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Wie richtig einwecken?

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Re: Wie richtig einwecken?

Beitragvon freiflieger » 12.04.2013, 19:34

Hey, liebe Baumfrau,

aha, aha.
Das ist gut mit der Rechnung, so habe ich nicht gedacht...jedenfalls viel zu kurz... :?
Ich dachte auch nicht dran, dass in dem "Töpfchen" so viele Gläser Platz finden...also nochmal Asche auf mein Haupt: :oops:
Mir ist noch ganz viel unklar, schätze, ich muss mich hier mal durch die acht Seiten durchkämpfen.

Bin jetzt ernsthaft mit den Bestellungen beschäftigt, endlich.
Kannst Du mir Deinen Automaten empfehlen und wie heißt er ?

Danke nochmals

vg, ff
freiflieger
 

Beitragvon Baumfrau » 12.04.2013, 20:07

Hab diesen ganz normalen Weck-Einkochautomaten mit Zeitschaltuhr. Kostet insgesamt rd. 140 € - also ziemlich teuer (Edelstahlversion) Aus Emaille ca. 90 €. Mir war Zeitschaltuhr wichtig, damit ich nicht so aufpassen muss und gebunden bin. So arbeite ich nebenher irgendwas anderes & die Zeitschaltuhr passt auf, dass alles richtig läuft.

Wenn man "aufpassen" kann und vor Ort ist, ist es auch ohne Zeitschaltuhr bzw. der alte Einwecktopf mit Thermometer ok. Aber ich weiß, wie das bei mir läuft: Da klingelt das Telefon oder die Türklingel, da muss ich ganz schnell noch was am PC machen - und schon hab' ich nicht mehr im Blick, wann die Einkochtemperatur erreicht war, bzw. wann ich Gas runterdrehen kann.

Viel Erfolg & liebe Grüße
Regina
Baumfrau
 

Beitragvon Andiamos » 12.04.2013, 20:57

Hallo freiflieger,
klar, kostet das Einkochen ein bißchen Strom. Aber ich finde, das hält sich doch noch in Grenzen. Ich weiß jetzt auch nicht genau, wieviel Strom in 120 Min. verbraucht werden. Habe ich auch nie darüber nachgedacht. Viel wichtiger finde ich, dass Eingekochtes sehr lange haltbar und bei Anbruch sofort verfügbar ist, also kein Auftauen nötig. Überlege mal, wieviel Strom du über 3-5 Jahre per Kühletruhe/-schrank verbrauchst. Da relativiert sich das sofort wieder. Abgesehen davon, dass du es tiefgekühlt nicht so lange aufbewahren kannst.
Die Rechnung von Baumfrau stimmt nur zum Teil. Von den 1/2-Liter-Gläsern würdest du sogar 21 Stück reinbekommen (3 Lagen), von den 3/4-Liter-Gläsern oder 1-Liter-Gläsern aber nur 1 Lage, also 7 Stück. Oder du kombinierst kleine und größere Gläser, dann wieder 14 Stück. Aber wie gesagt, ich finde das zweitrangig. Entscheidend ist für mich die sehr lange Haltbarkeit und die jetzt noch "relativ günstige" Verfügbarkeit von Strom, aber auch von Einkochgut. Wer weiß, wann sich das mal ändern wird. Kann schneller gehen, als wir denken.

Eher wichtiger finde ich die Zeit, die dafür draufgeht. Das kann dann schon ein nachmittagfüllendes Programm sein. Aufpassen muss man auch trotz Automatik und zur Stelle sein, sobald die Kochzeit abgelaufen ist. Ich halte mich strikt an die Einkochzeiten, die im WeckBuch angegeben sind. Sie werden ihren Grund haben, um auch wirklich alle Viecher sicher abzutöten und zu sterilisieren. Das hat Weck lange erprobt und ich gehe nicht davon aus, dass sie einen geheimen Vertrag mit der Stromindustrie haben. :mrgreen: Gerade bei Fleisch will ich kein Risiko eingehen.

Ich hab den hier und bin gut zufrieden damit:
Weck WAT 15 (auch für ca. 80 Euro im letzten Jahr gekauft)
Links sind nur für registrierte User sichtbar.

