leise und sofort machte sich Ben auf den Weg zum Auto.
Er stieg ein, startete den Motor und fuhr los, bei Tom angekommen bremste er kurz ab und Tom sprang gekonnt auf den Beifahrersitz.

Gerade als sie an der Eingangstüre des Hotels vorbei fuhren öffnete sich die Türe und Ben und Tom sahen wie einer der beiden über die dort abgestellten Lebensmittel fiel.

Sie hörten eine weibliche Stimme die erst laut fluchend und dann mehrmals nach Hilfe rief.

Ben gab Gas und fuhr nun schneller in das dunkle der Nacht doch nach etwa 200 Metern hielt er an.

Tom schaute Ben an sagte aber kein Wort, er wusste nicht wieso, aber er hoffte das Ben zurück fahren würde.

Kannst du was sehen Tom.
Absolut nichts, du hast dir die dunkelste Stelle zum halten ausgesucht.

Dreh das Auto um und fahre zurück forderte Tom nun energisch, du willst auch wissen was los ist sonst hättest du nicht angehalten.

Ben sagte nichts, er wendete und fuhr langsam zurück.

Als sie ankamen versuchte der Mann die Frau die Treppe hochzuziehen was ihm aber nicht gelang. Ben und Tom fingen gleichzeitig an zu lachen.

Tom stieg aus und wollte helfend zur Hand gehen doch der Mann schrie ihn an das er gehen soll, sie brauchen keine Hilfe.

Ben war mittlerweile angekommen, so wie du dich anstellst schaffst du das nie deine Freundin die Treppen hoch zu bringen.

Das ist mein Bruder du Idiot sagte die Frauenstimme.

Entschuldige bitte das konnte ich ja nicht wissen.
Was haltet ihr davon wenn wir uns alle beruhigen und Tom und ich dir ins Haus helfen, danach sehen wir weiter.

Die Frau nickte und sofort kam Tom der sie ohne Mühe hochnahm und ins Hotel brachte.
Das Hotel war riesig, Tom ging zu einem der reichlich vorhandenen Sessel und legte seine Fracht vorsichtig darauf ab.

Hast du Schmerzen fragte Tom besorgt.
Es geht antworte die Frau.

Ich bin übrigens Tom.
Petra, mein Bruder heißt Josef.

Gerade als Tom etwas fragen wollte kam Josef mit einem der Pakete herbei gerannt.
Schau mal Schwesterchen, du bist über Nahrung gestolpert die Ben und Tom da gelassen haben.
Ohne auf Antwort zu warten riss er eine MRE Packung auf und fing sofort an die einzelnen Verpackungen der Reihe nach zu verdrücken.
Petra hatte große Augen bekommen, war aber auch sichtlich enttäuscht das ihr Bruder nur an sich dachte und ihr nichts abgab.

Ben und Tom bemerkten den Umstand gleichzeitig und sorgten für Abhilfe.
Petra bedankte sich nur kurz und machte sich nun wie auch schon ihr Bruder zuvor sofort an das verspeisen der Nahrung.

Tom hatte ein grinsen im Gesicht wie zu Weihnachten wenn es Zeit war für die Geschenke, aber auch Ben war nun fest davon überzeugt richtig gehandelt zu haben.

Ben und Tom verfolgten das Schauspiel genüsslich, Petra und Josef hatten nur Augen für die Nahrung und das wollte Ben nutzen um sich unbemerkt zu verabschieden.
Ben gab Tom mehrere Zeichen die er erst ignorierte dann aber doch akzeptierte.

Langsam gingen beide in Richtung Türe und es gelang ihnen tatsächlich unbemerkt bis zum Auto zu kommen doch in dem Moment als Ben den Wagen startete stand Petra vor dem Auto.

Ihr fahrt weg ohne das wir euch danken können.
Ben stieg aus, ihr müsst euch für nichts bedanken.

Gibt es eine Möglichkeit das wir mit euch kommen können fragte Petra leise und etwas ängstlich.

Tom wollte gerade etwas sagen doch wieder übernahm Ben das reden.
Das geht nicht, wir haben selbst fast keine Nahrung mehr und fahren von einem Ort zum anderen.
Tom schaute Ben fordernd an doch dieser blieb bei seiner Geschichte.
Es gab und gibt viele gefährliche Momente in denen wir nicht auch noch auf euch aufpassen können und wollen, bitte seid uns nicht böse deswegen aber es geht nicht, wirklich nicht.

Petra nickte enttäuscht mit dem Kopf und machte sich auf den Weg zurück zum Hotel.

Bist du dir sicher sie hier zu lassen, gibt es denn keine Möglichkeit das wir sie nicht doch …
..nein Tom, unsere Gruppe ist schon jetzt zu groß, wenn nun noch einmal zwei hungrige Mäuler dazu kommen dann..., egal Tom, es geht nicht, verstehe es oder verstehe es nicht.
Ich bin für diese Katastrophe nicht verantwortlich und kann nicht jeden retten, ich habe euch immer gesagt das meine Verantwortung nur für Ella und Alex gelten, das wir euch aufnahmen war eigentlich schon unvernünftig aber ich und die anderen wollten es so.

Tom war sauer, er dachte er und Ben waren richtige Freunde geworden doch diese Seite kannte er noch nicht an Ben.

Du brauchst es nur zu sagen Ben, dann verlassen Nico und ich die Gruppe.

Komm wieder runter fing Ben an, ich und auch die anderen sind froh das du und Nico da seid und das soll auch so bleiben, ich bitte dich nur um Verständnis dafür das du verstehst das wir einfach niemanden mehr aufnehmen können.
Wir können ja öfters mal nach ihnen schauen und etwas Essen da lassen.

Tom nickte zustimmend, das wäre toll ergänzte er noch.

Ben startete den Motor und fuhr los ohne noch einmal in den Rückspiegel zu schauen.

Während der ganzen Fahrt sprachen Ben und Tom kein Wort miteinander, als es schon nicht mehr weit sein konnte fragte Tom ob es noch lange dauert, Ben der noch immer ohne Licht fuhr meinte darauf das sie gleich da sind denn die Gegend kam ihm jetzt endlich wieder bekannt vor.

Sie fuhren den Waldweg hoch und endlich nahm die Hütte vor ihnen immer mehr Gestalt an.
Ben fuhr das Auto wie immer rechts ans Haus weil es dort etwas geschützt durch zwei Bäume war und gerade als er das Auto abstellen wollte kamen alle aus dem Haus gerannt.

Es hatte den Anschein man hätte sich Jahre nicht gesehen so intensiv begrüßten sie sich gegenseitig.
Als es dann ruhiger wurde und sie sich alle im Haus versammelt hatten fingen Ben und Tom an zu erzählen.
Ella hielt die Hand ihres Vaters so fest das dieser mehrmals versuchte sich zu befreien doch jedes mal wenn Ben es schaffte aus der Umklammerung zu kommen schnappte sich Ella die andere Hand.

Als die beiden am Ende ihre Geschichte ankamen merkte Ben das Tom über Petra und Josef sprechen wollte doch mahnend zeigte er ihm an dies zu unterlassen.

Er wusste das alle dafür wären Petra und Josef zu holen aber Ben der mit sich selbst haderte hatte es Michelle versprochen sich ohne wenn und aber um Ella und Alex zu kümmern und alles dafür zu tun das sie überleben.

Ben stand irgendwann auf als der Tag schon wieder dabei war sich zu verabschieden, aber Ben brauchte den Schlaf, die letzten Tage forderten ihren Tribut und es fühlte sich großartig an wieder bei den Kindern zu sein und noch mehr wieder in seinem bequemen Bett schlafen zu können.

