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Rezepte für alle Fälle

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Rezepte für alle Fälle

Beitragvon Saurier61 » 28.02.2012, 08:49

Hallöle,

in Krisenzeiten hat Essen eine hohe Priorität... manchmal wird man vielleicht nicht richtig kochen können, oder man will seine Vorräte mit gesammelten Pflanzen/Früchten aus der Natur schonen...man will nicht durch Kochgerüche auffallen... man muss Energie sparen....es muss schnell gehen... dafür soll es hier dann Infos, Tips und einfache Rezepte geben....
Nicht alle Rezepte erheben den Anspruch auf vollwertig... Einige machen einfach nur satt :mrgreen:

Ich fang mal an mit kleinen Minni/Not-mahlzeiten aus dem Vorrat....

Schnelle einfache (Tassen)-suppen

kochendes Wasser in Tassen geben, Brühe/Pulver oder Würfel.... Kartoffelpürreepulver einrühen, nur soviel dass man es noch trinken kann.
Man kann auch noch dünne Scheiben Bockwurst dazugeben....oder leicht gewürzte und geröstete Weissbrotwürfel...

Reisnudeln mit kochendem Wasser übergießen, Brühe dazu und 10-15 Min. abgedeckt stehen lassen... evt. einen Hauch Chilipulver dazu...

Reisnudeln in einen Topf mit wenig heisser Brühe geben...nach 2 min Tomatenpürree aus dem Tetra-Pack dazu,erhitzen, mit Pfeffer und einer Prise Zucker und evt. frischen Kräutern von der Fensterbank würzen.. wenn man hat kann man ganz fein geschnittene Zwiebeln mit zu den Reisnudeln ins Wasser geben.

Feingehackte Zwiebeln in ganz wenig Öl weich dünsten 1 Tetrapack Tomatenpürre/ gehackte Tomaten mit doppelter Menge Brühe in den Topf geben etwas Pfeffer und Zucker dazu... aufkochen, dann mit Kartoffelpürreepulver andicken bis es eine Konsistenz wie Cremesuppe hat.... Basilikum auf der Fensterbank? klein schneiden und unterrühren...

In winzige Würfel geschnittene oder grob geraspelte Kartoffeln mit Wasser in einen Topf geben, Brühenpulver dazu, 1 Dose Linsen oder grüne/weisse Bohnen (mit Flüssigkeit) dazu geben kochen bis die Kartoffeln gar sind... mit Pfeffer und etwas Chilipulver würzen, evt. Bockwürstchen in dünne Scheiben geschnitten dazu.

1 Tasse Reis waschen, kleingehackte Zwiebeln in einen Topf mit etwas Öl andünsten, den Reis dazu geben, mit viel Currypulver und etwas Salz würzen, rühren bis es ähnlich wie Poppkorn riecht, dann 3 Tassen Brühe zugeben. 1x aufkochen, Deckel drauf und auf kleinester Flamme bei kleinster Energiezuführ ziehen lassen bis der Reis das Wasser komplett aufgenommen hat. Nicht rühren... Dann kann man Butter und Champignons aus der Dose (Ohne Flüssigkeit)zugeben oder Tomatenpürre/gehackte Tomaten zugeben... noch mal kurz erwärmen...

Sowieso, alles was man an frischen Zutaten hat, wie Zwiebeln, Kartoffeln, Möhren, Weisskohl... die gegart werden müssen...
immer so klein wie möglich schneiden/raspeln, um so schneller sind sie gar und brauchen dann weniger Energie. Ausserdem immer Deckel auf den Topf ....

Wenn Gerichte mit Tomaten(pürree/mark) leicht bitter/ fad schmecken gibt man etwas Zucker zu.
_______________________________________________________________________________________________________
Möhrensalat
Möhren waschen Schadstellen entfernen, fein raspeln.... etwas Essig mit Salz Pfeffer und Zucker vermischen, dann 3-4x soviel Öl wie Essig zugeben und gut verrühren... mit den geraspelten Möhren vermischen

Statt Möhren kann man auch Mungosprossen aus dem Glas nehmen.... oder grüne Brechböhnchen, hier dann noch feingeschnittene Zwiebel zugeben.

Sehr feingeschittenen Weißkohl kann man mit der Essig/Ölmischung gut durchkneten und ein paar Tage kühl aufbewahrt durchziehen lassen, dann essen....

demnächst mehr....

Lieben Gruß von
Helga




.
Saurier61
 

Beitragvon Karin » 28.02.2012, 09:38

Sehr gut!
Aber warum nur in der Krise anwenden, liest sich lecker und interessant und Energiesparen kann man auch schon jetzt!

LG Karin
Karin
 

Beitragvon Saurier61 » 28.02.2012, 10:36

Hallöle Karin

man kann nicht nur Engerie sparen sondern auch ne Menge Geld wenn die Gerichte preiswert sind... und das kann man dann wieder in die Vorsorge stecken... :D

Ich hab etliche preiswerte (eigene) Rezepte...max. 2-3 € pro Person...
Könnte ich hierher kopieren.... :?:

Lieben Gruß von
Helga
Saurier61
 

Beitragvon Leggastehniger » 28.02.2012, 10:53

Hallo,

sicher ist es auch sinnvoll sich an bescheidenere Kost zu gewöhnen.
Ich gehe sogar soweit vermehrt die Pflanzen und Feldfrüchte anzubauen,welche schon unsere Vorfahren angebaut hatten,da ich wie schon mehrmals erwähnt ein "Zurück" in die Nachkriegszeit befürchte.
An Feldfrüchten wären das alte Kartoffelsorten,Pastinaken,Kohl-,Mairübe usw.
Amaranth,Emmer,z.B. bei Getreide.
Die Verarbeitung und Rezepte hierzu kann man oft in alten Berichten über Kriegs- und Nachkriegszeiten lesen.
Üben und Gewöhnung an diese teilweise schmale Kost ist aber unabdingbar.
Mein nächstes Projekt ist die Gewinnung von Zuckerrübensirup.Hierzu später dann mehr.

Waldarbeiter haben früher wochenlang großteils von Grütze gelebt,dies bei harter Arbeit und bei jeder Witterung,deshalb sehe ich das als sehr erstrebenswert an,mich dahingehend vorzubereiten,teilweise auch autark zu werden.

Alte Kochbücher sind deshalb auf keinem Flohmarkt vor mir sicher :wink: .

LG

....danke Helga für Deine Arbeit und Zeit.....Du könntest Dich ja auch zurücklehnen,tust Du aber nicht :D ,Gut so !
Leggastehniger
 

Beitragvon Saurier61 » 28.02.2012, 15:25

Hallöle Leggastehniger,

nicht alles was es damals gab ist auch gleichzeitig gut :mrgreen:
z.B. Emmer... der Ertrag ist dürftig... weniger als die Hälfte gegenüber Weizen, die Pflanzen anfällig gegen Krankheiten..
Backeigenschaften vom Mehl nicht so toll, weil Emmer weniger Klebereiweiss enthält.