LG
Angelika
Andiamos
 

Beitragvon Baumfrau » 12.04.2013, 21:36

Liebe Angelika,
Sie haben Recht: Ich mische meistens die Gläsergrössen - 1 Lage 3/4 l (2 Personen) und 1 Lage 1/2 l (1 Person) - und in der Mischkalulation kommt es so auf cirka in etwa 10 cent pro Glas -:)))
Einen schönen Abend wünscht
Regina
Baumfrau
 

Beitragvon freiflieger » 12.04.2013, 22:15

Herzlichen Dank Euch beiden, hilft mir sehr weiter.
Die Kombinationen von unterschiedlichen Größen sind sehr gut, wußte nicht, dass das auch geht.

Danke nochmals !
ff
freiflieger
 

Beitragvon maroni » 12.04.2013, 22:26

3/4l und 1l passen bei mir schon übereinander rein. Also 2 Lagen =14 Gläser.Ich mach auch immer den Topf voll.Allerdings kann ich ihn auch auf den Holzofen stellen.
maroni
 

Beitragvon Andiamos » 13.04.2013, 07:16

Hallo liebe Baumfrau,
sag doch einfach "du" zu uns. :D
Ist so üblich in Foren.

LG
Angelika
Andiamos
 

Beitragvon freiflieger » 13.04.2013, 19:32

Jaja, anstatt Survivaltraining zu machen, denke ich über's Wecken nach....schlimm, schlimm :mrgreen:

Hallo Weckerinnen, noch ne Frage. Beim Einkochautomaten brauche ich mich um gar nichts zu kümmern ? Also, die Temperatur hält dat Dingens auch von alleine ?

Maroni:
Du machst das ja mit einem Thermometer; ich denke, man muss halt schauen, bis die Einkochtemperatur erreicht ist - und ab da stellt man die Zeitschaltuhr ein, richtig ? Und wahrscheinlich muss man ab und zu etwas nachregeln (Gasflamme), damit die Temperatur nicht fällt o. steigt, richtig ? Musst also schon in der Nähe bleiben ?

Ist der Ruf erst ruiniert, fragt es sich ganz ungeniert.... :lol:

merci,
ff
freiflieger
 

Beitragvon Andiamos » 13.04.2013, 21:06

Hallo freiflieger,
freiflieger hat geschrieben:Beim Einkochautomaten brauche ich mich um gar nichts zu kümmern ? Also, die Temperatur hält dat Dingens auch von alleine ?

Ja, wenn es ein Temperaturautomat ist. Noch besser finde ich meinen, ein Zeit- und Temperaturautomat. Du stellst die Temperatur ein, stellst die Zeit ein und schon kanns losgehen. Wenn der Automat die eingestellte Temperatur erreicht hat, beginnt die Zeitschaltuhr im Automat zu laufen. Dann kannst du die Temperatur etwas runterregeln, damit er nicht permanent kocht, sondern im Takt von ca. 5-10 Min. immer wieder an- und ausschaltet. Das spart Strom und sorgt dafür, dass nicht allzu viel Wasser verdampft und die Gläser nicht trocken fallen. Das wäre großer Fehler! Das muss man bei jedem Gerät austüfteln. Ab dem Zeitpunkt macht der Automat alles alleine und schaltet nach der gewünschten Zeit ab. Dann sollte man allerdings die Gläser zügig rausholen, damit sie nicht noch lange nachkochen, und unter einem Tuch langsam abkühlen lassen. Jetzt erst entsteht das Vakuum. Wenn die Gläser kalt sind, kann man die Klammern abnehmen und gucken, wieviele Gläser noch offen sind. :mrgreen:
Quatsch - wenn man sorgfältig arbeitet, sind offene Gläser die Ausnahme. In der heutigen Zeit kann man den Inhalt offener Gläser auch gut noch einfrieren oder sofort verbrauchen. Evtl. auch nochmal einkochen. Deswegen finde ich es auch so wichtig, heute schon zu üben, damit man dann, wenns drauf ankommt, schon über Erfahrungen verfügt. Einkochen ist zwar keine Wissenschaft, aber ein bißchen Tüfteln und Üben erfordert es schon. Fehlschläge sind leider auch drin. Das gehört dazu.

