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Wie richtig einwecken?

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Re: Wie richtig einwecken?

Beitragvon Andiamos » 27.10.2016, 12:49

Hallo Powerschaf,
das ist schwierig zu sagen. Es kommt darauf an, für wieviele Personen, oder wieviel einzelne Portionen du einwecken willst. Alle Glasgrößen haben Vor- und Nachteile. Das 1-Liter-Tulpenglas z. B. hat mit Eintopf gefüllt ca. 2 volle Suppenteller, wäre für eine Soße für 2 Personen aber zu groß. Zu Anfang habe ich hauptsächlich in den großen Gläsern eingekocht. Inzwischen nehme ich aber öfter die kleinen Gläser und öffne dann eben 2 davon, wenn ich mehr brauche.


Aber ich hab auch noch eine Frage an die Einkochleute.
Hat schon mal jemand Kuchen eingeweckt und diesen vorher nicht vorgebacken? Also komplett im Apparat backen und einkochen gleichzeitig. Ich überlege nämlich, den Arbeitsgang vorbacken einzusparen.
Gibt es schon Erfahrungen damit?

LG
Angelika
Andiamos
 

Beitragvon Powerschaf » 27.10.2016, 13:52

Lausitzerin hat geschrieben:was durch die Glasöffnung paßt, kann rein


Hallo Lausitzerin und Andiamos

:lol: herrlich, danke für die guten Tipps/Denkanstoß und den Lacher. Das Lämmchen kennt Einkochen schon von Mascha und der Bär. Jetzt muss ich nur noch aufpassen, das nicht tatsächlich das obenstehende Motto angewandt wird :wink: Tannenzapfen und andere bärige Leckerlis muss ich nicht unbedingt probieren.

LG Powerschaf
Powerschaf
 

Beitragvon Joanna » 27.10.2016, 17:48

Andiamos hat geschrieben: Ich überlege nämlich, den Arbeitsgang vorbacken einzusparen.
LG
Angelika


Hallo Angelika,
ich habe mir den Arbeitsgang Einkochen gespart.
Kuchen in Sturzgläsern fertig gebacken, Gläser einzeln vom Backofen entnommen und zügig mit Schraubdeckeln verschlossen. Nach dem Abkühlen waren sie dicht - bis zum Verzehr - bei uns ca. 2 Monate lang. Schmeckten wie frisch gebacken.

Bei den Weckgläsern würde ich die Glasdeckel eventuell vorwärmen.
Also fertig backen, Gummi und heißer Deckel drauf und mit Klammern verschließen. Wenn sie nach dem Abkühlen dicht sind, dann bleiben sie auch dicht. (Stelle ich mir vor.)

Der Kuchen wird normalerweise bei viel höherer Temperatur als 100 Grad C gebacken.

Gruß
Joanna
Joanna
 

Beitragvon mollemaus » 12.11.2016, 19:52

Hallo Angelika,

ja, ich habe das schon probiert. Der Kuchen hat dann keine "Kruste"; ist nicht so schön goldbraun und ein klein wenig "Back-Aroma" fehlt dann einfach. Dafür ist der Kuchen wunderbar saftig und bleibt es auch über viele Monate. Vor allem meinen einfachen Schokoladenkuchen wecke ich auf diese Art ein.

Mein Fazit ist das, dass der im Wecktopf gegarte Kuchen seine Saftigkeit länger behält und besser für längere Zeit (mind. 1 Jahr) aufbewahrt werden kann als gebackener und anschließend eingeweckter Kuchen.

Viele Grüße
Molle
mollemaus
 

Beitragvon Andiamos » 13.11.2016, 09:34

Hallo mollemaus,
ja, genauso habe ich mir das gedacht. Dass der Kuchen etwas saftiger bleibt. Meiner schmeck zwar lecker, neigt aber zum Trockensein. Nun werde ich es einfach mal probieren. Spart ja Zeit. Vielen Dank für deinen Rat!

LG
Angelika
Andiamos
 

Beitragvon mollemaus » 16.11.2016, 09:16

Zu den Glasgrößen:

Ich verwende ziemlich viele Glasgrößen und -formen.