Ausserdem braucht Getreide viel Platz, Mischkultur ist kaum möglich, die Fläche lange "besetzt"...ernten, entspelzen... das ist richtig Arbeit und lohnt sich für kleine Flächen nicht wirklich... Große Flächen sind ohne Maschinen kaum zu bewältigen... zur Erntezeit Dauerregen und die Ernte ist futsch... müssen wir leider jetzt häufiger mit rechnen....

Ich hab Einkorn, Emmer, Wechselweizen, Staudenroggen, Buchweizen, Nackthafer, Mais, Süßlupinen ausprobiert...
Kann man bis auf die beiden Letzten in die Tonne kloppen... ich hab es den Hühnern überlassen :mrgreen: Ok, Nackthafer geht noch... aber ich mag keine Haferpampe :lol:

Für die Krisenzeit dürfen wir uns also von Brot verabschieden; das wird dann Luxus, wenn wir das Getreide dafür selbst anbauen müssen.

Mais funktioniert in Mischkultur... bringt pro Pflanze ca 2x 100 bis 180g Körner... und ist leicht zu ernten.
Süßlupinen auch in Mischkultur auf 1 qm ca 1kg Samen als Ertrag... aus Süßlupinen kann man eine Art Tofu herstellen. Oder als Mehlersatz nehmen.

Hülsenfrüchte werden dann wahrscheinlich der Ersatz für Brot...

Bei Gemüse setze ich auf Vielfalt.... je mehr verschiedene Gemüsesorten ich habe um so geringer fällt ein evt. Verlust ins Gewicht..... da nicht jede Pflanze vom gleichen Schädling befallen wird und nicht alle Schädlinge gleichzeitig auftauchen werden.
Haferwurz, Erdkastanien, Erdmandeln, Nachtkerze, Hopfen (sprossen), und so einige andere Pflanzen haben kaum oder keine Frassfeinde...
Umstellen müssen wir uns hauptsächlich beim sogenannten Grundnahrungsmittel Mehl bzw. Brot.... :(

Lieben Gruß von
Helga
Saurier61
 

Beitragvon Kangalklaus » 28.02.2012, 18:29

Leggastehniger hat geschrieben:Waldarbeiter haben früher wochenlang großteils von Grütze gelebt,dies bei harter Arbeit und bei jeder Witterung

Das mache ich auch heute noch gerne, obwohl ich kein Waldarbeiter bin und in einer trockenen Küche werkele.
Der Vorteil von Grützgerichten auch: sie lassen sich gut mit allerlei Zusätzen geschmacklich verfeinern.
Gestern gab es bei mir z.B. süße Hafergrütze mit Apfelmus.

Mein persönlicher Favorit als Rezept für alle Fälle sind jedoch Bratkartoffeln (wohne ja auch in einer Kartoffelgegend).
In Schmalz gebraten, dazu reichlich Zwiebeln, so vorhanden Schinken hinein (Leberwurst tut es auch) und das mit Eiern überbacken.

Und hätte ich keine Kartoffeln, so würde ich stattdessen Nudeln nehmen.

Grüße Klaus
Kangalklaus
 

Beitragvon Saurier61 » 28.02.2012, 18:44

Hallöle Klaus,

probier mal.... :mrgreen:
Bratkartoffeln aus rohen Kartoffeln

Pro Person 3-5 große rohe Kartoffeln oder entsprechend viel Kleine... bei großem Hunger halt entsprechend mehr...
Schälen... mit dem Gemüsehobel in dünne Scheiben schneiden.
1-2 Eßlöffel Öl (pro Person)mit Pfeffer, Salz, Paprikapulver würzen.
Die Kartoffelscheiben damit gut vermengen.
In eine Pfanne mit etwas erhitzem Öl geben und unter häufigem Wenden auf kleiner Flamme knusprig braun braten.
Dazu schmecken Spiegeleier und Gurken oder grüne Bohnensalat.
Oder noch gebratenen Aal dazu :twisted: :mrgreen:

Lieben Gruß von
Helga
Saurier61
 

Beitragvon Lumen56 » 28.02.2012, 20:13

Mein Lieblingsrezept, wenn´s mal schnell gehen soll.

Fixer Reis

Man nehme einen Kochbeutel Reis, oder entsprechende Menge loser Reis,koche ihn nach Anleitung. Anschließend in eine Schüssel geben, gute Butter (oder auch Margarine) hinzu, Currypulver drüber und Tomatenketchup. Das Ganze dann verrühren und gleich aus der Schüssel essen. Geht fix...für den kleinen Hunger zwischendurch.

LG
Lumen56
Lumen56
 

Beitragvon Tubenfan » 28.02.2012, 20:38

Hallo,

nette Rezepte, Danke! :)
Energiesparend kochen, ohne dass es groß riecht, das kann man auch in einem WOMO (Wohnmobil) lernen: Kleine Flamme, Geduld und dabei bleiben.

>>Für die Krisenzeit dürfen wir uns also von Brot verabschieden; das wird dann Luxus, wenn wir das Getreide dafür selbst anbauen müssen.<<
Wieso? Getreide bunkern, Trockenhefe und Sauerteig (gibt's in unserer Mühle als Pulver, kost' fast nix).
Meine Brotbackversuche bisher waren nicht so toll. Und? Wenn Krise und kein Brot werde ich das ganz schnell lernen.

Ansonsten: DOSENBROT!
Unser Penny haut, wie bereits geschrieben, gerade Dosenbrot (500 gr, Pumpernickel und Sonnenblumenbrot) raus! 79 Cent (statt 1,49). MDH = 2 Jahre (also min 4 Jahre haltbar).
Und das Brot ist richtig klasse!

Gruß,

Tubenfan
Tubenfan
 

Beitragvon Lumen56 » 28.02.2012, 21:53

Weihnachten ist ja eben vorbei und Ostern steht schon wieder vor der Tür...

Da auch in Krisenzeiten sicher auch mal was Süßes sein darf und wenn man(n) (oder Frau) nicht weiß, wohin mit den ganzen Weihnachtsmännern und Osterhasen, hier die praktische Lösung: Schoko Recycling

Schoko Crossies selber machen.

So gut wie kein Aufwand.

Einfach die Schokolade schmelzen, Cornflakes rein, umrühren, mit einem Löffel kleine Häufchen auf Backbleche ( je nach Menge braucht man schon einige Bleche oder andere Platten mit Backpapier auslegen), abkühlen lassen. Fertig.

Ergibt ordentlich Schoko Crossies - und zur Not kann man die auch außerhalb einer Krise in Tütchen verpacken und hat ein nettes Mitbringsel :D

Links sind nur für registrierte User sichtbar.

LG
Lumen56
Lumen56
 

Beitragvon Saurier61 » 28.02.2012, 22:26

hallöle lumen,

ja das kannte ich auch schon.... nur die Weihnachtsmänner/ Osterhasen einschmelzen, darauf bin ich nicht gekommen, :mrgreen:
Die Schokolade kann man dann auch so noch verwenden:
Schokoberge...
wir nehmen 1 Tasse gehobelte Mandeln und 3 Tassen Haferflocken.
Dann etwas Fett in eine Pfanne, Mandeln Und Haferflocken darin rösten.