LG
Angelika
Andiamos
 

Beitragvon freiflieger » 13.04.2013, 21:38

Danke, Angelika.

ff

(Ich kann Dich schon beschäftigen, was ?! :lol: )
freiflieger
 

Beitragvon Sunnyboy12 » 03.09.2013, 17:59

Hallo Zusammen,

bin neu hier, das heißt eigentl. nicht, denn ich lese Eure Beiträge schon länger mit Begeisterung.
Habe auch vor 4 Wochen das Einkochen angefangen. Ich benutze Twist Off Gläser und koche in einem herkömmlichen Edelstahltopf nach den Anleitungen im Forum ein.
Bisher hatte ich nur gute Ergebnisse ( Marmelade, Tomatensoße, Gulasch, Suppe, Chilisoße).
Meine Frage ist nun Folgende: Also wenn der Inhalt im Glas verdorben ist, dann wölbt sich der Deckel und es ist evtl. auch Schimmel auf dem Inhalt. Gehe ich dann richtig in der Annahme, dass der Inhalt, solange der Deckel nicht gewölbt ist, noch genießbar ist?

Danke für Eure Hilfe :)
Sunnyboy12
 

Beitragvon Pleitegeier » 03.09.2013, 19:21

Hallo Sonnyboy!
Man kann vieles annehmen!

Ich persönlich würde wenn äußerlich nicht sichtbar ist ob verdorben erst mal daran riechen was oft schon ein Ergebnis bringt!

Ist auch diese Prüfung unauffällig und Du machst den Inhalt warm kann sich auch noch ein unangenehmer Geruch einstellen.
Auch die Farbgebung kann hilfreich sein.

LG
Pleitegeier
Pleitegeier
 

Beitragvon Preppy » 05.09.2013, 02:34

Hei Sonnyboy,

beim Oeffnen der Glaeser solltest Du das klassische Pffftttt hoeren, also wenn die Luft in das Vakuum reinstroemt. Das ist schon mal immer ein guter Indikator, dass alles ok ist.
Laesst sich das Glas ganz einfach oeffnen, dann hast Du wahrscheinlich ein Problem.
Besonders bei Fleisch waere ich da seeeehr vorsichtig.

Preppy
Preppy
 

Beitragvon Sunnyboy12 » 05.09.2013, 08:04

Danke!
Bin mal gespannt wie mein Einweckgut in 1 Jahr schmeckt, freu nich schon!

LG
Sunnyboy
Sunnyboy12
 

Beitragvon Andiamos » 30.11.2013, 08:33

Hallo zusammen,
ich hab´ mal eine Frage an die "alten Einkoch-Hasen". :D
Kann man bereits eingefrorenes Fleisch noch zum Einkochen verwenden?
Ich habe irgendwo im Hinterkopf, dass man das nicht machen soll, weiß aber nicht mehr, woher ich diese Info habe.
Ich habe nämlich 3 Hühner bekommen und diese wegen Zeitmangel zunächst mal eingefroren. Würde sie aber trotzdem gerne noch einkochen.

Wer weiß oder hat Erfahrung damit?

LG
Angelika
Andiamos
 

Beitragvon rheinschaf » 30.11.2013, 08:53

Hallo,
ja, kannst Du machen. Du mußt nur folgendes beachten. Auftauen so schnell wie möglich, sehr gut unter fließendem Wasser waschen, und dann auch fix ein fertiges Gericht daraus zubereiten. Etwaige Keime werden dann abgetötet. Erst dann einkochen. Also "nur" einkochen würde ich nicht tun. Wenn die Hühner privat gehalten und geschlachtet wurden, mußt Du dem Schenker schon vertrauen, daß er hygienisch gearbeitet hat, vor allem daß Du sie frisch bekommen hast.
Einmachen würde ich prinzipiell nur "ohne" Knochen.