Eintöpfe, Suppen, Chili etc. kommt in 1L-Tulpengläser für 2 reichliche Portionen und in 500ml-Tulpengläser als 1 Portion.
Fleisch mit Soße (Rouladen, Gulasch etc.) kommt meist in 850ml-Sturzgläser (2 Portionen) und 370ml Sturzgläser (1 Portion).
Beilagen wie Gemüse fülle ich oft in 0,5L Tulpengläser oder in 850ml Sturzgläser. Rotkohl auch in 370ml Sturzgläser.

Brühe koche ich gern in 340ml und 600ml Zylindergläsern ein - die sind in der Aufbewahrung am platzsparendsten und von der Größe her genau richtig.

Marmelade, Chutney, Gelee kommt in kleine 220ml-Tulpengläser, die werden dadurch schnell aufgebraucht und haben keine Chance, geöffnet im Kühlschrank zu vergammeln.

Wurst wird 370ml Tulpengläsern (grobe Leberwurst, Schmalzfleisch), 290ml Sturzgläsern (Corned Beef, Frühstücksfleisch, Mettwurst) und 140ml Sturzgläsern (feine Leberwurst) eingeweckt.

Ich orientiere mich bei der Glasgröße generell immer daran, wieviel bei einer Mahlzeit benötigt wird. Suppen. Fleisch etc. koche ich immer zur Hälfte als 2-Portionen-Glas und zur Hälfte in 1-Portion-Glas ein. Bei anderen Sachen nehme ich lieber kleinere Gläser und dafür mehr - zur Not kann ja schnell ein weiteres Glas geöffnet werden, falls der Inhalt nicht ausreicht. Zu Anfang habe ich aber z.B. auch die Leberwurst in Halblitergläsern eingekocht und habe dann hin und wieder ein angefangenes Glas entsorgen müssen, weil wir nicht eine Woche lang jeden Tag Leberwurst essen wollten.
mollemaus
 

Beitragvon hansi132 » 21.11.2016, 03:31

Kann mir jemand zu folgendem Problem Ratschlag geben?:

Habe vor 10 Tagen mit der Absicht Apfelessig herzustellen, folgendes gemacht: Apfelreste in Glas, 2-3 Teelöffel Zucker, 0,5 Liter Wasser; abgedeckt mit Küchenrolle bei Raumtemperatur stehen lassen

jetzt nachgesehen: alles sehr trüb, oben zarte weisse Schicht (kein Schimmel); säuerlicher Geruch; soweit so gut, aber was ist das jetzt eigentlich und wofür zu gebrauchen?? Ist das jetzt Essig oder Apfelwein oder flüssige Hefe? Kann man das Zeug evtl. Zum Brotbacken als Treibmittel verwenden oder direkt Schnaps daraus brennen oder zur Maische zum weiteren vergären geben oder kann man das Zeug schon als Konservierungsmittel fürs Einwecken verwenden oder sich damit gleich direkt berauschen ? (ka. was der aktuelle Alkoholgehalt ist)

mein Hauptproblem: scheinbar ist natürliche Hefe und Essig das gleiche?? Aber Essig bleibt doch "konstant" in seiner Struktur (wegen Verschwefelung vlt.?) während flüssige Hefe ja immer "weiter lebt" ?

also jetzt mal abgesiebt und in Flasche abgefüllt; jetzt in Kühlschrank oder bei Raumtemp. Lagern ?

wäre für alles Hilfreiche dankbar :)
hansi132
 

Beitragvon Saurier61 » 23.11.2016, 08:43

Hallöle Hansi....

schau mal hier

Links sind nur für registrierte User sichtbar.

da gibt es die genaue Anleitung...

Lieben Gruß von
Helga
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Saurier61
 

Beitragvon hansi132 » 23.11.2016, 11:28

Super danke Helga
hansi132
 

Beitragvon Drakulinchen2 » 24.11.2016, 01:52

@Hansi:

Ich stelle schon seit Jahren Essig und Wein selbst her.

Essigmutter hat anfangs undefiniertes Aussehen: können erst Pünktchen sein , später werden die "Inseln" größer. Es bildet sich eine kleine Haut (durchsichtig oder auch mit weißen Flecken). Wenn die Haut dann dicker wird, wird sie weißer.
Schimmel erkennt man in der Regel - sieht anders aus wie wenn sich Essigmutter bildet.