Lieblingsschokolade im Wasserbad schmelzen ... die gerösteten Mandeln und Haferflocken unterrühren.
Kleine Häufchen auf Backpapier setzen und erkalten lassen.
Man kann auch noch Rosinen dazugeben... ist allerdings nicht mein Fall.

Oder etwas für die Kirschenzeit... mal was Anderes als einkochen, oder dörren....
Kirschkugeln

Kirschen entsteinen, 200g abwiegen, 150g gemahlene Mandeln 350g geröstete Haferflocken und ca 50g Puderzucker in die Küchenmaschine mit Messer geben.
Kirschsaft mit einem Schuss Zitronensaft nach und nach beim Hacken zugeben, so dass eine feste klebrige Masse entsteht. Kugeln daraus formen ...
eine Seite in Schoko/Zitronenglasur tunken und dann durch Kokosflocken rollen.

Kirschriegel

Diese Masse kann man auch zwischen Oblaten geben. Glasur auf die obere Oblate und dann Kokosflocken draufstreuen.

Eine Variante für Erwachsene... statt Saft nimmt man Kirschwasser.... das war mal das Originalrezept :lol:

Haltbarkeit... keine Ahnung, die Dinger sind immer so schnell weg.

Backbleche hab ich nie dafür gebraucht, einfach das Backpapier auf die Arbeitsfläche legen....
Lieben Gruß von
Helga
Saurier61
 

Beitragvon Lichtlein » 29.02.2012, 15:14

Hallo

kennt ihr die Dinkelsuppe nach Hildegard von Bingen?

Kleingeschnittene Zwiebeln (reichlich) in Fettstoff andünsten, Dinkelschrot und ungefähr 1 l Wasser mit einem/zwei Gemüsebrühwürfel dazu geben. Auf kleiner Flamme köcheln, je nach dem wie dick die Suppe sein soll. Dann wird nach Belieben gewürzt. H. v. Bingen verwendet oft Estragon als Pulver, ist aber nicht jedermanns Sache.
Die Suppe ist gesund und schmeckt besser als man denkt, wenn man richtig würzt.

Außerdem habe ich mit dem Mondkalender gute Erfahrungen gemacht.
Ja ich bin auch so Eine und dann noch Hildegard von Bingen!?

Selbstgemachte Müsliriegel, wie Helga sie beschreibt, kenne ich auch.

Trockenobst zerkleinern, falls die Masse zu fest ist, etwas Saft oder Rum (natürlich nur für Erwachsene) dazu geben. Nach Geschmack Haferflocken, Kokosflocken oder zerkleinerte Nüsse und die Masse auf eine Waffelplatte geben. Glatt streichen und die nächste Waffelplatte drauf, 1 - 2 Tage mit etwas beschweren.
Da sie aber so lecker sind, werden sie schon nach 1 Tag "zugeschnitten" und sind bald weg.
Waffelplatten kaufe ich in den "Mix" Märkten.

Lieben Gruß

Lichtlein
Lichtlein
 

Beitragvon Tubenfan » 01.03.2012, 01:23

Hi,

Hildegard von Bingen: Ganz große Mystikerin. Mit Kräutern kannte sie sich auch aus.

Damit es nicht untergeht, was Lichtlein erwähnt hat: Mix Markt, Spezialist für russ. lebensmittel ist zu empfehlen. Wir kaufen 2x im Monat dort ein (meine Frau ist Weissrussin). Fragen gerne via PN.
Hier die Homepage: http://www.mixmarkt.de/de/homepage.php
Rechts oben über PLZ-Suche findet Ihr den Markt in Eurer Nähe. Natürlich sind sie nicht alle gleich groß und haben auch nicht alle die Sortimentstiefe. Das Fleisch unseres Marktes kommt aus dem Allgäu.

Gruß,
Tubenfan
Tubenfan
 

Beitragvon bigmama » 01.03.2012, 13:09

hallihallo

bitte nicht lachen, was in aller Welt ist Grütze ???
ich kann ne Kuh melken, mit ner Sense umgehen, kochen, backen und vieles andere, aber Grütze kochen ??
Hafergrütze mit Apfelmus klingt lecker.

Danke für Eure Antwort :oops:bigmama
bigmama
 

Beitragvon Lichtlein » 01.03.2012, 14:06

Hallo

Grütze sind geschälte Körner (alle Getreidearten, Buchweizen, ...), die dann mit Walzen zerkleinert werden. Von Griesgröße bis Graupengröße, ähnlich wie Schrot.
Noch was zu den Mix-Märkten, sie haben eine Auswahl von Lebensmitteln aller ehemaligen Ostblockländern. Also auch aus Polen, Ungarn, Rumänien (Siebenbürgen), ...
Ihre Angebote helfen Geld sparen und sind sehr vielseitig. Man findet da viele eingeweckte Lebensmittel.

Liebe Grüße

Lichtlein
Lichtlein
 

Beitragvon Saurier61 » 01.03.2012, 15:30

Hallöle,

Rezepte bis max. 3 € pro Person... meist ist es weniger....

Tomaten-Kartoffel-Omelett

macht ein wenig Arbeit, schmeckt aber echt gut und kostet nicht viel.

Pro Person

2 Tomaten in 16tel schneiden

Kartoffeln vom Vortag in Scheiben oder Würfel

1 Zwiebel halbieren und in Scheiben schneiden

Gewürze...
Knoblauchpulver, Salz Pfeffer, 1 Eßl. frischer feingehackter Thymian,

2 Eier und 50ml Sahne verrühren, Würzen mit Salz und die Hälfte vom Thymian dazugeben

Kartoffeln und Zwiebeln mit etwas Öl in eine Pfanne geben

Tomaten und restlichen Thymian in eine andere Pfanne

Kartoffeln braten bis sie leicht angebräunt sind

Dann die Tomatenpfanne auf den Herd Tomaten mit Salz Pfeffer und Knoblauch würzen. Stark aber nur kurz erhitzen, nur mäßig rühren. Die Tomaten sollten ziemlich fest bleiben.

Den Inhalt beider Pfannen nun in die Eimasse geben und umrühren.

Von dieser Masse dann Omeletts mit etwas Öl braten.
__________________________________________________________________________________________________________

Heidelbeerpfannkuchen

Pro Person

1 Ei in eine Schüssel geben
etwas Vanillezucker dazu
3-4 gehäufte Eßl.Mehl dazu

1Glas Heidelbeeren,nach und nach den Saft davon
in die Schüssel geben und gut rühren, bis der Teig die richtige Konsistenz hat.

Dann die Heidelbeeren dazu geben, unterrühren

Wenn man für mehr als 4 Personen backt, braucht man noch ein Glas Heidelbeeren.

10Min. stehen lassen, damit das Mehl quellen kann... sonst schmecken die Pfannkuchen zu sehr nach Mehl.

mit etwas Öl in der Pfanne backen, Pfannkuchen mit Zucker bestreuen.