LG Schaf

...das nächste Mal PN, dann gibt's lecker Hähnchenparty :wink: :lol:
rheinschaf
 

Beitragvon Andiamos » 30.11.2013, 09:24

Hallo Schaf,
vielen Dank für deinen Rat.
Natürlich werde ich vorher leckere Suppenhühner zubereiten und möchte dann Fleisch und Brühe einkochen. War mir schon klar. Generell gilt ja bei Fleisch, dass dieses erst eingekocht werden darf, wenn es durchgegart ist.
Der Hühnchen-Geber ist Metzger, hält diese Hühner aber als Privatvergnügen und verkauft in seinem Laden Suppenhuhn im Einkochglas. Dafür lässt er extra einen Koch kommen, der dies für ihn erledigt.
Aber das kann ich ja schließlich selbst. :D

LG
Angelika
Andiamos
 

Beitragvon Kavure´i » 01.12.2013, 00:29

Hola Angelika

wie Schaf schon schrieb, natürlich geht es, eingefrorenes Fleisch zum Einwecken zu verwenden.
All mein Fleisch war vor dem Einkochen bereits eingefroren ( ich kann ja schlecht ein ganze Rind oder ein ganzen Schwein auf einmal einkochen :lol: )
Auch daß man bereits eingefrorenes Fleisch nach dem Auftauen nicht wieder einfrieren darf, ist ein PR-Trick der Industrie.
Was denkt ihr denn ? Daß das Rind- oder Schweinefleisch, das ihr im Super kauft frisch vom Schlachter kommt ?
Das war zuvor oft viele Jahre lang eingefroren, vor allem das Rindfleisch.

Ich weiß allerdings ganz sicher, daß mein Fleisch nur einmal kurz eingefroren war, bevor ich es wieder auftaute.
Und daß es vorher ganz frisch war.

In einem anderen Forum schrieb eine Frau ( aus De ), daß ihr Mann die Tür vom Gefrierschrank nicht richtig zugemacht hatte, die stand so ca 5 Stunden lang einen Spalt weit offen. Einige Pakete waren leicht angetaut.
Sie hat den kompletten Inhalt "sofort in die Tonne gekloppt" , keiner konnte sie umstimmen, sie hatte auch mal gehört, daß man angetaute Lebensmittel nicht wieder einfrieren dürfe, die wären dann verdorben und gesundheitsschädlich.
Menno, da müßte ich jede Woche die Inhalte meiner Gefrierschränke wegwerfen, wenn mal wieder einige Stunden Stromausfall war :roll:

Saludos, Kavure´i
Kavure´i
 

Beitragvon Andiamos » 01.12.2013, 07:25

Hola Kavure,
ich weiß leider nicht mehr, woher ich diese Info habe. Ich glaube, es war sogar von Fa. Weck selbst. Aber ich kann mir vorstellen, dass sie eher damit erreichen wollen, dass das Fleisch nicht vorher jahrelang in der Truhe lag, bevor es eingekocht wird. Besser wird es durch langes Einfrieren ja nicht.

Auch dir Danke!

Kavure´i hat geschrieben:Was denkt ihr denn ? Daß das Rind- oder Schweinefleisch, das ihr im Super kauft frisch vom Schlachter kommt ?
Das war zuvor oft viele Jahre lang eingefroren, vor allem das Rindfleisch.

Also hier in DE muss vorher bereits gefrorenes Fleisch gekennzeichnet sein. Da steht dann "Gefroren - getaut" dran. Aber ob das immer so gemacht wird? Keine Ahnung. Verlassen würde ich mich nicht drauf.

Kavure´i hat geschrieben:Einige Pakete waren leicht angetaut. Sie hat den kompletten Inhalt "sofort in die Tonne gekloppt"

Die gute Frau kann aber nicht wirklich denken. Oder ißt sie die Sachen aus der Truhe gewöhnlich gefroren? :mrgreen:

LG
Angelika
Andiamos
 

Beitragvon Saurier61 » 01.12.2013, 17:39

Hallöle,

Eingefrorenes kann man durchaus einkochen...
und angetautes oder komplett aufgetautes kann man auch wieder einfrieren... hier leidet nur ein wenig die Qualität...also Vitaminverlust , geschmackliche Einbußen......

in einer Sendung ich weiß nicht mehr wo, ich glaub es Galileo...selbst Gehacktes, mehrmals aufgetaut und wieder eingeforen hatte eine kaum erhöhte Keimzahl... einfach nur darauf achten, dass diese Lebensmittel dann vollständig durchgegart werden...