Als schien wie vor der Abreise, jeder hatte seine Aufgaben und auch die Stimmung war durch die gesunde Rückkehr von Ben und Tom nahezu perfekt.

Seit 4 Wochen wechseln sich nun Ben und Tom wöchentlich damit ab Petra und Josef mit Lebensmittel zu versorgen.
Tom hatte Ben versprochen nichts von den beiden zu erzählen doch als Gegenleistung verlangte er das Petra und Josef mit Lebensmittel versorgt werden.
Ben machte immer auf schlechte Laune wenn es an der Zeit war die beiden zu versorgen doch wenn er ehrlich war gefiel es ihm sogar.

Petra und Josef vertrauten den beiden mittlerweile und mit jedem Besuch nahm diese Bindung zu.

Ben war unterwegs um seiner Pflicht nach zu kommen. Er hatte wie immer Lebensmittel für 10 Tage mitgenommen, dadurch haben Petra und Josef mit der heutigen Lieferung Nahrung für über eine Woche in Reserve.

Wie jedes mal wenn er alleine zu seinem Ziel fuhr schaltete Ben das Radio ein, er vermisste Jörg der schon lange nicht mehr nachts sendete, Ben hoffte das es ihm gut geht, er irgendwo in Sicherheit ist und den ganzen Wahnsinn übersteht, doch wenn er ehrlich war wusste er das wahrscheinlich das Gegenteil der Fall ist. Auch die staatlichen Übertragungen hörten irgendwann einfach auf, seit dem gibt es auf allen Frequenzen nur noch Rauschen.
Wie es wohl in den Städten aussieht, in Europa oder der ganzen Welt.
Ben hatte aufgehört die Tage zu zählen aber Alex und Karl übernahmen gerne diese Aufgabe, jeden Tag vor dem Frühstück kommt einer der beiden an den Tisch, klatscht in die Hände und ruft „heute ist Tag 129“, klatscht erneut und geht aus der Küche.

129 Tage, Ben war sich im klaren darüber das nur noch die wenigsten Menschen so lange überleben konnten, egal ob in der Stadt oder auf dem Land.
Ben sträubte sich immer gegen Vorhersagen aber jetzt da er alleine unterwegs war und er sich das erste mal so richtig darüber Gedanken machte lief es ihm eiskalt den Rücken hinunter das es vielleicht nur noch einige wenige Menschen auf der Welt geben würde.

Die letzten Wochen brachten noch etwas anderes, es war das monotone, sie alle lebten nach einer immer gleich laufenden Uhr. Aufstehen, Essen machen, Wasser und Nahrung kontrollieren, die Hütte begutachten, Mittag essen, Mittagsruhe, Holz machen, Abendessen zubereiten, Abendessen, Küche putzen und dann bis zum schlafen gehen Reden oder Gesellschaftsspiele spielen.
Tag ein Tag aus, immer das gleiche, was in der Welt passiert wurde seit Wochen nicht mehr beredet, auch nicht wie sie selber mit dem ganzen umgehen, Ben schüttelte den Kopf und hielt an.
Wäre da nicht sein kleines Geheimnis das er zusammen mit Tom hatte dann würde er vor lange Weile umkommen. Es konnte so nicht mehr weiter gehen.

Ben fuhr weiter und er nahm sich vor gleich mit etwas aufzuhören und mit etwas neuem anzufangen. Er wollte Petra und Josef die Wahrheit sagen und sie, falls sie es dann noch wollen, mitnehmen zu den anderen.

Ben rollte wie immer die letzten Meter ohne laufenden Motor bis zu der Stelle an der er immer parkte. Petra und Josef kamen aus dem Hotel gerannt und begrüßten Ben.

Geht es euch gut fragte Ben, beide nickten.
Ben nahm die beiden rechts und links an den Händen, führte sie zu einer Parkbank die nicht weit vom Hotel entfernt war und fing an zu reden.

Als er fertig war schauten Petra und Josef gefasst.
Petra sagte zu Ben das sie sich so etwas ähnliches sogar schon vorgestellt hatten.

Also, Ben klatschte in die Hände, wollt ihr mitkommen oder nicht.
Josef schaute Petra an und dann begannen beide zu lachen.
Sehr gerne kommen wir mit und werden ein Teil von euch.

Ben atmete erleichtert auf.
Dann lasst uns eure Sachen packen.

Als alles verstaut war gab es nur noch ein Problem. Josef wollte das Mofa nicht hier lassen, er hatte gute Argumente warum es mit sollte, Ben hatte aber weder noch Platz für das Mofa als auch für das Benzin. Nach einer viel zu langen Diskussion einigte man sich darauf das Mofa samt Sprit in den nächsten Tagen zu holen.

Als Ben den Feldweg hoch fuhr und nur noch eine Biegung vor der Hütte entfernt war hielt er an.
Bleibt ihr bitte hier im Auto, ich bereite meine Leute erst einmal auf euch vor, ich schicke dann Tom der euch holt.
Beide nickten etwas ängstlich.

Ben war es etwas komisch zu Mute als er so seines Weges ging, bis auf Ella und natürlich Tom rechnete er mit hitzigen Diskussionen warum er es so lange verheimlicht hat.

Als Ben um die Ecke kam wurde er von Melissa und Erich zuerst entdeckt, sie leifen sofort zu ihm da sie dachten er hatte Probleme mit dem Auto oder sogar einen Unfall.

Alles in Ordnung Ben.
Ja antwortete er sparsam, sind alle da.
Jeder ist mit etwas beschäftigt, aber ja, es sind alle da.
Kommt mit befahl er Melissa und Erich, ich habe Neuigkeiten für euch und die anderen.

Es dauerte nicht lange und alle waren in der Küche versammelt.

Ben deutete Tom lachend an das er zu ihm kommen soll.
Ben und Tom berieten sich kurz und nun lachte auch Tom über das ganze Gesicht.

Ben fing ohne Umschweife an zu erzählen, immer wenn er kurze Pausen machte übernahm Tom das erzählen und so wechselten sie sich einander ab.

Die anderen waren sprachlos nur Ella lachte als einzige und freute sich auf zwei neue Gesichter.

Als Ben und Tom fertig waren ging Tom los um Petra und Josef zu holen.

Tom beeilte sich die beiden zu holen und nur weil er den Weg etwas abkürzen wollte und quer durch den Wald lief sah er wie Josef vor dem Auto stand und Wache hielt während Petra ein Funkgerät in der Hand hielt und mit jemanden redete.
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Beitragvon Prepper86 » 24.06.2017, 08:36

Oh mein Gott...spannend!!!! :-)
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Beitragvon Powerschaf » 24.06.2017, 09:08

Neeeeeeeeeein! Du kannst doch jetzt nicht aufhören zu schreiben!?! Das kann nicht Dein Ernst sein. Da träume ich noch von "Hunger". Bitte schnell weiter schreiben! :shock:
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Beitragvon Kavure´i » 24.06.2017, 20:55

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Beitragvon Mankei » 01.07.2017, 21:33

Tom konnte und wollte nicht glauben was er da sah, doch alles sprach dafür das Petra und Josef nicht das waren wofür Ben und er sie hielten.

Petra redete noch immer, Tom hätte nur zu gerne gehört um was es bei dem Gespräch geht.

Tom sondierte das Gelände, wenn er sich doch nur etwas näher hätte anschleichen können, doch es war unmöglich, der kleine Wald in dem er sich befand gab keine bessere Deckung ab.

