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Wie richtig einwecken?

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Wie richtig einwecken?

Beitragvon Temeon » 16.01.2012, 11:32

Hallo,

Ich stehe noch sehr am Anfang meiner Vorratshaltung. Das mit dem Einkochen/wecken hab ich noch immer nicht verstanden.

Kann mir bitte jemand eine idiotensichere Methode des Einkochens beschreiben?

besonders Obst und Gemüse intressiert mich sehr, da dies in großen mängen viel günstiger ist.

Ich lebe mit frau und 2 Kindern in einer wohnung, das geld ist nicht so dicke. Ich hab auch keine lust mehr Ständig Lebendsmittel wegzuschmeißen, ist ja bares geld.

Vielen dank im Vorraus

mfg Temeon
Temeon
 

Beitragvon Baggers » 16.01.2012, 12:46

Hallo,

einwecken ist gar nicht so schwer.
Z.B. läßt sich Tomatensoße prima konservieren.
Ich sammle immer die Schraubgläser. Diese sauber ausspülen.
Darauf achten daß die Deckel nicht beschädigt sind.

Meine Tomatensoße:

Geräucherter Speck in kleine Wülfel schneiden und bei kleiner Hitze auslassen.
Tomatenmark mit rösten.
Dann gewürfwlte Zwiebeln dazu und glasig andünsten.
Vielleicht etwas Olivenöl dazu.
Karotten, Sellerie, Lauch gewürfelt dazugeben und weiter dünsten oder auch braten ( wie man will).
Dann 1 oder 2 Dosen geschälte Tomaten dazu.
Natürlich Salz und Pfeffer ( am Besten frisch gemörsert) nicht vergessen,
Das Ganze kochen lassen, danach mit einem Zauberstab pürrieren.
Alles reduzieren lassen je nachdem wie man es will. Immer wieder umrühren.
Zum Schluß getrocknete oder frische Kräuter rein ( wieder nach Geschmach)

In der Zwishenzeit die sauber gespülten Gläser im Bachofen auf ca. 100-120 Grad aufheizen.

Gläser raus und die heiße Tomatensoße einfüllen. Aber nicht ganz voll machen 1-2 cm frei lassen.
Sofort den Deckel drauf und die Gläser aufn ei feuchtes Geschirrtück auf dem Kopf stellen und langsam abkühlen lassen.
Darauf achten, das der rand der Gläser sauber ist und nicht voll gekleckert ist.

Das Zeug hält bestimmt länger als 1 Jahr.
Ich mach immer 6 - 7 Liter vin der Soße.
Ist auch viel billiger als das gekaufte Zeug.

Gutes Gelingen
Baggers
 

Beitragvon Baggers » 16.01.2012, 12:48

Bitte die Fehler zu entschuldigen. Hab wieder mal zu schnell geschrieben.
Baggers
 

Beitragvon Timpe10 » 16.01.2012, 16:19

Baggers » 16.01.2012, 12:46

Das Zeug hält bestimmt länger als 1 Jahr.
Ich mach immer 6 - 7 Liter vin der Soße.
Ist auch viel billiger als das gekaufte Zeug.

===================================================================================================

Stimmt genau.
Weißt außerdem genau was drinnen ist.
Geht zudem noch schnell.

Mit auf diese Art hergestellter Marmelade ( 50% Zuckeranteil )haben wir bezüglich des Haltbarkeitsdatums eine Erfahrung von 3 bis 4 Jahren gemacht.

Mit bestem GRuß
Timpe10
Timpe10
 

Beitragvon Saurier61 » 16.01.2012, 19:01

Hallöle Temeon,

also dann mal eine kleine...Anleitung...

Gläser.... kannst du Einkochgläser kaufen oder Twist off Gläser sammeln.... bei Twist off musst du darauf achten, dass die Deckel nicht verbogen sind und die Gummibeschichtung im Deckel glatt und durchgehend ist.

Twist-offGläser und Deckel gründlich spülen und umgedreht auf ein Küchentuch stellen.

Gemüse und Obst erst waschen, dann verarbeiten...also schälen, Schadstellen entfernen.....
Obst oder Gemüse in die Gläser füllen...
Bei Obst mit Zuckerwasser, bei Gemüse mit leicht gesalzenem Wasser auffüllen. ca 2 cm zum Glasrand Platz lassen, darauf achten dass der Glasrand absolut sauber bleibt.... evt mit einem feuchten Tuch abwischen....Deckel drauf und zudrehen.

Zuckerlösung .... auf 1 L Wasser kommt an Zucker
für saftreiche Beeren 150 - 300g, saftarme Beeren wie Heidelbeeren, Aroniabeeren 400g bis 700g
Kernobst - 350 - 750g Steinobst - 200 - 700g

Man kann/könnte im Backofen einkochen... für Twist off nicht unbedingt geeignet... die Gläser gehen bei der Methode oft wieder auf.