Ich habe auch schon selbst Essigmutter aus der Luft eingefangen - einfacher gehts, wenn Du Dir eine Essigmutter kaufst - damit funktioniert es auf jeden Fall, Essig aus einer alhoholhaltiger Flüssigkeit zu erstellen.
Wichtig: die Essigmutter braucht einen gewissen Alkoholanteil damit aus dem Wein, Essig wird.
ABER: der Alkoholgehalt darf auch nicht zu hoch sein - sonst stirbt die Essigmutter ab.
Du kannst aus Schnaps in entsprechender Verdünnung Essig herstelllen - allergings würde es dann an Aroma (Geschmack) fehlen den man ja eigentlich erhalten möchte.
WICHTIG: wenn Du gekauften Wein zu Essig machen willst: wenn dort steht, daß er geschwefelt ist (Sulfite) , dann wird das zu 99 % NICHT funktionieren: Schwefel tätet die Essigmutter ab - es KANN funktionieren wenn nur ganz ganz wenig Schwefel verwendet wurde und die Essigmutter stark ist - im Normalfall wird es aber nicht funktionieren.

Aus diesem Grund macht derjenige der Essig herstellt, auch gleich seinen Wein selbst :)

Du bist also mit Apfel, Zucker im Vorstadium der Weinherstellung: Um Wein herzustellen brauchts Hefe - am besten Weinhefe.
Es geht auch mit Hefebakterien aus der Luft -ABER: die Gefahr daß sich Schimmel statt Wein bildet, ist sehr groß.

Erst wenn Alkohol entstanden ist (ein Wein) kann Essig draus werden (Essigbakterien aus der Luft, Essigmutter) - die Essigbakterien wandeln den Alkohol in Essig um.

Um aus Saft+Hefe Wein herzustellen brauchts in der Regel 12 Wochen - man zieht auch die abgestorbene Hefe immer wieder mal ab, muß ect nachzuckern (damit Hefe wieder Nahrung hat).
Um Wein zu Essig zu machen brauchts auch nochmal mind. 12 Wochen. Erst wenn der Klebstoffgeruch (Acetongeruch) weg ist, ist die Umwandlung abgeschlossen.

Das was da bei Dir nach 10 Tagen entstanden ist ist bestenfalls eine geschmacklose Hefebrühe - für Wein würde man die Äpfel entsaften - wennst die nur so ins Wasser gibst, wird das Zeug nicht schmecken.
Die geschmacklose Hefebrühe kannst Du zum backen verwenden (google mal nach Hefe selbst herstellen). Du mußt Hefe immer füttern damit sie nicht abstirbt - genauso wie Essigmütter (Essigmütter brauchen Alkohol um zu überleben, Hefen Zucker). Ich habe auch schon slebst Hefe hergestellt - zum backen ists ok - für Wein nimmt man sog. Weinhefen - Es machen die versch. Hefen einen Riesenunterschied beim Weinherstellen. Beim verwenden zum backen mußt Du Dich rantasten : je weniger Hefe dort drin ist, desto mehr von der Brühe brauchst Du, damit damit dann Dein Brot etc funktioniert.
Ich habe es wieder aufgegeben - es hat funktioniert: als Notlösung gehts wenn Krise ist und man keine Frischhefe bekommen kann und zu ungeschickt war, Trockenhefe zu bunkern, aber das Ergebnis beim backen hat mich persönlich nicht sonderlich überzeugt - da kauf ich lieber für 11 cent Frischhefe...

Hefe /Essigmutter/ Wein der noch im entstehen ist: immer relativ warm lagern - also NIE im Kühlschrank sondern bei ca 20 Grad.
Drakulinchen2
 

Beitragvon conmigo » 17.12.2016, 07:31

Eine Frage an die Einkochtopfbesitzer:
Hat jemand schon mal seinen Einkochtopf in der Form zweckentfremdet, dass er darin nicht nur Wasser zum kochen gebracht hat sondern auch etwas anderes, z.B. Brühe gekocht?

Mir sind die sogenannten sehr energiesparenden Slowcocker bekannt, die eigentlich nach dem gleichen Prinzip verfahren - mit Strom wird der Topf und somit der Inhalt erwärmt.

Ich werde in nächster Zeit Massen von Rinderknochen zu Knochenbrühe auskochen. Da die 10-12h simmern müssen, wäre das auf meinem Herd in meinem ca.6-7 Liter Topf ein energie- und zeitfressendes Unterfangen (da passen grad mal 2,8 Kilo Knochen rein). Wenn ich jedoch gleich die 3-4fache Menge im Einkochtopf köcheln könnte, dann wäre das ein erheblicher Vorteil.