Tom überlegte nur kurz und entschied sich dafür erst einmal die anderen zu informieren.
Auf dem Boden liegend drehte er sich langsam um und robbte vorsichtig über nasses Gras und mit Moos bewachsene Wurzeln hinweg in Richtung Hütte. Tom war am verzweifeln, hatte er den Hinweg noch in Rekordzeit erledigt so fühlte es sich jetzt an als brauche er ewig dafür. Noch etwa 30 Meter dann würde er die Biegung erreichen, von dort aus könnte Tom ungesehen zur Hütte gelangen.

Ellas Vorschlag ins Hotel von Petra und Josef zu ziehen da hier in der Hütte bald kein Platz mehr ist sorgte ebenso für gute Stimmung wie der Ratschlag von Nico das wenn Ben und sein Vater das nächste mal unterwegs sie nur noch eine vorher festgesetzte Anzahl an neuen Freunden mitbringen dürfen.

Melissa stand auf und nahm aus dem Schrank an der Wand zwei Tassen, damit sagte sie begrüßen wir die beiden, sie sollen wie wir alle auch ihre eigenen Tassen haben da sie ab jetzt ein Teil von uns sein werden.

Ein Schuss, Ben schrie als erster, alle runter auf den Boden und bewegt euch nicht.
Erich und Melissa warfen sich schützend über ihre Kinder, Diana zog Franziska und Klara zu sich.
Ist jemand verletzt fragte Anton.

Der Schuss war draußen, er galt nicht uns sagte Ben.
Tom schrien Alex und Erich gleichzeitig!
Ben richtete sich seitlich am Fenster auf und sondierte die Lage, nichts war zu sehen.

Vorsichtig öffnete Ben das Fenster und schrie:
Tom, alles ok!
Ben wartete etwas, aber niemand antwortete.
Nico fing an zu weinen und wollte nach draußen laufen.
Anton bemerkte es und hielt Nico fest aber er hatte zu viel Kraft und war dabei sich zu befreien als Erich ihn an der anderen Hand fest hielt.
Bleib hier, du kannst deinem Vater nicht helfen.
Nico weinte nun noch mehr, Gabi bewegte sich vorsichtig auf Nico zu und umarmte ihn.
Es ist zu gefährlich, warten wir erst was passiert.

Petra, Josef könnt ihr mich hören, geht es euch gut schrie Ben.

Keine Antwort.

Ben wartete ab, vielleicht haben sich Tom, Petra und Josef versteckt, vielleicht sind sie auch mit dem Auto geflüchtet.

Ben stand auf, befahl den anderen aber am Boden zu bleiben.
Vorsichtig ging Ben in sein Zimmer, dort waren seine Armbrust, Fernglas und eine große Anzahl verschiedener Messer verstaut.
Ben überprüfte die Armbrust spannte und sicherte sie, nahm sein Fernglas und verstaute vier Messer an unterschiedlichen Stellen an seinem Körper.

Als Ben wieder zu den anderen kam wussten die sofort was er vor hatte.

Ella stand auf und bekam deswegen sofort von Ben den Befehl sich wieder auf den Boden zu legen.

Ella blieb selbstbewusst stehen, wenn du hierbleibst setze ich mich wieder aber du gehst da jetzt nicht raus.

Ben bist du da, Ben ich bin es Petra.

Ben ging sofort ans Fenster.

Petra stand etwa 150 Meter vor dem Haus.

Bist du in Ordnung, wo sind Tom und Josef wollte Ben wissen.

Es dauerte etwas, Tom ist…, er ist,,, sie haben ihn getötet.
Einige der Gruppe schrien auf.
Pass auf Nico auf befahl Ben nun Erich.

Bist du sicher das er Tod ist.

Ganz sicher.

Wo ist Josef?

Sie haben ihn gefangen.

Wie viele sind es fragte Ben.

Keine Antwort.

Was wollen sie fragte Ben nach etwas warten.

Wieder bekam er keine Antwort doch es hatte den Anschein das Petra etwas den Kopf zur Seite drehte und sie gerade Anweisungen erhielt.

Sie wollen das ihr euch ergebt, sonst töten sie Josef und mich.

Ben drehte sich um und um ihm herum fand er nur ängstliche und verstörte Blicke.
Ben muss versuchen nach draußen zu kommen und dort zu verhandeln. Hier im Beisein seiner Familie würde er keine vernünftige Verhandlung führen können.

Ich komme nach draußen schrie er in Petras Richtung und noch bevor sie Ben mitteilen konnte genau das nicht zu machen stand Ben schon vor der Türe und ging auf Petra zu.

Petra schrie noch energischer, du sollst sofort stehen bleiben oder sie töten Josef.
Ben der ohne Armbrust aber mit den Messern ausgestattet war blieb abrupt stehen.

Tom schlich in bester Bundeswehrmanier den Boden entlang, er war dem Ziel die Biegung zu erreichen schon sehr Nahe gekommen, doch als er einen Laut hörte und sich umdrehte stand Josef lachend hinter ihm und drückte ab.

Tom merkte noch wie die Kugel in seinen Körper eindrang, der Schmerz sich ausbreitete und er dann das Bewusstsein verlor.

Als Tom wieder aufwachte hörte er zwei bekannte Stimmen, gerade als er sich aufrichten wollte durchzog seinen Körper einen noch nie da gewesener Schmerz. Er stöhnte auf und fasste sich an linke obere Bauchseite. Tom merkte das alles voller Blut war, er bekam Angst, seine Atmung erhöhte sich und gerade als er nach Hilfe rufen wollte sah er Josef nicht weit von ihm stehen, in der Hand hielt er eine Pistole und schaute gespannt in Richtung Hütte.

Erst jetzt merkte Tom das Josef vor ihm stand, er war noch geschützt durch die Bäume konnte aber von seinem Standpunkt aus so die Hütte sehen.

Zuerst wollte Tom versuchen sich in Richtung der Hütte zu bewegen doch nach und nach registrierte er was eigentlich gerade passiert war.

Tom hatte bei jeder Bewegung fürchterliche Schmerzen und er merkte auch das noch immer Blut aus der Wunde kam.
Tom schaute sich um, er wollte erst einmal aus dem Gefahrenbereich kommen. Nicht weit von ihm sah er einen kleinen Abhang den er erreichen wollte.

Mühsam robbte Tom den nassen Boden entlang, immer wieder schaute er sich nach Josef um doch dieser hatte anscheinend kein Interesse mehr an ihm.

Tom erreichte den Abhang, er suchte eine passende Stelle und rollte sich hinunter.
Als er unten ankam hätte er am liebsten aufgeschrien so stark waren seine Schmerzen.
Seine Hände waren voller Blut, eigentlich war alles an ihm voller Blut, Tom musste versuchen irgendwie die Blutung zu stoppen.

An gehen war nicht zu denken also zog sich Tom an Händen und Füßen nach vorne, er sah einen kleinen Bach auf den er zuhielt. Dort angekommen entfernte er das Blut an seinen Händen und nahm einen großen Schluck Wasser zu sich.

Tom schaute sich um, er konnte in einiger Entfernung die Straße sehen die zur Hütte hinauf führte aber alles um ihn herum war ihm fremd.
Bei den Erkundungen gingen sie niemals hier herunter, etwas das Tom nun bereute.