Die althergebrachte Methode im Einkochtopf mit Bodengitter und Thermomether bringt die besseren Ergebnisse.
Ausserdem hat man dann mehr Auswahl bei der Nutzung von Energie.... Elektro, Gas, Holzherd im Notfall auch Lagerfeuer....

Gläser werden in den Einkochtopf gestellt und dann wird bis zu 3/4 der Höhe der Gläser Wasser aufgefüllt, dann kann man mit dem Einkochen beginnen.

Die Einkochzeit beginnt ab dem Zeitpunkt an dem die Einkochtemperatur erreicht ist.

Für die Einkochzeiten gibt es hier eine Tabelle .... (ich kann meine Tabelle gerade nicht finden)
Die Angaben in der Tabelle sind für 1 L Gläser, kann man aber so für die 750ml Twist-off übernehmen.
http://www.was-wir-essen.de/download/einkochzeiten.pdf

Was dort fehlt....
Eiweißreiche Sorten wie Erbsen, Bohnen und Pilze müssen nach ein bis zwei Tagen noch ein zweites Mal eingekocht werden, um alle Mikroorganismen abzutöten.
Will man die Farbe z.B. bei grünen Bohnen erhalten, sollte man diese vor dem Einfüllen banchieren....
Kartoffeln werden 10 Min vorgekocht, das Kochwasser abgegossen, die Kartoffel abgekühlt in die Gläser füllen und dann mit Wasser auffüllen. Wenn man die Kartoffeln nicht vorkocht sieht es später durch den Ausfall der Stärke ziemlich unappetitlich aus.
Zucchini gleiche Temperatur und Zeit wie Gurken aber auch 2x einkochen...
Kartoffeln 100°C 45 min

Falls dir noch irgend etwas fehlt an Einkoch-Infos für Obst/Gemüse frag einfach nach...

Lieben Gruß von
Helga
Saurier61
 

Beitragvon Tubenfan » 17.01.2012, 00:32

Temeon hat geschrieben:Hallo,

Ich stehe noch sehr am Anfang meiner Vorratshaltung. Das mit dem Einkochen/wecken hab ich noch immer nicht verstanden.
(...()
mfg Temeon



Hallo Temeon,

einwecken ist mein Thema, seit vielen Jahren.

Die Tipps hier, ok, aber Du brauchst doch keine Rezepte! Du brauchst den Einstieg. saurier überfordert mit den Infos für Fortgeschrittene.

Gehe zu weck.de, kaufe als erstes das Weckbuch. Sofort. Mein erstes habe 1994 gekauft, das zweite vor 1 Jahr.
Ergebnis: Sie sind absolut Textidentisch, ich habe Seite für Seite verglichen.
Heisst: Die alten Infos stimmen noch.

Kaufe (für wenig Geld) ca. 100 Gläser, shop funktioniert. Ordentlich Gummies in 3 Größen. Billig.
Über den shop ist auch der Einweckautomat (wird von externem Dienstleister hergestellt) zu beziehen. Habe ihn (endlich) vor 2 Jahren gekauft, kam sofort.

Heisser Tipp: Aushang im Supermarkt ("kaufe gebrauchte Weckgläser, zahle 50 Cent je Glas"). In den deutschen Kellern lagern Millionen von ungenutzten Weckgläsern.

Im Buch lese den Unterschied zw. alten und neuen Gläsern.
Es ist wenig Unterschied. Außer: Die neuen Gläser lassen sich stapeln. Alles im Buch (herausgegeben von Weck; inkl. Firmengeschichte).

Weckgläser und einkochen? Schef im Gelände, hält ewig. Sitzt der Deckel los - wegwerfen.
Bei Schraubgäser ist das nicht so leicht und schnell bei 300 Gläsern zu prüfen.

Einwecken, das erfodert Konzentration. Übung. Das Ergebnis ist aber genial.
Weil: Der Stromausfall kann kommen.
Gummi ziehen, eigenes Fressi.

Besser geht's nimmer.

Außer vielleicht, Du hast einen Metzger als Freiund, der Dir für den 4-fachen Preis Metallkonserven produziert.

Fragen? Gerne Private Nachricht (PM).

Gruß und mach's,

Tubenfan
Tubenfan
 

Beitragvon Saurier61 » 17.01.2012, 07:10

Hallöle

danke Tubenfan... hab ich doch noch was vergessen.... zum Testen bei Twist off Gläsern auf den Deckel drücken... gibt er nach... ist das Glas nicht richtig verschlossen.
Und wenn die Gläser abgekühlt sind... nicht sofort in den Keller... Wenn man dann nach 24 Stunden feststellt, dass ein Glas nicht dicht ist, kann man es dann noch mal einkochen oder den Inhalt sofort essen.