Müsste doch gehen oder spricht was dagegen?
Danke für Eure Einschätzungen!
LG conmigo
conmigo
 

Beitragvon sipo » 17.12.2016, 09:19

Wenn wir dick Party zuhause hatten, hat meine Mutter damals immer
Darin die Suppe für alle gekocht. Das funzt einwandfrei!
Nen einkochtopf ist nichts anderes als ne gulaschkanone ohne Feuer mit stecker.
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sipo
 

Beitragvon Schwarzdax » 17.12.2016, 13:16

Hallo conmigo,
nein, es spricht nichts dagegen. Ich habe aus Knochen, Schweinepfoten und anderem Kleinfleisch im Einkochkessel 14 l Fleischbrühe gekocht. Und dann im gleichen Kessel die Brühe in 1 l-Gläser eingekocht. Geht sehr gut.
Gruß
Schwarzdax
 

Beitragvon Pleitegeier » 17.12.2016, 19:49

Glühwein aus Einwecktopf funktioniert auch prima!
Pleitegeier
 

Beitragvon conmigo » 17.12.2016, 20:35

Danke Euch - super, dann werd ich das so machen.
Schwarzdax, kannst Du mir möglichst genau beschreiben, wie Du beim Einkochen vorgegangen bist?
Danke!
conmigo
 

Beitragvon Schwarzdax » 17.12.2016, 21:35

Also, ich habe das ganze Fleisch mit Schwarten und Knochen zusammen mit Möhren, Sellerie, Zwiebel und Knoblauch ausgekocht. Ausgekocht ist der richtige Ausdruck, denn es blieb zum Schluß im Kessel nur ein Haufen loser Knochen, Fleischfetzen und "Glibber" zurück. Das alles mit einer Schöpfkelle, so gut es ging, entfernt und die Brühe durch ein Tuch laufen lassen. Dann in die alten 1 l-Weckgläser gefüllt. Darauf geachtet, daß in etwa in jedem Glas eine gleichdicke Fettschicht war.
Den Kessel gut saubergemacht von dem ganzen Fett etc. die Gläser hineingestellt, mit Wasser aufgefüllt und das ganze etwa 30 Min. bei 100° eingekocht. Rausnehmen, erkalten lassen, Klammern abnehmen, prüfen ob der Deckel fest ist und ab ins Regal.
Verwendet wird sie hauptsächlich für Suppen aller Arten, wie Linsen-, Erbsen- oder auch Bohnensuppe. Durch das Auskochen der Schweinepfötchen hat sich natürlich eine Menge Gelee gelöst. Dadurch ist die Fleischbrühe im Glas fest geworden. Spielt aber keine Rolle, da sie als heiße Suppe wieder flüssig ist.
Hoffe geholfen zu haben.
Gruß
Schwarzdax
 

Beitragvon conmigo » 18.12.2016, 07:23

Schwarzdax danke - die Brühe war beim Einfüllen in die Gläser vermutlich noch heiß. Hast Du dann in den Einkochtopf heißes oder kaltes Wasser geschüttet?
Dank Dir!
conmigo
 

Beitragvon Schwarzdax » 18.12.2016, 12:01

Die Brühe war noch warm, abgekühlt durch das Umfüllen und Herumhantieren mit der kalten Siebkelle. Ich habe das Wasser im Kessel vorgewärmt, so daß beides im Endeffekt etwa gleiche Temperatur hatte. Ist aber nicht so wichtig. Notfalls ein wenig länger einkochen.
Auf etwas solltest Du noch achten. Nach dem Herausnehmen der Gläser nach dem Einkochen muß der Glasinhalt anfangen zu sprudeln (mehr oder weniger, aber es müssen Blasen aufsteigen). Das kommt durch die Siedepunkterniedrigung durch fallenden Luftdruck (sprich steigendes Vakuum) durch die Abkühlung im Glas. Nur dann wird Dein Glas sicher verschlossen sein. Das gilt aber nur dann, wenn Deine Einkochtemperatur ca. 100° betragen hat und sich der Glasinhalt auf diese Temperatur aufgeheizt hat, wie es eigentlich sein sollte.