Als sich Tom umschaute sah er etwas das ihm vielleicht das Leben retten konnte,
Spitzwegerichblätter, er kroch darauf zu und riss einige Blätter ab, nahm sie in den Mund und kaute sie so lange bis er sich eine leicht matschige Kugel daraus geformt hatte, es schmerzte ungemein als Tom es sich in das Loch seines Bauches steckte, doch er wusste es würde ihm helfen. Da Tom nichts hatte um die Wunde zu verbinden sah er sich weiter um und wurde auch hier schnell fündig, an den nur ein paar Metern entfernten Nadelbäumen sah er das was er suchte, Harz. Tom schabte etwas ab und erhitzte es mit seinem Feuerzeug solange bis es flüssig wurde um es dann auf die Wunde zu streichen und die offene Stelle damit zu versiegeln.
Tom war müde und er wusste das er in diesem Zustand niemals den Weg nach oben zu Ben und den anderen schaffen würde. Er überlegte ob er nicht einfach nach Ben schreien sollte aber er wusste ja das Josef ein Pistole hatte, Ben dagegen war so gut wie gar nicht bewaffnet, zumindest im direkten Vergleich mit einer Pistole.

Tom nutzte eine kleine Vertiefung in der Nähe des Baches, er tarnte sich mit einigen Ästen und Sträuchern um dort die Nacht zu verbringen und wieder zu Kräften zu kommen.

Petra schrie Josef an. Du Idiot, musstest du denn schießen fragte sie enttäuscht.

Was sollte ich denn sonst machen, er ist deutlich stärker als ich, wieso redest du auch immer so lange.

Du hättest ihm auch was über den Kopf hauen können, das wäre besser gewesen, vor allem aber ruhiger.
Entschuldige Schwesterchen.
Ist schon gut Brüderchen, dann machen wir es auf die langsame, dafür aber auch interessantere Art.

Kommen die anderen zum helfen fragte Josef.

Paps sagte wir sollen es alleine machen, wenn wir bis morgen Mittag nicht zurück sind kommen sie.

Gib mir die zweite Waffe Josef, ich gehe vor und wenn ich sage das sie dich töten werden schießt du einmal. Petra verstaute die Waffe an ihrem rechten Unterschenkel in einem selbst genähtem Halfter und ging in Richtung Hütte.
Bis in 4 Stunden Schwesterchen.

Gerade als Ben anhielt ging ein Schuss los.

Ben ging instinktiv in Deckung und als er sah das weder er noch Petra verletzt waren lief Ben zu Petra die wie erstarrt stehen blieb.

Ben packte Petra am Arm und lief mit ihr zusammen in Richtung Hütte.

Als sie an der Hütte ankamen öffnete ihnen Alex die Türe der sie auch sofort wieder zuknallte als beiden drinnen waren.

Ben und Petra lagen auf dem Boden, Ella sprang sofort zu Ben und umarmte ihn, dabei gab sie Petra einen kleinen Klaps gegen die Hüfte damit sie ihren Vater besser umarmen konnte.

Nach einiger Zeit beruhigten sich alle etwas.
Draußen war nichts zu hören und so fragte Ben Petra was sich dort draußen nun genau alles abspielte.

Petra erzählte mit trauriger Stimme das sie im Auto warteten so wie Ben es ihnen gesagt hatte.
Kurz nachdem Ben nicht mehr sichtbar war kamen zwei bewaffnete Männer, öffneten blitzschnell die Türen und rissen uns aus dem Wagen.
Sie fragten uns was wir hier machen und wie viele in der Hütte sind.
Wir sagten ihnen die Wahrheit das wir neu aufgenommen werden sollten und nicht genau wissen wie viele sich in dem Haus befinden.

Sie glaubten uns nicht, schlugen Josef mehrmals ins Gesicht bis dieser ohnmächtig wurde.
Dann als sie sich über mich hermachen wollten kam gerade Tom des Weges und wollte mir und Josef helfen.
Einer der beiden Männer sah ihn kommen, zog seine Waffe und erschoss Tom.
Er brach sofort zusammen und rührte sich nicht mehr.
Der andere ging nachschauen ob Tom noch lebte, als er sah das er Tod war zog er ihn ein paar Meter am Boden entlang und rollte ihn dann die Böschung hinunter.

Nico lief weinend nach oben in eines der Zimmer, Ben deutete Alex mit einem kurzen Kopfnicken an das er ihn begleiten soll, pass auf ihn auf mein Sohn.
Klar doch erwiderte Alex.

Diana und Melissa gingen zu Petra und nahmen sie in den Arm.
Du armes Mädchen, hast erleben müssen wie dein Bruder und ein guter Freund sterben mussten.
Gabi kam mit einer Tasse warmen Tee dazu und Anton fragte ob sie verletzt sei, er ist Arzt und könnte ihr helfen.

Danke es geht mir gut sagte Petra, ich bin nur sehr traurig.
Das verstehen wir alle, wir kannten deinen Bruder nicht aber Ben und Tom erzählten uns das ihr beide sehr nett seid und ihr gut zu passen werdet.

Das es Tom nicht geschafft hat trifft uns natürlich alle sagte Erich, er war ein prima Vater und ein toller Freund.

Ich hole ihn, Ben stand auf, und mit den beiden Typen werde ich auch fertig werden, ich warte bis es dunkel wird, dann nehme ich meine Armbrust und das Nachtsichtgerät und hole sie mir.

Petra erschrak, das kannst du doch nicht ernsthaft meinen, die zwei sind bewaffnet und du hast nur eine Armbrust, wenn du Glück hast schaffst du einen aber doch nicht alle beide.

Petra hat recht erwiderten Ella, Erich und Anton gleichzeitig, gegen zwei bewaffnete hast du keine Chance.

Ben lehnte sich an die Türe, das mag sein aber ich will Tom nicht da draußen liegen lassen, alleine schon wegen Nico.
Wir wissen auch nicht wie lange die beiden Männer warten und uns angreifen werden, eigentlich komisch das es nicht schon längst versuchten.

Anton ergriff das Wort, du hast recht Ben und wir müssen so lange handeln bis wir es noch können.
Wir müssen die Kinder weg bringen, Diana, Melissa und Gabi sollten das übernehmen und wir kümmern uns um das andere Problem.

Ella, Alex, Nico und Petra sollen auch mit gehen forderte Erich, aber wo sollen wir sie hinbringen.

Ben atmete tief aus, es gibt da schon noch einen Platz, nicht gerade gut ausgebaut und mit viel Platz, aber es ist dort trocken, es gibt Nahrung und Wasser und das wichtigste, nicht weit von hier und nur über einen einzigen sehr schmalen Weg zu erreichen, es sei denn man hat Flügel.

Petra hörte aufmerksam zu.

Ich begleite die anderen sehr gerne und werde sie mit allen Mitteln beschützen sagte Petra.

Ella hielt nichts von dem Vorschlag, sie wollte nicht schon wieder von ihrem Vater getrennt sein.

Lass uns zusammen bleiben Dad, gemeinsam schaffen wir es, die Kinder bringen wir runter in den Keller, Gabi soll auf sie aufpassen und wir anderen machen den beiden Männer die Hölle heiß.
Es sind doch nur zwei Männer, komm schon Dad, wir schaffen das gemeinsam.

Ben überlegte fieberhaft und er wusste das Ellas Vorschlag besser war als seiner doch tief in seinem Herzen hörte er Michelles Stimme die ihm sagte das er Ella und Alex beschützen muss und das konnte er nicht gegen bewaffnete Angreifer die sicher vor nichts halt machen werden.
Vielleicht wäre es besser wenn wir zusammen bleiben, aber ich will euch und die Kinder in Sicherheit wissen, koste es was es wolle.