Lieben Gruß von
Helga
Saurier61
 

Beitragvon Kangalklaus » 17.01.2012, 12:08

Saurier61 hat geschrieben:Kartoffeln werden 10 Min vorgekocht, das Kochwasser abgegossen, die Kartoffel abgekühlt in die Gläser füllen und dann mit Wasser auffüllen.

Das sind ja interessante Info's. Ich wusste ja gar nicht, dass auch Kartoffeln eingekocht werden können.
Mit Schale oder ohne?
Sollte ich auf meine alten Tage als "Bratkartoffelfan" damit noch beginnen? :?:
Zumal ich einen Weckkessel und Gläser im Keller gelagert habe.
Ich werde einmal eine Nacht darüber schlafen.
Grüße Klaus
Kangalklaus
 

Beitragvon Saurier61 » 17.01.2012, 12:30

Hallöle Klaus,

ich koch die Kartoffeln ohne Schale ein... mindestens geviertelt, damit ich sicher sein kann, dass die in der Mitte auch ok sind.... oder in Scheiben für Kartoffelsalat/Bratkartoffeln...

Eier für den Kartoffelsalat gab es, als ich noch Hühner hatte, auch aus dem Glas... einfach die überzähligen Eier vorsichtig (ohne Schale) :mrgreen: in ein Marmeladenglas geben, zudrehen und bei 90-100°C 25 Min einkochen. (Enteneier 45 Min)
Wenn man die Eier braucht, einfach Deckel auf, mit einem Messer im Glas etwas zerkleinern, und zum Salat geben.

Eier kann man auch als Eierstich einkochen...(für Suppen)...

Lieben Gruß von
Helga
Saurier61
 

Beitragvon Temeon » 17.01.2012, 12:59

hallo und danke für eure schnellen und ausführlichen antworten.

Also hab ich das richtig verstanden, ich blangiere Gemüse, gebe es in ein Einmachglas
Bild
und anschließend koche ich das ganze ne zeit lang. Danach Deckel drauf und auf dem Kopf gedreht auf einem feuchten Tuch abkühlen lassen.
Ach ja und die Gläser nicht direkt auf den Topfboden stellen beim einkochen oder?

Und das ganze geht auch für vorgebratene Minutensteaks/Kottletts und anderes Fleisch ? Bei Fleisch stelle ich mir das etwas anders vor. Ich denke der ganze Geschmack geht ins Wasser über wenn es da im eingekochten zustand nen paar Monate im Keller lagert.

Wie gesagt ich habe absolut keine Ahnung von dem....ich komme aus der Überflussgeneration...

Volgendes möchte ich demnächt gerne einkochen:
-Kartoffeln
-Möhren
-Brot (hab gelesen das das funktionieren soll)
-Hänchen- Rind- und Schweinefleisch
-Äpfel
-Birnen

und noch ein bisschen mehr.

Hab meinen Keller in ein kleinen Supermarkt umgebaut mit etlichen regalen und dementsprechenden Stauraum.
Soll voll werden ;-)

mfg Temeon
Temeon
 

Beitragvon Saurier61 » 17.01.2012, 16:16

Hallöle Temeon,

die Gläser werden nach dem Spülen umgedreht auf ein Küchentuch gestellt und warten dort bis dein Gemüse/Obst geputzt ist .
Dann Gläser wieder umdrehen, Gemüse/Obst rein, mit Wasser auffüllen, 2 cm zum Rand freilassen, Deckel drauf und zudrehen oder bei Weckgläsern Gummiring und Deckel drauf.... mit den Einweck-Klammern befestigen dann einkochen.

Schraubdeckelgläser werden nach dem Einkochen nicht auf den Deckel gestellt... ist nicht notwendig... ausserdem gefährlich, wenn ein Glas nicht richtig geschlossen ist, kann heisse Flüssigkeit austreten....

ja Gläser nicht direkt auf den Topfboden...deshalb gibt es ein Boden-Gitter für den Einkochtopf
zum Abkühlen auf ein trockenes Tuch stellen.... .

Benutzt du Weckgläser werden die Klammern erst abgenommen wenn die Gläser (evt ein zweites Mal eingekocht und dann)abgekühlt sind.

Blanchieren ist nur notwendig, wenn grüne Bohnen oder Blumenkohl ihre Farbe behalten sollen. Nicht blanchiert werden sie leicht grau...

Möhren... pro 1l Glas zum leicht gesalzenen Wasser etwa 1/2 Teel. Zucker zugeben, dann schmecken sie wesentlich besser.