Gruß
Schwarzdax
 

Beitragvon Wecki » 19.12.2016, 10:11

Leider musste ich am Wochenende beim Kontrollieren meiner Vorräte feststellen,daß von 3 Gläsern Buschbohnen 2 offen waren, erkannt an der Gummilasche, dann Probe am Deckel...!
Schade...mal sehen ob das übriggebliebene Glas hält!
Wecki
 

Beitragvon selbstversorgerin » 19.12.2016, 11:51

Wecki, wie lange hast denn eingeweckt?

Lieben Gruss,

Selbstversorgerin
selbstversorgerin
 

Beitragvon Wecki » 19.12.2016, 16:03

selbstversorgerin hat geschrieben:Wecki, wie lange hast denn eingeweckt?

Lieben Gruss,

Selbstversorgerin


Habt nach Weck-Buch eingekocht!
Vielleicht war auch was an den Bohnen nicht ok...!?
Meine andern Sachen (Fleisch und Suppe) halten doch auch!
Wecki
 

Beitragvon Andiamos » 20.12.2016, 19:54

Hallo Wecki,
ich meine mich erinnern zu können, dass Helga (Saurier61) Bohnen immer am nächsten Tag nochmal eingekocht hat, damit sie wirklich fest zu sind. Bohnen einzukochen scheint nicht leicht, die gehen sehr schnell wieder auf. Oft liegt es auch daran, dass sie überdüngt sind.

LG
Angelika
Andiamos
 

Beitragvon Lausitzerin » 23.12.2016, 13:23

Mit Bohnen hatte ich bisher überhaupt keine Probleme (toi,toi,toi), waren aber immer die grünen Schoten aus dem eigenen Garten.
Zu DDR-Zeiten wurden sie auf 2x eingekocht, 1 Stunde bei 100°, am übernächsten Tag nochmal 30 min bei 100°, wenn da Gläser aufgingen, lag es wirklich an dem schlechten (und alten) Einkochmaterial, was wir nutzen mußten.
(Wir zumindest sind damals deshalb ganz schnell aufs einfrieren umgeschwenkt, als das möglich war).
Heute wecke ich nach Weck-Buch ein, mit vorher blanchieren.
Bis jetzt blieben die Gläser ALLE zu (und ja, auch dabei wieder die günstigen Tage im Mondkalender genutzt, kann mir ja die Erntetage im eigenen Garten danach organisieren).

Ich möchte heute nach Tipps zur Konservierung von Mohrrüben fragen:
Habe einen großen Sack Futtermöhren günstig bekommen, die angeschlagenen raspel ich für die Hühner und friere die auch in größeren Portionen ein, das klappt gut, ist getestet.
Die "schöneren" würde ich gern für uns bevorraten, besonders lagerfähig sehen die aber nicht aus.
Einlagern in Sand fällt also aus, kühle Erdmiete oder so ist hier auch nicht, nichtmal mehr ein passender Kellerraum, die schrumpeln da bloß zusammen.

Wenn ich sie einwecke nach Weck-Buch, kochen die da ja ewig (und werden dann süßlich, wie ich schon mal festgestellt habe).
Gedörrt habe ich sie auch schon versuchsweise, nicht schlecht, aber das notwendige Einweichen vor Gebrauch paßt dann so gar nicht zu meinen Hauruck-was-koche-ich-jetzt-schnell-Aktionen.
Einwecken wäre schon genau das Richtige.
Hat jemand von Euch da Erfahrungen bezüglich der Kochzeiten?

Alles über 1 Stunde bringt bei mir dann den süßen Geschmack, bei der lange gekochten Moro-Suppe gegen Durchfall ist diese Veränderung ja extra gewünscht, in meinen Eintöpfen mag ich sie nicht.
Wäre schön, wenn da jemand Tipps für mich hätte.

:) Lausitzerin
Lausitzerin
 

Beitragvon Pleitegeier » 23.12.2016, 15:06

Biorindfleisch? Muss das vorher gekocht werden oder wird das Roh eingekocht?
Ich hab das noch nie gemacht aber es scheint mir für uns auch fast Hilfreicher wegen dem wenigen Platz evtl. Fleisch ein zu wecken falls ich noch die Kraft aufbringe.