Lieben Gruß von
Helga
Saurier61
 

Beitragvon Kavure´i » 02.12.2013, 18:53

Angelika

ich denke manchmal, manche Leute haben einfach zu viel Geld. Nur so kann ich mir erklären, daß jemand nur leicht angetaute Lebensmittel einfach wegwirft.
Und Hunger hatte so jemand sicherlich auch noch nie, sonst würde sie den Wert von Lebensmitteln höher schätzen.

Aber ich befürchte, daß da die Propaganda der Hersteller und Verkäufer einfach schon viel zu gut wirkt.
Es gibt sogar Leute, die werfen DOSEN weg, weil das MHD um EINEN TAG überschritten ist.

Ich vermute mal, auch solche Leute werden ganz schnell ihre Meinung ändern, sollten die Zeiten schlechter werden :mrgreen:

Ich esse Fleisch nur gut durchgegart. Medium oder roh gibts bei mir nicht.
Ebenfalls werden die Spiegeleier grundsätzlich auf beiden Seiten gebacken, alles andere ist mir viel zu gefährlich.

Saludos, Kavure´i
Kavure´i
 

Beitragvon Andiamos » 02.12.2013, 20:34

Interessant ist ja auch, wie die Leute "Mindestens haltbar bis....." interpretieren. In den meisten Köpfen hat sich irgendwie festgesetzt "haltbar bis.....". Das "Mindestens" wird schlicht unterschlagen.

Ich weiß z. B. von GB, dass dort drauf steht "Best before......" Das halte ich für wesentlich sinnvoller. Aber damit lässt sich halt nicht so gut Geld verdienen.

LG
Angelika
Andiamos
 

Beitragvon Preppy » 02.12.2013, 20:41

Hi,

ich hatte beef stew eingekocht, mit frischem und eingefrorenem Fleisch, ich kann da keinen Unterschied im Geschmack entdecken.
Ich kaufe Fleisch immer im Angebot, friere es ein, und wenn mein Kuehlfach zu voll wird, mache ich eine Einkochaktion.

Preppy
Preppy
 

Beitragvon Gärtnerin » 11.01.2014, 21:24

Hallo an alle,

Lese schon seit 14 Tagen im Forum die verschiedensten Themen mit. Im Moment würde ich gerne an saurier61 eine Frage stellen:
Du hast bestimmt ein gutes Rezept für Leberwurst zum Einwecken. Verrätst Du es mir?; :wink:
Bin beeindruckt von deinem Wissen was dieses Gebiet angeht! :)

Viele Grüße
Die Gärtnerin
Gärtnerin
 

Beitragvon Saurier61 » 13.01.2014, 08:02

Hallöle Gärtnerin,



3 Teile Schweinebauch 1 Teil Leber (meine Gewürze...Salz, Pfeffer, etwas Chili, Majoran)
.... sehr fetten Schweinebauch butterweich kochen und dann wolfen.. die rohe Leber .... mit dem Stabmixer ganz fein pürieren, eure Gewürze/Kräuter/Salz zugeben, evt, zum Salz etwas Pökelsalz (wenn die Leberwurst nicht grau sein soll) zugeben.. Zwiebeln und evt. Apfel wird in etwas Kochwasser/Brühe vom Schweinebauch gar gedünstet und dann püriert..evt. auch hier etwas Brühe zugeben... alles vermischen... ist es zu fest... noch etwas Brühe zugeben...bis es die gewünschte streichfähige Konsistenz hat dann in die Gläser geben und einkochen... 1Stunde bei 100°C

Gläser nicht ganz voll machen...Leberwurst dehnt sich aus...

übrigens ... auch etwas Zucker gehört in die Leberwurst... auf ein Kilo ca 1 Teelöffel... schmeckt dann viel würziger...