Kosten für 3 Personen: ca 2,80€

Man kann statt Heidelbeeren auch pro Person 1 Apfel nehmen...
Dann rührt man den Teig mit Milch an und schneidet die Äpfel in dünne Scheiben. Entweder die Apfelscheiben direkt in den Teig geben oder sobald der Teig in der Pfanne ist, mit den Apfelscheiben belegen.
Oder man nimmt halbierte Pflaumen und belegt den Teig damit.

eine andere Variante...
Apfelstücke mit etwas Zucker und Vanillezucker/Zimt kochen, dann Pfannkuchen backen, die heißen Äfpel darauf geben und einrollen. Mit Puderzucker bestreuen.

Vanillezucker kann man leicht selbst machen ....
500g Zucker in eine Dose, 1 bis 2 Vanilleschoten längst durchschneiden und zum Zucker geben. Deckel drauf, 7Tage lang täglich 1 mal schütteln.

Beim Einkauf von Vanilleschoten darauf achten dass sie schwarz und ölig aussehen.
Man kann die Vanilleschoten mehrmals für Vanillezucker verwenden. Wenn die Hälfte Zucker verbraucht ist einfach Zucker nachfüllen. Wenn sie dann nicht mehr genügend Aroma an den Zucker abgeben und hart geworden sind kann man sie fein häckseln und z.B. zu Tee/mischungen geben. Man kann diese Schoten auch bei der Herstellung von Likör nutzen.

Lieben Gruß von
Helga
Saurier61
 

Beitragvon Saurier61 » 01.03.2012, 15:40

Kartoffelrezepte

Aus Kartoffeln kann man ne ganze Menge Gerichte zaubern.
Alle Rezepte auch weniger als 3€ pro Person

Bratkartoffeln aus rohen Kartoffeln

Pro Person 3-5 große rohe Kartoffeln oder entsprechend viel Kleine.
Schälen mit dem Gemüsehobel in dünne Scheiben schneiden.
1Eßlöffel Öl (pro Person)mit Pfeffer, Salz, Paprikapulver würzen.
Die Kartoffelscheiben damit gut vermengen.
In eine Pfanne mit etwas erhitzem Öl geben und unter häufigem Wenden auf kleiner Flamme knusprig braun braten.
Dazu schmecken Spiegeleier und Gurken oder grüne Bohnensalat.

Bohnensalat
Gekochte grüne Bohnen.
Eine Vinigrette aus Öl, Essig, Zwiebeln Salz Pfeffer und etwas Zucker herstellen.
Die Gewürze und den Essig zuerst mischen, dann erst das Öl dazu.
Das Öl würde die Gewürze einschließen und dann schmeckt es fad.


Gurkensalat
Pro Person
1 Gurke schälen, in dünne Scheiben schneiden, mit 1 gestrichenen Eßl Salz vermischen, ziehen lassen.
nach 20-30 Min Gurkenscheiben auswringen. Überflüssiges Salz verschwindet mit dem Gurkenwasser.
1-2 Eßl Essig mit Pfeffer und ca 1Teel.Zucker mischen, dann 200ml Sahne unter rühren zugeben... Gurkenscheiben darunter mischen. Sahnesosse reicht für 3-4 Gurken.

Braucht man weniger Sosse, gibt man die Restliche in ein Marmeladenglas.. Deckel drauf... in den Kühlschrank für den nächsten Tag... z.B für Bohnensalat.


Sahnekartoffeln
Die Kartoffelscheiben kann man auch noch anders zubereiten.
Wie vorher arbeiten, nur diesmal bevor die Kartoffeln ganz gar sind Sahne mit Thymian vermischen und auf die Kartoffeln geben.
Deckel drauf und auf kleiner Flamme fertig garen.

Man kann auch vorher in der Pfanne frische Bratwurst braten.
Die wird dann wenn sie fertig ist an die Seite gestellt.
Wenn sie abgekühlt ist in dünne Scheiben schneiden und mit der Sahne unter die Kartoffeln mischen.


Oder man legt auf die fast garen Kartoffelscheiben Fischfilet gewürzt mit Salz und Pfeffer und gibt dann die Sahne mit Thymian dazu.
Deckel drauf, fertig garen.


Kartoffelgulasch

Kartoffeln schälen, in Würfel schneiden, 1 Eßl. Öl in den Topf erhitzen, Kartoffeln und 1-2 gewürfelte Zwiebeln zugeben... anbraten... mit ganz viel Paprikapuler würzen, soviel Brühe zugeben, dass die Kartoffeln bedeckt sind.

Wenn die Kartoffeln 20 Min. gekocht haben pro Person 1 gewürfelte Paprika zugeben... auf kleiner Flamme noch ca 10 Min. köcheln lassen.

Beim Einkauf von Paprika darauf achten, dass sie fest, glatt und groß sind aber wenig wiegen. Schwere Paprika enthalten nur viel Samen und Samenbett, das ist Abfall und dafür zu teuer.

Kartoffel-Tomatentopf

Kartoffeln schälen in etwas dickere in Scheiben schneiden, pro Person 3 Tomaten und 1-2 Zwiebeln in grobe Stücke schneiden, 1-2 Eßl. frische Thymianblätter dazugeben

Pro Person 80g Gehacktes mit etwas Öl im Topf anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen. Kartoffeln, Zwiebeln, Tomaten und Thymian in den Topf und mit Brühe auffüllen.
Wenn die Kartoffeln gar sind mit Pfeffer und etwas Zucker abschmecken.
Noch mal 4-5 Min. leicht ziehen lassen.

Alternativ kann man auch Pizzatomaten aus der Dose nehmen.

Rösti

Kartoffeln schälen, grob raspeln, Zwiebeln fein hacken, mit den Kartoffelraspeln, Salz und Pfeffer vermengen.
In eine leicht geölte erhitzte Pfanne geben, etwas fest drücken.
Deckel drauf und auf kleinster Famme garen lassen.
Wenn dat Rösti am Rand goldgelb wird, Rösti umdrehen und den Deckel wieder auf die Pfanne.
Fertig braten und aufteilen.
Man kann daraus auch mehrere kleine Rösti backen.

Kartoffelmedallions

Kartoffelpürree übrig geblieben? Da rührt man dann Eier und pro Ei 1 Teel Mehl unter.
Würzt den Brei mit Kräutern wie Thymian oder kleingerebelten Salbei und etwas Pfeffer.
Daraus backt man in Öl oder Schmalz kleine Medallions.
Wenn diese schön knusprig werden sollen drückt man die Medallions auf beiden Seiten vorm Braten leicht in Paniermehl.
Man kann vorher auch noch kleine Schinkenwürfel ausbraten und in die Kartoffelmasse geben.
Oder Käse in kleine Würfel geschnitten.

Dazu dann Bohnen, Gurken oder Tomatensalat.

Übrig gebliebenes Kartoffelpürree kann man auch unter Brotteig mischen. Dann muß man etwas weniger Wasser und evt. etwas mehr Hefe nehmen.

Lieben Gruß von
Helga
Saurier61
 

Beitragvon Karin » 01.03.2012, 18:02

Klasse Helga, vielen Dank.
Schon kopiert und abgespeichert, sind echt Gerichte dabei die mich auch ohne Krise locken zu kochen.

Und bei den Kartoffeln gibt es noch Tipps die ich in meine Rezpte einbauen kann.