Ella ging in die Küche, sie war mit der Entscheidung ihres Vaters nicht einverstanden.

Ben, Erich und Anton diskutierten im Wohnzimmer ihre Vorgehensweise und eigentlich wollte Petra zuhören doch sie entschied sich dafür zu Ella zu gehen.

Dein Vater macht das richtige, er will dich und deinen Bruder in Sicherheit wissen das ist für dich sicher schwer zu verstehen aber vertraue ihm.

Ella fand Petra vom ersten Augenblick unsympathisch, etwas das sie so an sich nicht kannte.

Weißt du wo dein Vater uns hin bringen will fragte Petra, er sagte ja das es nicht so weit ist aber es wird bald dunkel und ohne Taschenlampen wird es bestimmt nicht leicht dort hin zu kommen.
Ella stand auf, wir haben genügend Taschenlampen, mach dir darüber keine Gedanken.

Ben ging zu Petra, sei ihr nicht böse, sie kämpft mit dem Verlust von Tom und da kommst du ihr gerade recht.

Ist schon gut meinte Petra, ich kann es verstehen aber sie soll auch bedenken das ich meinen Bruder verloren habe.

Das weiß sie, gib ihr einfach noch etwas Zeit, bitte.

Petra nickte.

Brechen wir bald auf fragte Petra, es wird dunkel und mit den Kindern wird es nicht leicht werden wenn es ein schwieriger Weg ist.

Ben war in Gedanken, alles gut, wir haben Taschenlampen und es nicht so weit, etwa 2 Kilometer.

Müssen wir denn neben den Kindern auch noch andere Sachen mitnehmen, ich meine wir müssen die Kinder tragen und wenn dann noch Lebensmittel dazu kommen wird es sicher sehr schwer.

Keine Angst Petra, ihr habt nur die Kinder, für alles andere ist gesorgt.

Du hast Josef und mir erzählt das ihr hier sehr viele Lebensmittel habt aber das es anscheinend noch ein Lager gibt hast du nicht erwähnt.

Ben der mit seinen Gedanken noch immer dabei war einen geeigneten Plan zu entwerfen wollte gerade antworten als Ella um die Ecke kam.

Dad merkst du denn nicht das sie uns und ganz speziell dich ausfragt.

Ella bitte.

Nein Dad, jetzt wache endlich auf, Tom ist Tod, du hast keine Schuld deswegen, aber Petra ist nicht die für die sie sich ausgibt.

Erich und Anton die das ganze von weitem verfolgten kamen nun hinzu.

Anton erwiderte schließlich das diese ganze Fragen die sie stellt schon etwas komisch sind und Erich führte hinzu das Petra für jemanden die gerade ihren Bruder verloren hatte wenig trauerte aber sehr viel Interesse an deinem neuen Fluchtort zeigt.

Ben schaute Petra tief in die Augen.

Was sagst du zu den ganzen Vorwürfen Petra.

Petra stand auf, ich wollte euch doch nur helfen damit wir alle in Sicherheit sind.

Das glaubst du doch selber nicht fing Ella an.

Petra merkte das sie ihr Spiel nicht mehr lange spielen konnte, sie ging ein paar Schritte von Tisch weg und bückte sich dann blitzschnell zu ihrem Fuß wo sie die Waffe aus ihrem Halfter zog.

Alle hinsetzen und ruhig sein.

Petra was soll das, bist du verrückt geworden.
Sei still Ben, rufe deinen Sohn und den anderen runter, und die aus dem Wohnzimmer sollen auch her kommen.

Lass doch die Kinder aus dem Spiel, außerdem schlafen sie doch.
Meinetwegen, aber die Frauen sollen kommen.

Diana, Melissa und Gabi kamen weinend zum Tisch.
Anton kam mit Alex und Nico von oben.

Als alle versammelt waren zählte Petra durch, so wie es ausschaut sind alle da, na ja, fast alle, sie schaute Nico ins Gesicht, bis auf deinen Vater aber den hat mein Bruder schon getötet.
Petra ging vorsichtig in Richtung der Türe, immer mit Blick auf die anderen.
Sie öffnete die Türe und schoss einmal, als der Schuss verstummt war schrie sie nach Josef.

Josef du kannst kommen, ich habe sie alle gefangen genommen.
Petra war sich siegesicher, sie redete von einem tollen Plan den sie und ihr Bruder vor hatten und nun leider nicht umgesetzt werden wird, ihr es so aber auch ieber ist.

Josef kam endlich pfeifend zur Türe herein, in der Hand hielt er seine Pistole.

Wo warst du denn so lange wollte Petra wissen.
Ich war kurz eingeschlafen.
Idiot.

Wieso leben denn noch alle fragte Josef.
Wird nicht mehr lange so sein, aber erst muss uns Ben sagen wo sein zweites Lager ist.

Es gibt noch ein Lager fragte Josef aufgeregt.

Hat er mir gerade erzählt.

Da wird sich Paps freuen.

Paps fragte Ben.

Ja Ben auch wir haben Eltern, unsere Mutter ist leider gestorben aber unser Vater und seine Freunde wissen natürlich schon von euch und glaubt mir die sind nicht so nett wie wir.

Ganz sicher nicht lachte Josef.

Tom wachte auf, hatte er gerade einen Schuss gehört oder nur schlecht geträumt.
Er bewegte sich und sofort kam der Schmerz zurück.
Er verfluchte die Wunde mehrmals aber Tom schaffte es schließlich aufzustehen.
Tom wusste nicht wie lange er geschlafen hatte aber er fühlte sich besser und wollte nun versuchen wieder die Böschung hinauf zu gehen.

Mühevoll und mit starken Schmerzen kämpfte Tom sich nach oben. Kurz bevor er ankam suchte er hinter einem großen Baum Deckung, er wollte nicht das Petra oder Josef ihn entdecken.
Er konnte das Auto sehen und das dort niemand war, also schlich sich Tom vorsichtig in Richtung Hütte und gerade als er an der Biegung ankam und die Hütte erblickte sah Tom wie Josef gerade mit vorgehaltener Pistole ins Haus ging.

Tom mühte sich um schnell zur Hütte zu kommen, er hoffte das er noch rechtzeitig eintreffen würde und schlimmeres verhindern konnte.

Tom machte am Holzlager, etwa 15 Meter vor der Hütte halt, Ben hatte dort einen Baseballschläger für alle Fälle platziert, diesen konnte er jetzt gut gebrauchen.

Als Tom an der Hütte ankam ging er zum Fenster das ihm einen Blick in die Küche ermöglichte, er hoffte dort Ben zu sehen. Er war überrascht das dort alle um den Tisch hockten, aber Tom war so froh das es allen gut ging, bei Nico angekommen hielt er kurz inne, wie groß sein Sohn doch geworden war.
Tom hatte keinen Plan und eigentlich brauchte er auch keinen, in seinem bisherigen Leben ging es ihm immer am besten wenn er einfach handelte und nicht stundenlang darüber nachdachte.

Genau so wollte er es auch dieses mal machen, rein stürmen und entweder Petra oder Josef den Schädel einschlagen, Ben wird, da war sich Tom ganz sicher, pfeilschnell reagieren und den anderen der übrig blieb ausschalten, denn auch das wusste Tom, er würde nach so viel Anstrengung sicher wieder Bewusstlos werden.