Damit nichts schief geht...
Grundsätzlich werden die Gläser über Nacht in warmes Wasser gelegt und erst dann ausgekocht...
Abtropfen lassen. nicht abtrocknen.... etwas Restwasser im Glas schadet nicht.... :mrgreen:

Warum?.... auch in der Luft befinden sich Bakterien-/Schimmel-sporen, die sich dann auf/in den Gläsern absetzen können...
Einige Bakterien (z. B. Bacillus) bilden Dauerstadien (Sporen) aus, in denen der komplette Stoffwechsel zum Erliegen kommt. In diesem Zustand können die Bakterien für sie ungünstige – auch extreme – Umweltbedingungen überstehen und mehrere tausend Jahre überdauern.......
diese Sporen sterben deshalb nicht durch kochen ab... sie müssen erst ein paar Stunden vorher mit Wasser aktiviert werden..... erst im aktivierten Zustand sind sie dann wieder hitzeempfindlich...

Man setzt die Gläser immer in kaltem Wasser auf... die Einkochzeit beginnt immer erst, wenn die Einkochtemperatur erreicht wurde... wenn das Einkochgut vorher gekocht wurde und heiss eingefüllt wurde, erst etwas abkühlen lassen, bevor man die Gläser in den Topf stellt.

Wenn man ganz sicher gehen will, kann man die Leberwurstgläser nach 48 Stunden noch mal einkochen... 30 min reichen....

Lieben Gruß von
Helga
Saurier61
 

Beitragvon rheinschaf » 13.01.2014, 09:51

[quote="Saurier61"
.... sehr fetten Schweinebauch butterweich kochen und dann wolfen.. die rohe Leber .... mit dem Stabmixer ganz fein pürieren,
Helga[/quote]

....wenn man's liest klingt das immer voll eklig :lol: , aber ich könnte morden für eine gute Hausmacher Leberwurst :wink:
Ich koche in Dosen ein, nehme kein Pökelsalz weil ich die graue Farbe der Wurst mit Kindheitserinnerungen verknüpfe, gab's bei uns nur so. Zwiebeln, sehr viel, Knobi nach Geschmack.
Mengenangaben brauchts vielleicht noch:
alles auf ein Kilo runtergerechnet
700 g fetter Schweinebauch ohne Schwarte
200 g Schweineleber ohne Gallengänge
100 g mageres Schweinefleisch (meine Variante)

Gewürze
20 g Salz
4 g schwarzer Pfeffer, gemahlen( oder halb/halb mit weißem)
1 g Ingwer, gemahlen
1 g Muskatnuss, gemahlen
3 g Majoran, gerebelt
man kann noch etwas Kardamom, Honig zugeben. Schmeckt auch lecker ist dann aber nicht mehr original Hausmacher. Aber was heißt das schon, regional gibt's eh teils gewaltige Unterschiede.

Kochbrühe
1 Bund Suppengrün
1 Zwiebel
1 Lorbeerblatt
2 Nelken
5 schwarze Pfefferkörner
1 Zwiebel
das ist jetzt nicht auf ein kilo runtergerechnet und sollte auch bei größeren Mengen nicht sehr überschritten werden.Am Besten die Gewürze in einen Teefilter geben, dann müßt ihr nachher nicht suchen.
Die Brühe aufkochen ( Wasser soviel daß das Fleisch gut bedeckt ist) und den Schweinebauch in Scheiben geschnitten 45min köcheln lassen.Das magere Schweinefleisch dazugeben aber nachher separat weiterverarbeiten.

In der Zwischenzeit die Leber mit etwas Salz in der Küchenmaschine auf höchster Stufe pürrieren, Zwiebel in Fett anbraten,gewürfelt.

Dann den fertigen Schweinebauch kleinschneiden und auch in die Küchenmaschine geben, die Leber und anderen Zutaten dazugeben und pürrieren bis alles gut durch ist.Brühe zugeben nicht vergessen....

Das magere Schweinefleisch gebe ich nur grob durch den Fleischwolf und rühre das am Schluß von Hand unter.