LG Karin
Karin
 

Beitragvon Saurier61 » 01.03.2012, 23:59

Möhreneintopf

Pro Person

Möhren und Kartoffeln schälen, kleinschneiden Wenn man mag kann man auch noch 1 kleine gehackte Zwiebel dazu nehmen.

Hackbällchen...
50-80g Hack, etwas Quark, Salz, Pfeffer, etwas Mehl oder Paniermehl mischen. Kleine Kugeln formen. Anbraten und dann mit Wasser ablöschen.

Möhren und Kartoffeln und noch soviel Wasser dass Möhren und Kartoffeln bedeckt sind dazu geben. wenn es 15 Min. gekocht hat Salz, Pfeffer und 1 Zweig Liebstöckel in den Topf (statt Salz und Liebstöckel kann man Brühe nehmen)
Sind die Kartoffeln und Möhren gar.. etwas gehackte Petersilie zugeben und 5 Min. mitziehen lassen.

Pro Person ca 1,00€ bis 1,40€

Beim Einkaufen...
1 Bund Möhren ist etwas für das Auge... schadet aber dem Geldbeutel. Eine Schale ist meist günstiger und nicht schlechter als die Möhren im Bund.
Im Gegenteil, das Möhrengrün entzieht den Wurzeln noch Wasser und Nährstoffe.

_________________________________________________________________________________________________________

Zucchiniomelette

man nehme geschälte
Zucchini in dünne Scheiben/Streifen geschnitten.. pro Person ca 1 Müslischale
pro Person 1 halbe bis 1 ganze Zwiebel in dünne Scheiben geschnitten

nicht vergessen, aus der Mitte müssen die Samen mit dem schwammigen Zeug raus... dafür nimmt man am Besten einen Löffel zum rauskratzen... nur ganz kleine Zucchini kann man komplett verwerten.

Pro Person 1-2 Eier

etwas Öl in eine Pfanne... Zucchini darin anbraten bis es gut riecht und die Zucchni leicht angebräunt sind...Zwiebeln dazu.... weiterschmoren bis die Zwiebeln glasig sind..... mit Salz & Pfeffer abschmecken

.... die Eier (ohne Schale:-P )in eine große Schüssel, kurz durchrühren....

...dann den kompletten Inhalt aus der Pfanne (so heiß wie er ist) dazugeben und unterrühren.
von dieser Masse werden dann in der Pfanne Omelette (in Öl) gebraten...

gut braun werden lassen.... dann schmecken sie am Besten.
Saurier61
 

Beitragvon Tubenfan » 02.03.2012, 01:25

Hallo Helga,

ist das hier ein Kochforum?
OK, der Thread ist "Rezepte für alle Fälle".
Mörc hen, Zwiebelchen, das ganze Gerödel.
Die Frauen, 35 J, mit Kinderwunsch, mittleres Managemnt, die können eh nicht kochen.

Für wen schreibst Du?

Besser chinesische Gerichte.
Investoren haben auch Hunger.
Hundeschenkel, Kochzeit 4 Stunden, soll lecker sein.

Gruß,
Tubenfan
Tubenfan
 

Beitragvon Saurier61 » 02.03.2012, 06:45

Tubenfan hat geschrieben:Hallo Helga,

ist das hier ein Kochforum?
OK, der Thread ist "Rezepte für alle Fälle".
Mörc hen, Zwiebelchen, das ganze Gerödel.
Die Frauen, 35 J, mit Kinderwunsch, mittleres Managemnt, die können eh nicht kochen.

Für wen schreibst Du?

Besser chinesische Gerichte.
Investoren haben auch Hunger.
Hundeschenkel, Kochzeit 4 Stunden, soll lecker sein.

Gruß,
Tubenfan


Hallöle Tubenfan

Ok, dann schick mal deine Hundis rüber, damit ich probieren kann wie man die am Besten zubereitet und würzt...
Und dann schick ich dir das Rezept. Will dich ja nicht vernachlässigen :mrgreen:

Lieben Gruß von
Helga
Saurier61
 

Beitragvon Lumen56 » 02.03.2012, 10:08

Tubenfan hat geschrieben:ist das hier ein Kochforum?...
Die Frauen, 35 J, mit Kinderwunsch, mittleres Managemnt, die können eh nicht kochen.


Hallo Tubenfan,

ob die von dir genannte Klientel hier überhaupt mitliest??

Für Links zu Fastfoodrestaurants ist wohl der Platz hier im Forum zu schade. Wer nicht kochen kann oder will, - soll ja auch Leute geben, die nicht mal ne Dose aufmachen können, - für die wird es in einer Krise sehr eng.

Daher bin ich froh, dass Helga uns hier Möglichkeiten aufzeigt um mit wenig Aufwand und "kleinem Geld" schmackhafte Gerichte zu bereiten.

Investoren haben auch Hunger.


Kochen lernen oder in der Krise die gebunkerten Tubes verkaufen :mrgreen: :mrgreen:

LG
Lumen56
Lumen56
 

Beitragvon Saurier61 » 02.03.2012, 15:46

Hallöle,

Unkraut... Brennnesseln... muss man sich erst mal mit anfreunden... wenn man dann schon mal vor der Krise weiss, was man dann da auf dem Teller hat... und dass auch Unkraut super schmecken kann, ist man dann in der Krise wahrscheinlich experimentierfreudiger, wenn einem Zutaten für folgende Rezepte fehlen...

Brennesseln... wir sammeln die kleineren hellgrünen Blätter, Einmalhandschuhe sind zweckmäßig beim Sammeln und Zubereiten. Den besten Geschmack haben die ersten, etwa 20 Zentimeter langen Pflanzen im Frühjahr oder bei größeren Pflanzen die Triebspitzen. Dunkle große Blätter sind faserig und zäh... die muss man dann mit dem Wiegemesser zu Brei verarbeiten :roll:

Sobald die Blätter getrocknet oder mit heissem Wasser überbrüht /gekocht wurden, brennt da auch nichts mehr, :mrgreen:

Brennnesselsuppe für 3 Personen

3 Liter junge Brennnesselblätter waschen, abtropfen lassen. kleinschneiden..

6-9 Kartoffeln, 3 Möhren, 3 Zwiebel schälen und würfeln.

Zwiebeln in Butter goldgelb andünsten, restlichen Zutaten zugeben, plus 1,5l Brühe ca. 20 Minuten kochen, bis Kartoffeln und Möhren gar sind.

2 Eigelb und 1 Becher Sahne verquirlen und kurz von dem Servieren zugeben. Nicht mehr kochen lassen, sonst gerinnt das Eigelb. Mit Pfeffer (evt. eine kleine Prise Chillipulver) oder Muskat abschmecken.

Mit einem Pürrierstab die Suppe pürrieren und man erhält eine feine Cremesuppe...mrgreen:

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Brennnesselomelette

Pro Person

1 L hellgrüne Brennnesselblätter sammeln, waschen und mit heissem Wasser überbrühen... kleinschneiden...
1 Zwiebel feinhacken, 1 Knoblauchzehe kleinhacken oder durch eine Knoblauchpresse geben....mit den Brennesseln in etwas Fett oder Wasser in einer Pfanne glasig dünsten.