Brotteig herstellen, gehen lassen...1 Liter Sturz-Gläser innen gut einfetten,..... mit dem Teig die Gläser 3/4 voll füllen ... Gläser ohne Deckel in den Backofen auf ein Gitter stellen, bei 180°C ca 35-40 Min backen. Abkühlen lassen, Gummiringe und Deckel drauf, mit Einmachklammern befestigen... Dann im Einkochtopf einkochen bei 90°C für 30 Min. Sollte sich im Glas Kondenswasser gebildet haben... kein Problem, es wird vom Brot aufgenommen...

Mit Fleisch solltest du evt. warten, bis du Gemüse und Obst sicher einkochen kannst. Gutes Fleisch ist teuer, ein Fehlschlag mehr als nur ärgerlich :mrgreen: Ich selbst hab erst wenig Fleisch eingekocht....das dauert immer so lange :mrgreen:
Kurzgebratenes wie Kottlett oder Minutensteaks hab ich noch nicht eingekocht....

Fleisch wird nicht mit Wasser sondern mit Brühe oder nicht angedickter Sosse... ins Glas gegeben.

Das dürfte auch einem Anfänger ohne Probleme gelingen:
Zwiebelmettwurst...

1 kg rohes Mett (ungewürzt)..... 5 -6 kleingehackte, in 3 Eßlöffeln Schweineschmalz glasig gedünstete Zwiebeln, 1Eßl. Majoran, 20g Salz und 4g Pfeffer dazu...

Mit dem Handrührgerät / Knethaken ca 10 Min kneten, in kleine Weck- /Marmeladen-Gläser füllen, Gläser verschliessen und bei 100°C 1 Stunde einkochen.
Eigentlich würzt man mit Pökelsalz, damit das Zwiebelmett eine schöne rötliche Farbe behält und nicht grau wird...
mich stört die graue Farbe nicht :lol:

Lieben Gruß von
Helga
Saurier61
 

Beitragvon Lumen56 » 17.01.2012, 18:17

Frage an die Einweckprofis :D

Kann man zum Einwecken auch Babygläschchen benutzen? So für Marmelade z.B.
Oder taugen die nichts wegen dem Deckel?

Bin ja auch noch Anfänger...

Da käme ich im Bekanntenkreis gerade gut dran :mrgreen:

LG
Lumen56
Lumen56
 

Beitragvon Saurier61 » 18.01.2012, 01:34

Hallöle Lumen,

Babygläschen funktioniert nicht, hab ich auch schon mal ausprobiert... so was kannst du dir echt einsparen, vergebliche Arbeit und Energieverschwendung. :roll:

Lieben Gruß von
Helga
Saurier61
 

Beitragvon jolima55 » 18.01.2012, 07:28

Hallo,
hat jemand Erfahrungen mit Haltbarmachen von Butter? Kann man die nicht auch in ein Twisst-off Glas geben und mit Salz haltbar machen?
Ich denke , das ist eine Frage an Saurier .

Freue mich auf Anregungen.

Gruss Jolima
jolima55
 

Beitragvon Saurier61 » 18.01.2012, 08:16

Hallöle Jolima...

du kannst 1 Liter Wasser mit 200g (geschätzt) Salz aufkochen, gut abkühlen lassen und dann die Butter hineingeben.... so hält sie einige Zeit länger... wie lange kann ich da allerdings nicht sagen, da ich das nur von meiner Oma kenne, die damals keinen Kühlschrank hatte und das so gemacht hatte(fragen kann ich sie leider nicht mehr).... dürften aber schon etliche Wochen gewesen sein.... denn sie hatte immer so geschätzte 10 Kilo? Butter im Keller.... in Steinguttöpfen.... mit Leintüchern abgedeckt.... Wenn die Butter aus der Lake genommen wird, kurz mit kaltem Wasser abspülen und abtupfen.

Ansonsten kann man Butterreinfett/Butterschmalz/Ghee herstellen... dabei werden Wasser und Eiweiß entfernt und es bleibt nur das reine Fett zurück... das ist dann ca 9 Monate haltbar.
Das hab ich schon selbst gemacht... werd ich aber nur im Notfall noch mal machen, denn Butter ist teuer und Butterreinfett ist nichts für die Stulle, nur zum Braten.

Lieben Gruß von
Helga
Saurier61
 

Beitragvon grey-fur » 18.01.2012, 08:41

Hallo,

Ghee ist eine wunderbare Sache. ich habe immer mehrere Gläser davon in meinem Vorratskühlschrank, obwohl es nicht im Kühlschrank gelagert werden muss. In Indien sagt man, daß man Ghee jahrelang ohne Kühlung aufbewahren kann
und es werde immer besser. Ich verwende es aber in meiner täglichen Küche und stelle somit regelmäßig immer wieder Nachschub her. In der traditionellen ayurvedischen Heilkunde Indiens schreibt man Ghee eine gesundheitsfördernde Wirkung zu, das macht es für mich noch wertvoller. Wirklich sehr zu empfehlen!