Einkochen ist klar, ich bin vorsichtiger und lass die Dosen bei 100 Grad mindestens 120 min kochen. Auch hol ich die Dosen danach raus und werfe sie in eiskaltes Wasser zum abschrecken, damit sich das Fett nicht oben absetzt.

LG Schaf
.....wenn ich so überlege :lol: müßte ich im Keller........
rheinschaf
 

Beitragvon Gärtnerin » 16.01.2014, 16:26

Hallo Helga,
Vielen Dank für die genaue Anleitung, werde ich genauso ausprobieren! :D

Viele Grüße
Gärtnerin
Gärtnerin
 

Beitragvon Gärtnerin » 16.01.2014, 16:31

Nturlich auch noch vielen Dank an rheinschaf für die Mengenangaben und Tips!!
Gärtnerin
 

Beitragvon survival » 21.01.2014, 07:14

Guten Morgen!

Eine kleine Frage: Kann man Bratwürste einwecken?

(Natürlich kann man sie einfrieren, ich möchte aber nicht mehr so viel einfrieren.
Meine große Truhe soll einen Verschwindibus machen - brauche mehr Platz für Wasser!!! :mrgreen: )

LG von der Survival :D
survival
 

Beitragvon Andiamos » 21.01.2014, 07:21

Hallo survival,
ja, Bratwurst kann man gut einwecken. Das hat meine Tante immer gemacht und mitgenommen in den Campingurlaub auf Korsika. :D
Ganz normal zubereiten, wie immer und dann mit etwas Soßenflüssigkeit einwecken. Trocken geht aber auch. Dabei darauf achten, dass die Gläser im Einkochtopf beschwert werden, sonst ergeht es dir so wie mir, als ich mit den Frikadellengläsern gekämpft habe. :lol: :lol:
Links sind nur für registrierte User sichtbar.

Mensch, gut, dass du das fragst. Das wollte ich ja auch noch machen. Kommt gleich auf meine Liste.

LG
Angelika
Andiamos
 

Beitragvon survival » 21.01.2014, 08:24

:lol: :lol: :lol:

Deinen Frikadellentanz habe ich schon mal vor geraumer Zeit gelesen!!! Gott - hatte ich Tränen in den Augen vor lachen!!! :lol:

Bei Kuchen ging mir das mal so - ich dacht', ich krieg' die Krise!!! (Wortwahl beachten! So schnell kann die Krise kommen...)
Ich in den Garten gefetzt und zwei Ziegelsteine geschnappt - auf die Gläser und gut war es! Oh mannomann...

Die Würste dann bei 100Grad, 90Min. Einwecken?

LG von der Survival :D
survival
 

Beitragvon Andiamos » 21.01.2014, 13:40

Hallo survival,
ja, richtig. 90 Minuten bei 100 Grad. Fleisch immer.
Bzw. ab dem Kochzeitpunkt des Wassers den Regler ein kleines bißchen zurückdrehen, bis der Thermostat aus geht. Dann taktet der Thermostat immer an und aus, damit nicht so viel Wasser verkocht (mir ist dabei fast mal die Tapete in der Küche abgefallen :mrgreen: )

LG
Angelika
Andiamos
 

Beitragvon rheinschaf » 21.01.2014, 15:20

Wenn Angelika einkocht, tanzen die Buletten und die Tapeten rollen sich von den Wänden :lol: :lol: :lol:.....was'n Akt,eyh.. :wink:
rheinschaf
 

Beitragvon Kavure´i » 21.01.2014, 20:55

Hola Angelika

im Weck-Einkochbuch habe ich Einkochzeiten für Fleisch von 75 Minuten bei 100°.
Und zwar bei allen Fleischrezepten.

Bratwurst einkochen wär auch noch eine Idee :D

Saludos, Kavure´i
Kavure´i
 

Beitragvon Kavure´i » 21.01.2014, 21:06

Jetzt hab ich den Beitrag der tanzenden Bulettengläser gelesen. :lol:
Jetzt frage ich mich, wäre es nicht besser, einen Hackbratenteig in die Gläser zu geben, die in den Backofen stellen und dann den fertigen Hackbraten einzukochen?
Die Gläser wären voll, würden nicht rumtanzen und der Geschmack ist sehr ähnlich.
Dann schneide ich eben den Hackbraten in Scheiben.
Hat das schon jemand von euch ausprobiert ?