2 gegarte Kartoffeln evt. vom Vortag in feine Scheiben schneiden

In einer Schüssel 3 Eier mit 2 Eßl Milch oder Wasser und 2 Teel. Mehl verrühren, jetzt alle anderen Zutaten dazugeben mit Salz und Pfeffer würzen ... gut verrühren.

in eine Pfanne mit heißem Fett geben, sofort Temperatur runterschalten, Deckel auf die Pfanne und stocken lassen.

Wenn man die obere Seite gebräunt haben möchte 1 mal wenden.
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Eisteesirup kann man auch mit Brennnesselblättern herstellen.

2 Liter Blätter in den Topf geben.... Saft von 1-2 Zitronen oder anderen sehr sauren Saft, 1 Teel. schwarzen Tee oder 1Eßl. Brombeerblätter dazu... mit 1/2l Apfelsaft und 1/2 L Wasser aufkochen, 3 Min. ziehen lassen... abseihen ....

mit 650g Zucker unter rühren aufkochen bis der Zucker sich gelöst hat, dann bei kleiner Flamme und ohne Deckel auf ca die Hälfte einreduzieren. Den Sirup in eine saubere Flasche füllen und kühl aufbewahren.

Etwas Sirup in ein Glas geben und mit heissem oder kaltem Wasser auffüllen. Durstlöschend im Sommer... wärmend im Winter.....
_________________________________________________________________________________________________________

Früher wurden gelegentlich Butter, Fisch und Fleisch in Brennnesselblätter gewickelt, um sie länger frisch zu halten. Anscheinend verhindern die Wirkstoffe der Brennnessel die Vermehrung bestimmter Bakterien. Brennnesselblätter in Milch gelegt sollen sogar diese länger frisch halten. (ich hab es noch nicht ausprobiert ... die Milch ist immer so schnell weg ) :mrgreen:

Lieben Gruß von
Helga
Saurier61
 

Beitragvon Saurier61 » 02.03.2012, 16:02

Hallöle,
was wirklich jeder kennt sind wohl Brombeeren... wahrscheinlich wissen auch Einige genau, wo man die finden kann.
Die kann man nicht nur einfach so essen oder Marmelade davon machen...

Brombeerenauflauf

ca 6 Tassen Brombeeren sammeln, waschen, mit 2-3 Eßlöffeln Zucker und 2 Eßlöffeln Wasser für 10min leicht köcheln.

10 gehäufte Eßl. Mehl 1 Backpulver, 2-3Eßl Zucker, 1 Vanillinzucker, 1 Prise Salz, 2-3 Eier mit soviel Milch verrühren dass ein Teig entsteht, der etwas flüssiger als Rührteig ist.

1/2 Teig in eine Form, dann die Brombeeren darauf, dann den restlichen Teig .
Bei 175° im Backofen ca 1 Stunde.
Kann man auch mit anderem Obst backen.

Wahrscheinlich habt ihr dann mehr Brombeeren gesammelt als ihr auf einmal verwenden könnt. 8)

Nach dem Waschen und Aussortieren nebeneinander auf ein Backblech geben und so 1 Nacht im Tiefkühler vorfrieren.
Dann in Tüten füllen und wieder in den TK.
So kann man auch kleine Mengen einzeln entnehmen. z.B. für

schnelles Brombeereis....
Ganz schnelles Brombeereis... geht auch mit Himbeeren, Erdbeeren...

200ml Sahne in einen 1L Messbecher geben. 3-6 Eßl. Zucker dazu, etwas Vanillezucker und mit dem Pürrierstab halbfest aufschlagen.
Dann nach und nach ca 600g gefrorene Brombeeren dazugeben und mit dem Pürrierstab ganz fein pürrieren. Dabei wird aus dem Ganzen ein zart schmelzendes Eis.

50 bis 100g Brombeeren und Milch statt Sahne ergeben einen eiskalten Milchshake.

Lieben Gruß von
Helga
Saurier61
 

Beitragvon Saurier61 » 02.03.2012, 16:07

Hallöle,

Nicht nur die heilkräftigen Samen der Nachtkerze sind wichtig, auch die Wurzel... denn diese ist essbar.
Die Blüten sind auch essbar....
Aus den Samen wird normalerweise ein Öl gewonnen das innerlich angewendet bei Hautirritationen wie z.B. Neurodermitis Linderung verschafft.

Ein altes Sprichwort behauptetet, dass ein Pfund der Nachtkerzenwurzel so viel Kraft gebe wie ein Zentner Ochsenfleisch.

Die Nachtkerze wurde früher in Gärten als Gemüse angebaut.

Hier haben wir nicht nur ein besonders wichtiges Nahrungsmittel, sondern gleichzeitig auch noch ein Heilmittel.

Gekocht wird die Nachtkerzenwurzel wie Pastinaken oder Schwarzwurzeln in (Fleisch-)Brühe,...allerdings wird sie rot wenn sie gekocht wird :oops:
Man kann sie mit Sauce Hollandaise servieren oder mit anderem Gemüse als Eintopf nutzen, oder man schneidet sie gekocht in dünne Scheiben und gibt eine Salatsoße darüber.

Geerntet wird die Nachtkerzenwurzel im Herbst des ersten Jahres. Da sie im ersten Jahr noch keine Blüten hat sollte man wissen wie die Blattrosette der Nachkerze aussieht, denn ohne die hochstehenden Blüten übersieht man sie schnell.
Als Anhaltspunkt kann man aber gut die blühenden/verblühten Nachtkerzen nehmen, denn wo Blühende wachsen sind Einjährige nicht fern.

lieben Gruß von
Helga
Saurier61
 

Beitragvon Saurier61 » 03.03.2012, 16:13

Hallöle,
mal zu unseren Trockenvorräten im Vorrat.

Getrocknetes Gemüse wird eine Nacht in Wasser eingeweicht dann mit dem Einweichwasser gekocht. Ausgenommen Bohnen hier wird das Einweichwasser abgegossen und frisches Wasser genommen.

Getrocknete Pilze sollte man mahlen... dafür müssen sie aber knüppeltrocken sein. Warum mahlen? je feiner die Pilze zerkleinert sind um so mehr Geschmack geben sie. Dann reicht 1 Teelöffel für eine kräftige Pilzsauce...
Saucen

Für eine Pilzsauce ohne Fleisch und Tüten oder Tubenkram

nimmt man 1-2 Eßl eingeweichtes Suppen-Gemüse, ein oder 2 kleingeschnittene Zwiebeln. Mit etwas Fett anrösten dann mit Wasser ablöschen, noch mal einreduzieren, bis es wieder bruzzelt, dann noch mal mit wenig Wasser ablöschen....
wiederholen bis alles eine schöne braune Farbe angenommen hat.....1/2 l Wasser
1 Teel Pilzpulver und etwas Salz zugeben aufkochen..Wenn man hat und mag kann man auch noch eine Dose Pilze (abgetropft) in die Sauce geben.. 1-2 Teel Mehl/Stärke mit wenig Wasser anrühren, dann unter rühren in die Sauce geben. Mit Pfeffer, Paprikapulver abschmecken..Die Sauce sollte noch ca 1-2 Min köcheln, damit sie nicht nach Mehlpampe schmeckt. und mit Kartoffeln, Reis oder Nudeln servieren.