Es grüßt Euch
grey-fur
grey-fur
 

Beitragvon Regenbogen » 18.01.2012, 14:54

Sind ja tolle Tipps hier. Wir haben gerade einen Aushang im Supermarkt kleben, suchen Weckgläser. Heute morgen hat sich der erste gemeldet, morgen holen wir 80 Gläser hier aus dem Ort ab. Kosten sind noch nicht ganz klar, hatten 25€ geboten, soviel wollte er gar nicht haben. Mal schauen was draus wird :)

Gestern haben wir Zucchini Chutney eingekocht.
Zucchini, rote Paprika zerkleinert, Tomaten, Mais die 8 Kräutermischung vom Aldi aus der TK Abteilung, Pfeffer+Salz (ein bisschen Brühe wäre auch möglich) in einem großen Topf aufkochen lassen und etwas ziehen lassen damit das Gemüse gut durch ist.

Dann das ganze in alte Kirsch- und Gurkengläser gefüllt. Deckel drauf, festschrauben und auf den Kopfstellen.
Nach ein paar Minuten stelle ich die dann wieder richtig rum und dann kommen sie in den Keller.
Dieses Chutney kann man super mit Nudeln oder Reis essen.

Aufpassen muss man beim Einfüllen, am besten einen Trichter verwenden. Der Rand muss sauber bleiben, also vor dem Verschließen mit einem Handtuch den Rand abwischen, sonst schimmelt es wenn man hier nicht gründlich arbeitet.
Regenbogen
 

Beitragvon Saurier61 » 18.01.2012, 15:43

Hallöle Regenbogen,

diese Lebensmittel... "heiss-eingefüllt" und dann das Glas auf den Deckel stellen .... sind nur kurze Zeit haltbar.
Wenn man mal darüber nachdenkt, dass beim Einkochen ein besonderer Zweck verfolgt wird.... nämlich u.A. die Luft aus dem Glas zu bekommen...
kann man sich leicht vorstellen dass genau dieses bei Deiner Methode verhindert wird. Denn wenn du das Glas umdrehst steigt die Luft zum Glasboden hoch.
Sicher, das Lebensmittel wird heiss eingefüllt, und relativ viele Bakterien/ Sporen vertragen diese kurzzeitige Hitze nicht, werden abgetötet... 'Aber in der Luft sind oft auch noch Bakterien/Sporen enthalten, die erst bei längerer/höherer Hitzeeinwirkung abgetötet werden.
Hast du Pech und diese sind in der Luft im Glas vorhanden, verdirbt dir das Lebensmittel.

Das ist der Grund warum heiss Einfüllen manchmal daneben geht.
Wir brauchen für den Vorrat sicher haltbare Lebensmittel, darum sollten wir das althergebrachte Einkochen nach Möglichkeit vorziehen.

Mir sind mal 35 Gläser rote Grütze dadurch verdorben, dass ich sie nur heiss eingefüllt und nicht richtig eingekocht hatte :shock: .... das war sehr ärgerlich... aber im Prinzip auch gut, weil mir so ein Fehler nicht mehr unterlaufen wird.

Lieben Gruß von
Helga
Saurier61
 

Beitragvon jolima55 » 18.01.2012, 17:37

Hallo,
das Einwecken mit Einweckgläsern ist aber auch nicht die absolut sichere Sache .
Ich komme vom Lande . Wir haben früher sehr viel eingeweckt . Alles was im Garten so reif war . Von den Weckgläsern sind auch immer mal wieder aufgegangen . Da hatte man auch nie eine Garantie , dass das Glas zu bleibt .
Meine eingekochte Brombeermarmelade war nach zwei Jahren immer noch gut und das Glas war auch noch fest verschlossen .
Ich denke , eine 100% Garantie hat man bei keiner Methode .

Gruss Jolima
jolima55
 

Beitragvon Regenbogen » 18.01.2012, 18:04

Guter Einwand Helga, bei den Weckgläser die morgen abgeholt werden werden wir die Lebensmittel auch richtig einkochen. Gut das es diesen Thread gibt!
LG vom
Regenbogen
Regenbogen
 

Beitragvon Kangalklaus » 18.01.2012, 18:09

jolima55 hat geschrieben:Hallo,
das Einwecken mit Einweckgläsern ist aber auch nicht die absolut sichere Sache .
Von den Weckgläsern sind auch immer mal wieder aufgegangen . Da hatte man auch nie eine Garantie , dass das Glas zu bleibt .