Saludos, Kavure´i
Kavure´i
 

Beitragvon rheinschaf » 21.01.2014, 21:12

@kavure'i
Uuups, ich habe es jetzt nicht zur Hand, aber 75 Min wären für mich jetzt nicht lange genug. Bei schmalen Gläsern mag das evtl. noch möglich sein, bei den normalen definitiv zu kurz. Also ich koch Fleisch immer mind. 100 Min, oft 120 Min.
Wenn ich im Canner mit 120 Grad einkoche, dann reichen 90 Min.

Hier mal 'ne empfohlene Einkochzeit
http://www.was-wir-essen.de/download/einkochzeiten.pdf

LG Schaf
rheinschaf
 

Beitragvon survival » 21.01.2014, 21:22

Wegen der Einkochzeiten:

Firma Weck hatte letztes Jahr eine Weck-Zeitschrift raus gegeben. Die Einkochzeiten bei Fertiggerichten liegt bei Fleisch eben höher, als im Buch.
Ich hatte auch mit der Firma telefoniert. Da erfuhr ich, daß das Einwecken von Fertiggerichten früher nicht so gängig war. Da wurde vermehrt Obst/Gemüse eingeweckt. Die Fertiggerichte enthalten so viel verschiedene Zutaten, früher war das eben einfacher. Sieht man ja auch an den Suppenrezepten im Buch. Sie sichern sich einfach ab, mit etwas längerer Einweckzeit. :wink:

LG von der Survival
survival
 

Beitragvon Andiamos » 21.01.2014, 22:04

Hallo Kavure,
hab gerade im Weck-Buch nachgesehen. Dort steht tatsächlich meistens 75 Minuten . Außer bei Leberwurst, da sind 120 Minuten angesagt. Hatte ich so garnicht mehr auf dem Schirm....
Allerdings koche ich Fleischgerichte auch länger als angegeben ein. Meist ca. 10 Minuten länger. Damit bin ich auf der sicheren Seite.

LG
Angelika
Andiamos
 

Beitragvon Lausitzerin » 21.01.2014, 22:10

Hallo Kavure´i,
Hackfleischteig im Glas im Backofen garen (ohne Glasdeckel) und danach einwecken, hab ich schon probiert, geht, schmeckt.
Gläser vorm Teigeinfüllen fetten und ausbröseln.
Unser Fall ist es nicht, wir essen es lieber als Klops, vielleicht versuch ich es trotzdem nochmal.
Das Gläser"tanzen": kenne ich auch, entweder so kalkulieren, daß man nur eine Schicht Gläser hat oder die Gläser "beschweren" mit schwerem Teller (Kuchenplatte) oder obenauf gestellten Gläsern mit Wasser (ohne Deckel).
Die Zeiten nehm ich auch vom Weck-Buch, immer etwa so ca., lieber etwas länger als zu kurz.

:) Lausitzerin
Lausitzerin
 

Beitragvon Kavure´i » 22.01.2014, 00:02

Hola

danke für eure schnellen Antworten, dann werde ich die Einkochzeiten dementsprechend erhöhen.
Und sie auch in meinem Weckbuch korrigieren.

Noch eine Frage: sie schreiben , man solle kein Mehl in die Speisen geben, weil es sie sauer werden läßt.
Aber den Hackteig mit Brötchen machen wie gewohnt, das geht ?
Und die Semmelbrösel auch ?

Ich habe mich eh schon gewundert, denn Kuchen einkochen geht ja auch.

Das möchte ich gerne genauer wissen, denn ich möchte weder die wertvollen Lebensmittel verschwenden noch meine Zeit.

Ich bin ja noch ein Einkochneuling, obwohl die Gerichte, die ich bisher eingekocht habe, gut gelungen sind, und auch die meisten Gläser zugeblieben sind.

Saludos, Kavure´i
Kavure´i
 

 


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