Eine Senfsoße wird genauso hergestellt nur statt Pilzpulver 2-3 Eßlöffel Senf mit dem Wasser verrühren.

Gekochte Eier und Kartoffeln/Reis passen zu der Senfsauce... auch frisch gebratener/gedünsteter Barsch oder Karpfen....

Will man eine glatte Sauce ohne Stückchen gibt man die sie vorm andicken durch ein Haarsieb, das weiche Gemüse dann durch rühren mit einem Löffel durch das Haarsieb passieren.


Für Zwiebelsauce gibt man dann in Scheiben geschnittene Zwiebeln zu, je nach Größe so 6-7

Den Teil im ersten Rezept (fett) kann man für jede dunkle Sauce verwenden wenn man kein Fleisch hat.

Kondensmilch oder etwas Milchpulver zugeben und man hat eine "Rahmsauce"...

Die Sauce ist euch zu fad, weil ihr Tütensaucen gewohnt seid... einfach noch mit etwas Gemüsebrühe abschmecken.

Lieben Gruß von
Helga
Saurier61
 

Beitragvon Andiamos » 15.05.2012, 16:55

Hallo zusammen,
vor ein paar Tagen habe ich überlegt, wie man in Krisenzeiten z. B. Eintöpfe ohne Suppengrün kochen kann, da dies ja nicht kontinuierlich vorhanden sein könnte. Dabei fiel mir dann wieder die Gewürzmischung ein, die meine Eltern früher 1 x im Jahr in einer großen Wanne zusammenmischten und in Schraubgläser abfüllten. So hatten sie ständig einen guten Vorrat und mußten nicht jedes Mal anfangen, zu schnippeln.
Leider war das Rezept nicht überliefert (damals hat sich keiner von uns Kindern dafür interessiert) und so dachte ich, dass es verloren war. Bis ich es im letzten Jahr in einem kleinen Buch fand, welches von den Frauen unserer Gemeinde in den 80er-Jahren herausgegeben wurde.

Würzmischung für viele Gerichte
Man nehme:
Zu gleichen Teilen (etwa je 1/2 Pfund) Möhren, Zwiebeln, Sellerie, Porree, grüne Petersilie und grüner Sellerie (ich nehme an Bleichsellerie ist gemeint)
Alles durch einen Fleischwolf drehen oder sonstwie fein zerkleinern.
1 - 2 Eßl. Salz untermischen und in kleine Schraubgläser füllen. Die Menge kann natürlich vervielfältigt werden.
Diese Mischung hält sich sehr lange und kann verwendet werden für:
Eintöpfe, Braten, Kartoffelsalat, Frikadellen usw. Ich könnte mir auch vorstellen, dass sie eine ganz passable, gesunde Brühe abgeben würde.

Leider hat meine Mutter im Laufe der Zeit die Würzmischung wirklich an alles Mögliche gegeben, so dass irgendwann alles gleich schmeckte. :cry: Den Fehler sollte man also nicht machen.

LG
Angelika
Andiamos
 

Beitragvon Andiamos » 15.05.2012, 17:00

Im gleichen Kochbuch habe ich zufällig auch folgendes Rezept entdeckt:

Kriegsrezept oder Arme-Leute-Kuchen
500 g Mehl
200 g Pflaumenmus
150 g Zucker
1 Ei
1/8 l Wasser
1/8 l Kaffee
1 Vanillezucker
1/2 Teel. Zimt
abgeriebene Zitronenschale
2 P. Backpulver
gut miteinander vermischen und in guter Hitze ca. 40 Min. backen.
Wobei ich vermute, dass das Rezept schon ein bißchen modernisiert ist. Ich glaube nicht, dass in Kriegszeiten Zitronen und Vanilliezucker zur Verfügung standen.

LG
Angelika
Andiamos
 

Beitragvon Leggastehniger » 16.05.2012, 09:44

Andiamos hat geschrieben:Wobei ich vermute, dass das Rezept schon ein bißchen modernisiert ist. Ich glaube nicht, dass in Kriegszeiten Zitronen und Vanilliezucker zur Verfügung standen.

LG
Angelika


Ja,in Nachdrucken,Neuauflagen etc. fällt mir das auch immer wieder störend auf.
Wahrscheinlich sind's Rezepte der Siegermächte :twisted: .
Im Netz gibts aber viele Heimatberichte aus der Kriegs- und Nachkriegszeit.Zeitzeugen,Ortschroniken usw.,da wird man auch fündig und man bekommt auf diesem Wege auch eine Vorstellung wie das Leben dann so abläuft.......kann nicht schaden sich darauf einzustellen.
Bäuerliches Gerät,Küchen- und Hausratsartikel sammle ich aus diesem Grunde...und kann auch damit umgehen.
Rezepte koche ich fast alle nach und stelle mich gärtnerisch auf die ursprüngliche bäuerliche Selbstversorgung ein.Also nix mit Kiwi,Lollo rosso etc.......Pastinaken,anderes Rübenzeugs,Getreide für Grütze,alte Gemüsesorten
und hierauf aufbauend meine Kochrezepte.

LG
Leggastehniger
 

Beitragvon Karin » 16.05.2012, 12:38

Ich lese immer mal wieder von Grütze. Das einzige was ich schon gehört habe ist Hafergrütze.
Macht man die aus Haferflocken? aber das wäre ja dann ein Haferbrei.

Aus was macht man Grütze und wie macht man die und was gibt es dazu?
Ist sie süß oder herzhaft?

Meine Getreidevorräte beschränken sich bisher auf Weizen, Roggen, Dinkel und Grünkern.
Was wäre noch sinnvoll? Abwechslung ist nicht schlecht.

Ach ja, Grieß hart und weich habe ich auch noch.

Grüßle Karin
Karin
 

Beitragvon Saurier61 » 16.05.2012, 13:32

Hallöle Karin,

Grütze ist grob geschnittenes Getreide.... z.B. für Grützwurst, oder mit roten Früchten (rote Grütze genannt)
Heute nimmt man eher Stärke oder Sago und rote Früchte... Es gibt auch rote Grütze aus Hartweizengrieß und Fruchtsaft....

Hartweizen ist feingemahlen... für Nudeln oder Grießklößchen
Weichweizen ist auch fein gemahlen.. für Dessert, Kuchen, Babynahrung

Übrigens kann man Getreide auch als Suppeneinlage verwenden... Körner 24 Stunden vorher einweichen ....

Lieben Gruß von
Helga
Saurier61
 

Beitragvon Lichtlein » 16.05.2012, 13:59

Hallo,

melde mich mal wieder mit einem rumänischen Rezept, einfach, billig und gut. Der Name spielt keine Rolle, es geht um weiße Bohnen aus der Dose.

Man nehme: 2 kleine oder 1 große Dose(n) weiße Bohnen
1 mittlere Zwiebel
2-3 Lorbeerblätter
Paprikapulver
Tomatenmark ( 1 EL )
Die Bohnen in ein Sieb geben und die Flüssigkeit auffangen.