Ja, das kann passieren (Kindheitserinnerungen kommen hoch).
Der Grund ist dann meistens eine schlechte Abdichtung im Gummibereich.
Entweder
a) altes Gummi (spröde)
b) Macken in der Glasfläche (Glas oder Deckel), an der das Gummi aufliegt.
Beides also vorher testen.
Grüße Klaus
Kangalklaus
 

Beitragvon Saurier61 » 18.01.2012, 18:13

Hallöle Jolima,

das ist richtig, eine 100% Garantie hat man auch beim Einkochen nicht, jedoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Lebensmittel jahrelang haltbar bleibt ne Ecke größer als bei heiss Eingefülltem.

Wenn wir also das Einkochen nicht nur als Hobby betreiben, sondern ernsthaft einen Langzeit-Vorrat anlegen wollen sollten wir uns darüber Gedanken machen.

Ist man dann auf den Vorrat angewiesen und auf dem Lebensmittel im Glas wächst ein Schimmelrasen ..... wars das...

Ich hab früher auch gern heiss eingefüllt, allerdings nur wenn auch Zucker oder Essig gebraucht wurde... Beides hemmt das Bakterien/Sporenwachstum.....
Doch jetzt mit der Gefahr einer weitreichenden Krise vor der Nase, werde ich darauf verzichten....

Muss aber Jeder selber wissen... ich kann nur darauf hinweisen....

Lieben Gruß von
Helga
Saurier61
 

Beitragvon Saurier61 » 18.01.2012, 18:36

Hallöle,

Glasränder testen an Deckel und Glas kann man am Besten mit einem Wattebausch... das ist idiotensicher :mrgreen:
Damit spürt man auch Unebenheiten auf, die man so nicht bemerken würde....
Ich hab früher immer... mit den Fingern getestet... :roll: bis es dann mal geblutet hat... schön blöd... :lol:
Und ich teste vor dem Spülen... kaputtes Glas/Deckel spülen kann man sich dann einsparen :D

Lieben Gruß von
Helga
Saurier61
 

Beitragvon honey-melon » 18.01.2012, 20:23

Hallo an Alle!
Ich möchte Helga großen Dank für die ganzen Tipps ausrichten!Vorallem mit dem Brot einwecken,das hatte ich schon lange vor-aber nirgends ein Rezept gefunden-dieses hört sich echt gut an! (ich hätte es sonst irgendwie mal so probiert,aber wahrscheinlich das vorbacken ausgelassen ;-) )
Bis jetzt wecke ich fast nur Marmelade ein,mit Twist off Gläser, die ich heiß befülle und dann für 10 Minuten auf den Deckel stelle,habe ich aus einem Buch.Hält bis jetzt 1 1/2 Jare.
Diese Variante habe ich auch schon mit Tomatensauce ausprobiert,nach 3Monaten war alles noch lecker...aber nach ca 6Monaten hats geprickelt...
Sammle jetzt aber auch fleißig vernünftige Weckgläser,ich halt auf Flohmärkten ausschau.
Und jedem den ich ein Glas selbstgekochte Marmelade schenke sage ich gleich das ich noch weckgläser brauche...
Mfg Helena
honey-melon
 

Beitragvon Tubenfan » 19.01.2012, 02:08

Hi,

@all: Leute, kauft Euch das original WECK-Buch. Und lest selbst das ganze Buch durch (es gibt auch Fotos)!
Kostet viel Zeit, mich hier (auf der Suche nach neuen Tipps) durch Anfänger-Ratschläge zu lesen.

Freut mich, daß der Aushang im Supermarkt funktioniert hat. Klammern mitnehmen! Aber 20-30 reichen. ;-)
Die evtl. Gummis wegwerfen und neue kaufen, kosten wenig.

Üben, üben, üben. :)

Gruß,
Tubenfan

http://www.weck.de/hk.html
WECK-Einkochbuch - Anleitung zum richtigen und sicheren Einkochen,, 144 Seiten, durchgehend farbig illustriert, Umschlag 4farbig, abwaschbar, handlich im Format (18,5 x 19,5 cm), über 250 bewährte Einkochrezept, Preis EURO 9,80.
Erhältlich bei Ihrem Fachhändler oder bei Ihrem Buchhändler
(ISBN: 3-921034-05-1; Verl: 17035)
Tubenfan
 

Beitragvon jolima55 » 19.01.2012, 05:59

Hallo,
sollte man zur Herstellung von Ghee Bio-Butter verwenden , oder kann man da aucg die normale vom Discounter verwenden?