Tom ging leise und vorsichtig zur Türe die noch immer auf war, er atmete zweimal tief ein und aus dann stürmte er in die Hütte.
Josef stand direkt mit dem Rücken vor ihm und schon schlug Tom ihn mit all seiner Kraft auf den Kopf.
Zeitgleich gingen sie zu Boden.

Ben der das ganze als schnellster registrierte warf sich auf Petra und nahm ihr im Fallen noch die Waffe ab.
Als die beiden ebenfalls zusammen am Boden ankamen schlug ihr Ben mit der Waffe ins Gesicht das auch sie Bewusslos wurde.

Dad, schrie Nico laut, du lebst, er sprang über den Tisch und bei seinem Vater angekommen hielt er ihn ganz fest.

Anton sah das viele Blut und rannte ebenfalls zu Tom, bevor er dort ankam schrie er zu Ella das sie seine beiden Arztkoffer aus dem Zimmer holen soll.

Ben sammelte die Waffe von Josef ein und durchsuchte danach zur Sicherheit sowohl Petra als auch Josef nach weiteren Waffen.
Als er damit fertig war fesselte er die beiden und kümmerte sich ebenfalls um Tom.
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Beitragvon Pünktchen » 01.07.2017, 22:15

Oh man, wie spannend ! Wie geht's weiter? Wann geht's weiter ?
Ich schaue jeden Tag ob und wie die Geschichte weiter geht...Ich brenne auf den nächsten Teil !!! :!: :wink:
Pünktchen
 

Beitragvon mannom » 01.07.2017, 22:58

Bin gespannt, wie es weiter geht !!!
mannom
 

Beitragvon Andiamos » 02.07.2017, 16:25

Mein Gott, spannende Geschichte, Mankei!
Bitte unbedingt bald weitermachen... :D


Kavure,
ich würde mich sehr freuen, wenn du es bald schaffst, weiterzuschreiben. Deine Geschichte ist auch richtig toll ! :D

LG
Angelika
Andiamos
 

Beitragvon Mankei » 05.07.2017, 18:17

Als Tom aufwachte plagten ihn starke Schmerzen, sein ganzer Körper fühlte sich an als würde er brennen. Sah er anfangs alles nur verschwommen so nahmen die Konturen jetzt Gestalt an, er sah Diana, Gabi, Melissa, Erich und Ella die schlafend auf der Couch lagen, auf der anderen Seite sah er Alex und Nico liegen, es geht also allen gut, erleichtert atmete Tom tief aus und bekam dafür die sofortige Quittung da sein Schmerz dadurch noch stärker wurde.

Ben überprüfte erneut die Fesseln an Petra und Josef, er hatte das Gefühl beide spielten ihm ihre Bewusstlosigkeit nur noch vor.

Na los, macht die Augen auf, ich weiß ihr seid wach forderte Ben.
Nichts geschah.
Anton kam die Treppe herunter, er wollte nach Josef schauen da Tom ihm eine gehörige Platzwunde am Kopf verpasste.

Wie geht es Tom fragte Ben.
Er schläft noch immer, aber ich denke er hat es geschafft antwortete Anton.
Ben nickte zufrieden.

Anton machte den Verband ab und Tom beobachtete jedes Zucken von Josef um im Falle eines Angriffs auf Anton sofort zur Stelle zu sein.

Wieso machst du dir die Mühe ihn zu verarzten, seine Zeit ist abgelaufen, genau wie die seiner Schwester.

Anton drehte sich um, dann willst du sie wirklich…, er schluckte mehrmals,...umbringen, einfach so.
Was wollen wir denn sonst machen Anton, du vergisst das sie uns umbringen wollten und nur weil sie das nicht geschafft haben sollen wir es ihnen gleich machen. Wollen wir sie einsperren und gefangen halten, dann müssen wir sie auch ernähren, lassen wir sie laufen, dann werden sie vielleicht sogar erneut eine Gefahr für für uns, ganz sicher aber für andere Menschen.

Anton wir müssen in diesen Zeiten Entscheidungen treffen die uns nicht gefallen aber wir müssen es tun egal ob uns das gefällt oder nicht.
Aber…
Kein aber Anton, die Entscheidung steht fest.
Wir könnten sie als Druckmittel einsetzen wenn ihr Vater kommt.
Anton es reicht, Ben war nicht mehr bereit darüber zu reden.

Tom versuchte ein Glas Wasser das neben ihm stand zu erreichen doch ihm fehlte die Kraft es zu halten. Als das Glas am Boden aufschlug wachten alle um ihm herum auf und gingen sofort zu Tom ans Bett.
Dad, ich bin so froh das du wieder wach bist, wie geht es dir, hast du Schmerzen, brauchst du was. Nico bombardierte seinen Vater mit fragen und als Tom etwas lachend sagte das er nur einen Schluck Wasser haben wollte lachten alle um ihm herum.

Ella ging nach unten, sie wollte Ben informieren.

Dad, Tom ist wieder wach, er lacht sogar schon wieder.
Gut so, ich komme gleich rauf.
Anton stand auf und ging nach oben, er wollte nach Tom schauen.

Ella und Tom blickten Anton hinterher wie er die Treppe hochstieg.
Als er oben ankam und man die Türe ins Schloss fielen hörte nahm Ella die Hand ihres Vaters.
Du willst sie also wirklich töten Dad.
Ben schüttelte energisch den Kopf, die nächste die ein Problem damit hat.
Muss ich mich jetzt vor jedem rechtfertigen und habt ihr vergessen das wir vor nicht einmal 4 Stunden darüber abgestimmt haben und es keine, ich wiederhole, keine Gegenstimme gab was wir mit den beiden machen.

Schon Dad, aber jetzt wenn man Zeit hatte darüber nachzudenken dann hat man so seine Zweifel.

Ich verstehe dich und auch mir wäre es lieber das nicht machen zu müssen, aber wenn nicht gleich jemand an die Türe klopft und sagt das dieser ganze Spuk vorbei ist dann schaut es für die beiden da sehr schlecht aus.

Ben merkte das mit zunehmender Zeit die getroffene Vereinbarung immer mehr an Zustimmung verlieren würde.

Er stand auf und gab Ella einen Kuss auf die Stirn, gehe nach oben und schaue nach Tom, ich komme gleich nach, ich kontrolliere nur noch einmal die Knoten der Fesseln.

Ella schaute ihren Vater noch kurz nach wie er an den Fesseln zog ehe sie sich wieder auf den Weg nach oben machte.

Ben wusste das er nicht viel Zeit haben würde seinen Plan zu beenden.
Er nahm Josef hoch und legte ihn sich gekonnt auf die Schulter, dann öffnete er die Türe und ging bis er am Holzschuppen ankam.
Er legte Josef ab und gerade als Ben eigentlich Petra holen wollte bemerkte er das Josef die Augen geöffnet hatte.
Du bist also wach fragte Ben.
Josef gab keine Antwort.

Ben war es egal, er beugte sich über Josef und sprach ihm mit ruhiger Stimme ins Ohr.

Ich wollte eigentlich erst noch deine Schwester holen aber da ich jetzt weiß das du du wach bist werde ich dich sofort töten.
Ben hatte das Wort töten noch nicht ganz ausgesprochen da öffnete Josef seine Augen.
Ben sah die ganze Angst in Josefs Augen, durch das Klebeband auf seinem Mund konnte er nicht schreien doch er fing an zu weinen und schüttelte den Kopf hin und her doch Bens Messer bohrte sich bereits in das Herz von Josef.

Ben blieb noch etwas bei Josef hocken, er hasste sich für das was er gerade getan hatte.