Ich finde Eure Vorsorge Empfehlungen Toll.Danke
Pleitegeier
 

Beitragvon Kavure´i » 23.12.2016, 21:54

Hola

Lausitzerin
leider kenne ich kein anderes Verfahren als das, die Möhren laut Weck-Einkochbuch einzukochen.
Mich stört der süßliche Geschmack allerdings nicht.
Ich nehme eingekochte Möhren auch nicht mehr für Eintopf her, denn dafür sind sie mir dann anschließend zu matschig.
Die schwenke ich nur noch kurz in heißer Butter als Beilage.

Pleitegeier
Fleisch muß vor dem Einwecken immer vorgekocht werden, auch wenn es bio ist.
Rohes Fleisch kann man nur mit dem Pressure Canner direkt einkochen. Mit dem Einkochtopf geht das nicht.

Kavure´i
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Kavure´i
 

Beitragvon mollemaus » 26.12.2016, 17:10

Zum Thema des Kochens im Wecktopf:

Ich habe mir extra einen Wecktopf aus Edelstahl angeschafft, weil ich den auch zum Kochen nutzen wollte. Das tue ich - gerade im Sommer, wenn der Kürbis reif ist und zur Suppe verarbeitet wird, bräuchte ich sonst mehrere Durchgänge im normalen Spaghettitopf. Auch Gulasch (+-suppe), Brühen, Bolgonese und Chili koche ich generell im Einkochtopf. Der Inhalt wird anschließend in Gläser abgefüllt, der Topf durchgewischt und mit leicht heißem Wasser gefüllt, bevor dann der Einkochvorgang starten kann.

Möhren lege ich auch gern als Salat ein oder als Stücke süß-sauer; aber die sind dann eben eher eine Beigabe zur Brotzeit. Andere Möglichkeit wäre noch das Dörren der Scheibchen - außer für Suppengemüse wüsste ich dann aber keine schmackhafte Verwendung mehr.
mollemaus
 

Beitragvon selbstversorgerin » 30.12.2016, 19:39

Servus,

ich moechte den Oesterreichern in diesem Forum folgende Info mitteilen:

Interspar hat das Backzubehoer in der Haushaltsabteilung um 50 % reduziert. Dazu gehoeren auch

die 4er-Pkg Tulpenglaeser (1 l) samt Gummis und Klammern statt 10,99 nur 5,50 pro Packung
Diese Packungen sind Restbestand vom Sommer, also nicht mehr ueberall erhaeltlich.

die Sturzglaeser (500 ml) ebenfalls mit Gummi und Klammern statt 2,99 nur 1,50 pro Stueck
und die kleineren Sturzglaeser (290 ml, mit 80er Deckel), ebenfalls mit Gummi und Klammer statt 2,49 nur 1,25 pro Stueck
Die Sturzglaeser gab es extra in der Weihnachtszeit als "Angebot um 3,99/Stueck" :shock: fuer "Kuchen im Glas". Da Weihnachten ja vorbei ist, muessen die Regale geraeumt werden.

Fuer uns Oesterreicher sind diese wirklich ein extra-Schnaeppchen!! Habe nachgerechnet, Preise (pro Stueck) sind wie im Onlineversand nach D.

Also "mein" Interspar hat keine mehr :lol: aber sooo klein ist Oesterreich auch wieder nicht.

Liebe Gruesse

eure Selbstversorgerin
selbstversorgerin
 

Beitragvon Amaroni » 30.12.2016, 23:18

Möhren(Karotten) kann man genauso fermentieren wie Sauerkraut.Da werdeen sie nicht matschig und schmecken auch als Salat super.
LG Amaroni
Amaroni
 

Beitragvon Lausitzerin » 31.12.2016, 13:39

Ich wollte sie aber lieber in Scheiben für den Eintopf bzw. die Suppe :oops:

Habe das Problem "gelöst"!
Ne ganze Menge geraspelt auf Vorrat für die Hühner eingefroren und gerieben für das Hundefutter.
Einen großen Topf Suppe gekocht und eingeweckt, einen Riesen-Obstsalat mit Möhren gemacht und der Rest wird nach und nach geraspelt gedörrt für mein getrocknetes Suppengrün.