Gruss Jolima
jolima55
 

Beitragvon grey-fur » 19.01.2012, 07:18

Hallo jolima,

tja, wie so oft scheiden sich auch hier die Geister. Zunächst einmal kann es sein, dass die sogenannte Biobutter qualitativ schlechter sein kann als die Nicht-Bio Butter. Hierzu gibt es einen Test von Stiftung Warentest, leider ist er aber schon etwas älter. Dennoch möglicherweise interessant für Dich. Hier der Link:

Links sind nur für registrierte User sichtbar.

Es ist natürlich auch eine Frage des Geldbeutels, ob man sich ständig Bio Produkte leisten kann oder will. Ich persönlich greife in diesem Fall auf die Rewe Marke zurück, ich habe damit gute Erfahrungen gemacht.

Außerdem verwende ich persönlich zur Herstellung von Ghee nur reine Süßrahmbutter. Sie wird aus Milch, Rahm oder Molkerahm hergestellt und ihr sollte nichts weiter zugesetzt sein. Ich habe bis jetzt die besten Erfahrungen damit gemacht. Angeblich soll es auch gut mit Sauerrahmbutter gehen. Mild gesäuerte Butter sollte man nicht verwenden, auch wenn es im Internet Rezept gibt, die etwas anderes behaupten. Natürlich auch keine Salzbutter oder Halbfettbutter oder dergleichen. Meine Devise lautet da, je reiner das Produkt, umso besser das Ergebnis.

Herstellung:
Man nimmt einen ausreichend großen Topf gibt die Butter hinein und erhitzt sie. Nach einer Weile fängt die Butter an zu schäumen, Temperatur etwas herunterregeln, so dass sie gerade noch kocht bzw. simmert. Den Schaum immer wieder mit einer Kelle abschöpfen. Nach ca. 30 Minuten bemerkt man, dass die flüssige Butter klar wird. Möglichst dabei bleiben! Dann ist der Zeitpunkt erreicht, sie nochmals durch einen (Papier-) Filter zu gießen und in Gläser zu füllen. Erhitzt man sie etwas länger, wird das Ghee etwas dunkler ( leicht bräunlich) und schmeckt nussig. Aber dann ist auch der Topfboden entsprechend behaftet.

Noch ein Hinweis zum Topf. Da sich das austretende Eiweiß auch am Topfboden absetzt, hat sich ein Edelstahltopf am besten bewährt, da er wieder gut zu reinigen ist.

Ich wünsche gutes Gelingen!
grey-fur
grey-fur
 

Beitragvon jolima55 » 19.01.2012, 07:53

Hallo,
vielen Dank für diese Tipps . Habe gesterb aus midgesäuerter Butter vom Discounter Ghee hergestellt . Es klappte sehr gut .
Das Ergebnis ist auch toll .
Weiss jetzt ja nicht , ob es mit Süssrahmbutter noch besser ist . Werde es heute damit mal probierten .

Gruss Jolima
jolima55
 

Beitragvon Lumen56 » 19.01.2012, 08:33

Mein erster Versuch scheint gelungen :mrgreen:

Da ich Rosenkohl liebe und der z.Zt. günstig im Angebot ist, habe ich mich durch das WECK Einkochbuch gekämpft und gestern einige Gläser Rosenkohl eingeweckt.

War zwar viel Arbeit, so mit Röschen putzen und 2 Std Einweckzeit, aber die Gläser sind dicht und ich freue mich über den ersten Erfolg. Letztendlich ist es bei einiger Übung ja auch nicht so schwierig.

Habe noch reichlich Äpfel und werde mich da mal an Marmelade und Kompott wagen.

Irgendwann macht´s auch Spaß und der Vorratskeller wird sich Glas für Glas füllen. :D

Vielen Dank auch an Helga (und an die anderen natürlich auch)

LG
Lumen56
Lumen56
 

Beitragvon Saurier61 » 19.01.2012, 09:07

Hallöle Lumen56,

wenn du die Äpfel für Apfelmus gekocht hast, solltest du den Saft in eine Schüssel abgiessen, sonst wird das Apfelmus zu flüssig.
Den Saft kann man dann trinken .... mit Zugabe von etwas Zitronensaft und Gelierzucker zu Apfelgelee verarbeiten..... oder noch etwas Zucker zugeben und auf kleiner Flamme zu Sirup verarbeiten.

Du kannst auch Apfelviertel ins Glas geben, mit Zuckerwasser auffüllen ein Stück Zimt dazu und etwas Vitamin-C-Pulver (auf 1 L Wasser 1 Messerspitze dann bleiben die Apfelstücke weiß) und dann 20 Min. bei 100°C einkochen. Die kann man dann später so essen oder damit Apfelkuchen backen.

Lieben Gruß von
Helga
Saurier61
 

Beitragvon Temeon » 19.01.2012, 20:02

Hallo,

Mit so Vielen Ideen , Tipps und Tricks habe ich jetzt nicht gerechnet.