Die Zwiebel klein schneiden und in etwas Öl anrösten, den Saft aus der Dose darüber geben und mit den Lorbeerblätter köcheln lassen bis die Zwiebel weich ist, dann einfach die Bohnen darüber geben, Paprikapulver und Tomatenmark hinein, abschmecken, wenn nötig ein wenig Salz und Pfeffer und schon ist ein gutes Mittagessen fertig.

Lieben Gruß

Lichtlein
Lichtlein
 

Beitragvon Saurier61 » 16.05.2012, 14:15

Hallöle,

ok, dann hab ich noch ein Billigrezept mit grünen Bohnen :lol:

Kartoffeln in Würfel schneiden und in Gemüsebrühe fast gar kochen, 2 Zwiebeln kleingeschnitten und grüne Bohnen aus Dose oder Glas, egal ob Brech oder Schnittbohnen, mit der Flüssigkeit dazugeben... noch 10 Min köcheln, mit Pfeffer abschmecken.
Man kann auch noch Schinken oder Salamireste dazugeben...


Lieben Gruß von
Helga
Saurier61
 

Beitragvon Karin » 16.05.2012, 15:07

Ja, die Grütze aus Früchten kenne ich natürlich auch.

Aber ich dachte, dass man aus Getreide Grütze herstellen könnte. Das Getreide muß man dann wohl bereits als Grütze zerkleinert kaufen und kann sie nicht in der Getreidemühle herstellen?

Und Grütze ist dann wohl nichts anderes als ein grober Getreidebrei ?!

Ist immer etwas schwierig wenn man etwas liest und sich so gar nichts darunter vorstellen kann.

Was ich mit Grieß machen kann weiß ich natürlich denn ich habe nur Vorräte deren Verwendung ich kenne und kann und vor allem auch mag.

Grüßle Karin
Karin
 

Beitragvon ofen » 16.05.2012, 19:22

Hallo zusammen,

Zitronenschale für die Krise jetzt schon herstellen.
Zitronen (ich nehme ungespritzte) gut waschen und auf der Reibe die Schale ganz fein abreiben.
Die Zitronenschalen mit Zucker mischen und dann ganz fest in Schraubgläser stopfen.
Je besser gestopft, desto weniger Luft ist drin. Hält bei mir jetzt schon ca. 1 1/2 Jahre im Kühlschrank, trotz regelmäßiger
Entnahme (sauberer Löffel!!!!!!!!).
Die Zuckermenge kann ich leider nicht genau angeben, mache ich immer nach Gefühl. Auf jedenfall mengengleich wie die
Zitronenschale oder etwas mehr.
Geht auch gut Blutorangenschale, für den Glühwein.

Liebe Grüße Ofen
ofen
 

Beitragvon venta » 17.05.2012, 17:14

Hallo,
wenn ihr günstig an größere Mengen Butter kommt, dann macht daraus Butterschmalz ( Ghee), hält sich sehr lange ungekühlt, und man kann es zum Braten hoch erhitzen.
Notfalls schmeckt es auch auf Brot.
Habe erst aus 10 Pckg. Butter welches hergestellt, war runtergesetzt wegen Ablauf Mindesthaltbarkeitsdatum.

LG Venta
venta
 

Beitragvon Saurier61 » 17.05.2012, 17:33

Hallöle,

Fette für Selbermacher.... Links sind nur für registrierte User sichtbar.

Lieben Gruß von
Helga
Saurier61
 

Beitragvon venta » 17.05.2012, 18:07

Hallo Helga,
oh, super Thread, hab ich gar nicht gesehen .

Noch eine andere Frage, hast du Erfahrung in konservieren von Weinblättern?
Meine Weinstöcke treiben aus, bald kann ich ernten. Würde sie ungern einfrieren, mir schwebt so was vor wie in Salzlake einwecken. Nur bei der Einwecktemperatur und Zeit bin ich unsicher.

Lg
Venta
venta
 

Beitragvon Saurier61 » 17.05.2012, 19:16

Hallöle Venta,

ups... da muss ich passen... Weinblätter hab ich noch nie verwendet. Aber hier gibt es ein Rezept (von Rosensammlerin) Links sind nur für registrierte User sichtbar. also wenn ich Weinblätter einlegen wollte, würde ich das wahrscheinlich auch ausprobieren... aber ich mag keine Weinblätter :mrgreen:

Lieben Gruß von
Helga
Saurier61
 

Beitragvon Lichtlein » 17.05.2012, 20:17

Hallo,

hier noch eine billige Weißkohlsuppe und eingeweckte grüne, unreife, Tomaten.

Grüne Tomaten (rumänisches Rezept)

Wenn es im Herbst nicht lange genug warm war und die letzten Tomaten nicht ausreifen konnten, wurden die grünen Tomaten nach folgendem Rezept eingeweckt.

Grüne Tomaten in Gläser legen, dazwischen werden gewaschene Sellerieblätter, einige Knoblauchzehen, Meerrettichwurzelscheiben und Dill gegeben. Die Gewürze kann man Geschmack verwenden. Wer möchte und hatte, legte auch Selleriestückchen und Karottenscheiben zwischen die Tomaten.
Dann wird die Brühe bereitet: Auf ein Liter Wasser wird 1 Esslöffel Salz, 1 gestrichenes Teelöffelchen Zucker, einige Pfefferkörner und 2 Esslöffel Essig gegeben.
Diese Brühe wird solange gekocht, bis das Salz sich aufgelöst hat, dann wird sie in die Gläser geschüttet (etwas abkühlen lassen, damit die Tomaten nicht platzen). Nun werden die Gläser verschlossen und müssen mindestens 4 - 6 Wochen stehen.

Weinsteinkraut (Eine Art Weißkrautsuppe)

Eine gehackte Zwiebel in Öl anbraten, ein gewaschenes, zerkleinertes Weißkraut, hinzufügen und Paprikapulver nach Geschmack.
Die Weißkrautteile sollten nicht kleiner wie 5 x 5 cm sein, da sie sonst zu stark zerkochen.
Nun bedeckt man das Kraut mit heißem Wasser und fügt Gemüse- oder Fleischbrühe, Salz, Pfeffer + eine Prise Zucker hinzu.
Besonders schmackhaft wird diese Suppe durch Hinzufügen von etwas Räucherfleisch oder geräucherter Wurst. Aber auch ein Stück Fleisch oder sogar eine Speckschwarte macht die Suppe schmackhafter.
Auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis das Kraut weich ist.
Im Schnellkochtopf geht es sehr schnell.
Dann wird 1 Esslöffel Mehl mit 100ml kalter Milch oder einem Becher saurer Sahne, glatt verrührt und durch ständiges Rühren (damit keine Klumpen entstehen) langsam zu dem Kraut gegeben. Das ganze sollte nun noch einmal aufkochen.
Vor dem Essen schmeckt man die Suppe mit etwas Essig, Schmand, ev. Salz und Pfeffer ab.

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend

Lichtlein
Lichtlein
 

 


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