:) Lausitzerin
Lausitzerin
 

Beitragvon Amaroni » 31.12.2016, 20:13

Was hindert dich daran sie in Scheiben zu fermentieren?
Vllt. hab ich mich zu ungenau ausgedrückt mit "wie Sauerkraut", da meinte ich die Technik und nicht die Form derKarotten. ;)
Amaroni
 

Beitragvon Kavure´i » 31.12.2016, 22:56

Hola

Amaroni meint, man kann sie milchsauer einlegen.
Das habe ich heute gemacht. Die Karotten gemeinsam mit Blumenkohl, rotem Paprika und grünen Bohnen in Gläser geschichtet, mit Salzwasser bedeckt und zwischen Deckel und Gemüse zusammengeknülltes Backpapier gesteckt, Gummi und Deckel drauf und mit einer Klammer verschlossen.
Auf einen Liter kochendes Wasser gibt man 20 g Salz, läßt es abkühlen und gießt es über das Gemüse.
Stellt die Gläser in eine Schüssel, denn die ersten Tage läuft oft ordentlich Flüssigkeit raus.
Es dauert ca. 3 Wochen, bis es fertig ist.
Danach kann man die verschlossenen Gläser mindestens 18 Monate lang ungekühlt im Regal stehen lassen. Das Gemüse wird mit der Zeit nur immer weicher.
Angebrochene Gläser im Kühlschrank aufbewahren.
Ein weisser Bodensatz ist Hefe, die sieht zwar nicht schön aus, beeinträchtigt den Inhalt aber nicht.
Wer es unangenehm findet, kann das Gemüse vor dem Verzehr mit Wasser abspülen.
Ab und zu wird leider auch mal ein Glas schlecht, einfach den Inhalt auf den Kompost schütten.
Wir essen das milchsauer eingelegte Gemüse als Salat zum Essen, vorwiegend im Sommer, wenn es wenig frisches Gemüse zu kaufen gibt oder es sehr teuer ist.

Kavure´i
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Kavure´i
 

Beitragvon Wecki » 14.01.2017, 17:24

Heute habe ich zum ersten mal Kuchen im Glas versucht...!
Das Rezept für einen Eierlikör-Kuchen im Glas hat meines Erachtens nach aber, wie so oft, nicht gepasst..
Es sollten 8 Sturzgläser mit 290 ml werden. Zu 2/3 sollte man den Teig einfüllen, aber das haut überhaupt nicht hin.
Die Gläser bekamen beim Backen einen richtigen Pilz... : :mrgreen: shock: !
Ich hab dann nach Ende der Backzeit die überstehende Masse mit einem großen scharfen Küchenmesser abgeschnitten,
Gummiringe und Deckel drauf und mit Klammern gesichert.
Hat alles geklappt und die Gläser stehen schon im Keller... :lol:
Die abgeschnittenen "Kuchen-Pilze" kamen zum Kaffee am Nachmittag gerade recht...
Wecki
 

Beitragvon Drakulinchen2 » 16.01.2017, 05:07

weil jmd fragte, ob jmd den Weckeintopf auch für was anderes nimmt:

ja, ich: immer wenn ich Hühner, Enten brühen muß zum rupfen, dann nehm ich den Wecktopf. Er ist groß genug und Vorteil: ich seh sofort ob ich die optimale Brühtemperatur habe fürs Rupfen. Zu heiß gebrüht: Haut wird verletzt , zu niedrige Temperatur: Federn gehen nicht gescheit raus.

Mit Wecktopf: super.

Einziges Manko: er ist nicht groß genug für Gänse.
Drakulinchen2
 

Beitragvon SevenOfNine » 16.01.2017, 10:38

Hallo Drakulinchen,
weches ist denn die richtige Temperatur dafür?
Und wie lange müssen sie drinbleiben?
Ausgerechnet diesen Teil hat früher immer mein Arbeitgeber übernommen...

LG, Seven
SevenOfNine
 

Beitragvon Saurier61 » 17.01.2017, 05:11

Hallöle...

zum Rupfen von Geflügel...

ich hab gemerkt, wenn die Hühner/Enten direkt nach dem Schlachten gerupft werden.... wenn die noch warm sind.... geht das Rupfen ganz leicht... da kann man sich das Brühen einsparen...

Schlachten, rupfen, ausnehmen....

Es ist unangenehm, wenn die Tiere nach der Tötung noch flattern.... man muss aufpassen, dass sie einem nicht entwischen und dann kopflos durch die Gegend düsen...

ich habe die Hühner/Enten in ein Tuch gewickelt, und beruhigt... das hat auch den Vorteil, dass sie nicht mehr unbedingt flüchten wollen... keine Angst haben...