Ich weis garnicht wo ich anfangen soll.

Danke
Temeon
 

Beitragvon Saurier61 » 20.01.2012, 07:05

Hallöle Temeon,

das was du für Dich an Infos gebrauchen kannst... speichern und evt. ausdrucken. Sollte das Internet ausfallen hast du das dann noch.
Und einwecken... das was du jetzt preiswert bekommen kannst ... im Jan/Feb... Äpfel, Kiwi, Chinakohl, Grünkohl, Möhren, Rosenkohl. Rote Beete, Schwarzwurzeln, Weißkohl/Rotkohl... Saisongemüse/obst

Lieben Gruß von
Helga
Saurier61
 

Beitragvon Lumen56 » 20.01.2012, 13:14

Hallo,

noch ein Tipp, wie man günstig an Einweckgläser kommen kann. (außer Aushang im Supermarkt)

Mal bei ebay Kleinanzeigen schauen. Dort gibt es Sachen (nicht nur Einweckgläser) aus der Umgebung zum Selbstabholen.

Habe erfolgreich 100 (große) Gläser inkl. Klammern und neuer Gummis für wenig Geld bekommen.

Zusammen mit den bereits vorhandenen (kleineren) Twist-Off Gläsern (für Marmelade z.B.) habe ich wohl zum "Üben" vorerst genug :mrgreen:

LG
Lumen56
Lumen56
 

Beitragvon jolima55 » 22.01.2012, 15:24

Hallo,
hat schon jemand Erfahrung mit dem Einwecken von Hochzeitssuppe gemacht ?
Kann man die mit den ganzen Einlagen einwecken , oder sollte mann Eierstich und Griessklösschen getrennt einwecken ?
Vielleicht eine Frage für Saurier.

Gruss Jolima
jolima55
 

Beitragvon ofen » 22.01.2012, 15:46

Hallo,

hätte bezüglich dem Eierstich auch eine Anfrage an Saurier.
Haltbarkeit bekannt?
Habe es ausprobiert, leider gab es Farbveränderung und die Gewürze (Pfeffer, Muskat) haben sich oben abgesetzt.
Kann man auch Chilli con carne bzw. Hühnersuppe mit Fleischeinlage einwecken?

Gruss Ofen
ofen
 

Beitragvon maroni » 22.01.2012, 17:13

Chili con carne kann man! Hab ich vor 3 Jahren ca 25l...Rest von der Sponsionsfeier und viiel zu schade zum Wegwerfen und zu viel zum die "Tage danach Aufessen" ..gemacht. Hab das letzte Glas vor 3 Wochen verbraucht. Super geschmeckt. Lagerte kühl und dunkel im Keller.
Gruss maroni
maroni
 

Beitragvon hopo2012 » 24.01.2012, 20:53

Hallo zusammen,

habe bisher immer im Backofen eingekocht (Nachteil: hoher Energieverbrauch!). Ich habe im Netz nur Elektroeinkocher gefunden.
Da ich mich in der Krisenvorsorge vom Strom unabhängig machen möchte, würde ich natürlich einen Einkocher bevorzugen, den ich auf meinem Propangasherd betreiben kann. Hat jemand eine Ahnung wer so einen Einkocher vertreibt oder wo man ihn bekommt.
Früher (vor ca. 35 Jahren) hat meine Oma immer einen solchen mit Thermometer benutzt.

Grüße Holger
hopo2012
 

Beitragvon maroni » 24.01.2012, 21:04

Den Weck-Einkochtopf ..30l..gibt es auch für E-herd, bzw. Holzofen.Bei uns im Lagerhaus, ca 50€. Habe 2 davon.
Gruß maroni
maroni
 

Beitragvon hopo2012 » 24.01.2012, 21:36

Hallo Maroni,

gibst Du mir einen ab?

Gruß Holger
hopo2012
 

Beitragvon Tubenfan » 24.01.2012, 22:05

Hi,

elektrisch Weck-Topf (Strom): OK (klar ...)
Einkochen im Ofen (im Wasserbad): nicht gut, weil schnell zu heiss für die Gummis

Großer Edelstahltopf und streng beobachten: Geht (mit Thermometer, Baumarkt)

Gruß,
Tubenfan

>>Kann man die mit den ganzen Einlagen einwecken , oder sollte mann Eierstich und Griessklösschen getrennt einwecken ?<<
DER ist ja süß!
Eierstich und Klösschen sind mir selbst unwichtig: Besser 6 Kilo Biorindfleisch, fett, gut einwecken. Sind >30 Mahlzeiten (mit Nudeln, Kartoffeln)
Tubenfan
 

 


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