Als er sich wieder auf den Weg zur Hütte machte packten auch Ben Schuldgefühle doch schon bevor er wieder am Haus ankam waren sie verflogen, er wusste das er richtig gehandelt hatte auch wenn es sich im Moment noch falsch anfühle.

Petra war wach, sie versuchte nicht mehr Ben zu täuschen und obwohl Ben nichts sagte wusste Petra was geschehen war.
Petra fing an zu weinen, als Ben sie hochnahm versuchte sie sich zu wehren doch ohne Erfolg.

Ben kam am Holzschuppen an und als er Petra auf den Boden legte und sie ihren toten Bruder sah wehrte sich Petra noch mehr.
Ben ging zur Seite und sah sich das ganze aus einigen Metern Entfernung an, in diesem Moment fühlte er sich gut, sehr gut, denn die beiden hätten es mit ihm und seiner Familie genau so getan.

Nach ein paar Minuten, Ben hatte sich mittlerweile auf den Boden gesetzt, beruhigte sich Petra.

Ben ging zu Petra, blickte ihr entschlossen in die Augen.
Wir könnten dich vielleicht als Druckmittel einsetzen, doch wenn ich mir es genau überlege habe ich keine Lust das du für alles was du mir und meiner Familie zufügen wolltest am Ende noch überlebst.
Ohne ein weiteres Wort nahm Ben sein Messer und stach es Petra langsam in ihr Herz.

Danke.

Ben drehte sich überrascht um, Nico stand etwa fünf Meter hinter ihm und hatte das ganze mitverfolgt.
Neben ihm stand Alex.

So war das eigentlich nicht gedacht fing Ben an.
Es ist in Ordnung Dad, wir haben uns dazu entschlossen und du hast es in die Hand genommen.
Danke mein Sohn.
Wir danken ihnen erwiderte Nico.

Einige Zeit hockten die drei sprachlos am Boden, immer wieder schauten Nico und Alex zu Petra und Josef, nur Ben würdigte sie mit keinem Blick.

Erich kam rufend aus dem Haus, Alex gab leise Antwort.
Als Erich ankam und sah was ein paar Meter weiter geschah war er darüber nicht überrascht.

Alles klar mit dir Ben.
Natürlich Erich.
Wie machen wir jetzt weiter wollte Erich wissen.

Ben runzelte etwas die Stirn.

Gute Frage Erich, ich habe lange überlegt und mich für Flucht entschieden.
Flucht Dad, aber wieso fragte Alex aufgewühlt.

Ben schaute in den Boden.

Wir wissen das der Vater von Petra und Josef kommt, was wir nicht wissen ist wie viele er mitbringt.
Die Hütte ist nicht zu halten, wenn schon Petra und Josef bewaffnet waren dann müssen wir davon ausgehen das dies auch auf die anderen zutrifft.
Aber wir haben doch jetzt auch Waffen kam es aus Nico.
Zwei Pistolen, eine mit 4 Schuss, die andere mit 8 Schuss Munition und keiner von uns hat Erfahrung mit Pistolen,
Also geben wir alles einfach auf fragte Alex.
Nicht alles, wir versuchen so viel wie nur irgendwie möglich mitzunehmen.
Wo fahren wir hin wollte Erich wissen.

Dort wo uns niemand finden wird, vertraut mir.
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Mankei
 

Beitragvon Pünktchen » 05.07.2017, 18:47

Danke, du hast mir den Abend versüßt :D !!!
Ich hoffe du hast die Fortsetzung schon im Kopf , besser noch ... Morgen ist sie da :P ... sorry wenn ich dich so drängel doch du schreibst einfach so spannend.

LG Pünktchen :wink:
Pünktchen
 

Beitragvon mannom » 05.07.2017, 19:33

Klasse!!!
mannom
 

Beitragvon Semper Fidelis » 06.07.2017, 07:04

Andiamos hat geschrieben:Puuhhh.... heftig....

die haben es verdient
Semper Fidelis
 

Beitragvon Mankei » 07.07.2017, 21:39

Verdammt, sie müssten längst da sein, Erwin hatte ein schlechtes Gefühl und schlug einen leeren Kanister mit voller Wucht gegen die Hauswand.
Los Leute beeilt euch endlich etwas, ich will zu meinen Kindern.
Gert überprüfte noch kurz die Reifen dann gab er Erwin ein Zeichen das alles in Ordnung ist.

Als die Wagen langsam aus der Tiefgarage eines ehemaligen Marktes heraus fuhren blickte sich Erwin noch einmal um, bis auf drei Frauen machten sich alle auf den Weg um die Hütte zu erreichen die wie es Petra und Josef beschrieben das Paradies auf Erden ist.
Als Petra und Josef damals Erwin und den anderen erzählten das sie Erfolg bei der Verfolgung hatten und ihnen die beiden Männer ihre Mitleidstour abkauften war die Freude groß.
Petra schrieb vor ihrer Abfahrt einen Zettel für ihren Vater und deponierte ihn an der gewohnten Stelle.
Bernd, ein Junge aus der Gruppe, gerade mal 12 Jahre, holte wie immer die Nachricht und gab sie zuverlässig an Erwin weiter.

Erwin öffnete den gefalteten Zettel.
„Werden in die Gruppe aufgenommen.
Melde mich über Funkgerät.
PeJo.“

PeJo, so beendete Petra jeden Satz an ihren Vater und er wusste das alles in Ordnung war.

Doch seit dem letzten Funkkontakt gab es keine weitere Nachricht mehr.

Erwin klopfte Gert auf die Schulter, da vorne rechts abbiegen.
Gert nickte.
Erwin überprüfte seine Waffe, nicht das sie es nötig hatte, er reinigte sie jeden Tag, aber er wollte einfach sicher sein das alles zuverlässig funktioniert.

Nach einer knappen halben Stunde Fahrtzeit kamen sie am Hotel an.
Erwin wollte weiter fahren doch als einige der anderen Autos einfach hielten blieben sie schließlich alle stehen und machten noch eine kurze Rast.
Nach ein paar Minuten gab Erwin den Befehl weiter zu fahren.
Gerade als Gert den Wagen starten wollte hörte Erwin eine unbekannte Stimme aus dem Funkgerät.

Ben ging zum Auto, er holte es damit auch darin Sachen verstaut werden konnten.
Als Ben einstieg sah er auf dem Beifahrersitz ein Funkgerät.

Oben angekommen waren alle bis auf die Kleinkinder, Tom und er damit beschäftigt Vorräte und andere wichtige Sachen aus der Hütte in die beiden Autos und den Campingwagen zu bringen.

Ben gab noch kurz einige Anweisungen an Erich und Ella, dann ging er rüber zum Holzschuppen und setzte sich auf eine der Stufen.

Hört mich jemand, Hallo.
...Hallo.
Ben wartete.
Ist da jemand fragte er erneut.
Keine Antwort.