Lieben Gruß von
Helga
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Saurier61
 

Beitragvon SevenOfNine » 17.01.2017, 08:15

Hallo Helga,

aaah, DANKE! Das ist gut zu wissen, weil wenn ich mir das evtl. sparen kann mit dem brühen....das riecht immer so..
Na, Füße hätte ich mit einem Band vorher zusammen gemacht.Dann können sie ja immer noch ins Tuch.

Das doofe ist, ich LIEBE meine Hühnis! Und Giuseppe, den Hahn...
Eigentlich haben wir sie nur für die Eier, das reicht mir schon.
Nur hat letztes Jahr ein Marder / Iltis oderso ein Huhn nur verletzt, das musste dann erlöst werden.
Und ich fürchte, wenn die älter werden oderso....muß ich mich halt damit auseinandersetzen.
In der Krise würde ich´s nicht dem Fuchs hinlegen...

(Ja, ich KANN schlachten, ausnehmen, rupfen soweit. Aber die armen lieben Hühnis! Menno, die kommen sogar kuscheln!)

LG, Seven
SevenOfNine
 

Beitragvon Kavure´i » 18.01.2017, 02:14

Hola

Seven
Hühner können 12 bis 15 Jahre alt werden. Viele Eier legen sie dann allerdings nicht mehr.
Natürlich meine ich damit nicht die überzüchteten Legehennen oder Masthühner.
Sobald ich mit einem Tier Freundschaft geschlossen habe, stirbt es an Altersschwäche......... :roll:

Kavure´i
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Kavure´i
 

Beitragvon Saurier61 » 18.01.2017, 16:31

Hallöle Seven...

meine Enten und Hühner waren auch sehr zutraulich... aber bei den Enten wurde es zu viel mit dem Nachwuchs... viel zu viele Eier... Enteneier will so keiner...obwohl die viel besser schmecken als Hühnereier...

Ich hab zwar Eier eingekocht... viel gebacken, Eier zum Frühstück... trotzdem... viel zu viel... jeden Tag 6 bis7 Hühner und 2 bis 4 Enteneier... :mrgreen:

die Tiere brauchen Futter... und das gibt es leider nicht kostenlos...

Also musste ich wohl oder übel Einige schlachten....

Es ist i m m e r ein mieses Gefühl im Bauch.... aber ich habe die so weit wie möglich angstfrei ins Nirwana geschickt...

Sie hatten bis dahin ein schönes Leben... viel Platz ...150 qm... einen Teich zum Schwimmen, und durften oft im gesamten Garten ....700qm rumlaufen... mussten nachts nicht in den Stall...Laufenten müssen sich bewegen können...

Meine Tiere hatten es jedenfalls zig mal besser, als die für den Verkauf gezüchteten....

Ich habe heute kein so gutes Gefühl, wenn ich Geflügelfleisch oder Eier kaufen muss... doch darauf verzichten mag ich auch nicht... wenigstens achte ich darauf, dass die Tiere und Eier dann aus Bio und Freilandhaltung kommen... mehr kann ich zur Zeit leider nicht tun....

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Lieben Gruß von
Helga
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Saurier61
 

Beitragvon Pleitegeier » 18.01.2017, 19:33

Helga Du hattest ein wirklich gemütliches Heim.
Da kann man sich wohlfühlen.

Tut mir sehr leid für Dich das Du es verloren hast.
Hoffe Du hast Deine neue Bleibe annehmen können und auch ein Zuhause geschaffen.
Wünsche Dir alles Glück der Welt!
LG
Pleitegeier
Pleitegeier
 

Beitragvon Saurier61 » 20.01.2017, 13:12

Hallöle Pleitegeier...

das Leben ändert sich ständig, nicht alles was sich ändert ist schlecht.... man muss nur die Prioritäten anders setzen, sich anpassen und im neuen Lebensabschnitt so einrichten, dass es sich gut anfühlt :mrgreen: ....

Alles gut.... ich bin hier angekommen... mein Leben ist anders, aber auch stressfreier...
Ich habe eine kleine gemütliche Wohnung... bin keinem mehr Rechenschaft schuldig... und hab mein Leben so eingerichtet, dass es für mich passt....

Danke für deine lieben Wünsche....

Lieben Gruß von
Helga
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Saurier61
 

 


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