Hallo Nachdenklicher,
auch ich bin immer wieder hin- und hergerissen, ob ich jetzt mit aller Kraft und ohne rechts und links zu gucken, meine Vorsorgemaßnahmen vorantreiben soll, und der Neugier, zu verfolgen, was politischerseits abgeht.
Ich denke, beides ist wichtig. Ohne die aktuelle Situation zu verfolgen, kann ich kein gutes Gefühl für die Eiligkeit von Vorsorgemaßnahmen bekommen, bzw. deren Notwendigkeit überhaupt erst sehen. Ich finde es auch wichtig zu wissen, was "die da oben" so treiben und planen, abzuschätzen wohin die Reise gehen könnte und sich somit auch mental auf unruhige Zeiten vorzubereiten. Abgesehen davon, finde ich es auch ungemein spannend.
Der Ausdruck "Schlafschafe" kommt nicht von ungefähr. Damit ist in erster Linie das politische Desinteresse der Bevölkerung gemeint. Nun, ich möchte nicht zu den Schlafschafen gehören und sehe es auch als meine Bürgerpflicht an, meine Mitmenschen, so weit es diese wissen wollen, aufmerksam zu machen. Aber Schlafschafe beziehe ich auch auf all die Leute, die vertrauensselig und blind an den Weiterbestand unseres bisherigen Finanz- und Wirtschaftssystems glauben, bzw. garnicht auf die Idee kommen, dass es irgendwann mal anders sein könnte.
Kurz und gut: Ich denke, Vorsorge ist ohne politisches Interesse nicht denkbar. Wie intensiv dieses ist, ist eine andere Frage. Je nach Neigung.
Ob "die da oben" nun einen festen Plan verfolgen, kann ich schlecht abschätzen. Ich vermute es, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass sie ihre politische Existenz dem Zufall überlassen und blind agieren. Nach außen hin ist tatsächlich kühle Ruhe zu sehen, aber hinter den Kulissen brodelt es wohl ganz gewaltig. Sie müssen einen ziemlichen Stress damit haben, alles so zu lenken, wie es für sie selbst am besten ist. Das sieht man schon alleine daran, dass Merkel permanent auf Achse ist.
Apropos Merkel, den Geburtstagsbrief in der Welt fand ich supergut. Höflich und doch auf den Punkt gebracht, wurde ihre Politik als verlogen und dem deutschen Volk nicht dienlich entlarvt. Kurz und knapp. Klasse!
Nützen wird es allerdings wohl auch nichts. Es ist schon bemerkenswert, wie sie sich beharrlich weigert, das Volk über die Situation und ihre Ziele aufzuklären. Leider produziert sie damit genau das, was sie beabsichtigt: Schlafschafe.
Ich denke, wir müssen uns auf einen ganz heißen Herbst einstellen. September/Oktober/November sind die entscheidenden Monate. Spätestens nach der US-Wahl im November werden die Weichen neu gestellt. Falls Obama diese wieder gewinnt, kann er zu Anfang seiner Wahlperiode den Euro beruhigt über die Wupper gehen lassen und falls Romney diese gewinnt, wird er es sowieso tun und alles Obama in die Schuhe schieben. Leider wird der Dollar mitgerissen werden. Aber wer weiß, was sie schon an Plänen in der Hinterhand haben, um sich anschließend umso besser neu aufzustellen. Notfalls mit militärischer Stärke.
DerNachdenkliche hat geschrieben:- alle Maßnahmen verpuffen nahezu wirkungslos -
Ich glaube, genau das ist beabsichtigt. Hier wird nach außen hin alles mögliche veranstaltet, um die Währungen angeblich zu retten, aber es ist alles nur ein Versuch, Zeit zu gewinnen, bis alles für einen Neustart aufgestellt ist.
Bezüglich der Eurorettung kann ich einfach nicht sehen, dass Politiker und Banker tatsächlich so naiv sind, die bisherigen Maßnahmen als effektiv anzusehen. Da wird ganz kontrolliert alles an die Wand gefahren, damit die neuen Ziele durchgesetzt werden können und vorher noch schnell das Volksvermögen abgezogen werden kann.
Tolle Aussichten!
LG
Angelika