Ist da der Vater deren Kinder ich gerade getötet habe.
Rauschen…, Ben hörte das jemand die Sendetaste drückte...Rauschen.
Erwin: …..Sie sind Tod, alle beide.
Ben: Ja!
Erwin: Wie?
Ben: Egal, glauben sie mir, sie sind Tod und hatten keine Schmerzen.
Erwin: Musste das sein?
Ben: Sie wollten uns umbringen.
Erwin: Woher wollen sie das wissen.
Ben: Sie haben es versucht und auch gesagt.
Erwin: ..und das reichte ihnen.
Ben: Wenn sie dabei gewesen wären würden sie es glauben.
Erwin: Ein Vater kann das so nicht hinnehmen.
Ben: Auch ich bin Vater.
Erwin: Nicht mehr lange.
Ben: Ich kann sie verstehen das sie großen Schmerz empfinden aber die Gewalt ging von ihren Kindern aus, nicht von uns.
Erwin: Ich werde sie finden.
Ben: Vielleicht, vielleicht aber auch nicht.
Erwin: Ganz sicher und wenn es das letzte ist was ich mache.
Ben: Wenn ich ihnen Wasser und Essen gebe?
Erwin: Sie wollen sich Frei kaufen?
Ben: Nein, ich will ihnen und ihren Leuten die Chance geben am Leben zu bleiben.
Erwin: Wie soll das funktionieren?
Ben: Ganz einfach, sie wissen bestimmt wo wir sind, ich lasse ihnen genügend Essen und Trinken für ihre Gruppe und sie brechen die Suche nach uns ab.
Erwin: Und wenn wir erst die Vorräte holen und dann sie, was gibt ihnen die Gewissheit.
Ben: Ihr Wort als Vater.
Erwin: Geben sie mir eine halbe Stunde Zeit um darüber mit meinen Leuten zu reden.
Ben: Keine Chance, das ist ein Angebot von einer Minute. Entweder sie nehmen es an oder nicht!
Erwin: Eine Minute?

Ben hörte nur noch Rauschen, er blieb hocken, schlug sich mit dem Funkgerät leicht gegen die Schläfe und zählte in Gedanken langsam von 60 runter.

Am Ende angekommen wartete er noch etwas und schaltete dann das Gerät aus, gerade als er aufstehen wollte sah er das Licht der Anklopftaste.
Zuerst wollte Ben nicht ran gehen doch er war zu neugierig auf die Antwort seines Gegenüber.

Erwin: Ich dachte schon sie antworten nicht.
Ben: Ihre Entscheidung?
Erwin: Wir nehmen an!
Ben: Ok, sie haben mein Wort das genügend Nahrung hier für sie und ihre Gruppe bereit steht.
Erwin: Wir werden morgen kommen und es holen, bis dahin sollten sie verschwunden sein.
Ben: Sind wir!

Ben wollte gerade das Funkgerät beiseite legen da registrierte er ein Geräusch das ihm vertraut vorkam.
Er hörte eine Türe zufliegen die er kannte.
Als er Petra und Josef besuchte beschwerte er sich öfters über die Automatiktür die ohne Vorwarnung ins Schloss fiel. Allerdings machte die Türe kurz vor dem schließen einen hochtönigen Klack den Ben gerade gehört hatte.

Sie waren im Hotel, das heißt sie können in einer Stunde hier sein, vielleicht etwas länger.

Ben rannte zu den anderen.

Wir fahren los, jetzt!
Dad wir sind noch nicht so weit schrien Ella und Alex gleichzeitig.
Jetzt, es ist keine Zeit mehr.

Ben ging ins Haus, rannte die Treppen hoch zu Tom.

Sie wissen wo wir sind und sie sind schon am Hotel.

Tom der gerade eine Zeitung las legte sie sofort weg und stand auf.

Unter starken Schmerzen zog sich Tom an, schnappte sich die zwei Decken, ein Kissen und lief mit Ben die Treppen hinunter.

Geht es wollte Ben wissen.

Tom lachte angespannt, natürlich.
Was denkst du wie viel Zeit wir noch haben Ben.

Weniger als eine Stunde.

Ben drückte Tom Petras Pistole in die Hand.
8 Schuss, ziele genau wenn du schießen musst.
Du passt auf das niemanden etwas geschieht Tom.

Wo fahren wir denn hin wollte Tom wissen.

Fahren, Ben lachte Tom an, gehen.

Wie bitte?

Draußen vor der Hütte angekommen warteten alle schon auf Ben und Tom.

Ben ging vor, nahm Ella und Alex an die Hand und fing mit schmunzelndem Gesicht.

Schön wie ihr alles gepackt habt aber das dient nur zur Ablenkung.

Ben drehte sich um 90 Grad, streckte den Arm aus und zeigte in Richtung Berg.

Seht ihr den großen Baum fragte er.
Alle bejahten.
Er ist euer Anhaltspunkt, haltet euch immer links von ihm, dann kann man euch nicht sehen, ihr selber könnt aber alles überblicken.

Die ganzen Sachen fragte Erich aufgeregt.

Packt euch jeder einen Rucksack mit Decken, Isomatte, Schlafsack und einigen Kleinigkeiten die ihr so braucht und für unterwegs etwas zu trinken und einen oder zwei von den Energieriegeln.

Alle schauten Ben fragend an, Diana war die erste die fragte was alle wissen wollte.

Nahrung und Wasser Ben, von was wollen wir denn leben.

Ella wird es euch zeigen.

Ella die am Boden hockte stand auf.
Ich, aber ich habe doch keine Ahnung was du meinst Dad.
Komme mit dann erfährst du es.

Ben ging mit Ella in die Hütte und dort in sein Zimmer, dort angekommen ging er zur Kommode und holte das Familienalbum heraus.
Weißt du noch fragte er Ella.
Natürlich Dad, das erste gemeinsame Foto unserer Familie auf Seite 3.

Ella öffnete das Album, blätterte auf Seite drei und nahm das Foto heraus.
Sie drehte es um und erblickte 4 kleine Zettel die dort gut angebracht waren.

Vorsichtig entfernte sie jeden der durchnummerierten Zettel und fing an zu lesen.
Schon beim ersten Zettel fing Ella an zu weinen, beim zweiten starrte sie Ben an und fragte ob das wirklich stimmt.

Ben lachte und nickte zufrieden.

Natürlich mein Engel, du weißt das ich bei so etwas nicht lüge.

Ella studierte die weiteren Zettel, als sie fertig war weinte sie noch mehr.
Dad, wieso zeigst du mir das jetzt, wir bleiben doch zusammen fragte sie ängstlich.

Ben atmete tief durch.

Leider nicht Ella, jemand muss die Autos weg bringen und eine falsche Fährte legen und das ist wohl oder übel mein Part.

Bitte nicht, wir schaffen das, legen Fußspuren den Weg hinunter, zerstören die Autos und…

...Halt Ella, es geht nicht, da kommen ein paar Typen die nicht nur unsere Nahrungsmittel wollen, die wollen uns auch alle töten als Vergeltung für Petra und Josef.

Diese Schweine fing Ella immer noch weinend an.

Vergiss nicht Ella das ich Schuld daran habe das dies alles so gekommen ist wie es ist.
Nein Dad hast du nicht.

Egal Ella, du weißt jetzt um deine Aufgabe, erfülle sie.

Aber du kommst nach Dad.

Natürlich.

Wieder draußen angekommen unterrichtete Ben die anderen das Ella den Weg kenne und sie ihr folgen sollen.
Alle nahmen ihre Rucksäcke, als sie sich in Bewegung setzten rief Ben nach Erich.

Erich der eines seiner Kinder auf dem Arm hatte drehte sich um, Ben ging ihm entgegen und drückte ihm die zweite Pistole in die Hand.
4 Schuss, ziele genau und pass auf alle auf.

Erich gab Ben die Hand, wir sehen uns.
Ben gab keine Antwort.
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Mankei
 

Beitragvon Pünktchen » 08.07.2017, 09:14

OH man, wie spannend !
Bin schon wieder auf die Fortsetzung gespannt :shock: :!: ...
LG Pünktchen :wink:
Pünktchen